An alle Leidensgenossen:
Diazepam und Novalgin rafft den starken Schmerz dahin, der erzeugt wird von 'nem Stein,
der unterhalb vom Rippenbein,
in der Niere enger Höhle den Schmerz erzeugt mit viel Gegröle.
Erst recht nach Ultraschallbeschuss, wenn er dann Richtung Abfluß muss.
Die erste Aufnahme ist vom letzten Ereignis. Man sieht wunderschön die einzelnen
Schichten aus denen der Stein aufgebaut ist. Die wissenschaftlichen Erklärungen stammen aus
dem Freundeskreis und sind nicht ganz so ernst zu nehmen.
Es würde mich aber mal sehr interessieren wie sich so etwas aufbaut und was das für Mineralien
oder Stoffe sind, die sich da so symmetrisch bilden.
Die beiden letzten Aufnahmen sind gerade mal 3 Tage alt. Ich durfte sie von der Klinik mit
nach Hause nehmen.
mit schmerzhaften Grüßen
Horst-Dieter
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/53397_61584958.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/53397_12856725.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/53397_57363689.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/53397_3101016.jpg)[/img]
Kann ich Dir Nachfühlen Horst-Dieter,
Zahnschmerzen sind lustig dagegen!
ZitatIch durfte sie von der Klinik mit nach Hause nehmen.
wenn ich richtig verstehe nur die Bilder nicht die Trümmer? Die gehören Dir! Und ohne sie kannst Du nicht herausfinden (lassen) woraus der Stein besteht. Was für die Therapie schon wichtig wäre! Du möchtest ja zukünftig sicher auf die Klunker verzichten!
Er sieht auch komplex aus, dann ist die Analyse aufwändig.
Wünsch Dir steinfreie Zone im ganzen Körper!
Lieber Horst-Dieter,
es handelt sich ja wirklich um eine sehr interessante Schichtung, fast wie Jahresringe... ;)
Da ist der Kosmos-Kristallzuchtkasten ja nix gegen diese Zucht!
Tolle Fotos! Aber wenn ich an die Schmerzen denke, die diese eckigen, kantigen, zackigen Aggregate verursachen können... ::)
Viele Grüße und gute Erholung,
Mila
Liebe Mila, lieber Klaus
Danke für Eure Genesungswünsche.
Ich musste die grössere Steinformation im Kliniklabor zwecks Analyse lassen.
Gestern habe ich erfahren, dass noch ein ca 10 mm grosses Reststück im Nierenbecken ist.
Die Bilder habe ich mit meinem Motic Stemi gemacht. 17 Aufnahmen gestackt mit HV.
Man hat mich nach Hause geschickt mit der Auflage, bei beginnender Kolik sofort wieder auf
Station zu erscheinen. Unsere Urologie ist Gott sei Dank nur 5 min. von unserem Haus entfernt.
Vermutlich kommt der Rest dann am heilig Abend. ;D ;D ;D
liebe Grüße Horst-Dieter
Hallo Horst-Dieter
Der rechte ist ja absolut huebsch, aber haben will ich ihn trotz dem nicht :-)
Ich wuensche Dir, dass der letzte auch bald weg geht und zwar vor Weihnachten ...
:-)
Gerhard
Hallo Horst-Dieter,
so hattest Du Dir die Erfüllung deines Nachgebets auch nicht vorgestellt als du inbrünstig gebeten hast:
Lieber Gott mach mich steinreich!
Ich mir übrigens auch nicht! :(
Das Analysenergebnis ist sicher vielgestaltig, so wie die Trümmer aussehen.
Aua!!!
Lieber Horst-Dieter,
diese Selbstzüchtung würde ich alsbald aufgeben - heißer Tipp! ;D
Steinreich bin ich auch, aber zum Glück nur draußen im Garten. Wünsche Dir, dass Dich verbliebene Brocken brav in Ruhe lassen. Die Fotos sind nichtsdestotrotz interessant, danke für's Zeigen.
Liebe Grüße
Angie
Hallo
Ich danke Euch allen für Euer Mitgefühl. Momentan probiere ich in den verschiedensten Dosierungen
die Steine, die ich mitnehmen durfte, in Uralyt U aufzulösen. Nach 36 Stunden im Reagenzglas tut sich da aber garnichts.
Die Urologie behauptet aber, das ist komplett auflösbar und zwar mit Uralyt-U.
Weiss jemand wie das Auflösungsverfahren funktionieren soll ?
Die Theorie ist mir bekannt aber selbst der kleinste Steinbrocken zeigt nach 36 Stunden keinerlei Reaktion
im Reagenzglas. Mache ich hier evtl. einen Denkfehler ? Ich habe nicht nur Uralyt pur angerührt, sondern auch mit der
dazugehörigen Restflüssigkeit. ;)
Mila , weisst Du was in dem Uralayt den Harnsäurespiegel senkt? Wie funktioniert diese Kombination ?
Für eine Stellungnahme wäre ich Allen die sich mit diesem Thema auskennen sehr dankbar.
Herzliche Grüße
Horst-Dieter
Hallo Horst-Dieter,
Uralyt-U senkt nicht den Serum-Harnsäurespiegel, sondern "neutralisiert" die Harnsäure im Urin durch simple ph-Verschiebung ( Alkalisierung ).
Wie so oft in der Pharmakologie ist es aber nicht der originäre Wirkstoff Kaliumnatriumhydrogencitrat, der letztlich diese ph-Verschiebung des Urins in Richtung alkalisch bewirkt, sondern weitere Metabolite=Stoffwechselprodukte ( diverse alkalische Citrate ), die den Urin alkalisieren.
Insofern mag es durchaus sein, dass die reine Lösung von Kaliumnatriumhydrogencitrat keine auflösende Wirkung auf den Stein hat ( hast Du mal den ph der Uralyt-U-Lösung in "Deinem" Lösungsmittel gemessen? )
Es ist ein Unterschied, ob Du Uralyt-U direkt in den Harn rührst oder die Substanz erst im Körper zu den wirksamen Formen metabolisiert wird.
Letztlich, so zeigt die Erfahrung, dienen diese Substanzen auch eher dazu, die Steinbildung zu verhindern, die auflösende Wirkung auf bereits gebildete Steine ist - um es mal vorsichtig auszudrücken - eher "mäßig".
Ähnlich gut wie die Wirkung von Abflussreinigungs-Gels in vertsopften Abwasserrohren ;)
Übriegns...war es wirklich "Ultraschallbeschuss" ???
Ich denke, das es eher "Stoßwellen" gewesen sein dürften, es handelt sich dabei um "Druckwellen", mit Ultraschall hat das wenig zu tun. http://de.wikipedia.org/wiki/ESWL#Extrakorporale_Sto.C3.9Fwellenlithotripsie_.28ESWL.29
Die Harnsteinbildung ist übriegns ein in ihrer Komplexheit noch lange nicht vollständig verstandenes Geschehen und viel schwieriger, als sich das ein Chemiker evtl. vorstellt ( Übersättigte Lösung , richtiger ph => Zack! Kristallisation! -....und umgekehert ) ;D Nicht böse sein, der Peter macht nur Spass
Es ist vielmehr so, dass dabei unendlich viele Faktoren eine Rolle spielen, z.B. Flussgeschwindigkeit, Proteine, die Oberfläche des den Harntrakt auskleidenden Urothels, auch "steinprotektive" Substanzen wurden identifiziert.
Letztlich ist eben auch nicht 100%ig klar, warum es eben Steinbildner gibt und andere Menschen, die niemals Harnsteine bilden. In den 80er-Jahren hat man oftmals sehr umfangreiche Stoffwechselanalysen bei Steinbildnern durchgeführt und dieses Verfahren weitestgehend ( bis auf einige spezielle Stoffwechselerkrankungen ) wieder verlassen, weil doch oftmals letztlich "nichts Gescheites" dabei herauskam. Ebenso gelten frühere ( und häufig noch propagierte ) allgmeine und zunächst ja auch ganz logisch klingende Diätratschläge ( Bei Calciumsteinen keine Milchprodukte etc. ) so pauschal nicht mehr, tatsächlich kann sogar eine Ca-arme Ernährung Calciumsteine fördern.
Das Einzige, was letztlich allgemein empfohlen wird, ist ein reichlicher Flüssigkeitsdurchsatz, obgleich auch das u.U. nicht die reine Wahrheit sein muss, da auch steinprotektive Substanzen verdünnt werden.
Fazit: Nicht Genaues weiss man leider immer noch nicht und deshlab hat man sich in den letzten Jahren eher darauf konzentriert, möglich wenig invasiv Steine zu behandeln.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Es war natürlich eine Stoßwellentherapie ( ESWL).
Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
4000 Gesamtimpulse, jeweils 1000 "Schuss" in steigender Intensität. Stufe 3 und 4 waren ziemlich heftig.
Stufe 4 war nur mit einer Schmerzinfusion auszuhalten.
Übrigens: Ich habe kein Problem damit hier ganz offen über dieses Thema zu berichten, da ich mir vorstellen kann
wieviel hundert Menschen sich mit diesen Problemen, still vor sich hinleidend, tagtäglich herumquälen.
Wenn man es einmal erlebt hat , wie Kleiderschränke von gestandenen Mannsbildern winselnd am Becken stehen
kann man nur erahnen was für Schmerzen hier tagtäglich ertragen werden müssen.
Danke für Deine Stellungnahme
Gruß
Horst-Dieter