Hallo!
Am Wochenende fand im Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der Ruhr-Universität Bochum ein gut besuchter zweitägiger Workshop zum Thema "Polarisationsmikroskopie" mit einem umfangreichen theoretischen und praktischen Programmteil statt.
Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg, ich denke, dass ich hier im Namen aller Teilnehmer dem Veranstalter Olaf Medenbach, unterstützt durch Udo Maerz und ganz spontan auch durch Ole Göbel ( beide von Haus aus ebenfalls Mineralogen ) herzlichst danken kann!!! Nicht zu vergessen Frau Medenbach, die uns kostenfrei mit Kaffee, Kaltgetränken und belegten Brötchen "versorgte".
Olaf samt "Unterstützungsteam" hat uns mit viel Elan geduldig in die für Einsteiger außerordentlich komplexe Materie der Mineralogie, insbesondere der Polimkroskopie, mit sehr gut angeleiteten und zeitlich umfangreichen praktischen Übungen an noch fast neuen Leica-Polmikroskopen eingeführt.
Man hat wohl als "Fachfremder" ansonsten kaum die Gelegenheit, sich derart komprimiert und unter so hochkarätiger Anleitung mit dieser nicht ganz einfachen Materie zu beschäftigen. Auch, wenn man manchmal das Gefühl hatte, sich in einem dieser Filme zu befinden: "Die Indikatrix schlägt zurück" oder "Die Rache der Isogyren" ;)
Ein Highlight war auch die Führung durch Olafs kleines aber feines optisches Privatmuseum.
Ein wirklich lohnendes Wochenende auch für diejenigen, die anosnten eher in der biologischen Ecke der Mikroskopie zu Hause sind. ( auch, wenn wir erfuhren, dass Mineralogen biologische Einschlüsse in Sedimentgesteinen abfällig unter dem Begriff "Kakerlaken" subsumieren ;) )
Und auch die Angereisten aus dem hohen Norden ( Lübeck ) und aus dem Schwobeländle werden den weiten Weg sicher nicht bereut haben.
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Olaf Medenbach - Ein hervorragender Didaktiker in seinem Element...
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Gesteinsbestimmungen - auch für erfahrene Mikroskopiker ein ungewohntes Terrain
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Alles schön bunt - und ganz ohne Klaus' Farbstoffe ;)
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Udo März am Polmikroskop
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Gut, dass wir auch einen Pathologen an Bord hatten!
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
Du warst einfach schneller als ich!
Es war ein wirklich tolles und lehrreiches Wochenende mit Olaf und seinen Helfern. Wohltuend und förderlich ist bei solchen Treffen auch immer die "soziale Komponente": es gibt neue Kontakte, bereits vorhandene werden aufgefrischt, Forumsteilnehmer, die man bisher nur aus Beiträgen kennt, bekommen ein Gesicht...
Auch von dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die zu diesem gelungenen Wochenende beigetragen haben und insbesondere an Olaf.
Eine schöne Woche wünscht Jürgen Stahlschmidt!
Lieber Peter,
Glückwunsch zu dem lehreichen Wochenende. Hast Du auch schön berichtet. Nur in einem Punkt muss ich dich zur Vorsicht mahnen: der aus dem "Schwabenland" ist ein Badenser. Das ist keine Trivialität! ;D ;D
Herzliche Grüße
Detlef
Hallo zusammen,
Peter hat es schon perfekt beschrieben.
Olaf Medenbach hat uns - unterstützt durch Udo März - in komprimierter, aber überaus anschaulicher Form den Stoff von 2 Semestern Mineralogie in 12 Stunden vemittelt. Darin eingeschlossen eine "Prüfung" anhand eines Präparats. Alle Kandidaten haben bestanden! ;)
Es war wirklich ein Genuss einen von seinem Fachgebiet begeisterten Mineralogen in Hochform zu erleben. Natürlich ist man danach noch weit entfernt ein Mineraloge zu sein, dafür ist die Materie doch zu anspruchsvoll, aber die geschickte Kombination von Grundlagenvermittlung und Übungen am Gesteinsdünnschliff haben doch den Schleier ein wenig gelüftet.
Auch hier gilt:learning by doing ist die schnellste Methode um Verständnis zu wecken und dafür zu sorgen, dass auch was hängen bleibt. Die drei "Betreuer" waren dabei dauernd gefragt bei Einstellungs- und Interpretationsproblemen am Objekt. Olaf hat mir in meinem Präparat in 10 sec. ein für ein Achsenbild geeignetes Mineralkorn rausgesucht, wo ich mich 10 min vergeblich abgemüht habe.
Fundiertes Wissen gepaart mit jahrzehntelanger Erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen!
Bei aller Intensität der "wissenschaftlichen" Betätigung ist auch der gesellschaftlich-gemütliche Teil nicht zu kurz gekommen. Wie kreativ die "Kohlenpott-Küche" sein kann belegt der Kohl mit Pinkel an Orchidee, den sich Peter im gemütlichen Restaurant gegönnt hat! :D
Über die ganze Veranstaltung kann man Magna cum laude schreiben und Olaf ein herzliches "Danke schön" dafür sagen!
Olaf teilt die Übungspräparate aus:
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Fünf Kandidaten blicken schon durch, einer noch nicht und nur einer schläft ;)
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Selbst bodenständiges Essen wird edel verziert!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50056_44978731.jpg)
Hallo Polfreunde
obwohl ich leider nur am Sonntag da sein konnte, haben sich auch für mich die 7 Min Anfahrtszeit voll gelohnt ;)
Ein herzliches Danke Schön auch von meiner Seite an Olaf und Udo.
Eure Begeisterungsfähigkeit für die mineralogische Polmikroskopie ist vorbildlich und ansteckend zugleich. Ich werde jedenfalls weiter am Ball.. ähh Stein bleiben und weiter mit Fragen "nerven" ;)
Viele polarisierte Grüsse
Bernhard
P.S.
ach..äh; Klaus: der Grünkohl sieht eher wie Grünkohle aus, habt ihr da angewandte Lagerstättenkunde betrieben? ;D
Entweder kann der Koch nix, oder die Belichtungsautomatik Deiner Kamera ;)
Lieber Detlef,
ZitatSchwabenland" ist ein Badenser
hierzu muss man sagen: das Bundesland
Baden-Württemberg hat das Thema Integration schon lange geübt und inzwischen ganz gut hinbekommen!
Badener (ohne
s bitte!) werden von den Ureinwohnern des "Schwobeländles" durchaus akzeptiert, wenn sie die einheimischen Idiome beherrschen. Dazu muss man wissen, dass es im badischen Süden noch die Alemannen gibt, die sich problemlos mit den Schweizern auf der anderen Rheinseite unterhalten können, nicht aber mit den Nordbadenern und schon gar nicht mit den Schwaben. Ich bin im Süden geboren und kann mich inzwischen in allen Ecken von BW verständlich ausdrücken. Erfülle also die Grundbedingung der Integrationsbeauftragten aller Landesteile! Die kleine Gruppe Hohenzollern, die es eigentlich auch noch gibt sind längst "eingeschwobt", die brauchen wir nicht mehr zu berücksichtigen.
Wie man sieht: tatsächlich nicht trivial, sonder schon komplex! ;)
Lieber Bernhard,
Zitatach..äh; Klaus: der Grünkohl sieht eher wie Grünkohle aus, habt ihr da angewandte Lagerstättenkunde betrieben?
Entweder kann der Koch nix, oder die Belichtungsautomatik Deiner Kamera
da kommen Deine Wissenslücken, die sich zwangsläufig ergeben, wenn man Seminarteile schwänzt ans Licht: der Grünkohl macht nach der Ernte in der Küche einen Prozess durch, bei dem er in großen Töpfen in hoher Schichtdicke mit verschiedenen zellzerstörenden Substanzen vermengt über längere Zeit auf hoher Temperatur gehalten wird. Durch die schlechte Wärmeleitung dieser zähen Masse gibt es - durchaus gewünschte - anaerobe Verkohlungen am Topfboden. (
Maillard-Reaktion)
Dieser metamorphe Prozess wurde uns von Olaf anhand von metamorphen Gesteinen ausführlich beschrieben, so dass Peter mit diesem Wissensbackground auch ohne zu klagen mit großem Appetit dieses schwarz-braun-güne Gemenge vertilgt hat.
Die Teller habe ich vor der Aufnahme zum Weißabgleich verwendet, so dass Du hier von natürlichen Farben ausgehen kannst!
Zitatach..äh; Klaus: der Grünkohl sieht eher wie Grünkohle aus, habt ihr da angewandte Lagerstättenkunde betrieben?
Ach so, das ist Kohl? :-[ . Ich rätselte schon, welche Arten das Pilzragout wohl enthält.
Eckhard N.
Zitat von: Klaus Herrmann in November 08, 2010, 11:24:09 VORMITTAG
da kommen Deine Wissenslücken, die sich zwangsläufig ergeben, wenn man Seminarteile schwänzt ans Licht:
Moooment..ich hab ein lupenreines Alibi
http://www.strayeasy.com/event/1714605/bochumer-symphoniker-on-6-nov-2010
;D ;D
Und nu muss ich geschwind in die Küche bevor es weitere metamorphe kulinarische Desaster gibt!
Viele Grüsse
Bernhard
Pilzragout, Kohl oder Udos leckerer Bienenstich.....
sei's drum. Auch von mir ein begeistertes Dankeschön an Olaf und Konsorten.
Endlich mal Praxis! Was ein Polariationsmikroskop ist und wie es funktioniert, war ja nicht neu. Ein Meßgerät? Das war schon neuer. Und wie man es einsetzt, ohnehin.
Ich habe vor einigen Jahren im Antiquariat ein Buch entdeckt, das - weil es nicht hielt, was ich mir davon versrochen hatte - irgendwo zwischen Freund, Kremer, Beyer, Riesenberg, Streble, Krauter und Straßburger verschwand.
Auf meiner Heimfahrt, gestern nachmittag erinnerte ich mich aber wieder daran und möchte es Euch kurz vorstellen.
"Minerale und Gesteine in Dünnschliffen"
William S. Mackenzie , Anthony E. Adams
Einfach mal bei Amazon eingeben, und Ihr werdet sehen, daß die deutsche Ausgabe leider vergriffen ist. Antiquarisch kann man sie aber noch bekommen, und wer des Englischen mächtig ist, findet die Originalausgabe.
Dennoch. Dieses Buch ist ein Taschenatlas mit Fotos und deren Besprechungen der wichtigsten Gesteinstypen. Bestimmungsmerkmale, wie wir Sie am Wochenende kennengelernt haben, kann man dort nochmal nachlesen und anhand von Fotobeispielen nachvollziehen.
Manko: keine Erwähnung von Achsenbild und Michel-Levy und kein Streckeisendiagramm.
Klar - nichts ersetzt Olafs Powerpoint-Skript. Aber ein Büchlein fürs Nachtkästlein hat seinen eigenen Reiz. (Wenn schon kein Mikroskop reindarf. Nicht wahr, Peter V.?)
War schön, mal die Gesichter hinter den Pseudonymen zu sehen und ein angenehmens Wochenende mit Euch zu verbringen.
Viele Grüße
Wolfgang
PS: Hier noch ein Beispiel aus dem Buch (entschuldigt den Scan. Ich wollte es nicht knicken.)
Für die, die's nicht wissen: rechter Mausklick auf's Bild -> Grafik anzeigen. So wird das Bild in Originalgröße angezeigt. Die Forumssoftware verkleinert nämlich automatisch.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/50075_6404004.jpg)
Liebe Polarisierer!
Auch ich durfte bei Olaf's Polmikroskopie-Workshop dabei sein. Sowohl die professionellen Vorträge als auch die effektiven und liebevoll betreuten Unterrichtsstunden direkt am Mikroskop waren ideal, um sich der komplexen Materie der Polarisationsmikroskopie zu nähern. Auch wenn ich die Polarisation bislang nur beruflich zum Nachweis doppelbrechender Frendkörper im Gewebe, zum Amyloidnachweis oder privat zur Freude an dem herrlichen Farbenspiel eingesetzt hatte, habe ich jetzt doch begriffen, wie in der Mineralogie das Polarisationsmikroskop als Messinstrument und damit diagnostisches Werkzeug eingesetzt wird. Auch wenn die Vielzahl neuer Begriffe und Eingennamen der Gesteinsbestandteile zunächst erschlagend wirkt, hat es Olaf doch geschafft, ein gedankliches Gerüst und Handwerkszeug zu vermitteln, auf dem man aufbauen kann. Udos Mineral-Bestimmungsprogramm wird dabei auch weiterhin eine große Hilfe sein.
Auch das "Sozialprogramm" mit neunen und alten Bekannten war wunderbar, zumal stets Kaffee, Brötchen oder Kuchen gereicht wurden - mein Dank auch an Frau Medenbach - ich habe schon international aufgestellte Tagungen erlebt, bei denen es daran erheblich krankte! Es macht so viel Spaß, Mikroskopiker zu treffen - vor allem diese!
Sehr gespannt war ich natürlich auf die Medenbach'sche Sammlung; diese übertrifft bei weitem alles, was ich bislang an historischen Polarisationmikroskopen gesehen habe, dazu kommen diverse mineralogische Instrumente, deren Namen ich bislang noch nie gehört hatte! Dass Olaf einen Großteil der Instrumente selbst restauriert und z.T. aus Ruinen neu hat erstehen lassen, beeindruckt mich zutiefst.
Soeben habe ich einmal versucht, ob man ein Achsenbild auch an einem biologischen Mikroskop (mit Betrandlinse) einfach hin bekommt. Hier das Ergebnis (okayokay - ich kaufe mir doch lieber ein richtiges (rezentes) Polarisationmikroskop...
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50084_19365602.jpg)
Achsenbild von Brookit (TiO2) aufgenommen am Leitz Orthoplan, PL APO 40x 0,75, gekreuzte Polfilter, Betrandlinse des Variotubus (und den ganzen Staub im Tubus sieht man sogar auch noch >:()
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Peter,
die Steinlaus habe ich leider nicht gefunden, obwohl ich noch mal in den Pschyrembel geguckt habe ???
Danke für die Fotomontage (ist doch eine, oder?) - das kriegst Du wieder ;D!
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Florian,
ZitatAchsenbild von Brookit (TiO2) aufgenommen am Leitz Orthoplan, PL APO 40x 0,75, gekreuzte Polfilter, Betrandlinse des Variotubus (und den ganzen Staub im Tubus sieht man sogar auch noch )
Wenn du wenigstens dabei aufgepasst hättest, was uns der Olaf so alles vorgetragen hat, wüßtest du, daß dein Leitz Mikroskop in dem Fall kein Orthoplan mehr sein kann, sondern allenfalls ein Konoplan. ;)
Aber was ist es denn nun auf deinem Bild? Einachsig-positiv oder einachsig-negativ? ???
Nach einem so intesiven Crash-Kurs muß eben noch einiges verdaut werden, aber trotzdem hat sich der weite beschwerliche Weg gelohnt. Auch von meiner Seite einen herzlichen Dank an Olaf für seine gelungene Veranstaltung!
Beste Grüße
Bernd
Mönsch Bernd,
ZitatAber was ist es denn nun auf deinem Bild? Einachsig-positiv oder einachsig-negativ?
das ist doch 2-achsig positiv! Da kreuzen sich die Achsenebenen für Rot und Blau und für Grün ist es einachsig.
Ich gebe zu: nicht auf meinem Mist gewachsen, aber bei Olaf richtig abgeschrieben! ;)konoskopische Grüße!
Klaus
Ich wollte mich schon wundern: SOO ein Achsenbild habe ICH noch nie mit eigenen Augen gesehen. Und es zu interpretieren finden ich auch mit Erklärung unmöglich. Woher hast du denn einen orientieren Dünnschliff eines Brookites, Florian?
Ole
Liebe Polmi-nfizierte,
herzlichen Dank für die netten Worte zu unserem Workshop. Für mich war es auch ein außerordentlich befriedigendes Erlebnis :) :) :). Es ist sehr wohltuend, mit einer solchen Gruppe von hochmotivierten Teilnehmern zu arbeiten, die lernwillig und lernfähig sind trotz der großen Heterogenität. Das Alterspektrum ging immerhin von <25 bis zu >65 Jahren und es waren die verschiedensten Berufsgruppen vertreten. Ich bin schon stolz, dass jeder Teilnehmer am zweiten Tag ein gutes Interferenzbild (Achsenbild) erzeugen konnte, und ich denke, dass wir die mineralogisch-spezifische Problematik und Vorgehensweise beim Mikroskopieren vermitteln konnnten.
Dass Florian ein pathologisches Interferenzbild fotografiert hat ist bei seiner Profession nicht verwunderlich ;), aber Chapeau lieber Klaus, dass Du es so gut gedeutet hast :). Selbst ein normaler Mineraloge sieht so etwas eigentlich nie in seiner Laufbahn. Wer mehr darüber wissen möchte schaue bitte hier:
ftp://ftp.min.rub.de/pub/Medenbach/Kristalloptik/ (ftp://ftp.min.rub.de/pub/Medenbach/Kristalloptik/)
dort in der Datei "Dispersion.ppt" in der ersten und 5.-9. Folie. Man kommt auch über meine homepage und "Downloads" zur gleichen Datei.
Sollten irgendwo noch schöne Bilder von unserem Treffen herumgeistern wäre ich über Kopien dankbar. Ich war zu sehr absorbiert um selbst zu fotografieren.
Herzliche Grüße, Olaf
Hallo Olaf,
da wir gerade bei den Achsenbildern sind, hätte ich gerne dieses interpretiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50225_65503460.jpg)
( ;D)
Und vielleicht noch diesen Dünnschliff:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50225_1287319.jpg)
Wenn man den Tisch etwas dreht, sieht es gleich anders aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50225_52780114.jpg)
Da er noch nicht fertiggeschliffen und abgedeckt ist, wirkt es wie Sandpapier.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
zwar hast Du Olaf angesprochen, aber Gummiartikel sind nicht sein Fachgebiet ;D
Meine Interpretation: typisch 2 achsiger Rettungsring! 8)
Guten Tag zusammen,
nachdem nun mein Account freigeschaltet ist (meine Vorstellung wird selbstverständlich bald folgen), möchte ich mich hier noch einmal ganz herzlich bei den Organisatoren bedanken. Ihr habt wirklich einen ausgesprochen interessanten, lehrreichen und kurzweiligen Workshop veranstaltet, dessen Planung nicht besser hätte sein können. Inhaltlich haben die zwei Tage alles abgedeckt (und übertroffen), was ich mir erhofft hatte, didaktisch war das Verhältnis von Theorie und Praxis für mich optimal und kulinarisch wurden alle Teilnehmer durchgehend bestens mit unter Anderem frisch gebackenem Kuchen und heißem Kaffee versorgt.
Besonders gefallen hat mir, dass Olaf nach (laut eigener Aussage) 50 Jahren Arbeiten auf dem Gebiet der Petrographie immer noch diese ansteckende Begeisterung für die Materie (im doppelten Wortsinn) ausstrahlt und vermittelt.
Also von mir und meinem Bruder vielen Dank an Olaf, Udo und Frau Medenbach. Ich hoffe sehr, dass von den Obolussen nach Begleichung der Unkosten wenigstens noch ein schönes Abendessen für Euch drin ist.
Auch wenn wir den Altersdurchschnitt ein wenig gesprengt haben, haben wir uns bei den (bezogen auf das Hobby Mikroskopie natürlich) "alten Hasen" sehr wohl gefühlt. Und außerdem gilt ja bekanntermaßen: Vor dem Analysator sind alle gleich.
In diesem Sinne schöne Grüße
Andreas Zepp
Zitat von: Klaus Herrmann in November 09, 2010, 20:45:40 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,
zwar hast Du Olaf angesprochen, aber Gummiartikel sind nicht sein Fachgebiet ;D
Meine Interpretation: typisch 2 achsiger Rettungsring! 8)
Hallo Klaus,
dann wollen wir uns doch mal das orthoskopische Bild dazu anschauen (wird dir sicher bekannt sein ;) ):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50265_14946903.jpg)
Das nennst Du also Gummi... :D
Zitat von: Nomarski in November 10, 2010, 00:03:32 VORMITTAG
Das nennst Du also Gummi... :D
Hallo Bernd
mir drängt sich eher eine zwei-achsige Mineralphase auf ;D
Gibt zumindest Gummipunkte, oder?
Viele Grüsse
Bernhard
...kurz und in Eile.... ich habe heute Kinderdienst und darf das erste Mal meine Enkelin im Kinderwagen spazierenfahren :) :) :) - und das bei diesem S..wetter >:(.
Hallo Bernd,
Zitatda wir gerade bei den Achsenbildern sind, hätte ich gerne dieses interpretiert:
das Achsenbild ist klar zweiachsig senkrecht zur spitzen Biektrix (nicht erschrecken, soweit sind wir am letzten Wochenende nicht gekommen mit Nomenklatur und Erklärungen). Du siehst aber die beiden Achsenausstichpunkte symmetrisch zur Mitte des Feldes bei 2:30 und 8:30 Uhr. Das orthoskopische Bild dazu kann ich aber nicht verstehen. Für mich sieht das wie ein Pflanzenquerschnitt aus. Liegt der evtl. einfach auf einem Glimmerplättchen? Der schwarze Kreis ist ja natürlich der Phasenring in Deinem Phasenkontrast-Objektiv.
Zum Schliff kann ich so nichts sagen. Wenn er fertig ist können wir ihn hier ja mal diskutieren. Übrigens wirkt ein Tropfen Wasser (Spucke tuts auch) Wunder für's kurzzeitige Betrachten eines nicht fertigen Schliffs!
Hallo Andreas,
ich freue mich besonders über Deinen Kommentar und das große Lob. Dein Bruder und Du wart eine echte Bereicherung. Ich habe später einige meiner bissigen Kommentare über Studenten bereut - Dein Bruder studiert ja noch und hat das sicher nicht gut gefunden - und ich möchte das doch hier relativieren. Glücklicherweise haben wir auch in unserem Institut sehr interessiert und sehr gute Studenten, jedoch gehen sie mengenmäßig in dem Wust anderer oft unter. Wir haben leider keine Zulassungsbeschränkungen in unserem Fachbereich, und daher sammeln sich hier alle, die in den anderen Naturwissenschaften nicht unterkommen. Das verzerrt das ganz Bild...
Soviel für den Moment, vielleicht schaffe ich's später noch mal an den Rechner.
Gruß, Olaf
Hallo Olaf,
ZitatDas orthoskopische Bild dazu kann ich aber nicht verstehen. Für mich sieht das wie ein Pflanzenquerschnitt aus. Liegt der evtl. einfach auf einem Glimmerplättchen? Der schwarze Kreis ist ja natürlich der Phasenring in Deinem Phasenkontrast-Objektiv.
Genauso ist es, der Pflanzenquerschnitt liegt auf einer Art Folie, deswegen auch diese grünliche Interferenzfarbe als Hintergrund. Den Gangunterschied habe ich noch nicht gemessen.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
ZitatArt Folie
jetzt fällt der Schleier! Darüber hatten wir uns schon mal unterhalten.
Früher hat man bei Serienschnitten Muskovit-Spaltstücke verwendet um die Schnitte "auf Folie" weiter zu verarbeiten. Nach dem Färben wurden Sie dann mit der Schere ausgeschnitten und mit dem Träger eingebettet.
Wird heute noch gemacht, aber mit billiger Plastikfolie.
Du hast also ein Achsenbild eines Muskovit-Spaltstücks gemacht und das ist freundlicherweise schon senkrecht zur spitzen Bisektrix gespalten. Schwieriger ist ein orientiertes Präparat parallel zur spitzen Bisektrix vom Glimmer zu machen ;)
Der schlichte Botaniker schaut sich die gefärbten Präparate im HF an, da gibt es keine Komplikationen mineralogischer Art! :D
Hallo zusammen,
Florian hat ja den Anfang gemacht mit den spektakulären Achsenbild vom Brookit eine der drei Varianten des Titandioxids, die alle drei als Minerale vorkommen.
Die Frage war: woher bekommt man den?
Ich habe ihn als altes Steeg & Reuter-Präparat+), wie sie bei Olaf in Schaukästen an der Wand hingen. Leider ist der Kristall nicht der Schönste, deshalb ist das Achsenbild auch nicht so exemplarisch schön, wie bei Florian. Das 2. Präparat ist jünger und gibt ein ebenso schönes Achsenbild, wie es Florian gezeigt hat. Die Aufnahme ist schon mit einem Fluotar 63/0,85 gemacht. Man müsste noch höhere Vergrößerung wählen mit höherer Apertur, damit der Ausschnitt kleiner wird.
Dann habe ich noch den Glimmer rausgesucht, der ohne darüber liegenden Pflanzenschnitt ein klassisches Achsenbild ergibt.
+) in einer ebaykiste mit bescheidenen Präparaten waren von den S&R ein paar noch lose dabei. Über die habe ich mich gefreut, die anderen Präparate waren für den Müll.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50311_10171086.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50311_14361357.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50311_51944741.jpg)
Lieber Klaus,
bei Deinem Achsenbild des Brookits stimmt irgend etwas nicht. Du schaust in eine falsche Ebene. Ich bin sicher dass das Achsenbild sehr gut ist, wenn Du richtig fokussierst, entweder mit dem Trieb des Mikroskops orthoskopisch auf die Oberfläche des Kristalls oder der Bertrand-Linse, wenn die fokussierbar ist. In Deinem Bild sehen wir Objektdetails und das darf bei richtiger Einstellung in der hinteren Brennebene nicht sein. Bin gespannt....
Gruß, Olaf
Lieber Olaf,
soll keiner behaupten, Du habest Schüler, die nicht lernfähig sind! ;)
Das passiert mir nicht mehr! >:(
Also wenn Objektdetails im Achsenbild zu sehen sind, dann hat man nicht auf die Oberfläche fokussiert! Könnte man als Lehrsatz aufnehmen!
Herzlichen Dank für den Hinweis!
Und weil ich gerade umgebaut hatte: da war noch ein Cerussit. Interpretiere ich richtig: kleiner Achsenwinkel?
Und noch eine Frage: der Fussel im ersten Bild sitzt auf der Hinterlinse des Objektivs?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50335_42709600.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50335_6263136.jpg)
Klasse Klaus! So ist's recht. Cerussit stimmt auch - kleiner Achsenwinkel, starke Dispersion des Achsenwinkel 2V mit 2Vrot < 2Vviolett. Du weißt schon wo Du die Erklärung findest ;).
Gruß, Olaf
Danke Olaf,
ZitatDu weißt schon wo Du die Erklärung findest .
Beim Cerussit habe ich aber nirgends was gefunden - allerdings auch nicht lange gesucht.
Ist dieser Schnitt jetzt auch senkrecht zur Bisektrix (spitz oder stumpf?) und habe ich hier die Diagonalstellung?
Hallo Klaus,
wenn man beide Achsenausstichpunkte sieht ist's immer die spitze Bisektrix, zumindest bei der Apertur normaler Luft-Objektive (spitze Bisektrix heißt einfach: 2V<90°!). Deine Aufnahme zeigt den Kristall tatsächlich nahe der Diagonalstellung. Bei der Normalstaellung verschmelzen beide Isogyren zu einem Kreuz.
Herzliche Grüße,
Olaf