Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Jürgen H. in Dezember 12, 2010, 17:19:27 NACHMITTAGS

Titel: Ausleuchtung
Beitrag von: Jürgen H. in Dezember 12, 2010, 17:19:27 NACHMITTAGS
Liebe Mitmikroskopiker,

anbei kommt ein Photo (Meiose, Pollen), das ich mit meinem alten Leitz Messing Mikroskop gemacht habe. Die Beleuchtung erfolgt über eine externe Leuchte mit Glühwendel und Leuchtfeldblende. Die Aperturblende ist nahezu völlig offen. Das Objektiv ist ein altehrwürdiges Leitz  Messing 1/7a Öl, d.h. ein Fluotar ca. 63. Die Aufnahme habe ich - nicht ganz stilecht ;)  - über ein Leitz Periplan mit der Coolpix 4500 gemacht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52957_11523670.jpg)

Eine gewisse Unschärfe lässt sich wohl kaum verhindern, da es sich um kein Planobjektiv handelt. Ich habe mich bemüht auf die Chromosomen scharf zu stellen.

Auffällig istjedoch  leider eine nicht ganz homogene Beleuchtung. Kann man die vermeiden, ohne auf das Köhlern zu verzichten? Gibt es sonst noch Tipps, um das Ergebnis zu verbessern?

Mikrogrüße

Jürgen
Titel: Re: Ausleuchtung
Beitrag von: Nomarski in Dezember 12, 2010, 17:37:53 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen,

ZitatDie Aperturblende ist nahezu völlig offen.
Wie sieht es denn im Hilfsmikroskop aus, falls vorhanden? Ist dort wenigstens eine homogene Ausleuchtung bis zum Rand zu sehen?
Hat die Lampe eine Streuscheibe? Manchmal hilft das Verschieben der Lampe.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Ausleuchtung
Beitrag von: Jürgen H. in Dezember 12, 2010, 18:44:19 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

ein Hilfmikroskop habe ich leider nicht. Die Lampe hat keine Streuscheibe. Halte ich eine Streuscheibe in den Strahlengang zwischen Kollektorlinse der Lampe und Spiegel, bessert sich das Beleuchtungsergebnis nicht; allerdings wird das Bild unschärfer.

Verstellen der Lampe: Ich spiegele das Licht mit dem Planspiegel vom Mikroskop ein. Wenn ich  die Aperturblendenebene voll ausgeleuchten will, muss ich die Lampe relativ weit wegstellen. Abgesehen vom Auflösungsproblem bekomme ich auch sonst das Leuchtfeld nicht genügend groß beim 20iger.

Richtig ist doch, dass die Achse des Strahlengangs im Mikroskop möglichst senkrecht zur Beleuchtungsachse stehen sollte, wenn ich das Licht einspiegele?

Mikrogrüße und vielen Dank für Deine Überlegungen

Jürgen
Titel: Re: Ausleuchtung
Beitrag von: Nomarski in Dezember 12, 2010, 19:36:53 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen,

ZitatRichtig ist doch, dass die Achse des Strahlengangs im Mikroskop möglichst senkrecht zur Beleuchtungsachse stehen sollte, wenn ich das Licht einspiegele?

Andere Winkel gehen auch, deswegen läßt sich der Spiegel doch drehen!  ;)

Ohne Hilfsmikroskop hilft nur der Blick in den leeren Okulartubus. Nach Köhler sollte die Wendel der Lampe zu sehen sein, welche formatfüllend in der Aperturebene abgebildet werden sollte. Zur Homogenisierung kann man die Streuscheibe zwischen Lampe und Kollektor einschwenken.

ZitatWenn ich  die Aperturblendenebene voll ausgeleuchten will, muss ich die Lampe relativ weit wegstellen. Abgesehen vom Auflösungsproblem bekomme ich auch sonst das Leuchtfeld nicht genügend groß beim 20iger.

Ist aber auch eine Frage des Kondensors.
Da ich deinen Aufbau nicht vor mir habe, wird es natürlich auch schwierig auf Anhieb eine Lösung zu finden. Sowas ist eben auch mit viel Hin- und herprobieren verbunden.

Viele Grüße
Bernd