An alle mechanisch Versierten...
eine Frage: ich muss in einem Binokulartubus Schrauben lösen (aus Gründen, die nichts zur Sache tun). Aber diese feinen Schrauben sitzen fest und wollen nicht heraus, sie sehen auch schon angerostet aus, zumindest der Kopf, und sie sind es wahrscheinlich auch.
Ich vermute, dass für jeden einigermaßen vernünftigen Mikroskopiker die Idee von Kriechöl, d.h. "Silikonspray" oder "WD 40", das sind die beiden Sprays. die ich im Moment zur Hand hab, dass diese Idee angstschweisstreibend ist (wg Verdunstungen und Beschlag etc.).
Wenn nicht das, was dann? Wenn aber doch so eine Art Kriechöl, welches ist das allerallerbeste?
Ich wäre für die Lösung dieses meines Vorweihnachtsrätsels ergebenst weihnachtlich dankbar!
wm
Hallo,
du sollst ja auch nicht den ganzen Tubus mit dem Zeugs einnebeln, sondern nur ein Tröpchen auf den festsitzenden Schraubenkopf tupfen und eine Zeit einwirken lassen, bis es durchgezogen ist.
Wenn die Schraube fest sitzt, sollte der die Schraubenzieherklinge auch die Breite des Schraubenkopfes habe und vorne nicht zu spitz angeschliffen sein.
Aber nicht zu viel Gewalt anwenden, sondern lieber noch etwas Nachtupfen und einwirken lassen.
Hallo Willi,
Bitte um Gottes Willen nichts mit WD 40 oder ähnlichem einnebeln.
In schwierigen Fällen gib einen Tropfen Bremsflüssigkeit mit einer Nadel
oder einem Zahnstocher auf den Schraubenkopf und lass es ein paar Stunden
einwirken, das wirkt garantiert. Ballistol Waffenöl geht auch!
Bedenke aber: weniger ist mehr !
Ansonsten befolge unbedingt die Tips von Bernd
Viele Grüße
Horst-Dieter
Hallo!
Ein mir bekannter Mikroskoptechniker verwendet eigentlich immer WD 40. Der "Wirkstoff" an sich kann also nicht verkehrt sein. Das Problem ist die große "Sprühpulle", die zu grenzenlosen Überdosierung verführt. Das Geheminis ist - wie schon von Horst-Dieter erwähnt - nichts einzunebeln, sondern ein winziges Tröpfen gezielt zu applizieren.
Dazu vorsichtig etwas WD 40 in ein kleines Döschen etc. sprühen, mit einer Spritze 1/2 ml etc. aufziehen und mit einer Kanüle vorsichtig in kleiner Menge ( 1 Tröpfchen! ) an den gewünschten Wirkort bringen.
Herzliche Grüße
Peter
Im Grunde genommen geht es mehr um die Methode, nämlich nicht Sprühen, sondern vorsichtig ein Korrionslösungsmittel auftragen.
Alternativ kann man vorsichtig mit Kältespray versuchen, ob die unterschiedliche Wärmeausdehnung nicht zum gwünschten Ziel führt.
Werner Jülich
Zur Erinnerung: die erwähnte Bremsflüssigkeit frisst auch gerne den Lack, also vorsichtig anwenden und nicht tropfen...
Kontakt 60 wäre noch eine Idee, gibts in jedem Elektronik Shop und ist ein guter Oxidlöser:
http://www.crcind.com/csp/web/ProdDisp.csp?lng=4&country=GE&product=KONTAKT%2060&brand=KOC
Bei sehr kleinen Schrauben braucht es schon sehr gut Kriech-Wirkung, damit der Oxidlöser überhaupt sein Ziel erreicht. Lässt sich der Teil mit den Schrauben ausbauen und einlegen?
Gruss,
Stefan
Das ganze Teil in ein WD40- oder Kontakt 60 -Bad einzulegen dürfte von Fall zu Fall auch schwierig werden, insbesondere, wenn die Optik noch eingebaut ist.
Deswegen sprühe ich etwas von dem WD40 in ein Näpchen und hole mir von dort das Tröpchen mit dem kleinen Tuschpinsel, um ihn auf die Bohrung oder den Spalt der Verschraubung aufzutragen.
Wenn es "nur" verschraubt wurde, läßt sich die Schraube normalerweise nach kurzer Einwirkzeit schon lösen,
aber wenn bei der Montage mit Sicherungslack gearbeitet wurde, das Spiel kenne ich immer von den Inkos, bedarf es einer längeren Einwirkzeit und vor allem gutes formschlüssiges Werkzeug beim Lösen.
Und vor dem Wiederzusammenbau das Säubern mit Waschbenzin nicht vergessen, damit das WD40 nicht da hinwandert, wo es evtl. noch Schaden anrichten kann!
Viele Grüße
Bernd
Neben Kälte hat sich auch Wärme in einigen Fällen bewährt.
Z.B. ein kleiner Lötkolben mit 10 -30 W und einer dünnen schlanken Spitze ( kann man zur Not selber machen) und damit nur den Schraubenkopf anwärmen. (gut handwarm in der Umgebung ) Natürlich nicht stundenlang damit herumbruzzeln.Es geht auch dabei nur darum, die anfangs unterschiedliche Ausdehnung zwischen Schraube und Gehäuse auszunutzen. Ein mit Petroleum oder WD 40 befeuchteter Zahnstocher reicht dann meist. Selten muß die Prozedur wiederholt werden
Viele Grüße und viel Erfolg! K.D.
Hallo liebe Mikrofreunde,
bei WD40 handelt es sich um ein Multifunktionsöl
und somit nicht der ideale Rostlöser, obwohl in den meisten
Fällen ausreichend.
Ein richtiger "Kracher" ist folgendes Produkt.
http://www.weicon.com/de/produkte/technische-sprays/loesen-und-trennen/rost-schock.php
Und wie man an den Anwendungsbeispielen sieht,
genau das richtige für filigrane Arbeiten am Mikroskop ;D
Viele Grüße und
schöne Weihnachten
Siggi
Ob das eine Schnellmethode wäre, den 2K-Kleber bei delaminierten Linsen zu lösen? 8)
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7830.0
Hallo Mikrobastler,
bitte auf keinen Fall für irgendetwas am Mikroskop Bremsflüssigkeit verwenden : Es gibt keinen Lack auf dieser Welt, der dagegen beständig ist, und von allen Kunststoffen auch nur Polypropylen und Polyamid !
Frohe Weihnachten wünscht
Christoph
An alle Ratgeber und Helfer,
es hat leider nichts geholfen: die beiden Schrauben haben sich trotz WD40 und trotz 'Silikonspray' (was immer das sein mag) nicht lösen lassen. Noch mehr Zeit will ich in das Teil nicht investieren -> zurück zum Absender, der glücklicherweise paypal angeboten hat. Das Ganze war übrigens ein Transportschaden, wie hier in letzter Zeit ausführlich diskutiert. Allerdings war die Verpackung mustergültig, nur der Transport offensichtlich exemplarisch brutal.
Vielen Dank nochmal
w.m.
Um keinen neuen Post zu eröffnen, frage ich hier.
Ich stehe gerade vor genau diesem Problem, 16 Jahre Später :-\
Also WD40, eventuell mit nadel und Kanüle auftropfen? Bei mir geht es um den tausch eines Revolveemoduls. Könnte das auch geklebt sein?
Ok Update: ich habe eine Pipette benutzt und vorsichtig etwas davon gezielt auf die Fassungen zu bringen. Jetzt bete ich und hoffe dass es funktioniert
Hallo Samuel,
ich gehe davon aus, daß bei dir nichts festgerostet ist, sondern daß die Schrauben eventuell mit Sicherungslack ("Loctite) verklebt sind.
Wichtig ist hier exakt passendes Werkzeug mit guter Kraftübertragung. Keine Angst, wenn's beim Lösen "knack" macht, dann reisst die Klebeschicht.
Was zu richtigen Problemen führen kann, sind Stahl- oder Messingschrauben in Aluminium plus Feuchtigkeit oder gar Salzwasser. Dann hast ein galvanisches Element, das Aluminium zersetzt sich und quillt auf. Das ist der GAU.
Hallo Samuel,
Mal eine Frage: Warum willst Du diese Schrauben lösen?
Wenn Zeiss Sicherungslack benutzt, dann meist aus gutem Grund. Das sind oft Schrauben, die man besser nicht löst.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Hugo Halfmann in April 04, 2026, 09:05:07 VORMITTAGHallo Samuel,
ich gehe davon aus, daß bei dir nichts festgerostet ist, sondern daß die Schrauben eventuell mit Sicherungslack ("Loctite) verklebt sind.
Wichtig ist hier exakt passendes Werkzeug mit guter Kraftübertragung. Keine Angst, wenn's beim Lösen "knack" macht, dann reisst die Klebeschicht.
Was zu richtigen Problemen führen kann, sind Stahl- oder Messingschrauben in Aluminium plus Feuchtigkeit oder gar Salzwasser. Dann hast ein galvanisches Element, das Aluminium zersetzt sich und quillt auf. Das ist der GAU.
Also doch ein kleber, kann ich da noch was machen? Werkzeug habe ich extra gekauft. Mein schlimmster Alptraum ist dass ich was kaputt mache.
Grüß´ Dich Samuel,
das Thema WD40 habe ich hier im Forum schon oft behandelt
.Aber wann und wo weiß ich als Grufti (86) nicht mehr.
Ich schließe mich der Meinung von Siggi an:
"" nicht der ideale Rostlöser""
WD40 ist in erster Linie ein Konservierungsmittel
Zum Lösen benutze ich immer "Caramba" (Molybdänsulfid?),
Auch Ballisto ist gut.
Wichtig ist eine lange Einwirkzeit, 1-2 h.
Gruß vom "Inschenör" Peter W
Zitat von: Wutsdorff Peter in April 04, 2026, 10:35:25 VORMITTAGGrüß´ Dich Samuel,
das Thema WD40 habe ich hier im Forum schon oft behandelt
.Aber wann und wo weiß ich als Grufti (86) nicht mehr.
Ich schließe mich der Meinung von Siggi an:
"" nicht der ideale Rostlöser""
WD40 ist in erster Linie ein Konservierungsmittel
Zum Lösen benutze ich immer "Caramba" (Molybdänsulfid?),
Auch Ballisto ist gut.
Wichtig ist eine lange Einwirkzeit, 1-2 h.
Gruß vom "Inschenör" Peter W
Danke, es hat funktioniert ;D
2 Stunden einwirken lassen und dann - ein knacken und die schrauben sind locker gewesen. Dienstag oder mittwoch wird das Dik Modul montiert.
Gott sei Dank wurde ich von dem Knacken gewarnt, sonst wäre mir das Herz stehengeblieben
Zitat von: Aljoscha in April 04, 2026, 09:20:16 VORMITTAGHallo Samuel,
Mal eine Frage: Warum willst Du diese Schrauben lösen?
Wenn Zeiss Sicherungslack benutzt, dann meist aus gutem Grund. Das sind oft Schrauben, die man besser nicht löst.
Viele Grüße
Alexander
Weil mein Revolver keine Dik Einschübe hat. Ich habe einen Gefunden, laut Anleitung (nummer stimmt exakt überein) der für Dik ist und explizit für mein Axioplan 2 imager.
Ja, du hast aber vollkommen recht, in der Anleitung steht, dass das modul nur von Zeiss getauscht werden sollte. Dummerweise habe ich keine Wahl, es gibt keinen Support mehr und das Stativ hat ohne alles 30 kg. Ausserdem hätte ich es nur sehr ungern versendet. Ich kenne die Post leider, hatte schon mal ein Packet mit REIFENSPUREN!!! Drauf. Natürlich war der inhalt kaputt.
Ich muss es leider riskieren auch wenn ich kein gutes gefühl habe. Der Revolver ist das letzte teil das fehlt. Kondensor mit Prisma kommt auch Dienstag, die ersten Objektive die geeignet sind habe ich schon, genau wie Polarisator und Analysator. Des ersten Schieber habe ich auch schon gefunden.
Ich bin soo nahe dran, jetzt kann ich nicht aufgeben. Und es ist ein Komplettes modul dass mit 4 Schrauben befestigt wird, das muss ja zu schaffen sein oder? Zumindest bete ich (und das heißt was, ich bin Atheist ;) ) dass es so ist.
Hallo erstmal,
noch einen alten Schraubertrick hinterher:
Genau passendenes Werkzeug fest aufsetzen, etwas Kraft in Richtung "lose" einsetzen und dann mit einm kleinen Hammer einen losen Schlag auf das Werkzeugheft setzen (Prinzip Schlagschrauber) hilft in 99% aller Fälle; da löst sich sogar Loctite.
Grüße
Wolfgang
Hersteller sichern Schrauben, an denen Hobby-Schrauber nichts verloren haben, z.B. solche, die die exakte Justierung bestimmter Bauteile sicher stellen, oft mit Schraubensicherungs-Compounds (ein Handelsname ist Loctite). Diese gibts in mehreren Festigkeitsstufen. Die stärkste kriegt man kaum jemals wieder gelöst.
Zitat von: jochen53 in April 04, 2026, 12:32:40 NACHMITTAGSHersteller sichern Schrauben, an denen Hobby-Schrauber nichts verloren haben, z.B. solche, die die exakte Justierung bestimmter Bauteile sicher stellen, oft mit Schraubensicherungs-Compounds (ein Handelsname ist Loctite). Diese gibts in mehreren Festigkeitsstufen. Die stärkste kriegt man kaum jemals wieder gelöst.
Das habe ich auch gelesen. Angeblich sind es drei Verschiedene. Aber nachdem ein tropfen WD40 drauf war, hat es nicht mal viel kraft erfordert sie zu lockern. Ging beim ersten ruck. Ich bin etwas besorgt, wegen der zentrierung. Aber zumindest nach dem lockern der Schrauben hat sich nichts verändert. Abnehmen tue ich ihn erst wenn der neue da ist. Abheben, stecker lösen, neuen plan aufsetzen und über kreuz festziehen.
Theoretisch sollte das machbar sein.Es gibt auch keine Zentrierschrauben. Ich denke diese Module sind ab Werk vorzentriert. Leider habe ich niemanden gefunden der das bei diesem Mikroskop schon gemacht hat. Habe einen Tread eröffnet, aber keine Antwort erhalten. Die Informationen die ich habe, habe ich durch Bilder und maße selber recherchiert.
Hallo Samuel,
Du musst die Achse der eingerasteten Objektivöffnung in Übereinstimmung mit der optischen Achse des Mikroskopes bringen. Wenn die Tubusfassung nicht auch schon verändert wurde, ist die optische Achse mit der Mitte des Gesichtsfeldes im Okular identisch. Hast Du denn einen Fotoport an Deinem Tubus, den Du auf 100% stellen kannst? Dann ist der zu bevorzugen, da er die geringst Anzahl optischer Elemente hat. Andererseits bietet der dann bei den Axios wieder mechanische Probleme, wenn man ein Okular/Hilfsmikroskop adaptieren will.
Hast Du ein Hilfsmikroskop oder besser noch einen Optovar?
Zitat von: Jürgen Boschert in April 04, 2026, 16:05:46 NACHMITTAGSHallo Samuel,
Du musst die Achse der eingerasteten Objektivöffnung in Übereinstimmung mit der optischen Achse des Mikroskopes bringen. Wenn die Tubusfassung nicht auch schon verändert wurde, ist die optische Achse mit der Mitte des Gesichtsfeldes im Okular identisch. Hast Du denn einen Fotoport an Deinem Tubus, den Du auf 100% stellen kannst? Dann ist der zu bevorzugen, da er die geringst Anzahl optischer Elemente hat. Andererseits bietet der dann bei den Axios wieder mechanische Probleme, wenn man ein Okular/Hilfsmikroskop adaptieren will.
Hast Du ein Hilfsmikroskop oder besser noch einen Optovar?
Fototubus ja, aber keine kamera, eine Canon wird adaptiert, ich lade noch bilder hoch moment
@Jürgen
Du meinst mit den 4 schrauben? Muss das eingestellt werden
Hallo Samuel,
ich denke, ja. Das sind doch die 4 Schrauben mit denen der Revolverkopf am Stativ festgeschraubt ist. Die werden ja etwas Spiel haben, sodass man den Kopf in Horizontale etwas ausrichten kann. Daher auch die Frage: Hast Du ein Optovar im Filterkarussell?
Zitat von: Jürgen Boschert in April 04, 2026, 17:54:19 NACHMITTAGSHallo Samuel,
ich denke, ja. Das sind doch die 4 Schrauben mit denen der Revolverkopf am Stativ festgeschraubt ist. Die werden ja etwas Spiel haben, sodass man den Kopf in Horizontale etwas ausrichten kann. Daher auch die Frage: Hast Du ein Optovar im Filterkarussell?
Leider nein, aber damit ergibt die Anleitung endlich Sinn. Ich habe das gelesen und gedacht "was soll da von zeiss anders gemacht werden". Hast du (hoffe du passt) eine idee wie ich das machen könnte?
Zählkammer fokusieren? So eine habe ich
Hallo Samuel,
Es ist ja jetzt schon passiert, aber der einfache Weg einen Revolver zu tauschen ist die eine Schraube mittig im Revolver selbst. Den kann man nach Lösen dieser Schraube abnehmen und den neuen montieren. Man muss nur auf die vielen kleinen Kugeln im Lager aufpassen.
Dir bleibt nun nicht viel mehr als den neuen Revolver so gut es eben geht in Position zu bringen.
Viele Grüße
Alexander
Hallo Samuel,
hast Du ein Phasenteleskop ("Hilfsmikroskop")?
Ich hoffe, Du hast bisher nicht im Bereich des Spiegelkastens mit der Leuchtfeldblende geschraubt.
Zitat von: Jürgen Boschert in April 04, 2026, 19:36:24 NACHMITTAGSHallo Samuel,
hast Du ein Phasenteleskop ("Hilfsmikroskop")?
Ich hoffe, Du hast bisher nicht im Bereich des Spiegelkastens mit der Leuchtfeldblende geschraubt.
Nein. Ich würde ja gerne sagen "hältst du mich für so blöd" aber beim Axiolab habe ich es getan :-X mit entsprechenden konsequenzen. Ich habe daraus gelernt sehr vorsichtig zu sein, was schrauben am Mikroskop betrifft. Ich musste unten schon ran um den Z Trieb zum laufen zu bekommen, aber unter der abdeckplatte habe ich nur schrauben festgezogen. Hat funktioniert, zu dem Zeitpunkt hatte ich nichts zu verlieren. Ich hatte nie ein passendes Einstellteleskop, nur eins für alte modelle, das habe ich einem Mitglied dieses Forums geschenkt.
Den phasenkontrast kann ich mittlerweile so zentrieren.
Hallo Samuel,
dann bekommen wir das hin! Du brauchst aber unbedingt ein Hilfsmikroskop. Kannst Du Dir evtl. ein passendes leihen? Wenn Du kaufst, gib dafür aber bitte nicht mehr als ~150.-€ aus (ich schreibe das nur, weil da in der Bucht gerade welche für mehrere Cento-Euro stehen. Man kann auch eines für 23,2mm Tuben mit entsprechender Adapterhülse verwenden. Ist dann halt eine Schnittstelle mehr und dementsprechend etwas ungenauer.
Noch eine Frage: Welche zum Mikroskop passenden Kondensoren hast Du? Gut wäre, wenn Du einen hättest, der auch eine niedrige Apertur anbietet (indem man z.B. die Frontlinse abschraubt/wegklappt).
Eine Zentrierhilfe hast Du auf jeden Fall schon: Dein 10-er Phako!
Hallo Samuel,
Ein Einstellfernrohr 23,2 mm mit Adapterhülse für 30 mm könnte ich ausleihen.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Jürgen Boschert in April 05, 2026, 18:33:20 NACHMITTAGSHallo Samuel,
dann bekommen wir das hin! Du brauchst aber unbedingt ein Hilfsmikroskop. Kannst Du Dir evtl. ein passendes leihen? Wenn Du kaufst, gib dafür aber bitte nicht mehr als ~150.-€ aus (ich schreibe das nur, weil da in der Bucht gerade welche für mehrere Cento-Euro stehen. Man kann auch eines für 23,2mm Tuben mit entsprechender Adapterhülse verwenden. Ist dann halt eine Schnittstelle mehr und dementsprechend etwas ungenauer.
Noch eine Frage: Welche zum Mikroskop passenden Kondensoren hast Du? Gut wäre, wenn Du einen hättest, der auch eine niedrige Apertur anbietet (indem man z.B. die Frontlinse abschraubt/wegklappt).
Eine Zentrierhilfe hast Du auf jeden Fall schon: Dein 10-er Phako!
Nun, ich habe den Kondensor vom Axiolab den ich noch am Axioplan verwende. Bis Mittwoch, da kommt der Dik Kondensor, 0,8. Ich habe auch noch Jena und West, aber die passen natürlich nicht.
Ich schau mal wegen Einstellteleskop, wozu wäre das denn? Also über die 4 Schrauben ist die Zentrierung möglich, aber einstellen wäre schwer, um ranzukommen muss der Trinotubus abgenommen werden. Das würde bedeuten nach jedwer änderung muss er rauf und bei bedarf nachzentriert werden.
Zitat von: Aljoscha in April 05, 2026, 18:57:39 NACHMITTAGSHallo Samuel,
Ein Einstellfernrohr 23,2 mm mit Adapterhülse für 30 mm könnte ich ausleihen.
Viele Grüße
Alexander
Dankeschön. Im Notfall würde ich eventuell darauf zurück kommen. Versand ginge dann selbstverständlich auf mich. Danke nochmal für das Acrididinorange, mit dem komme ich jahre aus :)
Zitat von: Aljoscha in April 04, 2026, 19:02:34 NACHMITTAGSHallo Samuel,
Es ist ja jetzt schon passiert, aber der einfache Weg einen Revolver zu tauschen ist die eine Schraube mittig im Revolver selbst. Den kann man nach Lösen dieser Schraube abnehmen und den neuen montieren. Man muss nur auf die vielen kleinen Kugeln im Lager aufpassen.
Alexander
In diesem Fall glaube ich eher nicht, ich denke hier ist tatsächlich der Tausch des Moduls vorgesehen. Ich habe wirkich gesucht und nur ganze Module gefunden. Der Revolver hat nicht mal eine Nummwer, die sitzt direkt am Modul.
Hallo Samuel,
Einstellteleskop (=Hilfsmikroskop, Zentrierteleskop, Einstellfernrohr, Phako-Okular): Das dient dazu, die hintere Brennebene des Objektives zu vergrößert betrachten; die sieht man zwar auch, wenn man einfach das Okular herausnimmt und so in den Tubus schaut, aber eben winzig klein, sodass man keine Details erkennen kann. Zudem kann man damit auch "durchfokussieren" auf andere Ebenen innerhalb des Strahlenganges. Noch kurz zum angedachten vorgehen damit: Im Mikroskop gibt es Luken (Blenden) und Pupillen (Brennpunkte). Für eine gute Zentrierung sollten die Pupillen alle zentriert entlang einer Achse verlaufen. Die Pupillen selbst kann man aber nicht entlang des ganzen Strahlenganges sichtbar machen; da sie aber jeweils im Mittelpunkt assoziierter Luken liegen, geht man eben über diese; denn die kann man ja sehen, eben mit dem Hilfsmikroskop. Das ganze geht dann nach dem Prinzip konzentrischer Ringe. Zumindest früher -heute gibt es da möglicherwiese andere digitale Möglichkeiten- gab es zur Montage im Werk zum einen Zentrierteleskope mit exakt zentriertem Fadenkreuz und Zentrierobjektive meist 10-facher Vergrößerung mit einem ebensolchen Kreuz. Man musste bei der Justage dann einfach nur die Mittelpunkte zur Deckung bringen. Solche Zentrierhilfen sind mir über gut 20 Jahre nicht einmal als käuflich über den Weg gekommen. Einen gewissen Ersatz für das Zentrierobjektiv findet man in einem Ph-Objektiv.
Zum eigentlichen Zentriervorgang, wie ich ihn mir in Deinem konkreten Fall vorstelle: Du montierst den neuen Revolver, ziehst aber die vier Schrauben gerade nur soweit an, dass das Modul zwar vollständig am Stativ anliegt, sich aber mit leichten Druck immer noch verschieben lässt.
Zitat von: SamuelReicher in April 05, 2026, 19:17:18 NACHMITTAGSEs Ich habe wirkich gesucht und nur ganze Module gefunden. Der Revolver hat nicht mal eine Nummwer, die sitzt direkt am Modul.
Hallo Samuel,
Der Revolver ist kein Teil mit Zeiss-Nummer. Die haben tatsächlich nur die kompletten Module geführt. Trotzdem ist es der einfache Weg, nur den Revolver zu tauschen. Die Zentrierung bleibt dabei erhalten. Es gibt mehrere Threads dazu im Forum.
Viele Grüße
Alexander
Danke für die Hilfe :)
Ich werde es mal versuchen, spätestens Mittwoch ist er da. Wenn es gar nicht klappt, werde ich mir ein Einstelltelekop besorgen müssen.
Ich werde ihn locker anschrauben und etwas fokusieren, wenn das bild springt beim wechsel des Objektivs, muss ich nachjustieren.
Sollte ich es wirklich gar nicht hinbekommen, naja ich habe einen Servicetechniker der immer wieder aufträge in der Steiermark hat, er hatte auch angeboten sich den Z Trieb anzuschauen, den konnte ich aber wieder instand setzen.
Aber alleine die Kommentare waren sehr hilfreich, jetzt weiß ich womit ich rechnen muss. :D
Das mit dem Nur Revolver tauschen, wusste ich nicht. Wäre vermutlich viel billiger gewesen, das Modul hat alles zusammen an die 500 Euro verschlungen. Also 50 Prozent von dem was ich für das komplette Stativ ausgegeben hatte.
Wie teuer mich alles was ich habe insgesamt gekommen ist, will ich gar nicht addieren ;) und ich bin ja noch nicht fertig. Neofluar 63 ph3 und 40 ph2 fehlen. Dazu auch die Schieber.
Aber eins nach dem anderen 8)
Hallo Samuel,
springen wird das Bild bei Objektivwechsel nicht. Es geht darum, dass optisches Zentrum des Objektives und der Okulare übereinanderliegen, sonst gibt es alle möglichen Abbildungsfehler, Verzerrungen.
Hallo Samuel,
ZitatWie teuer mich alles was ich habe insgesamt gekommen ist, will ich gar nicht addieren
Das habe ich beim Überfliegen Deiner Posts auch schon oft gedacht... 8)
Meine Erfahrung war schon vor vielen Jahren, dass es trotz Ebay etc. eigentlich immer deutlich teuerer ist, sich auf der Basis eines Stativs durch Einzelkäufe der Komponenten ein DIK-Mikroskop zusammenzustellen als es direkt weitestgehend komplett zu erwerben. Vor allem, wenn das Stativ nicht einmal die Grundvoraussetzungen dazu mitbringt und so "nackt" ist wie Dein Axioplan 2.
Dass der Kauf d i e s e s Stativs ein Kauf nach dem Xavier-Naidoo-Prinzip ("Dieser Weg wird kein leichter sein") ist, war von Anfang an klar. Andererseits ist hier wohl auch ein wenig der Weg das Ziel und dümmer wirst Du dabei auch nicht, letztlich hast Du viel über die Technik von Mikroskopen und die Eigenarten "moderner" Mikroskopkonzeption gelernt. Und wenn am Ende (hoffentlich) doch ein komplettes, brauchbares und nicht "verabsteltes" DIK/Fluoreszenz-Mikroskop dabei herauskommt, ist ja alles gut.
Ich selbst habe vor Jahren auch einmal ein Axioskop mit DIK ausgestattet, allerdings hatte ich schon die gesamte Optik, Schieber, Kondensor etc. hier liegen. Es fehlte nur der Revolver mit Schieberschlitzen. Beim Axioskop ist ein solcher Tausch überhaupt nicht vorgesehen, auch nicht "modulweise". Ich habe mir seinerzeit auch einen einzelnen Revolver (also wirklich nur die Scheibe mit den Augen) besorgt und nur diese getauscht, allerdings zuvor im Forum nachgefragt, ob das überhaupt geht.
Mein Rat wäre allerdings, in Zukunft immer v o r dem Kauf und v o r irgendwelchen Umbauten im Forum zu fragen. Wie Du siehst, hätte es ja hier auch einen einfacheren und sichereren Weg gegeben. Ich frage eigentlich immer v o r solchen Maßnahmen im Forum.
Ich bin jedenfalls gespannt auf das Endergebnis Deines Mikroskop-Puzzles und hoffe, dass Du hernach wirklich ein tolles Axioplan hast.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Jürgen Boschert in April 05, 2026, 21:17:14 NACHMITTAGSHallo Samuel,
springen wird das Bild bei Objektivwechsel nicht. Es geht darum, dass optisches Zentrum des Objektives und der Okulare übereinanderliegen
Also leuchtfeldblende und kondensorblende schließen und sie sollten übereinander genau in der mitte des objektivs liegen? Habe ich eine vergessen?
Hallo Samuel,
So einfach ist es leider nicht. Die optische Achse, (Objektive und Okulare) muss sauber zentriert sein.
Viele Grüße
Alexander
Zitat von: Peter V. in April 05, 2026, 21:27:56 NACHMITTAGSHallo Samuel,
ZitatWie teuer mich alles was ich habe insgesamt gekommen ist, will ich gar nicht addieren
Das habe ich beim Überfliegen Deiner Posts auch schon oft gedacht... 8)
Meine Erfahrung war schon vor vielen Jahren, dass es trotz Ebay etc. eigentlich immer deutlich teuerer ist, sich auf der Basis eines Stativs durch Einzelkäufe der Komponenten ein DIK-Mikroskop zusammenzustellen als es direkt weitestgehend komplett zu erwerben. Vor allem, wenn das Stativ nicht einmal die Grundvoraussetzungen dazu mitbringt und so "nackt" ist wie Dein Axioplan 2.
Dass der Kauf d i e s e s Stativs ein Kauf nach dem Xavier-Naidoo-Prinzip ("Dieser Weg wird kein leichter sein") ist, war von Anfang an klar. Andererseits ist hier wohl auch ein wenig der Weg das Ziel und dümmer wirst Du dabei auch nicht, letztlich hast Du viel über die Technik von Mikroskopen und die Eigenarten "moderner" Mikroskopkonzeption gelernt. Und wenn am Ende (hoffentlich) doch ein komplettes, brauchbares und nicht "verabsteltes" DIK/Fluoreszenz-Mikroskop dabei herauskommt, ist ja alles gut.
8
Nun ja, ein komplettkauf hätte an die 7000 Euro auf einmal gekostet. Eines gab/gibt es hier im Basar, von Peter V. Ein Traumgerät. Aber dazu hätte ich mein Sparkonto plündern müssen. So konnte ich alle Ausgaben von meinem Lohn direkt zahlen, weil sie über 4 Monate verteilt waren. Mein Ziel ist ja nicht nur Dik, ich will ein Gerät dass HF, DF, Flurezenz, Dik, Phako, Schrägbeleuchtung und wenn möglich Auflicht beherrscht, wobei ich dazu nur einen Leeren Filterwürfel benötige da ich den Teilerspiegel habe. Epi objektive kaufe ich aber keine. Schrägbeleuchtung habe ich jetzt reproduzierbar hinbekommen.
Dazu zumindest Neofluarobjektive. Wobei ich da dran bin. 3 Fehlen noch.
Ich sehe es als Investition. Der Kurs für die Studienberechtigungsprüfung startet im September. Und Mikrobiologie oder Biologie/Gewässerökologie sind sehr interessant ;D
Beim Kauf des Axioplan 2 bin ich einer fehleinschätzung erlegen. Irgendwo auf Reddit hatte wer geschrieben die Schieber gehen auch in den Spalt im Revolver (in den eigentlich die Lamdaschieber gehören) dass das nicht geht wurde mir schnell klar als ich begonnen habe Dik zu planen und mich näher einzulesen :'(
Dankeschön ;D
Es war tatsächlich keinerlei Zentrierung notwendig. Der Tausch hat 5 Minuten gedauert. Sogar der Phasenkontrast war nach einschrauben der Objektive noch perfekt.
Mein Schatz ist jetzt Dik fähig 8)
Danke, Danke, Danke. Für die Hilfe und auch für die tollen Angebote ;D
Und, es hatte einen Nebeneffekt. Der Z-Trieb läuft jetzt viel besser. Ich habe vorher keinen feintrieb gebraucht. Ich dachte das wäre normal. Jetzt geht es anscheinend normal.
Hallo Samuel,
na dann herzliche Gratulation. Dann kanns ja weitergehen.
Zitat von: Jürgen Boschert in April 07, 2026, 20:41:23 NACHMITTAGSHallo Samuel,
na dann herzliche Gratulation. Dann kanns ja weitergehen.
Danke, bin aber auf der Zielgeraden. 2 Schieber für 20 und 40 sind geplant und das 63 objektiv.
Dann mal eine pause (unfreiwillig) aber wenn ich noch mehr anschaffe, schmeißt meine Frau mich aus dem Bett. Und ich will nicht auf der Couch schlafen ;)
Vielleicht kannst Du Dir ja mal ein Foto eines anderen Forumsteilnehmers leihen und Deiner Frau zeigen. Ich muss auch mal ein Bild meines Gruschtladens einstellen; ein Axioplan fehlt da noch ;D. Nein, ich bleibe beim Endlichsystem, habe einfach schon zu viel davon. Aber für Kinder (bei mir sind es inzwischen die Enkel) ist das immer sehr spannend.