Hallo!
Keine Sorge – ich möchte kein Mitleid erregen. Dazu habe ich schon zuviel Erfahrung mit ebay und rechne immer mit dem Schlimmsten.
Hier nur einmal für Jene, die bislang wenig Erfahrung mit Schwimmübungen in der ,,Bucht" haben, ein klassisches Beispiel, wie es gehen kann:
Da ich für mein Laborvert einen ( seltenen ) Phasenschieber suchte, erstand in ein zweites Laborvert in der ,,Bucht", genauer gesagt in Frankreich. Der Sofortkaufpreis war für das Gerät kein Superschnäppchen, aber moderat, die Beschreibung mehr als dürftig, und der Verkäufer hatte bereits mehrere ,,Negative" bei insgesmt nicht sehr hoher Transaktionszahl. Wie hätte Wim Toelke hier gesagt? RIIIIIISIKOOOOOOO!!!!!! Also habe ich auch als Westfale mit einer ordentlichen Portion rheinischen Optimismus ( Et hätt noch immer jut jejange!!! ) gezockt. Und ( wie eigentlich schon befürchtet ) verloren. Zuvor möchte ich erwähnen, dass ich den Verkäufer in einer Mail intensivst gebeten habe, das Mikroskop sehr gut verpacken, es sehr gut zu polstern, da es sich um ein empfindliches Gerät handelt.
Heute kam das Paket. Wäre es ein Patient, würde man den Zustand so beschreiben:
,,Deutliche Vorwölbung der Bauchdecke mit großem, bereits tastbarem hartem Tumor"
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_45728186.jpg)
Das konnte nichts Gutes bedeuten. Also: Sofort ab in den OP und mit mulmigem Gefühl das Skaplell geschwungen.
Bereits nach dem ,,Hautschnitt" deutete sich das Drama an:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_62916327.jpg)
Sodann Eröffnung der Faszie und der äußerst schwachen Muskulatur.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_29432594.jpg)
Vordringen in die Bauchhöhle. Es findet sich der große harte Tumor, völlig mobil infolge Fehlens jedweden polsternden intraabdominellen Fettes.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_65885701.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_16959217.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_24239278.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52015_54286334.jpg)
Fazit:
Patient ( fast ) tot. Man beachte besonders das Fehlen jedweder Polsterung der Okularaufnahmen, die ein richtiges Loch in die Kartonwand geschlagen haben. Das Lampenhaus ist gebrochen, die Okularaufnahme verbogen, sodass das Okular nicht mehr eingeschoben werden kann. Die ( angeblich vorhandene ) zweite Ringblende des Phasenschiebers fehlt zudem auch. Zum Zustand ( Triebe ) brauche ich vermutlich nichts zu sagen – das (leider) Übliche.
Erst im Nachhinein fiel mir die gar nicht so geringe Ähnlichkeit des Paketes mit einem Sarg auf......irgendwie treffend!
Was ich mich nur immer wieder frage: Ist es Ignoranz? Frechheit? BLÖDHEIT??? Was treibt die Menschen dazu, etwas so zu versenden??
Übriegns: Das sind dann jene Ebayer, die typischerweise auf eine Beschwerde eiskalt antworten: Das ist dann eben ein Transportschaden, für den der Transporteur haften muss!! ;D ;D ;D - eher eigentlich :'( und >:( !!!
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Peter -
ich könnte ergänzende Erfahrungen beisteuern!
Z.B. habe ich soeben ein Zeiss Universal aus England bekommen. Das Paket hatte einen Irrweg hinter sich und als es bei mir ankam konnte man mit dem ursprünglich kubischen Paket schaukeln. Auch ich hatte mich bemüht, dem Verkäufer Hinweise zur Verpackung zu geben und er hat sich "bemüht" (wie es in den Arbeitszeugnissen heißt).
Das Hauptproblem ist die fehlende Phantasie der Leute. Ähnlich wie sie sich nicht vorstellen können, das man sich bei einem Zusammenstoß mit 50 km/h nicht mit den Armen am Armaturenbrett abstützen kann, so können sie einsehen, dass auch eine dezimeterdicke Lage von Brustwarzenfolie ein 19 kg schweres Gerät nicht am selbst- und umweltzerstörerischen Umhertorkeln im Karton hindert.
Immerhin konnte ich hier die Schäden weitgehen beheben:
Mit der Zeit wurd' alles heil,
nur der Tisch, der hatt' sein Teil.
Früher riet ich alle Teile, wenn's geht, abzumontieren und getrennt zu verpacken.
In zwei Fällen ist es mir nun passiert, dass Objektive ihre Verpackung verlassen hatten und erst am Boden der Kiste zwischen Verpackungsresten aufgefunden werden konnten (u.a. ein Planapochromat 63, der aber noch wie neu ist).
Seither bin ich mit meinen Ratschläge vorsichtig, wenn Leute ein Mirksokop verschicken für die das eine einmalige Angelegenheit war.
Dies ist ja auch eine der Ursachen, weshalb die Bieter bei größeren Mikroskopen meistens vorsichtig sind und man halt doch ein Schnäppchen machen kann - also weiter gezockt. Wenn nie was passiert, ist es ja kein Zocken mehr und wo bleibt dann der Adrenalinausstoß?
Viele Grüße
Rolf
PS. Probehalber habe ich mal die Autokorrektur laufen lassen. Alles richtig - nur Zeiss sollte entweder gegen Zerriss oder Zeus ausgetauscht werden!
Hallo Peter,
ich habe mal ein ähnliches Gerät, welches einfach nur aufrecht in einen Karton gestellt wurde, zugeschickt bekommen. Bloß gut, daß die Post den Karton immer genauso aufrecht transportiert hat.
Ganz schön viele
m:
Zitat"... ,,Deutliche Vorwölbung der Bauchdecke mit großem, bereits tastbarem hartem Tumor" ..."
ist das richtig so? ;D
Viele Grüße
Erik
Hallo Peter,
da kann man nur wünschen: Schmerz, lass nach! :(
Trotzdem wünsche ich dir einen guten Abend! Arnold
Hallo Erik,
ZitatZitat
"... ,,Deutliche Vorwölbung der Bauchdecke mit großem, bereits tastbarem hartem Tumor" ..."
ist das richtig so? Grinsend
bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob die Frage ernst gemeint ist oder nicht. Falls nein, vergiss´ bitte alles jetzt Folgende.
Die vielen m´s sind absolut korrekt, die Endung des fehlenden Artikels wird in die Adjektive hereingezogen - ich erwähne das nur, weil das viele falsch machen, da kommen
keine n´s hin, nur, wenn ein Artikel vorrangestellt wird, z.B. ... mit eine
m große
n, bereits tastbare
n, harte
n Tumor ".
Entschuldigung für die Dippeles-Schisserei.
Beste Grüße !
JB
ZitatGanz schön viele m:
Zitat
"... ,,Deutliche Vorwölbung der Bauchdecke mit großem, bereits tastbarem hartem Tumor" ..."
ist das richtig so?
Viele Grüße
Erik
Lieber Erik,
jooooo - denke schon!
Wie sollte es denn sonst sein?
Hätte ich geschrieben: "Mit
einem großen, harten Tumor...", dann kämen da selbstverfreilich "n's" hin. Aber so hat dort meiner orthographischen und grammatikalischen Kenntnis nach überall jeweils ein "m" zu stehen.
Obwohl...Du verunsicherst mich jetzt, wenn ich es zwei- / dreimal lese.
Ja was denn nun ??? Haben wir hier irgendwo echte Germanisten an Bord?
Verunsicherte Grüße
Peter
Sowas sehen wir regelmäßig und keineswegs nur bei alten Schätzchen.
Da werden 2-3 Mikroskope in einen Karton geworfen, natürlich ohne Polsterung.
Da werden Mikroskope zusammen mit schweren Trafos verschickt, das Mikroskop gut verstaut in der Holzkiste, der Trafo passte dann noch dazu.
Objektive werden herausgeschraubt und zusammen in ein kleines Kästchen gesteckt.
HBO-Lampen verbleiben im Gehäuse usw. usw.
Unser Meister meint, es müßte ein Unterrichtsfach Einpacken geben, wo doch die ganze Welt ständig Sachen verschickt.
Werner Jülich
Liebe Ger
manisten,
das mit den
m´s ;D ist schon richtig;
aber hier würde ich beim Schwenk auf die
n´s aus ästhetischen Gründen für eine Variation plädieren:
ZitatMit einem großen, harten Tumor
das
m i
m letzten Wort würde ich durch ein
n ersetzen und dann müsste man allerdings auch das
u gegen ein
e tauschen ;D ;D
Wo man singt, da lass Dich nieder... ;)
Oha Peter, da wäre ich vermutlich ausgerastet ob soviel Ignoranz / Dummheit des Versenders.
Aber da Du es ja mit den rheinischen Lebensweisheiten hälst, hier mein Trost als Wahlkölner:
"Wat fott is, es fott" ;D
Herzliche Grüsse
Holger
Hallo erstmal,
et is wie et is, und et kütt wie et kütt, und aus genau dem Grunde habe ich den verlockenden Angeboten aus dem Ostblock so wie fremdländischen Nicknames widerstanden!
Ich bin ja mal so aufs Maul gefallen mit einem wunderschönen Binokular von Meopta aus Ungarn (in Zeitung gewickelt, Briefmarke drauf und ab die Post)
Gruß
Wolfgang
... oder auch §7 des rheinisch-kölschen Grundgesetzes:
"Wat wellste maache?"
Bützje,
Mila
na in das Horn kann ich auch tuten!
Heute bekam ich ein schönes großes Lampenhaus von Leica mit der neuen Version der 100 W-HBO der W 103.
Ein schlagender Beweis, dass man die HBO unbedingt ausbauen muss vor dem Verschicken. Das ist ja ein fest eingespannter Glasstab, der am freien Ende den Kühlkörper mit Elektrode trägt. Und die Masse des Kühlkörpers wirkt bei Querbeschleunigung als Hebel : und dann macht es knax, wenn das Paket durch die Luft fliegt und auf der Seite landet.
Heizt wenigstens die Konjunktur an! ;D Sie war noch nagelneu! :( :(
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52028_11147210.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52028_54382434.jpg)
Beileid!!
Der Anblick treibt einem die Tränen in die Augen!
Gruß
Wolfgang
Hallo Klaus,
ZitatHeizt wenigstens die Konjunktur an! Sie war noch nagelneu!
Dort kann man übrigens eine nagelneue LED hinplatzieren, die wäre beim Transport auch nicht so bruchempfindlich. ;)
Zum Rest der ganzen Geschichte: Alles äußerst unschön und eben dumm gelaufen.
Einziger Trost: Es war kein Zeiss Standard in dem Paket. ;D
moin,
ist zwar kein Trost, aber ich kenne das Phänomen aus beiden Blickrichtungen. Einmal ersteigerte ich in der Buch ein älteres Nachet Stereomikroskop (80er Jahre) mit drei riesigen Objektiven, Hellfeld-/Dunkelfeldumschaltung im Fuß etc - für weniger als 200 €. Leider hat der Versender an Verpackungsmaterial gespart: großer Karton, zwei Zentimeter dicke Styroporstücke und viel Zeitungsknüll. Aus der Kiste habe ich dann Reste der Feinfokussierung und etliche Glassplitter geborgen. Tja, vermutlich hat der Verkäufer den Verpackungskurs nicht besucht, war aber voller guter Absicht. Die Transportversicherung hat mir den kompletten Verkaufspreis zurückerstattet - ärgerlich war's trotzdem. Umgekehrt ist es mir allerdings auch einmal passiert. Ich verpackte ein Reichert MeF, nahm zwei Kisten, Luftpolsterfolie und 5cm Styroporplatten. Trotzdem kam der separat verpackte Tisch ziemlich defekt an. Also ich glaube, ein Rest Glück ist immer dabei - außer einer ist ein völliger Dilettant. Wichtig scheint mir nur, beim leisesten Verdacht eines Transportschadens, den Spediteur bis zur Feststellung des Schadens quasi "festzusetzen".
Im Gedenken an alle Transportgeschädigten
Peter
Hallo Peter,
aber glaubst Du, dass sich ein Transporteur etwas davon annimmt, wenn ein Gegenstand so dilettantisch verpackt ist?
Dann ist natürlich das Problem, dass ich Pakete nicht immer persönlich annehmen kann und auch nicht die Zeit habe, ein Paket immer im Beisein des Spediteurs zu öffnen.
Bislang war ich immer der Meinung, dass sich der Transporteur ohne nichts davon annimmt, wenn das Paket äußerlich unbeschädigt ist. Und letztlich haben die ja alle Klauseln, die vorsehen, dass der Inhalt so zu verpacken ist, dass ein Sturz aus 1 m Höhe etc. toleriert wird.
Wenn also wie in diesem Fall absolut keinerlei Polsterung vorgenommen wurde - wer soll sich davon etwas annehmen?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Zusammen,
bei Lieferungen aus dem Ausland gibt es kaum eine Chance, einen Transportschaden zu deklarieren. Haften muss der Schuldige und es ist in der Regel nicht beweisbar, welches Postunternehmen den Schaden verursacht hat. Tradionell ist es das Ausländische. Ich habe das einmal versucht, es ist sinnlos, zumal der Schaden auch noch durch unsachgemässe Handhabung oder Wiederverpackung beim Zoll passiert sein kann. Bei Lieferungen über Fedex etc besteht schon mehr Hoffnung.
Gruss,
Stefan
Und trotzdem repräsentieren die hier aufgeführten Schicksale nicht im Geringsten den Durchschnitt solcher Versandaktionen.
Sonst wären solche Käufe gebrauchter Artikel auch für mich tabu.
Ob nun der geringe Verkaufserlös oder die Unwissenheit zu einer ungenügenden Verpackung führen,
die Wahrscheinlichkeit, ein durch Transport oder bereits vorher beschädigtes Mikroskop zu erhalten, sinkt mit der Genauigkeit der Artikelbeschreibung.
Aus diesem Grund erwecken Auktionen, in denen das Objekt der Begierde exakt beschrieben, durch mehrere gute Fotos abgebildet und auf vorhandenen Fehler hingewiesen wird,
ein entsprechend größeres Interesse. Hier entspricht die Verpackung auch meistens dem Versandgut.
Ich habe bis jetzt, seit der Entscheidung zum Internetkauf gebrauchter optischer Geräte, noch keine fallende Verpackungsmoral bemerkt.
Herzliche Grüße
Frank
Lieber Frank,
wie gesagt, es war "gezockt". Eigentlich war genau das aufgrund vieler "Hinweise" bereits zu erwarten: Schlechte Beschreibung, offenbar ein Verkäufer, der mit Mikroskopen nichts zu tun hat, zudem einige Negativbewertungen bei nur knapp über 100 Auktionen.
Es ist eben leider genau das eingetroffen, was ich auch befürchtet hatte.
Hätte ich nicht den Schieber benötigt, wäre ich das Risiko nie eingegangen.
Oftmals leiden Mikroskope durch absolut gut gemeinte, aber dennoch letztlich falsche Verpackung. Das ist dann ärgerlich, aber bei aller Vorsicht nicht zu ändern. Hier liegt aber offensichtlich völlige "Schmerzfreiheit" vor, denn auch der geistig noch so Minderbemittelte muss doch ahnen können, dass eine Versand ohne jedwede Polsterung einfach nicht gut gehen kann. Oder gibt es tatsächlich Menschen mit einem so wenig ausgeprägten Vorstellungsvermögen?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Frank,
In Verpackungstechnik kann ich Dich wirklich als großen Meister loben, sind alle drei Geräte bestens erhalten bei mir angekommen.
Dann noch alle Teile säuberlichst mit Zettelchen bestückt, dass auch ich das kapiere, wozu die alle dienen.
Nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe.
Liebe Grüße,
Rainer
Hallo Peter,
einen hab ich noch!
Gutes Lomo für guten Preis ersteigert; das Paket kommt an:
Äußerlich unversehrt, Schüttelgeräusch wie Altglascontainer.
Geöffnet: Original Holzkiste wunderbar verpackt und unbeschädigt, darin lose das Mikro (wäre es angeschraubt gewesen, wäre nichts passiert!)
Ich muss heute noch weinen :-)
Gruß
Wolfgang
Zitat von: Ragin in Dezember 02, 2010, 18:29:25 NACHMITTAGS
Hallo Frank,
In Verpackungstechnik kann ich Dich wirklich als großen Meister loben, sind alle drei Geräte bestens erhalten bei mir angekommen.
Dann noch alle Teile säuberlichst mit Zettelchen bestückt, dass auch ich das kapiere, wozu die alle dienen.
Nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe.
Liebe Grüße,
Rainer
Danke Rainer,
einer meiner begabtesten Schüler war Wladimirow Christo ;D .
Herzliche Grüße
Frank
Hallo Frank,
also doch Du?
Den Verdacht hatte ich ja schon länger. Wenn der noch etwas übt, dann kann er auch mal Mikroskope verschicken.
ich hab noch Verpackungsmaterial für die nächsen paar Jahre denke ich, nebst Pullover, net schlecht jetzt im Winter...
Herzliche Grüße,
Rainer
Liebe ForumskollegInnen
Ich habe in den letzten 10 Jahren von ca. 400 eBaysendungen nur ein Mal das Pech. Das Risiko ist also aus meiner Sicht ueberschaubar, die Voraussetzungen sin Glueck und Bewertungen lesen:-)
Bei mir wars ein ueber 1000.- Euro teurer Broncolor Spot, eine Linse (die ist ca. 1 Kilo schwer) war bei einer Halterung gebrochen und damit unbrauchbar.
Die abgeschlossene Transportversicherung war nicht zustaendig da diese Linse laut Beschreibung beim Transport auszubauen ist, ja, man kann nicht behaupten die Schweizer haben keine genauen Beschreibungen ...
Zu meiner Ueberaschung hat der Haendler aus Australien den Fehler eingesehen und so habe ich eine neue geliefert bekommen. Die hat uebrigens einen weiten Weg hinter sich gelegt, aus zolltechnischen Gruenden von CH nach AU und von dort wieder zurueck nach AT ...
Ende gut alles gut ...
:-)
Gerhard
Ps: der Versuch sich mit dem Verkaefer zu einigen ist oft von Erfolg gekroent ...
Hallo Rainer,
Zitateiner meiner begabtesten Schüler war Wladimirow Christo
ZitatWenn der noch etwas übt, dann kann er auch mal Mikroskope verschicken
der übt seit einem Jahr auf höherer Ebene Weihnachtspakete fürs Christ(o)kind verpacken :( - vielleicht ist ja auch mal ein Mikroskop dabei - dann aber hoffentlich was ordentliches!
Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 03, 2010, 08:09:10 VORMITTAG
.... der übt seit einem Jahr auf höherer Ebene Weihnachtspakete fürs Christ(o)kind verpacken :( - vielleicht ist ja auch mal ein Mikroskop dabei - dann aber hoffentlich was ordentliches!
.... diese Aufgabe hat doch Jeanne-Claude übernommen! ???
Liebe Grüße
Frank
Hallo!
ZitatPs: der Versuch sich mit dem Verkaefer zu einigen ist oft von Erfolg gekroent ...
Manchmal schon - aber leider wohl nicht in diesem Fall, in dem man es mit einem offenbar starrköpfigen französischen Verkäufer arabischer Herkunft zu tun hat, der nur gebrochen Französisch schreibt ( sodass unser lieber Klaus den Sinn seines Geschreibsels auch nur grob erahnen kann ) und der - obgleich angeblich "Doktor der Feinchemie" - des Englischen nicht mächtig ist ( wörtliche Antwort von ihm, soweit übersetzbar: Englisch hat in Frankreich keine große Bedeutung ) und der zu allem Überfluss trotz meiner Fotodokumentation angibt, als "Kristallograph" Erfahrungen im Versand optischer Instrumente zu haben.
Ja nee - is klar! Wenn dat so is! Da sachse halt nix mehr... :o
Herzliche Grüße
Peter
Na, mein Beileid für diesen Patienten!
Da habe ich mit meinem Standard ja noch Glück im Unglück gehabt: trotz Verpackung in einer XL-Packetshop-Box mit drei leicht geknüllten Packpapierbögen als Reisegesellschaft war letztlich "nur" die Noniusmarke am Kreuztisch und das Anschlusskabel kaputt. Das eine konnte man rel. gut kleben, dem anderen mit einem Zwischenschalter flicken.
Der Verkäufer hatte zwar Verständnis, war sich aber keiner Schuld bewusst und zu keinen weiteren Zugeständnissen zu bewegen. Außer dem Öffnen eines "Falls" bei ebay konnte ich nichts bewirken.
Bei "3...2...1...meins!" ist die Auktion gelegentlich nur die eine Hälfte vom Nervenkitzel...
Viele Grüße und schönes Wochenende
Tim
Zitat von: Peter V. in Dezember 03, 2010, 09:48:01 VORMITTAG
Englisch hat in Frankreich keine große Bedeutung
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass das auch im wissenschaftlichen Bereich teilweise nicht ganz abwegig ist ...
amitiés
Franz
Hallo,
auch ich kann nach mittlerweile über 150 e-bay Käufen seit gestern etwas zu diesem Thema beitragen.
Ich hatte auf ein unvollständiges, altes und seltenes Zeiss W Stativ geboten, das in der Bucht mit sehr verschwommenen Bildern abgebildet war, die gerade noch erkennen liesen, dass der alte Binotubus auf den ich scharf war einigermassen gut erhalten dran war.
Wahrscheinlich wegen der schlechteren Bebilderung habe ich diese seltene Teil zu einem "Schäppchenpreis" erworben und gestern kam der DHL Paketdienst mit dem Paket auf dem der Phasenkontrastkondensor oben drauf lag:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/52239_45139721.jpg)
selbst beim vorsichtigen Umdrehen des Pakets klapperte es innen verdächtig und am Boden kam folgendes Loch zum
Vorschein aus dem der Phasenkontrastkondensor offensichtlich herausgefallen war:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/52239_38789269.jpg)
Innen kam dann folgendes zum Vorschein. In Luftpolsterfolie lagen die Einzelteile ohne weitere Verpackung
wie als Schüttgut über und nebeneinander:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/52239_46856178.jpg)
Und natürlich waren die Teile auch dadurch beschädigt bzw. zerstört. Das meiste hat der Tisch abbekommen bei dem eine Führung quer durch das historische Zeiss Opton Emblem gebrochen ist:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/52239_42055138.jpg)
Und das bei einem Tisch den viele für den präzisesten halten, den Zeiss West je gebaut hat. :'(
Asonsten ist war noch ein Hebel am am Phako verbogen (konnte ich wieder richten) und die Antriebsachsen
von Tisch und des Feintriebs am Stativ sind auch gewaltig gestaucht (wird schwierig das zu richten).
Das Stativ hat auch einige Macken im Lack abbekommen aber die gute Nachricht ist, der Tubus, wegen dem ich das Ganze ersteigert habe ist astrein.
Was soll ich nun machen ? Selbst wenn der Verkäufer es zurücknehmen würde, wäre es mir auch nicht recht. Denn das Teil das ich haben wollte ist ja in Ordnung und zusammen mit den anderen guten Teilen ist es immer noch ein Schnäppchen.
Soll ich ihm für die lieblose und schlampige Verpackung trotzdem eine negative Wertung geben ?
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried,
das ist ja furchtbar! Wenn es das W-Stativ ist, an das ich denke, dann war es dem Verkäufer trotz mehrfacher Erinnerung meinerseits und mehrfacher Anküdigung seinerseits nicht möglich, auch nur ein Foto zu machen, auf dem man das Mikroskop und und nicht die Esszimmerstühle im Hintergrund erkennt. Daher habe ich auch nicht mehr mit geboten, weil dieses offenkundige Unvermögen bei mir mittlerweise üble Phantasien hinsichtlich der Verpackungsmoral erregt. Offensichtlich hatte der Verkäufer tatsächlich etwas Luftpolsterfolie zur Verfügung, wusste nur nicht so recht, was er damit machen soll. Wie anders als dämlich/blöde/völlig verpeilt/hirnverbrannt/schwachsinnig/unterbelichtet/debil/supranasal unterminiert etc. etc. pp. soll man das denn noch nennen?
Andere Frage: Warum hast Du das Paket (doch wohl versichert, oder?) denn überhaupt angenommen, wo der Schaden doch so offensichtlich war?
Beste Grüße,
Florian
Lieber Wilfried,
ja, was soll man da sagen: Das tut mir wirklich sehr leid!!!
Einerseits ist es beruhigend, dass es anderen auch nicht besser geht, andererseits tut mir natürlich jeder leid, dem das widerfährt.
Ich denke, dass es das Stativ ist, auf das ich auch fast ( für einen Freund ) geboten hätte. Es wurde mir dann aber doch deutlich zu teuer, weil das Foto eine Katastrophe und nicht ansatzweise ersichtlich war, was überhaupt an Teilen vorhanden ist.
Für mich habe ich vor Kurzem auch noch ein "W" ersteigert und mit dem Verkäufer vereinbart, dass ich es abhole, zumal es - Höchstrisiko!!! - in einem Holzkasten ist, den ich ausnahmsweise auch gerne hätte. Es ist zwar gute 130 km von mir entfernt, aber ich halte ein Opton für fast "unversendbar", wenn es sich nicht um einen Verkäufer handelt, der sehr erfahren und zuverlässig ist. Gerade das Opton "W", das sich aufgrund seiner extremen Masse bei sehr kleinem Volumen ( ist da eigentlich aus Blei??? ) zu einem regelrechten Geschoss mit im wahrsten Wortsainn durchschlagender Wirkung entwickelt.
Das kann nicht heile ankommen!
Leider trifft man diesen Verpackungsmodus immer wieder an: Ein extrem schweres Teil in einem viel zu großen Karton mit etwas locker "hinzugelegter" Noppenfolie und Luftkissen. Ich vermute, dass es noch nicht einmal Nachlässigkeit ist, sondern wirklich Unerfahrenheit, mangelnde Vorstellungsvermögen, Lebenspraxis....und wenn man es böse ausdrücken will: Blödheit!!!
Hier noch ein von mir schon einmal gezeigtes Beispiel:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52244_10240980.jpg)
Herzliche Grüße
Peter
Da würde es sich ja fast lohnen, dem Versender ein Packset mit Anleitung zuzusenden.
Es lässt einen schon ziemlich ratlos staunen, wie jemand etwas anderes als Daunenkissen derart
verpackt versenden kann.
Ich habe sehr gute Erfahrung mit Schaumbeuteln, Instapak RT (zum Beispiel bei Rajapack zu kaufen)
gemacht, natürlich im Bereich der Nichtmikroskopie, wäre sowas nicht auch das Optimum für Mikroskope?
Herzliche Grüße
Timm
Lieber Timm,
das würde ich ja gerne machen, aber ebay übermittelt leider nicht mehr die reale email-Adresse, sodass der Versenden einer z.B. Word-Datei mit Verpackungsanleitung nicht möglich ist.
Aber selbst dann klappt es oft einfach nicht.....
Ich habe letztens ein Steidorff in einr Holzkiste gekauft, es wurde nach meinen Vorschriften auch in der Kiste gepolstert. Aber: nur recht "schlapp" und nicht straff, wie es dem Gewicht des Steindorff angemessen gewesen wäre. Für so eine Abschätzung des "Straffheitsgrades", des geeigneten Polstermaterials etc. muss man eben ein gewisses Vorstellugsvermögen von den Massen, der Trägheit, Beschleunigung und den wirkenden Kräften haben. Und das hat eben nicht jeder. Wie gesagt, oftmals ist es ja vrmutlich kein böser Wille oder Nachlässigkeit, sondern wirklich schlicht Unfähigkeit.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: wilfried48 in Dezember 04, 2010, 15:01:20 NACHMITTAGS
Soll ich ihm für die lieblose und schlampige Verpackung trotzdem eine negative Wertung geben ?
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried,
wenn er für diesen Unfug, den er da angerichtet hat, nicht einen Teil des Kaufpreises erstatten will, dann ja. Man muss sich nicht alles bieten lassen.
So dösig kann keiner sein, daß er sich ernsthaft einbildet, daß solch eine Verpackung ihren Inhalt gut transportieren kann.
Hallo,
passend zum aktuellen Thema hat Stiftung Warentest im Dezemberheft Paketdienste getestet.
Teller, Gläser und ein Bilderrahmen wurden so verpackt, daß das Paket einen Sturz von einer 80 cm hohen Tischkante übersteht.
40% der verschickten Pakete kamen beschädigt an.
Kein Wunder, wenn Mikroskope beim Versand leiden.
Grüße
Günter
PS: ein passender link http://www.testberichte.de/testsieger/level3_post_und_paketdienste_paketversanddienste_2001.html
Zitat von: Günter in Dezember 05, 2010, 10:22:17 VORMITTAG
Hallo,
passend zum aktuellen Thema hat Stiftung Warentest im Dezemberheft Paketdienste getestet.
Teller, Gläser und ein Bilderrahmen wurden so verpackt, daß das Paket einen Sturz von einer 80 cm hohen Tischkante übersteht.
40% der verschickten Pakete kamen beschädigt an.
Kein Wunder, wenn Mikroskope beim Versand leiden.
Grüße
Günter
PS: ein passender link http://www.testberichte.de/testsieger/level3_post_und_paketdienste_paketversanddienste_2001.html
Hallo!
ich habe von diesen Tests im Radio gehört, sie aber nicht gelesen. Natürlich bestätigt das Ergebnis alle Vorurteile gegen solche Unternehmen und Institutionen, aber meine eigene ( umfangreiche! ) Erfahrung spricht absolut dagegen. Ich habe ( nicht übertrieben ) schon
mehrere hundert private ebay-Sendungen bekommen und bekomme betrieblich nahezu jeden Tag seit 13 Jahren ein oder zwei Sendungen.
Ich habe es bei all diesen Sendungen
noch nie erlebt, dass es zu einem klassichen, vom Paketdienst zu verantwortenden Transportschaden gekommen wäre. Nie war ein Paket äußerlich massiv beschädigt oder eingerissen, allenfalls von innen durchstoßen wie in diesem hier von mir geposteten Fall, wenn sich das schwere oder zu große Transportgut bewegen konnte. Alle Schäden, die auftraten, waren eindeutig auf eine absolut unzureichende Verpackung und Polsterung zurückzuführen. Im Gegenzug ist noch nie ein von mir vrpacktes und versandtes Teil beschädigt angekommen.
Auch ist es noch nie zu einem Verlust gekommen, und nur ein einziges Mal habe ich bei einem Versand mit Hermes nach Österreich eine übermäßig lange Versandzeit von ca. 14 Tagen zu bemängeln gehabt.
Nach meiner persönlichen wirklich umfangreichen Erfahrung würde ich ( was mich ja im Laufe der Jahre selbst überrascht hat ) allen Versanddiensten duchweg mindstens die Note "2" verpassen.
Leider wird nur allzu gerne für eindeutige Nachlässigkeiten und Unkenntnis des Absenders bei dann auftretenden Schäden der böse Versanddienst verantwortlich gemacht, der es gewagt hat, das Paket nicht mit Samsthandschuhen zu den einzelnen Stationen zu transportieren.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo!
Ich kann Peter nur beipflichten.
Wir bekommen und versenden so einige hundet Pakete pro Jahr und haben bei uns verpackten Sendungen innerhalb von drei Jahren nun zwei Mal einen Transportschaden gehabt. Das eine Mal hatten wir einen Kondensor im Zeiss Standard belassen, der war beim Transport herausgerutscht, es hatte keine weiteren Beschädigungen dabei gegeben. Das zweite Mal war der sehr lange Tisch-Koaxialtriebe eines Zeiss KM verbogen, was aber ebenfalls auf die Verpackung und nicht auf den Transporteur zurückzuführen war. Dieser lange Trieb muss unbedingt speziell gegen das Stativ hin mit relativ festem Material gestützt werden.
Aus beiden Fällen haben wir gelernt und seitdem ist es zu keinem Transportschaden beim Versenden mehr gekommen.
Außerdem haben wir noch kein Paket zugesendet bekommen, welches äußerlich beschädigt war. Bei der Sorgfalt der Verpackung gibt es hingegen alles von haarsträubendem "ist mir doch egal" bis hin zu schon etwas übertriebener Verpackung.
Wir haben eine Verpackungsanleitung für Mikroskope geschrieben und senden diese den Lieferanten inzwischen meistens per eMail zu.
Seitdem sind auch die lieferbedingten Schäden etwas zurückgegangen.
Hier die Anleitung (Kommentare sind herzlich willkommen!):
Kurzanleitung zum Verpacken von Mikroskopen
###############
Was benötigen Sie?
###############
- neue Mülltüten oder andere saubere Kunststofftüten.
- falls vorhanden: Noppenfolie mit kleinen Noppen
- viel Zeitungspapier
- Einen oder ggf. mehrere Karton, groß genug für das demontierte Mikroskop mit mindestens 5 cm Verpackungsmaterial zwischen Mikroskop und Kartonwand!
- Packband (Tesa-Pack oder vergleichbares).
###############
Grundsätzliches:
###############
Keine Kunststoff-Flocken (Chips) verwenden, das Mikroskop wandert während des Transportes nach unten.
Schaumstoff kann verwendet werden, falls sowieso vorhanden. Ansonsten ist wohl immer Zeitungspapier verfügbar.
Porto DHL: 6,90 € bis 10kg. 10 € bis 20kg, Paket-Größe ist ohne Porto-Aufpreis bis 1,2m X 60cm X 60cm möglich.
Alle Öffnungen an Stativen/Tuben immer mit einer Tüte verschließen, damit kein Staub/Fremdkörper eindringen kann. Einzelteile (Binokulartuben) komplett in Tüte stecken.
###############
Vorgehensweise:
###############
Schritt 1:
Weit hervorstehende, empfindliche oder wertvolle Teile abmontieren und separat verpacken.
Schritt 2:
Karton mit einer 5 cm Schicht zerknülltem Zeitungspapier befüllen.
Schritt 3:
Das größte Einzelteil (dies wird in der Regel das Mikroskopstativ sein) mit einer Mülltüte schützen. Wickeln Sie zwei bis drei Lagen Noppenfolie (ersatzweise Zeitungspapier) darum. Legen Sie es in den Karton.
Schritt 4:
Sollte ein besonders schweres Einzelteil (Trafo) vorhanden sein, müssen Sie entscheiden, ob dieses Teil neben dem Stativ plaziert werden kann. Der Trafo sollte sich immer möglichst weit unten oder seitlich/unten im Karton befinden, damit er die anderen emfindlichen Teile nicht beschädigen kann. Eventuell mit einer Pappe von den anderen Teilen abschotten.
Wenn der Trafo nicht in den Karton hineinpasst muss man ihn in einem eigenen Paket versenden.
Schritt 5:
Die restlichen Einzelteile nach diesem Muster verpacken und in dem Karton platzieren. Immer etwas zerknülltes Zeitungspapier zwischen die Teile stecken.
Wenn man den Karton zuklappt, sollte soviel Druck auf das Zeitungspapier ausgeübt werden müssen, dass sich die Einzelteile beim probeweisen Rütteln nicht mehr bewegen.
Liebe Grüße
Thilo Immel
Hervorragende Anleitung! Hoffentlich lesen ihn die Versender auch. Dass das Mikroskop in den Chips nach unten wandert, war mir noch nicht bewußt geworden, aber diesen Vorgang kann man sich gut vorstellen.
Ich habe von ebay schon über eintausend Sendungen bekommen (allerdings sind da auch welche dabei, die mit Briefpost kamen). Nicht ein einziges mal habe ich eine durch den Transportdienst verursachte Beschädigung erlebt.
Die Zustelldienste bieten andere Ärgernisse, z.B. dass ein Paket mit dem Vermerk "Annahme verweigert" zurückgeschickt wird, obwohl ich es nie zu sehen bekam.
Aber Sendungen, die offensichtlich von innen beschädigt wurden, sind mir leider sehr vertraut. Einmal schaute die Ecke eines Objekttisches aus dem Karton heraus. Ein Hertel&Reuss, bei dem der Tubus abgebrochen war, habe ich im alten Forum mal gezeigt,
Schönen Sonntag
Robert
Ergänzung zur Verpackung.
Sehr gut zum Fixieren sind auch Styropor-Platten geeignet. Man kann sie mit dem Abbrechmesser so zuschneiden, daß die das wertvolle (in Plastik verpackte) Gut fest im Karton fixieren. Man baut quasi ein Gerüst um das Teil, die Zwischenräume können dann mit Styroflocken ausgefüllt werden. Blasenfolie ist zwar sehr bequem, aber etwas schwammig. Luftpolstertüten können undicht werden.
Biegeempfindliche lange Teile (Laborglas) werden auf einen Streifen Sperrholz "getapet" und dann mit Blasenfole eingewickelt, bevor sie ins Paket kommen.
Solche Pakete überstehen sogar einen Verkehrsunfall.
viele Grüße - Werner
Zitat...allerdings sind da auch welche dabei, die mit Briefpost kamen
Hallo Robert,
ich erhielt sogar eine Kompakt-Digitalkamera mittels Briefpost. Zwar war sie beim Verkauf als defekt deklariert worden und absolvierte den Postweg unbeschädigt (scheinbar), trotzdem würde sich mir beim Versand solcher Sachen im Brief das Fell sträuben. Ist eben noch ein Relikt aus Alter Schule. ;D
Gruß - Eckhard N.
Hallo in die Runde,
wenn ich solche Klumpen versenden will, gibts für mich nur eins:
Mülltüte unten in den (gut bemessenen) Karton,
mit Bauschaum etwas ausschäumen, flachdrücken.
nach aushärten (ca 2-3h) zweiten (Stabilen!!) Kunststoffbeutel darauf, Bauschaum rein, Mikro drauf.
Aushärten lassen.
Den nächsten (stabilen) Beutel drauf, ausschäumen und Karton schließen.
Macht zwar Arbeit aber alles kommt heile an (und kost auch nicht die Welt)
Gruß
Wolfgang
Ps
bei Bedarf kann ich mal ein Foto von zwei MBC-10 verpackt einstellen
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
das mit dem Bauschaum ist ja in etwa das, was man auch als
Schaumbeutelverpackung kaufen kann (Post etwas weiter oben):
Kunststoffsack mit 2-K-Schaum darin, der durch Zusammendrücken vermischt
wird und den Sack dann mit fluffigem Schaum füllt, der recht zügig durchhärtet.
(Ich meine etwas unter 3€ pro Sack)
Was mich wundert: Wieso härtet denn 1K-Bauschaum in der Tüte aus?
Und so schnell? Oder nimmst Du 2K-Bauschaum? Wichtige Sache, oder?
Viele liebe Grüße
Timm
Uahhhhhhhhh - Bauschaum!!!
aber bitte nicht in die Hände der Falschen gelangen lassen, sonst passiert so etwas ( das ich nie wider erleben möchte ). Da fragt man sich, ob man nicht lieber ein teilweise transportbeschädigtes Mikroskop bekommt als so etwas....
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2102.msg11442#msg11442
Herzliche Grüße
Peter
Das erinnert mich an die "Saurierskelette" im Gipsblock, die man als Spielzeug für Kinder zum rausmeißeln kaufen kann... ;D
Paläontologische Grüße,
Martin
Hallo Peter,
deswegen sag ich doch:
stabile Tüte, wenig Schaum!
Erste Lage aushärten lassen! (fast, muss noch etwas nachgeben)
Nach aushärten der zweiten Lage, dritte Lage (letzte! Karton offen lassen!)
Wenn die dritte Lage richtig hart ist, mit gutem Messer auf Kartonlevel wegschneiden, und Klappe zu!
Thats all!
Gruß
Wolfgang
> Soll ich ihm für die lieblose und schlampige Verpackung trotzdem eine negative Wertung geben ?
Ich denke schon. Nachdem das Thema mit den "Rachebewertungen" jetzt durch ist, sollten wir die Anbieter erziehen. Es muss klar sein,d ass der Anbieter in vollem Umfang verantworlich ist, bis hin zum Transport.
Zitat von: piu58 in Dezember 06, 2010, 10:20:37 VORMITTAG
> Soll ich ihm für die lieblose und schlampige Verpackung trotzdem eine negative Wertung geben ?
Ich denke schon. Nachdem das Thema mit den "Rachebewertungen" jetzt durch ist, sollten wir die Anbieter erziehen. Es muss klar sein,d ass der Anbieter in vollem Umfang verantworlich ist, bis hin zum Transport.
Hallo piu58,
ich glaube nicht, dass dieser "erzieherische Ansatz" Erfolg verspricht, aber es reicht ja eigentlich schon, andere ibäh-Nutzer durch eine negative Bewertung vor der unglaublichen Nachlässigkeit dieses Anbieters zu warnen.
Natürlich wäre es gut, den Anbietern bewusst zu machen, dass die versteigerten Geräte im Augenblick des Zuschlags bereits dem Ersteigernden
gehören. Wer sich darüber im Klaren ist, Treuhänder des Eigentums eines Anderen zu sein, ist hoffentlich auch ein wenig sorgfältiger. Aber mit diesem missionarischen Ansatz kommt man wohl nicht sehr weit, zumal, wenn der Schaden schon angerichtet ist und die Fronten verhärtet sind.
Auch wenn Wilfried in seinem Fall das gewünschte Teil durch Glück unbeschadet bekommen hat, ist die unsägliche Schlamperei des Anbieters mit
Wilfrieds Eigentum in meinen Augen ein klarer Fall für eine sachliche, aber eben negative Bewertung.
Schönen Gruß, Thomas
Hallo ebäh-Geschädigte,
also zu dem Thema Verantwortung des Verkäufers habe ich einen netten Satz in den Bedingungen eines Anbieters gefunden:
ZitatZahlungshinweise des Verkäufers
Privatauktion - keine Garantieleistungen - keine Gewährleistungen - keine Rücknahme - kein Umtausch - für Transportschäden und Verlust der Ware beim Versand haftet der Käufer (BGB § 447 (1) Gefahrübergang beim Versendungsverkauf)
Was sagen denn da die juristisch gebildeten dazu? ;D
Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 06, 2010, 13:05:45 NACHMITTAGS
Hallo ebäh-Geschädigte,
also zu dem Thema Verantwortung des Verkäufers habe ich einen netten Satz in den Bedingungen eines Anbieters gefunden:
ZitatZahlungshinweise des Verkäufers
Privatauktion - keine Garantieleistungen - keine Gewährleistungen - keine Rücknahme - kein Umtausch - für Transportschäden und Verlust der Ware beim Versand haftet der Käufer (BGB § 447 (1) Gefahrübergang beim Versendungsverkauf)
Das ist ziemlich einfach zu beantworten: Die Frage, ob es sich um eine Privatauktion handelt, entscheidet sich nicht durch den bloßen Willen des Verkäufers!
§14 BGB
Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Bei der Frage, ob eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt hilft erfahrungsgemäß auch gern das Wohnsitzfinanzamt des Verkäufers oder das
zuständige Ordnungsamt.
Ist diese Frage geklärt, gibt es keine weiteren Fragen, denn §475 BGB http://dejure.org/gesetze/BGB/475.html ist da
ganz undeutsch ziemlich eindeutig: Die Klausel ist unwirksam.
Viele liebe Grüße
Timm
Nachdem die erfahrenen Versender gesprochen und ihre zum Teil haarsträubenden Erfahrungen mitgeteilt haben, sollte auch einmal die Gegenseite zu Wort kommen. Ich bin kein E-Bay-Nutzer und habe auch noch kein Mikroskop versendet. Wenn ich aber in die Verlegenheit käme, würde ich mich erst mal ausgiebig am Kopf kratzen, um dann mit einer kreativen Verpackungslösung rüberzukommen, deren Bestandteile sich vorzugsweise schon in meinem Haushalt befinden.
Die gezeigten Negativbeispiele haben jetzt aber auch mir klar gemacht, dass es lohnt, über das Thema Verpackung etwas länger nachzudenken. Die hier im Thread gegebenen Tipps kriegen diejenigen, die sie nötig haben, aber eher nicht zu sehen. Sinnvoll wäre vielleicht, den Beitrag von Herrn Thilo Immel (Anleitung zum Verpacken von Mikroskopen) im Unterforum Suche/Biete permanent einzustellen.
Liebe Grüße
Peter
Hallo Peter,
die innere Logik Deiner Aussage erschließt sich mir nicht.
ZitatNachdem die erfahrenen Versender gesprochen und ihre zum Teil haarsträubenden Erfahrungen mitgeteilt haben, sollte auch einmal die Gegenseite zu Wort kommen. Ich bin kein E-Bay-Nutzer und habe auch noch kein Mikroskop versendet.
Hier haben keine Versender, sondern Empfänger berichtet - wer ist dann die Gegenseite, wenn Du keinerlei Erfahrung hast? :D
Hallo,
ich habe den Verkäufer angeschrieben und eine Wertminderung auf die von mir noch verwendbaren Teile vorgeschlagen. Mal sehen was passiert. ;)
Ich hoffe nicht, dass er als Alternative den ganzen Krempel zurück will, sonst hätte auch noch ich die Arbeit und Verantwortung einer fachgerechten Rückverpackung.
Darauf würde ich nicht eingehen und halt mit einem blauen Auge klein bei geben und würde zum ersten mal in meiner e-bay Laufbahn zu einer negativen Bewertung greifen.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo -
als Ergänzung wollte ich noch hinzufügen, dass auch Ratschläge zur Verpackung sich ins Gegenteil verkehren können!
Ein Beispiel unter mehreren: Ich hatte - nach der allgemeinen Einleitung und dem Hinweis alles was sich zwanglos abnehmen lasse getrennt zu verpacken auch am Schluss noch beschrieben, wie man den Drehtisch vom Träger entfernen könne. Das wurde alles brav gemacht, viele Teile getrennt verpackt, der Drehtisch unter Deformation der verharzten Federschraube entfernt und ---- auf dem Träger liegen gelassen und zusammen mit dem Stativ verschnürt!
Schließlich hatte ich ja nicht extra erwähnt, dass auch der Tisch nach dem Abnehmen noch verpackt werden müsse!
Also guter Wille herrscht meist ...
Grüße
Rolf
ZitatPrivatauktion - keine Garantieleistungen - keine Gewährleistungen - keine Rücknahme - kein Umtausch - für Transportschäden und Verlust der Ware beim Versand haftet der Käufer (BGB § 447 (1) Gefahrübergang beim Versendungsverkauf)
Aus der zitierten Klausel ergibt sich eines n i c h t: Dass der Verkäufer verpacken kann, wie er lustig ist, nach dem Motto: Ist mir doch egaL wie die Sache ankommt, ich hab ja Transportschäden ausgeschlossen. 8) Ordnungsgemäße Verpackung ist nach der Rechtsprechung vertragliche Nebenpflicht des Verkäufers (die Verpackung lässt er sich ja auch oft genug mehr als gut bezahlen, gerade bei ebay). Auf dieser Basis würde ich mit dem Verkäufer verhandeln. So wie das Paket aussieht, musste auch einem Laien IMHO einleuchten, dass der Transport nicht gut gehen konnte....und §§ 446, 447 BGB reden schließlich nur vom zufälligen Untergang oder der zufälligen Verschlechterung, nicht von dem durch schlechte Verpackung fahrlässig herbeigeführten Transportschaden....
Mikrogrüße
Jürgen
ZitatSo wie das Paket aussieht, musste auch einem Laien IMHO einleuchten, dass der Transport nicht gut gehen konnte....und §§ 446, 447 BGB reden schließlich nur vom zufälligen Untergang oder der zufälligen Verschlechterung, nicht von dem durch schlechte Verpackung fahrlässig herbeigeführten Transportschaden....
Hallo!
Einer meiner früheren Chefs pflegte immer zu sagen: "Man kann gar nicht so dumm denken wie andere handeln".
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
nach mehreren Wochen will ich euch noch kurz berichten, wie mein Fall ausgegangen ist.
Nachdem der Verkäufer auf meine mail mit dem Foto von dem Verpackungsschaden nicht reagiert hat, habe ich
bei e-bay einen sogenannten Fall aufgemacht und dann hat er zweimal mit der identischen streotypen Antwort
geantwortet, dass ich mich an den Tansporteur wenden soll, er hätte sorgfältig verpackt. Auf meine letzte Stellungnahme hat er seit 14 Tagen nicht mehr geantwortet.
Daher habe ich den Fall heute dem e-bay Kundenservice zur Klärung übergeben, da sonst die Frist zur gegenseitigen Klärung abgelaufen wäre.
Ca. 1 Minute (!) später erhielt ich vom e-bay Kundenservice folgende Nachricht:
ZitatWir bedauern sehr, dass es bei Ihrem Kauf zu einem Problem gekommen ist. Wir können Ihnen jedoch keine Rückerstattung für diesen Artikel leisten. Über den eBay-Käuferschutz bei Bezahlung mit PayPal sind nur Käufe abgesichert, die mit PayPal bezahlt wurden. Wir empfehlen Ihnen, beim nächsten Kauf eines Artikels bei eBay die Zahlung über PayPal durchzuführen.
Ja das habe ich ja auch schon vorher gewusst. Passiert jetzt wenigstens beim Verkäufer etwas, Abmahnung für den Wiederholungsfall mit Ausschlussandrohung oder ähnliches? Oder wozu war meine ganze Beweisführung mit mails hin und her nütze ? Der Fall ist jetzt für e-bay jedenfalls geschlossen.
Die negative Bewertung dient jetzt hoffentlich etwas den Nachfolgern.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried,
auch ich habe schon ein paar Mal das Konflikt-Prozedere durchgemacht. Wenn man nicht per PayPal bezahlt hat, braucht man von Ebay nicht viel Hilfe zu erwarten. Dann schaut man als Käufer meistens in die Röhre. Und ernsthafte "Strafen" hat der Verkäufer wahrscheinlich nicht zu erwarten. Vielleicht kriegt er ja eine Verwarnung oder so. Rausgeworfen werden Verkäufer nur in den seltensten Fällen (z.B. sehr hoher Anteil an neg. Bewertungen oder schwerer Betrug). >:(
Das ist natürlich immer sehr ärgerlich, ist aber letztendlich ein Risiko mit dem man bei Ebay leben muss.
Viele Grüße
Michael
Hallo Wilfried,
nein, es passiert ziemlich sicher....NICHTS!!!
Wie sonst wäre es erklärlich, dass sich bei ebay Verkäufer halten, die von vielleicht 35 Transktionen 6 negative Bewertungen haben, wobei mehrere Mitglieder bereits Betrugsverdacht in den Bewertungskommentaren äußern und z.T. angeben, die Polzei eingeschaltet zu haben.
Die Möglichkeit, einen "Fall" bei ebay zu eröffnen, ist eine Farce und reine Augenwischerei, sie soll Dir nur vorgaukeln, dass ebay sich da "irgendwie" kümmere.
Manchmal passieren higegen auch seltsame Dinge, so brichtete Frank D. ja mal, dass er vor ca. 2 Jahren plötzlich von ebay angerufen wurde, der Grund seiner Reklamation erfragt wurde man man ihm dann am Telefon sagte, man werde ihm den Kaufebtrag aus Kulanz einfach mal so komplett erstatten und er müsse den Artikel auch nicht zurücksenden. Wieso das??? Niemand weiss es....vielleicht liegt es daran, dass gerade mal wieder ein neuer Ebay-Chef für ein paar Tage ein "Kundenzufriedenstellungsprogramm" auflegt hat...that's ebay! So etwas habe ich allerdings auch nur ein einiziges Mal gehört.
Ebay kann auch gar nicht alle Fälle nachverfolgen, sondern nur stereotyp reagieren, denn ebay hat ein paar hundert Mitarbeiter ( es gab dort mehrfach in den letzten Jahren massive Personalabbauwellen ), aber jeden Tag tausende ablaufender Transaktionen. Wenn die das alles gewissenhaft "abarbeiten" wollten..undenkbar!
Bei Paypal klappt es hingegen, wenn tatsächlich ein ernsthaftes Problem vorliegt, aber man braucht einen laaaaaaaangen Atem ( 2 1/2 Monate sind da nichts! ) und muss viel Zeit investieren und darf sich selbst keinen kleinsten Formalfehler erlauben. Und ja nicht bis zum Abschluss des Verfahrens in Urlaub gehen oder mal ein paar Tage keine emails abholen, denn dann ist der Anspruch futsch! Also schön monatelang täglich(!) mails abholen, abwarten, was von paypal verlangt wird, das dann stets innerhalb einer Frist von maximal 10 Tagen erfüllen und dann wieder warten....warten...warten...nachmal fast einen Monat, bis mal wieder eine neue Nachricht von paypal erhält. Die strengen 10-Tages-Fristen gelten natürlich nur für den Antragsteller, Paypal selbst nimmt sich alle Zeit der Welt.
Aber wnn man es durchhält, hat man bei berechtigter Reklamation Erfolg. Mir wurden aber letztens so knapp 760 EUR zurückerstattet.
Ich hatte auch vor, für Neugierige hier über den ganzen Ablauf einen solchen Verfahrens zu berichten, werde das auuh die Tage mal mache, wenn ich Zeit habe. Denn das Paypal-Käuferschutzverfahren ist etwas "komplex", man sollte nicht glauben, dass man dort "einfach" an das einem zustehende Geld kommt.
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo,
manche von Euch werden vielleicht den Fall mit einem von mir ersteigerten Stativ Zeiss Standard mitbekommen haben, bei dem die Zahnstange des Kondensortriebes zerstört war und die mitgelieferte Beleuchtungseinrichtung zusammengeschmort. Ich zitiere aus der Beschreibung: "Artikelmerkmale, Zustand: Gebraucht: Artikel wurde bereits benutzt. Ein Artikel mit Abnutzungsspuren, aber in gutem Zustand und vollkommen funktionsfähig."
Natürlich war es nicht per Paypal bezahlt (war auch nicht angeboten). Meine Reklamation blieb wie zu erwarten bis heute unbeantwortet. Dabei ist so ein Mikroskop für den Händler nur ein kleiner Fisch. Der verkauft sonst halbe Operationssaaleinrichtungen im mehrfachen Tausendeurobereich.
Tja, so ist Ebay... manchmal hat man Glück und öfters nicht...
Grüße
Martin
Hallo Martin,
aber dann hättest Du doch bei einem gewerblichen Verkäufer Rückgaberecht gehabt!?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo in die Runde,
wie wärs denn mal mit einer "schwarzen Liste" von ebay-Verkäufern?
Da könnte ich schon etwas zu beitragen.
Grüße
Wolfgang
Zitat von: liftboy in Januar 07, 2011, 21:27:07 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde,
wie wärs denn mal mit einer "schwarzen Liste" von ebay-Verkäufern?
Da könnte ich schon etwas zu beitragen.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
na ja, wir sind ja kein Pranger.... ;)
Aber es passt gerade schön zum Thema: Das genau ist nämlich ein großes Problem bei den Ebay-Bewertungen: Die Frist ( früher 3 Monate ) wurde auf 2 Monate gesenkt. Nun ist es so, dass man unter Umständen ja seine Bewertung in einem laufenden Verfahren aus bestimmten Gründen noch nicht abgeben möchte. Bei paypal zieht es sich aber so lange hin, dass, wenn das Verfahren endlich angeschlossen ist, die Bewertungsfrist vorüber ist. Das führt dann zu folgender Konstellation ( und genau so war es in meinem Fall ): Der Verkäufer verkauft ein völlig schrottreifes Mikroskop. Der Käufer reklamiert, droht mit Paypal, etwas Hin und Her, dann nimmt der Verkäufer es "freiwillig" zurück - und bekommt vom Käufer für seine "Kulanz" letztlich doch eine positive Bewertung. Trotz Kenntnis des katastrophalen Zustandes setzt er es zum zweiten Mal ein, wieder mit der Beschreibung "Tadellose Funktion" - wider besseren Wissens. Also eigentlich ein Fall für die Polizei ( Betrugsversuch ). Nun bin ich der dumme Käufer, Einigung nicht möglich, dieses Mal läßt er es darauf ankommen. Also Pypal-Käuferschutz aktiviert und nach 2 1/2 Monaten Geld zurückbekommen. Aber: Bewertungsfrist abgelaufen. Obwohl er also 2 Käufer de facto "betrogen" oder es zumindest versucht hat, geht er aus diesen beiden Transaktionen allein mit einer positiven Bewertung heraus.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in Januar 07, 2011, 20:01:16 NACHMITTAGS
aber dann hättest Du doch bei einem gewerblichen Verkäufer Rückgaberecht gehabt!?
Hallo Peter,
ich zitiere weiter:
"Verkauf ohne Gewährleistung und Garantieübernahme! "
Woran erkenne ich, ob ein Verkäufer gewerblich handelt? OK, wenn der laufend z.B. Narkosegeräte für über 3000 Euro verkauft, ist das keine Haushaltsauflösung.
Die Verpackung war allerdings vorbildlich (hatte die hier veröffentlichte "Gebrauchsanweisung" übermittelt). In dicken Schichten von Schaumstoff; Binotubus und Kondensor getrennt davon in Folie. In den Karton hätte ein kleiner Kühlschrank gepaßt....
Grüße, Martin
der inzwischen dank einiger Forumsmitglieder das Stativ bald wieder "am Laufen" hat. Und das überwiegt die erste Enttäuschung mehrfach!
Hallo Peter,
kein Pranger? kein bischen auspeitschen?? :-)
wie Du schon sagst "Betrug"
Das Gesetz ist da sehr eindeutig: Erregung oder Aufrechterhaltung eines Irrtums zur Erlangung eines Vorteils.
Es rafft sich nur leider keiner auf und wird persönlich bei den Sherriffs vorstellig um eine Anzeige aufzugeben; und darum passiert diesen Vögeln auch nichts.
Gruß
Wolfgang
Zitat von: liftboy in Januar 07, 2011, 21:48:17 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
wie Du schon sagst "Betrug"
Das Gesetz ist da sehr eindeutig: Erregung oder Aufrechterhaltung eines Irrtums zur Erlangung eies Vorteils.
Es rafft sich nur leider keiner auf und wird persönlich bei den Sherriffs vorstellig um eine Anzeige aufzugeben; und darum passiert diesen Vögeln auch nichts.
Gruß
Wolfgang
Na ja, in diesem Fall war ich kurz davor, Anzeige zu erstatten. Das geht mittlerweile online. Hätte ich keinen Käuferschutz gehabt, hätte ich es auch sehr rnsthaft erwogen ( zum ersten Mal in meinem Leben ). Da war die Betrugsabsicht einfach zu eindeutig und der Betrag, um den es ging, lag ja nicht gerade im Taschengeldbereich. Allerdings überlegt es sich so einen Schritt ja trotzdem dreimal....
Herzliche Grüße
Peter