Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: NicLi in Dezember 07, 2010, 20:35:32 NACHMITTAGS

Titel: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: NicLi in Dezember 07, 2010, 20:35:32 NACHMITTAGS
Hallo,
nach längerer Abwesenheit melde ich mich mal wieder.
Und zwar geht es um die Einstellung der Köhlerschen Beleuchtung, mit dem neuen Zeiss von ebay wollte ich das Köhlern mal ausprobieren (wenn man denn die Möglichkeit hat,...)
Die detaillierteste Anleitung habe ich aus "Mikroskopieren- Geräte Objekte Praxis" von W. Nachtigall (1990 glaube ich)

1.Zentrieren der Birne- hat einwandfrei funktioniert, Bild und Spiegelbild "optimal verzahnt", wie er es nennt.
2.Abbilden der Glühwendel: man soll auf ein Flächenpräparat scharfstellen, die Aperturblende weit schließen und ein Papierstück (=Schirm?) in die Aperturblendenebene legen. Ein Bild der Glühwendel soll jetzt auf diesem Schirm abgebildet werden. Man soll"die Kollektorlinse am Lampenhaus Verschieben (Verdrehen in ihrem Schneckengang)".
Und da liegt mein Problem: Ich kann die Kollektorlinse nicht verschieben/verdrehen. Wozu ist eigentlich dieser Schritt?
3.Zentrieren des Kondensors- hat einwandfrei funktioniert. Aber das gilt dann natürlich nur für ein Objektiv! Bei den anderen Objektiven ist der Kondensor nicht mehr zentriert...Also habe ich erst nochmal die Objektive zentriert, d.h. ich habe Plastikfolienstückchen zwischen Objektiv und Revolver beim Objektiv einschrauben so geklemmt, bis das Zentrum des Blickfelds bei allen Objektiven möglichst den selben Punkt im Motiv zeigt.
Allerdings konnte ich dann den Kondensor immer noch nicht für alle Objektive zentrieren- für das 4er braucht man keine Einschwenklinse, für das 10er und erst recht fürs 40er und 100er schon. Und diese Einschwenklinse macht ein Problem: sie ist nicht relativ zum restlichen Kondensor nur fast zentrierbar, also ist der Kondensor in der "Modifikation Einschwenklinse eingeschwenkt" fürs 10er-40er-100er nicht mehr zentriert, obwohl er beim 4er noch zentriert war! Diese Abweichung von der Norm beim Einschwenken der Einschwenklinse kann man ausgleichen, indem man den gesamten Kondensor beim Objektivwechsel wieder neu zentriert... Wegen "Einschwenklinse": Mein Kondensor ist dieses Modell: http://cgi.ebay.de/Zeiss-West-Mikroskop-Kondensor-0-9-microscope-condenser-/120654292259?pt=Optik_Zubeh%C3%B6r

Heißt das, man muss, um es perfekt zu machen, den Kondensor bei jedem Objektiv neu zentrieren!? ???
Vielleicht könnt ihr mir helfen!

Den Rest, Leuchtfeldblende und Aperturblende dann einstellen, hab ich hinbekommen...

Viele Grüße
Nicolas
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 07, 2010, 20:41:21 NACHMITTAGS
Hallo Niclas,

ZitatHeißt das, man muss, um es perfekt zu machen, den Kondensor bei jedem Objektiv neu zentrieren!?

Genauso ist es. Was meinst du, wozu die Zentrierschrauben am Kondensorträger da sind, die man ohne Werkzeugt bewegen kann?  ;)

ZitatDie detaillierteste Anleitung habe ich aus "Mikroskopieren- Geräte Objekte Praxis" von W. Nachtigall (1990 glaube ich)
Der Herr Nachtigall wird dann mit Sicherheit kein Zeiss Standard gehabt haben :D.

Zitat1.Zentrieren der Birne- hat einwandfrei funktioniert, Bild und Spiegelbild "optimal verzahnt", wie er es nennt.
An welchen Schrauben hast du denn gedreht?  ???
Zitat2.Abbilden der Glühwendel: man soll auf ein Flächenpräparat scharfstellen, die Aperturblende weit schließen und ein Papierstück (=Schirm?) in die Aperturblendenebene legen. Ein Bild der Glühwendel soll jetzt auf diesem Schirm abgebildet werden. Man soll"die Kollektorlinse am Lampenhaus Verschieben (Verdrehen in ihrem Schneckengang)".
Das geht beim Standard aber anders, es wird die Lampenfassung im Kollektorrohr verschoben und anschließend festgeklemmt.

ZitatUnd da liegt mein Problem: Ich kann die Kollektorlinse nicht verschieben/verdrehen. Wozu ist eigentlich dieser Schritt?
Um die Ausleuchtung der Brennebene und des Zwischenbildes zu optimieren.

Zitat3.Zentrieren des Kondensors- hat einwandfrei funktioniert. Aber das gilt dann natürlich nur für ein Objektiv! Bei den anderen Objektiven ist der Kondensor nicht mehr zentriert...Also habe ich erst nochmal die Objektive zentriert, d.h. ich habe Plastikfolienstückchen zwischen Objektiv und Revolver beim Objektiv einschrauben so geklemmt, bis das Zentrum des Blickfelds bei allen Objektiven möglichst den selben Punkt im Motiv zeigt.
Ist eine ziemliche Fummelarbeit, aber auch totaler Unsinn. Dazu sind die Kondensorzentrierschrauben doch da, um die Fertigungstoleranzen auszugleichen!

ZitatAllerdings konnte ich dann den Kondensor immer noch nicht für alle Objektive zentrieren- für das 4er braucht man keine Einschwenklinse, für das 10er und erst recht fürs 40er und 100er schon. Und diese Einschwenklinse macht ein Problem: sie ist nicht relativ zum restlichen Kondensor nur fast zentrierbar, also ist der Kondensor in der "Modifikation Einschwenklinse eingeschwenkt" fürs 10er-40er-100er nicht mehr zentriert, obwohl er beim 4er noch zentriert war! Diese Abweichung von der Norm beim Einschwenken der Einschwenklinse kann man ausgleichen, indem man den gesamten Kondensor beim Objektivwechsel wieder neu zentriert... Wegen "Einschwenklinse"
Mit den Zentrierschrauben läßt sich schon irgendwie wieder Köhlern, aber wenn die Frontlinse des Kondensors, du nennst sie Einschwenklinse, nicht richtig zentriert ist, gleiches gilt für die Hilfslinse, dann verlaufen deine Strahlen von der Lampenwendel bis zum Objekt im Zick-Zack.
Um das nun zu überprüfen und ggf. nachzujustieren bedarf es einiger Hilfsmittel und Fachkenntnisse.


Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Klaus Herrmann in Dezember 07, 2010, 21:04:06 NACHMITTAGS
Hallo Nicolas,

ZitatGenauso ist es

Bernd hat es präzise und knapp ausgedrückt! Anders gesagt der routinierte Mikroskopiker schraubt immer irgendwo! Fokus, köhlern, Helligkeit, Kontrast..

Du kannst Dir allerdings das Leben erleichtern, indem Du ein gutes Polmikroskop kaufst; da kann man die Objektive zentrieren und die Zentrierung aufeinander abstimmen. Aber Köhlern musst Du trotzdem! :(
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Florian Stellmacher in Dezember 07, 2010, 21:24:55 NACHMITTAGS
Liebe Köhlerer,

das wäre aber nun wirklich ein Thema für eine Umfrage!

Z.B.: Wann köhlert Ihr?

- Bei jedem Objektivwechsel.
...
- Immer mal Sonntags.
...
- Vor 20 Jahren das letzte Mal.

Ich z.B. würde mich schon als einigermaßen routinierten Mikroskopiker bezeichnen, aber bei der Arbeit klappe ich nur die Frontlinse des Kondensors aus und ein und fokussiere - das ist es dann aber auch. Köhlern tue ich dann, wenn ich z.B. den Kondensor herausgenommen habe, um den darauf angesammelten Glasbruch abzukippen. Ein modernes Mikroskop für die Routinediagnostik muss auch so funktionieren  ;); wenn an meinem Dienst-Axioskop Revolver und Frontlinse elektrisch wären, würde es nichts schaden. Aber auch für zu Hause kann ich nicht behaupten, dass ich ständig am Kondensor manipuliere. Sogar die Leuchtfeldblende verwende ich nur in Ausnahmefällen.

Also, Hand auf Herz: Wie macht ihr das?

Gespannte Grüße,
Florian

P.S.: Für die Mikrofotografie sieht die Sache natürlich anders aus...

P.S. 2: Ich schaue mir histologische Schnitte und zytologische Ausstriche im Hellfeld, manchmal auch in der Polarisation an. Mir ist klar, dass z.B. Tümpler mehr mit der Aperturblende anfangen können als ich und auch häufiger die Helligkeit anpassen müssen.
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 07, 2010, 21:35:51 NACHMITTAGS
Hallo Nicolas,

wenn du die Zentrierung mit eingeschwenkter Kondensorfrontlinse beim 10 x Objektiv vornimmst müsste sie für alle
Objektive ausreichend stimmen. Wenn die Dezentrierung in Einschwenkrichtung der Kondensorfrontlinse auftritt so ist deren Endstellung dezentriert. Man kann an einer Madenschraube den Endanschlag des Hebels, der die Frontlinse trägt, verstellen.
Irgendwelche Blättchen an den Objektiven zu unterlegen ist nicht Zeiss würdig.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: NicLi in Dezember 07, 2010, 22:22:46 NACHMITTAGS
Hallo,
vielen Dank für die Antworten- jetzt weiß ich ja dass ich im Prinzip ständig an den Schrauben der Kondensorzentrierung drehen müsste...Zum Glück gehen die aber auch sehr präzise. Ein Pol-Mikroskop werd ich mir aber nur wegen dem Köhlern nicht kaufen! :D Ist wohl eher zu teuer. Außerdem ging es mir eher um die prinzipielle Frage. Dass nicht jeder vor jedem Objektivwechsel vollkommen neu köhlert ist mir auch klar. Ich werde wahrscheinlich einen Kompromiss finden, so dass das Kondensorsystem Hauptkondensor-Einschwenklinse auf das 40er perfekt abgestimmt ist (m.A. bringt das Köhlern beim 40er noch am meisten), und dafür beim 10er und beim 4er nicht ganz exakt zentriert ist und ich dort die Leuchtfeldblende etwas weiter aufmache, damit alles beleuchtet ist. Das Potenzial der drei Einschwenklinsen-Zentrierschrauben und der Madenschraube, die den Anschlag der Einschwenklinse festlegt, hab ich schon ausgereizt.
Ich werd mit den Papierstückchen aufhören...war aber nicht meine Idee sondern stand im o.g. Buch! :-X

viele grüße
Nicolas
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 07, 2010, 22:39:13 NACHMITTAGS
Hallo Nicolas,

ZitatIch werd mit den Papierstückchen aufhören...war aber nicht meine Idee sondern stand im o.g. Buch!
Das mag ja durchaus sinnvoll sein, wenn du ein Lampenhaus hättest, wo man die Lampenfassung noch zentrieren kann. Das geht aber beim Standard mit der 6V/15W-Birne nicht, weil die keine Zentriermöglichkeit hat.
Außerdem ist der Kollektor mattiert, die Lampenwendel könntest du dann sowieso nicht sehen.

Für die visuelle Beobachtung ist das Nachköhlern beim Objektivwechsel nicht unbedingt notwendig. Wenn du bei einem Objektiv geköhlert hast, z.B. den 10er, reicht es aus, wenn du bei den anderen eben die Leuchtfeldblende etwas weiter öffnest, es sei denn, du schraubst gerne an dem Mikroskop rum oder du hast tatsächlich so komische Gurken an Objektiven erwischt. ;D
Beim Fotografieren dagegen ist es schon wichtig, vor der Aufnahme zu köhlern, da du es sonst erst auf den Bildern siehst, daß der Hintergrund inhomogen wird und dunkle Ecken bekommt, die dir beim visuellen Beobachten gar nicht aufgefallen sind.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: reblaus in Dezember 07, 2010, 23:07:02 NACHMITTAGS
Hallo -

das Köhlern wird mit der Zeit über das Rückenmark gesteuert - man  braucht das Gehirn nicht mehr dazu.

Die Diskussion erinnert mich an den Bratscherwitz:

Kleinanzeige: "Gut erhaltene Viola, erst vor Kurzem neu gestimmt, billig abzugeben"

Gruß

Rolf



Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Gunther Chmela in Dezember 08, 2010, 00:13:33 VORMITTAG
Ich weiß, ich mache mich jetzt vielleicht ein bisschen unbeliebt, aber das, was Ihr alle hier schreibt, das ist in meiner Muttersprache Bairisch ein ziemliches ,,Gschies". Dieses Wort bedeutet auf englisch exakt das, was der Titel einer bekannten Shakespeare-Kommödie sagt: ,,Much Ado About Nothing"!

Im Klartext: Köhlern ist keine Haupt- und Staatsaktion. Köhlern sollte man grundsätzlich immer, auch dann, wenn man nur visuell beobachtet und nicht fotografiert. Es mag ja sein, dass Nicht-Köhlern bei physiologischen und bei Planktonpräparaten nicht besonders auffällt. Doch wenn man – wie ich z.B. – sehr gern Feinstrukturen von Diatomeen betrachtet, dann lohnt sich exaktes Köhlern immer! (Was das Fotografieren angeht, so habe ich sowieso immer mehr den Eindruck, dass vor allem Anfänger das für das Entscheidende beim Mikroskopieren halten. Das wirkliche Beobachten scheint mehr und mehr unwichtig zu sein. Immer häufiger wird nach möglichst billigen Mikroskopen gefragt - und welche Kamera man dort am besten adaptiert. Schade eigentlich, denn ich meine, man sollte dann erst fotografieren, wenn man wirklich gelernt hat zu beobachten.)

Wenn man einmal wirklich gesehen, d.h. wahrgenommen hat, was bei Feinstrukturen, ggf. bei immergiertem Kondensor, exaktes Köhlern bewirkt, dann wird man kaum darauf verzichten wollen – auch dann nicht, wenn man nicht fotografiert!

Lieber Nomarski, es ist durchaus kein Unsinn, sich die Mühe zu machen, alle Objektive am Revolver einmal, ein einziges Mal, durch vorsichtiges ,,Trimmen" einigermaßen zu zentrieren. Man muss es nur richtig machen – die Vorstellung, dass man sie dadurch ,,schiefstellt" ist nur bedingt richtig, denn ,,schief" stehen sie ja, wenn schon, durch nicht ganz exakte Gewindebohrungen im Revolver.

Ich verwende für solche Korrekturen Zigarettenpapier, alles andere ist zu dick (und selbst das kann ggf. zu dick sein). Das ist, zugegeben, eine etwas mühselige Arbeit (immer wieder probieren, neue Stellung des Papierschnipsels suchen, etc, etc.) Es ist nicht leicht, hier genaue Anleitungen zu geben, die Intuition des Bastlers ist gefragt! Meiner Erfahrung nach fängt man mit dem stärksten Objektiv an. Für dieses zentriert man den Kondensor genau, schließt die Leuchtfeldblende deutlich über das notwendige Maß hinaus, so, dass man ihren Rand gut sehen kann. Dann geht's weiter zum nächstschwächeren Objektiv. Jetzt kommt das Papier ins Spiel, jetzt wird es mühsam. Aber das Weitere kann man sich eigentlich denken. Es kann allerdings auch sein, dass man mit einem anderen Objektiv anfangen muss. Man wird das merken, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt. Auf jeden Fall - in der Folge hat man keine Arbeit mehr. Leuchtfeldblende bedienen – das ist alles! Na ja, den Kondensor in der Höhe verstellen, das sollte man auch nicht vergessen. Denn so genau abgeglichen sind auch die besten Objektive nicht! Nur Eines: Wenn Zigarettenpapier nicht hilft, dann ist es der Revolver nicht wert, dass man sich weitere Mühe macht.

Was man dann natürlich nicht mehr machen darf: Wahllos Objektive am Revolver an- und abschrauben! Wenn man einen 5-er Revolver hat, dann lässt man am besten eine Stelle sozusagen ,,unbehandelt". An der kann man dann dort nach Herzenslust Objektive wechseln, bei denen man sich allerdings dann auch immer die Mühe machen muss, den Kondensor zu zentrieren.

Wenn es Euch egal ist, dann lasst es bleiben. Ich weiß aber zumindest für mich selbst, dass es sich lohnt!

Gunther Chmela

Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Lothar Lammfromm in Dezember 08, 2010, 00:57:27 VORMITTAG
Hi!

Ich köhler nur für mein 45er-Objektiv (mit dem ich ohnehin am häufigsten arbeite, z.B. um mich von den in meinen Aquarien - und hier besonders innerhalb der Algenbeläge - lebenden Mini-Monstern erschrecken zu lassen), an meinem Leitz SM. Jedenfalls finde ich (ich: Anfänger), dass sich das Köhlern extrem lohnt, einerseits um feine Strukturen besser beobachten zu können, andererseits "verschwinden" Störungen (Staub an der falschen Stelle im Mikroskop) damit zum Teil.

(wobei ich qualitativ ohnehin nicht mit Zeiss Standard & Co und den bevorzugten Geräten der Mikroskopiker hier mithalten kann - ich bin aber heilfroh, mein Bresser AL nunmehr für "Schrott" halten zu dürfen)

Ich weiß allerdings nicht, ob es beim Köhlern auf die allerletzte Genauigkeit wirklich ankommt. Mein Gefühl sagt mir, es kommt etwas eher auf das genaue und neugierige Beobachten an. Ich denke allerdings, dass man für Mikrofotografie deutlich mehr Präzision walten lassen sollte.

Soweit also der Standpunkt eines Mikroskopie-Anfängers.
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Werner Jülich in Dezember 08, 2010, 05:56:25 VORMITTAG
Ich stosse bei den Schulungen auch immer auf erhebliche Widerstände, wenn ich dem exakten Köhlern bei jedem Objektivwechsel das Wort rede. Es wird dann besonders von Labormitarbeitern von Stress und Zeitdruck geredet, weil sie wegen mangelnder Übung immer gefühlte Ewigkeiten durch diese sinnlose Tätigkeit verlieren würden, für die sie sich sowieso nicht interessieren.  Ausserdem kommen externe Besserwisser nicht so gut an, wenn diese 100 Jahre eingeübte Praxis in Frage stellen.
Ich habe mir deshalb angewöhnt, anders für das gut eingestellte Mikroskop zu werben nämlich mit Betonung auf das weniger anstrengende Arbeiten mit dem richtig eingestellten Mikroskop, man ist abends für die Freizeit nicht so kaputt.
Natürlich ist es nicht nur Köhlern, besonders wenn man sein eigenes Mikroskop benutzt, sollte man an das ganze Paket denken, Ergonomie, richtige Beleuchtungsstärke im Mikroskop und im Raum, Dioptrienausgleich, helligkeitsunabhängige Beleuchtungsfarbe ( Graufilter ) usw. Reinigen und Pflege.

In diesem Sinne

Werner Jülich
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 08, 2010, 09:01:20 VORMITTAG
Lieber Herr Chmela,

entweder sind ihre Zentrierschrauben am Kondensor so schwergängig, daß man die nur mit der Rohrzange verstellen kann, die Zentrierschlüssel, die man bei manchen Modellen braucht, nicht vorhanden oder Sie haben so ein Mikroskop wie z.B. das Standard Junior oder das Standard KF2, bei denen sich dier Kondensor nicht zentrieren läßt.
Im letzteren Fall, wo der Kondensor im Tisch befestigt ist, kann man sich aber auch anders helfen, indem man die Befestigungsschrauben des Tisches etwas lockert und diesen mit Kondensor so hinrückt, daß es für alle Objektive im Revolver eine ausreichende Köhlerung ergibt.
Ihre Blättchenmethode, die oftmals auch gegen Klappern oder Klemmen angewendet wird, halte ich nur an Stellen für angebracht, die man entweder äußerst selten oder eben nur zu Wartungszwecken demontiert.

Beste Grüße
Nomarski
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Jürgen H. in Dezember 08, 2010, 10:23:09 VORMITTAG
Hallo liebe Köhlerfreunde,

Ich gestehe schamvoll, dass ich mit meinem Leica beim Köhlern ein wenig nachlässig bin. Die korrekte Abbildung der Lichtquelle in der Ebene der Aperturblende kann ich ohnehin nicht überprüfen, der Kollektor ist mattiert. Die Objektive sind so hervorragend zentriert, dass der Kondensor nicht an den Stellschrauben in der Horizontalebene verstellt werden muss, wenn die Objektive gewechselt werden: Die Leuchtfeldblende will natürlich geöffnet oder geschlossen werden. Zu justieren ist da aber nichts mehr.  Leica schreibt im Prospekt, dass die Verstellschrauben nur dazu da sind, den Kondensor wieder richtig zu zentrieren, wenn er einmal aus der Führung herausgenommen wurde um ihn zu säubern. Recht haben sie erfreulicherweise: Wundert mich etwas, dass das bei einem Zeiss anders sein soll. (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52514_62773772.jpg)Die Höhenverstellung des Kondensors: Das sollte ich wohl machen, allerdings sind hier nur minimale Änderungen nötig und da bin ich dann beim visuellen Betrachten ein wenig faul.

Ganz anders  bei meinem Leitz Messingalterthümchen: Da fummel ich mitunter länger, um die Glühwendel der externen Leuchte exakt abzubilden und  den Kondensor in der Höhe exakt einzustellen, weil ich dann a l l e s aus dem guten Stück herausholen möchte. Durch den Strahlenteiler des Zeichenspiegels geht noch genug verloren. Eine Verstellung des Kondensors in der Horizontalen beim Objektivwechsel ist allerdings auch hier nicht nötig, die Leuchtfeldblende verschwindet jedesmal wunderbar zentriert gleichmäßig aus dem Sehfeld. Die haben ziemlich gut gearbeitet, 1920.....

Mikrogrüße

Jürgen



Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Gunther Chmela in Dezember 08, 2010, 10:24:31 VORMITTAG
Lieber Nomarski,

woher kommt es nur, dass Sie auf das, was ich schreibe, so besserwisserisch reagieren? Es ist das hier ja nicht das erste Mal!

Also entweder haben Sie meinen Eintrag oben nicht richtig gelesen (sonst wüssten Sie nämlich, dass mein Kondensor zentrierbar ist), oder aber Sie haben ihn nicht richtig verstanden. Nur so viel noch: Die von mir praktizierte Methode, Objektive zu "zentrieren" hat ja auch den Zweck, dass ein gefundenes Objekt +/- immer in der Bildmitte bleibt!

Ihre Belehrungen über diverse technische Einzelheiten am Mikroskop brauche ich nicht. Ich würde hier nichts schreiben, wenn ich nicht eine gewisse Ahnung von den Dingen hätte, zu denen ich mich äußere!

Beste Grüße!
Gunther Chmela
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: wilfried48 in Dezember 08, 2010, 11:37:27 VORMITTAG
Hallo Nicolas,

da siehts du was man mit der "Gretchenfrage" Ja wie köhlert man nun richtig ? in diesem Forum anrichten kann.

5 Experten = 5 verschiedene Meinungen ! ;D

und dann reden sie auch manchmal noch aneinander vorbei oder fühlen sich dadurch persönlich angegriffen.

Meine Meinung bleibt nach wie vor: Bei 10 fach Objektiv mit eingeschwenkter Kondensorfrontlinse den Kondensor am Leuchtfeldblendenbild justieren und anschliessend nur noch die Leuchtfeldblendengrösse dem abgebildeten Objektbereich anpassen.
Einen Zeiss Revolver mit Zeiss Objektiven der das nicht auf ca. 10% einhalten kann (und das spielt nun wirklich keine Rolle) würde ich aus Wut eher bei uns in den Neckar schmeissen als mit irgendwelchen Papierschnippseln
das ganze korrigieren.
Das war allerdings auch noch nie nötig  ;D

viele Grüsse
Wilfried

Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Ulf Titze in Dezember 08, 2010, 11:58:06 VORMITTAG
Liebe Köhlerer,

ich denke, die Rationale dieser Diskussion ist wie so oft: "Kommt drauf an!". Man muss ganz einfach trennen, zu welchen Zweck man mikroskopiert.

Als Pathologe kann ich sehr gut nachvollziehen, was mein Kollege Florian angesprochen hat. Gegen Mittag kommen die Schnitte in der Größenordnung 100-200 (Schnittpräparate), die ich dann in 1 - 2 Stunden durchmustere, damit ich die Fälle dann ggf. am späteren Nachmittag in den klinisch-pathologischen Konferenzen vorstellen kann. Das ist Akkordarbeit. Da hat man in der Tat keine Zeit, bei jedem Objektivwechsel zu köhlern! Herr Jülich, das sind keine fadenscheinigen Ausreden, das ist Fakt! Für solche Akkordarbeit müssen die Optiken schon eine gewisse Güte und Toleranz gegenüber nicht optimal eingestellter Beleuchtung besitzen. Sobald ich im Übersichtsobjektiv (2,5x) granulozytäre Infiltrate von lymphozytären Infiltraten sicher unterscheiden kann, reicht mir die optische Leistung. Alle zwei bis drei Wochen baue ich den Kondensor aus, um ihn von den immer anfallenden Glassplittern und Paraffinflocken zu reinigen. Danach wird das Mikroskop geköhlert, im 10er Objektiv. Ich denke, mit den allermeisten modernen Mikroskopen der großen Hersteller kommt man mit dieser (Standard-)Einstellung ziemlich weit.

Aber dennoch lege ich Wert darauf, ein köhlerbares Gerät zu haben. Denn sobald man für Veröffentlichungen oder den privaten Bilderfundus fotografiert, wird sauber geköhlert - für das betreffende Objektiv. Das sind dann aber ausgewählte besondere Fälle - in der Breite ist das nicht zu machen.

Was ganz anderes ist es, wenn ich privat meine Diatomeen mikroskopiere, oder mir Schnitte mitgenommen habe, um mich in neue Themen einzuarbeiten. Da interessiere ich mich für die strukturellen Feinheiten an der Grenze des Auflösungsvermögens. Aber auch da köhlere ich nicht prinzipiell für jedes Objektiv neu. Um mir einen Überblick zu verschaffen, reicht die Standard-Einstellung. Erst wenn ich eine interessante Diatomee mit dem optimalen Objektiv eingestellt habe und nun länger beobachten möchte - dann wird neu geköhlert.

Grüße

Ulf
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Jürgen H. in Dezember 08, 2010, 12:08:20 NACHMITTAGS
Zitat5 Experten = 5 verschieden Meinungen !

Das ist doch ein hervorragendes Ergebnis. Bei Juristen heißt es: Zwei Experten, fünf verschiedene Meinungen (Mindestens)

Jürgen
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Werner Jülich in Dezember 08, 2010, 12:41:32 NACHMITTAGS
Wie sähe der Kompromiss aus?
Man köhlert nur das Objektiv mit dem größten Wert NA x V. Denn normalerweise wird nur dieses Mikroskop visuell ausgenutzt.
Ein APO 20x mit NA > 0,6 und 10er Okularen ist natürlich einstellungstolerant, weil er nicht wirklich gefordert wird. Das bedeutet aber nicht, dass man bei sauberer optischer Anpassung an unser Auge bei diesen Objektiven auf die genaue Einstellung verzichten sollte, im Gegenteil.

Eine verbreitete Alternative sind motorisierte Systeme.

Werner Jülich
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 08, 2010, 13:42:09 NACHMITTAGS
Hallo!

Nur kommt der "Ketzer":

Man liest immer wieder so ähnlich die Aussage: "Ich achte nicht sooo sehr aufs Köhlern, aber wenn es darauf ankommt, also bei Fotos, ja da wird selbstverständlich exakt geköhlert!!! Ehrenwort!!"  ;)

Ws mich mal inetessieren würde: Hat eigentlich mal jemand verglichen, ob es bei der durchschnittlichen Fotoanwendung ( also einem "durchschnittlichen Motiv", einem Objektiv mittlerer Vergrößerung und einer "durchschnittlichen" Objektivklasse, also z.B. Planachromat ) tatsächlich zu relevanten Unterschieden führt, jer nachdem, ob korrekt geköhlert oder nicht?
Da würde mich ein Vergeleich wirklich mal interessieren ( wobei ich mit "ungeköhlert" natürlich nicht einen mutwillig grob dezentrieten Kondensor oder eine ins Extreme zugezogene oder geföffnete Aperturblende meine, sondern ein eben "nach Gefühl" eingestelltes Mikroskop).

Herzliche Grüße
Peter

PS: Mikroskopierst Du schon oder köhlest Du noch?  ;)

...und weggeduckt!
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Ulf Titze in Dezember 08, 2010, 14:10:33 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Zitat
Ws mich mal inetessieren würde: Hat eigentlich mal jemand verglichen, ob es bei der durchschnittlichen Fotoanwendung ( also einem "durchschnittlichen Motiv", einem Objektiv mittlerer Vergrößerung und einer "durchschnittlichen" Objektivklasse, also z.B. Planachromat ) tatsächlich zu relevanten Unterschieden führt, jer nachdem, ob korrekt geköhlert oder nicht?

Ja. Den Unterschied sieht man. Natürlich sind es keine Welten, aber man merkt es. Das geköhlerte Bild erscheint schärfer, kontrastreicher und ist bei genauer Untersuchung detaillreicher (man erkennt z.B. zytoplasmatische Inklusionen besser). Persönlich achte ich v.a. bei schwächeren Objektiven auf eine saubere Blendenstellung, da diese Objektive sehr leicht überstrahlt werden. Wie gesagt, die Unterschiede sind keine Welten, aber an meinen Fotos traue ich mir zu, den Unterschied zu erkennen. Insbesondere am Bildrand. Deshalb köhlere ich auch beim fotografieren.

Zitat
PS: Mikroskopierst Du schon oder köhlest Du noch?

... Jetzt liegt ein neuer Stapel mit Präparatemappen auf meinem Schreibtisch. Also mikroskopiere ich wieder. Ungeköhlert.  ;D

Grüße

Ulf

P. S. Es erscheint mir nötig, darauf hinzuweisen, daß es das "durchschnittliche" Motiv nicht gibt. Wir machen hier alle Spezialanwendungen an der Grenze des optisch Möglichen. Der Tümpler genauso wie der Histologe oder der Polarisationsmikroskopiker. Jede Sparte hat andere Anforderungen an ein "optimales" Foto. Mir als Histologen ist es wichtig, dass es am Bildrand wenig Verzeichungen und shading gibt. Dem Tümpler oder Diatomisten ist das Pup-egal, er interessiert sich für ein optimales Ergebnis in der Bildmitte, der schneidet die ROI digital aus und begradigt den Hintergrund. Daher sollte man genau definieren, worauf man beim Fotografieren achtet und für welche Anwendung. Durchschnitt gibts hier nicht.
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: hinrich husemann in Dezember 08, 2010, 14:27:34 NACHMITTAGS
Hallo Köhlernde und Nichtköhlernde,
Zeiss (West) hatte früher mit der hier abgebildeten "Lucigen" einen - allerdings mehr für einfaches Hellfeld gedachten (auch mit Pol möglich) - Quasi-Halbköhler-Kompromiß kreiert. (Ich habe noch so eine.)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52533_27577785.jpg)
Wirksame Lichtquelle war die von innen mit einer kleinen Glühlame (etwa 6 - 8V) bestrahlte, oben befindliche und sehr homogen leuchtende runde Trübglas-Scheibe. (Ein kleiner passender Polfilter konnte darüber gesetzt werden.) Die wirksame Beleuchtungsapertur konnte durch Heben oder Senken des in den Kondensorträger eingesetzten Gerätes geregelt werden (was bei herausgenommenem Okular gut zu verfolgen war). Auch Immersion war möglich. Die Sehfelder waren sehr homogen ausgeleuchtet. Das Einstellen der Leuchtfeldblende entfiel hier aber; die "Köhlerarbeit" war also quasi "halbiert" (natürlich auch etwas von der "Köhlerwirkung", was aber bei "normalen" Ansprüchen oft nicht so stark auffällt.).
Die Lucigen war aber wohl mehr für Mikroskopie unter "einfacheren" Bedingungen ("im Felde") gedacht.
Köhlerfreundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 08, 2010, 15:00:54 NACHMITTAGS
Hallo,

ob, wann und wie genau geköhlert werden sollte wird wohl jeder durch seine eigene Erfahrung irgenwann feststellen. Die Frage am Anfang hatte ich eher so aufgefasst, wie es denn überhaupt gemacht wird. Und das ist eben gerätespezifisch. Deswegen hatte ich dem Fragesteller in einer persönlichen Mail auch angeboten, ihm die Bedienungsanleitung vom Hersteller zukommen zu lassen, wo das genau und sogar mit Bildern beschrieben ist.

Es sollte wohl klar sein, daß durch die Köhlerung und genaue Justage der optischen Baugruppen auch optimale Verhältnisse herrschen und daß eine Abweichung davon eben mit Einbußen behaftet sind, wobei es eben im eigenen Ermessen liegt, ob man diese in Kauf nimmt oder nicht.
Und es soll auch jedem selbst überlassen sein, mit welchen Methoden er sein Mikroskop "tunt", so unorthodox das auch erscheinen mag, aber muß man deswegen gleich pampig werden, wenn dies infrage gestellt wird?
Einen Vergleich, ob das Bild nun geköhlert oder ungeköhlert besser ist, sei es bei der visuellen Beobachtung oder beim Fotografieren, bzw. ob sich die Nachlässigkeit des Zentrierens nun so gravierend bemerkbar macht, kann doch nun jeder selber für sich durchführen und beurteilen, da es eben von den eigenen Ansprüchen, dem Objekt und auch der optischen Konstellation abhängt, die halt sehr variieren kann.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: chishoro in Dezember 09, 2010, 00:08:19 VORMITTAG
Also ich gehe immer so vor:

- Scharfstellen des Objektes
- Scharfstellen der Leuchtfeldblende
- Zentrieren derselben
- Oeffnen der Leuchtfeldblende bis die Blende knapp aus dem Sehfeld verschwindent
- Einsetzen eines Phasenteleksopes.
- Zentrieren der Aperaturblende
- Langsames oeffenen der Aperaturblende - meistens bis sie ca 80%-85% offen ist.

Hier nun aber eine interesantere Frage - warum haben die Objektivrevolver - z.B. der Firma Zeiss - Bohrungen resp. Objektivaufnahmen die ein dauerndes nachzentrieren fordern ?

Natuerlich kann man die Leuchtfeldblende jedes mal neu zentrieren - ware halt einfach wenn dass nicht noetig waere oder allerdmindestens die Objektive eine Aufnahme haetten die - aehnlich den POL Z Objektiven - selber schon zentriebar waere.

            Gruss,

              Rory
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Eckhard F. H. in Dezember 09, 2010, 00:17:51 VORMITTAG
Zitat...warum haben die Objektivrevolver - z.B. der Firma Zeiss - Bohrungen resp. Objektivaufnahmen die ein dauerndes nachzentrieren fordern ?

Hallo Rory,
Könnten es nicht auch die Objektive sein, die das erfordern? Ich meine, das liegt näher.
Gruß - Eckhard N.
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 09, 2010, 00:34:29 VORMITTAG
http://www.mikroskopie-muenchen.de/mikrofibel.pdf

S. 109ff
Titel: Re: Ja, wie köhlert man denn nun richtig?
Beitrag von: Nomarski in Dezember 09, 2010, 09:10:30 VORMITTAG
ZitatNur wie stelle ich bei einer LED auf den Glühfaden scharf? Insbesondere alte Mikroskope lassen sich durch eine Änderung der Beleuchtung deutlich verbessern.

So und die Frage ist nun, wie stellt man nach solchen Umbauten die Beleuchtung richtig ein?

Der Vorgang der Einstellung ist derselbe. Die LEDs haben statt des Glühfadens ein leuchtendes Substrat, das an entsprechender Stelle zu positionieren ist. Die Größe dieser Fläche muß passen, damit diese Fläche möglichst vollständig in der Aperturebene des Kondensors abgebildet wird, um die Leistung des Objektives ausnutzen zu können.
Titel: Köhlern bringt mehr Kontrast
Beitrag von: PetrM in Dezember 24, 2010, 03:28:12 VORMITTAG
Zum Köhlern kann ich folgendes sagen:

Ich Köhler mit einem Phakokondensor 0.9 Apertur. Der Kondensor ist wirklich nicht die Rede wert. Aber nach dem Köhlern, WoW. So nervig wie es bei einem 100er Objektiv ist. Der Kontrast ist wirklich toll. Und dass mit einem Kondensor welcher wirklich zum Wegschmeißen ist!