Hallo,
Ich habe shcon viel gesucht aber nichts Gefunden.
Also, woher bekomme ich lebende Mikroorganismen am besten wären begeißelte einzeller oder auch Amöben.
Tote Zellen der Mundschleimhaut habe ich schon beobachtet naja, da sie tot sind gibts da nicht viel zu sehen.
Und ich habe auch einen Tropfen Wasser aus einer Blumenwase probiert, da waren auch nur Staubkörner.
Die Heuaufgussmethode kenne ich aber die dauert 4 wochen.
Reicht mein Mikroskop eigentlich?
Ich habe das Biolux von bresser: http://www.smdv.de/products/47037/Mikroskop-Set-40x-1024x-Mit-Pc-Okular.html?WT.mc_id=googlebase&utm_source=google&utm_medium=base&utm_campaign=C51759
Könnte ich es auch noch mit einem Objektiv, dass Öl benötigt erweitern? Wenn ja, woher bekomem ich eins?
Gruß
Olaf
Zitat von: crabtack in Dezember 26, 2010, 21:12:30 NACHMITTAGS
Hallo, (...) viel gesucht aber nichts gefunden. Also, woher bekomme ich lebende Mikroorganismen (...) ich habe auch einen Tropfen Wasser aus einer Blumenwase probiert, da waren auch nur Staubkörner. Die Heuaufgussmethode kenne ich aber die dauert 4 wochen.
Reicht mein Mikroskop eigentlich? Ich habe das Biolux von bresser: http://www.smdv.de/products/47037/Mikroskop-Set-40x-1024x-Mit-Pc-Okular.html?WT.mc_id=googlebase&utm_source=google&utm_medium=base&utm_campaign=C51759 Könnte ich es auch noch mit einem Objektiv, dass Öl benötigt erweitern? Wenn ja, woher bekomem ich eins?
Gruß
Olaf
Hallo Olaf!
1. Das Biolux von Bresser ist nicht so die Wucht - aber für eine Reihe von Beobachtungen sollte es reichen. Das PC-Okular kannst du allerdings knicken, jedenfalls in Sachen Auflösung und Farbwiedergabe. Du solltest deine Beobachtungen also vor allem "mit dem Auge" machen - und nicht mit diesem "PC-Okular".
Sonst siehst du nicht sehr viel.
2. Es gibt für wenig Geld (sogar schon für 100 Euro) bedeutend bessere Mikroskope (gebraucht). Bei Thilo Immel kannst du z.B. - von Zeit zu Zeit - günstig ein Leitz SM erwerben. Damit siehst du bedeutend mehr. Außerdem handelt es sich, mechanisch und optisch nicht um ein Spielzeug, sondern um ein ernsthaftes Mikroskop. Das macht dann am Ende auch mehr Spaß. Falls du einen Fachmann an der Seite hast, kannst du dir vielleicht für rund 70 Euro ein gebrauchtes und gut erhaltenes Steindorff-Mikroskop (z.B. bei Ebay) ergattern.
Wenn du wirklich Interesse am Mikroskopieren hast, würde ich an deiner Stelle etwas Besseres als das Biolux versuchen. Vielleicht schaust du mal in der Nähe bei einem Treffen von Mikroskopikern vorbei - dann siehst du, was so alles geht.
3. Wie kommst du auf vier Wochen für den Heuaufguss? Das ist - pardon - falsch.
4. Kennst du vielleicht einen Aquarianer, von dem Du Aquariumwasser, Filterschlamm, Algen und halb zerfallene Pflanzenblätter beziehen könntest? Dort findest du sicherlich eine ganze Reihe von Lebewesen, inkl. Amöben und andere Ungeheuer. ;D
Tümpelwasser ist auch nicht verkehrt, aber in dieser Jahreszeit - ähm - nicht so stark belebt.
5. Es gab hier im Forum diverse ähnliche Anfragen wie von dir schon mehrere Male. Lies doch mal dort:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7473.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=5754.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=265.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=193.0
Grüße und viel Erfolg! :)
Hallo,
erstmal danke für die Informationen.
Das mit dem Heuaufguss hatte ich in einem fischzuchtforum gefunden. ;D
Also zum biolux.
wenn ich das Okular 16x und das objektiv 40x nehme habe ich ja eine vergrößerung von 640x.
Das sit nich recht scharf.
Wenn ich nun den tubus zur Hälfte rausziehe müsste ich so bei 900-1000 sein.
Auf maximaler Vergrößerung habe ich aber so einen nervigen Hellen punkt in der mitte.
Aber fürs erste sollte es Reichen.
Problem ist halt, dass es scher sit das Biolux wieder zu verkaufen.
Ich behalte es erstmal.
Ja, das Kameraokular ist wirklich nicht so gut.
Wenn ich mir mal so durchlese was hier alles über das Biolux geschrieben wird bereue ich den Kauf.
Also sowas http://cgi.ebay.de/elektrisches-Mikroskop-Steindorff-Berlin-/190482207946?pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item2c599fd4ca
Wäre noch besser als mein Bresser?
Den Trafo würd eich als Hobbyelektroniker wieder hinkriegen, macht nicht gerade den besten eindruck.
Und ich sehe gerade, dass bei Ebay das Bresser Biolux mikroskop set für 90 euro verkauft wird.
Naja meins ist Gebraucht, dann vlt noch 70.
Aber ich lege nich eine ersatz Led aus meinen beständen Drauf. ;D
Mal gucken
Vielelicht möchte es auch hier jemand wobei ich daran zweifle.
Ich denke ich mache einen moosaufguss, wenn ich denn Moos finde.
Reicht es da einfach Wasser aus einer Blumenwase über moos zu kippen und 3 Tage zu warten?
Gruß
Olaf
Guten Abend
Aus dem naechsten Biotop zum Beispiel. Bei Algenproben, unter Steinen, in der Bodenschicht, ...
:-)
Gerhard
Hallo Gerhard,
Bei der Kälte wage ich es zu bezweifeln etwas zu Finden.
Nacht.
Wir haben die letzte Gewässeranalyse auch im November bei -2°C durchgeführt ( Gewässer "noch" nicht gefroren ). Die Schichten im Gewässer ändern sich leicht im Winter. In einer gewissen Tiefe ist die Temperatur eh Sommer wie Winter identisch.
Es wird nur für die normale Hobby-Mikroskopie umständlich sich dort Plankton zu "angeln". Man braucht einen Filter und am besten ein Boot ( oder einen langen Steg ) um auch dorthin zu kommen wo die Gewässertiefe vorhanden ist.
Dann heisst es angeln und filtern.
Solange es nicht gefroren ist wird man was finden.
Für den Heuaufguss kann ich nur Naturheu empfehlen. Könnte sich lohnen mal zu schauen wo in der Umgebung Bio-Bauern sind. Die haben evtl Heu eingelagert was garantiert nicht behandelt wurde. Mit unserem Heu von der Naturwiese vor dem Haus habe ich Jahrelang meine ehemalige Schule versorgt, weil man beim Mikroskopieren soviel finden konnte.
Zitat von: crabtack in Dezember 26, 2010, 22:39:20 NACHMITTAGS
Hallo, erstmal danke für die Informationen. Das mit dem Heuaufguss hatte ich in einem fischzuchtforum gefunden. ;D
Also zum biolux. wenn ich das Okular 16x und das objektiv 40x nehme habe ich ja eine vergrößerung von 640x.
Das ist nicht recht scharf. Wenn ich nun den tubus zur Hälfte rausziehe müsste ich so bei 900-1000 sein.
Auf maximaler Vergrößerung habe ich aber so einen nervigen Hellen punkt in der mitte. (...) Problem ist halt, dass es scher sit das Biolux wieder zu verkaufen. Ich behalte es erstmal. Ja, das Kameraokular ist wirklich nicht so gut.
(...) Wäre [so ein Steindorff wie im Ebay-Angebot] noch besser als mein Bresser? (...) Ich denke ich mache einen moosaufguss, wenn ich denn Moos finde. Reicht es da einfach Wasser aus einer Blumenwase über moos zu kippen und 3 Tage zu warten?
Gruß Olaf
Jaja, die Fischzüchter... Da gibt es natürlich auch in mikrobiologischen Fragen kompetente Leute, aber das mit den "vier Wochen" ist einfach Grütze. Nach vier Wochen dürfte sogar eine gut gepflegte (= passend sparsam gefütterte) Heukultur i.d.R. sogar schon zusammengebrochen sein... *g*
Das Biolux bietet bei besten Willen keine 1000fache Vergrößerung - auch wenn das rechnerisch so erscheinen mag. Das 40er Objektiv vom Biolux dürfte mit Mühen eine Apertur von 0,4 haben (schätze ich) und kann somit also knapp bis zur 400fachen Vergrößerung arbeiten - alles darüber hinaus ist "Leervergrößerung". Das bedeutet: Die vergrößerten Objekte werden zwar "größer", aber man sieht nicht mehr, deshalb, weil die Auflösung dafür zu gering ist. Das erhaltene Bild ist beim Biolux bei 400er Vergrößerung etwas verschwommen, dunkel (ganz schlecht!), hat eine Reihe von Farbfehlern (z.B. kleine Farbsäume) und (sehr nervig) teils "doppeln" sich Strukturen. Im Endeffekt wirst du mit dem 10er Okular (bei 40er Objektiv) genauso viel und genau so "scharf" sehen wie mit dem 16er Okular des Biolux. Nunja.
Trotzdem: Für den ersten Einstieg ist das Biolux eigentlich nicht so übel - da gibt es jedenfalls Schlimmeres. Man kann es für 25 (bis ca. 50) Euro gebraucht ersteigern - es stellt also immerhin einen preisgünstigen Einstieg dar. Außerdem hat man damit etwas Zubehör (z.B. das "Mikrotom", das immerhin besser ist als garnichts). Das Steindorff-Modell, was du dir bei Ebay rausgesucht hast, ist übrigens genau das Modell, was ich gemeint habe. Ja, damit sieht man deutlich mehr und besser. Man kann sogar die Lichtquelle "köhlern" (d.h. genau auf das Objektiv und das beobachtete Objekt abstimmen), die Objektive sind einfach deutlich besser, und ein 100er Ölobjektiv hättest du dann auch noch, was zusammen mit Immersionsöl weitere Einblicke in die beobachteten Objekte ermöglicht. Außerdem ist es superrobust und dürfte, wenn man es für rund 70 Euro ersteigert, seinen Wert behalten. Wenn man seines Hobbys überdrüssig geworden ist, kann man es also ohne Wertverlust wieder versteigern.
So, und nun kommen die schlechten Nachrichten: Bei der von dir ausgewählten Versteigerung würde ich an deiner Stelle nicht mitbieten. Das Risiko, dass du hier "Müll" bekommst (z.B. defekte Objektive, defekte Triebe u.ä.) würde ich bei dieser Auktion bei rund 30 Prozent einschätzen. Da der Versteigerer kein Mikroskopiker ist, wird er dir auch keine sinnvollen Angaben machen können, z.B. hinsichtlich der Funktionsfähigkeit der Optik. Wenn man sich die Bilder nun genau anschaut, dann haben Teile des Mikroskops (oben am Bino-Okular) schon Flugrost angesetzt, was bedeutet, dass es allerhand Jahre sehr übel gelagert wurde (feucht und kalt), was schlecht für die Optik und die Getriebe sein könnte. Die Objektive selbst sehen "mittelmäßig" aus, allerdings schon leicht "angefressen", das heißt, es finden sich Abnutzungsspuren, die auf einen relativ intensiven Einsatz dieses Mikroskops hinweisen. Es sieht auch leicht "ranzig" aus - was bei Mikroskopen, die man bei Ebay ersteigert, niemals (!) ein gutes Zeichen ist.
Mit anderen Worten: Mit etwas Geduld bei der Suche (1 oder 2 Monate) findest du sicher ein günstiges Steindorff-Mikroskop im Ebay-Angebot, das deutlich besser erhalten ist - wo das Risiko niedriger ist. Vielleicht - das könntest du vorab den jeweiligen Verkäufer fragen, nimmt er dir aber das Mikroskop zurück, für den Fall, dass es gravierende Mängel aufweist (Optiken und/oder Mechanik). Dann (und nur dann!) könntest du bei dieser Versteigerung evtl. mitbieten.
Deinen Biolux-Kauf musst du aber nicht sonderlich bereuen. Viele Mikroskopiker hier (mich eingeschlossen) haben im Laufe ihres Hobbies deutlich mehr Lehrgeld bezahlt! Und, immerhin, ein paar Dinge kann man mit dem Biolux schon anstellen. Und immerhin kann man mit diesem Mikroskop "schon was sehen" - und zwar deutlich mehr, als mit den früheren typischen Spielzeug-Mikroskopen möglich war.
Das PC-Okular ist eigentlich eine nette Spielerei, wenn man z.B. Wasserflöhe bei der Arbeit filmen möchte oder auch, wenn man bestimmte Objekte gerne vermessen mag. Ich habe von Pilzfreunden gehört, die es (allerdings dann an einem besseren Mikroskop dafür benutzen. Oder, wenn man bestimmte Dinge dokumentieren mag. Allerdings meine ich, dass eine selbstgebaute (wackelige) Digitalkameraadaption i.d.R. deutlich besser Bilder liefern wird. Trotzdem: Es ist erst einmal da - und bringt schon ein klein wenig Spaß, auch wenn es nun alles andere als ein Nonplusultra darstellt.
Kleiner Tipp fürs Mikroskopieren für dich: Experimentiere ein wenig mit bunten Füller-Patronen (besonders: orange, rote und blaue Farben) und versuche, die von dir mikroskroskopierten Objekte anzufärben! Wasserlebewesen lassen sich mitunter auch gezielt mit roter Tinte "füttern" (neben ein paar winzigen Krümeln Zucker und Rinderbrühe also jeweils ein bis drei Tropfen rote Tinte in den Heuaufguss bzw. das Marmeladenglas u.ä.) - womit dann einige Formen deutlich besser aussehen.
;-)
Ich gebe hier mal eine ganz andere Antwort:
Für "Tümpelprpben" braucht man keine 1000-fach, auch 400-600-fach sind selten nütze. Alles, was sich bewegt, ist viel zu schnell aus dem Bildfeld verschwunden, die Tiefenschärfe ist gering, selbst unbewegliche Objekte (Algen) oft relativ dick.
Ich rate dazu, mit diesem Mikroskop samt seinen Einschränkungen erst einmal zu beginnen. Denn es ist ja noch gar nicht klar, ob das für dich ein richtiges Hobby wird. Wenn das aber der Fall ist - dann hast du erst einmal Erfahrungen, ehe du einen Neukauf tätigst. Also: Erst mal beobachten, viel später neu kaufen. Wenn du noch nichts hättest, dann wäre die Ratschläge alle in Ordnung. Aber jetzt erst mal loslegen!
Da man Tümpel derzeit aufhacken muss, empfehle ich, in Blumentöpfen auf die Suche zu gehen. Insbesondere wenn sich feiner grüner Bewuchs darauf eingestellt hat, dort ist viel Kleinwelt zu finden. Es loht sich für solche Untersuchungen, ein paar eingeschliffene Objektträger zu besorgen, damit man nicht alle Pflanzen und Tier flachquetscht.
Guten Morgen
Du wuerdes Dich wundern, die Viecher sind auch im Winter da:-)
Auch wenn oben die Eisschicht ist weiter unten hat es ca. Plus Vier Grad! Ausser Gewaesser mit nur ein paar cm Tiefe die gaenzlich durchfrieren ... In vielen nordischen Laendern ist Eisfischen ein Volkssport:-))
Uebrigens auch in Deutschland war ich da auch schon mit dabei und die Fischer sind da sehr erfolgreich und schmecken tun sie auch. aeeh, ich meine natuerlich die gefangenen Fische ...
Also auf gehts, Loch ins Eis und viel Glueck mit dem Planktonnetz oder der Schoepfkelle!
:-)
Gerhard
Morgen,
Ja, du hast recht das Steindorff hat wohl wirklich ein hohes risiko stark beschädigt zu sein.
Das Angebot bei Ebay war auch eher als vergleich gemeint.
Ich möchte natürlich kein Rostiges Mikroskop.
Für ein paar Monate wird das Bresser dann doch reichen.
Aber ich möchte vor allem auch begeißelte Zellen sehen.
Das wird dann nur Unscharf möglich sein.
Danke erstmal für die Ganzen Infos.
7km von hier ist ein Weiher, da werde ich später mal hingehen, hoffentlich finde ich da was.
Gruß
Olaf
Hallo Olaf,
ich würde Lothars Vorschlag Aquarium favorisieren: wenn ich mein Aquarienfilter ausdrücke oder Detritus (organische Reste am Aquarienboden) absauge, dann habe ich soviel "Viehzeug" darin, dass ich kaum weiß, wo ich zuerst hingucken soll. Am besten in ein Einmachglas und beim Transport nicht zu kalt werden lassen, da die verschiedenen Einwohner des Aquariums eher karibische Temperaturen lieben. Irgendeinen Aquarianer wirst Du ja wohl kennen?
Das Ganze kann man dann mehrere Tage im Einmachglas halten (ich schmeisse dann alle 3-5 Tage einen Futterwafer fürs Aquarium rein, dann freuen sich die Schnecken und die Embryonalentwicklung der Schnecken kannst Du Dir dann auch noch ansehen), wobei sich die Fauna dabei meist noch verschiebt.
Gruß
Werner
Hallo Werner,
einen Aquarianer kenen ich leider wirklich nicht.
Aber ich könnte mal in der Zoohandlung fragen ob ich einen alten aquarienfilter haben darf.
Ich muss sowieso noch zur apotheke um ein paar färbungen zu kaufen ode rich probiers mit füllertinte.
Danke für den Tipp mit der Tintenpatrone ist ja auch methylenblau, werde ich mla mit meien Mundschleimhautzellen probieren und mit Blut.
Scih mit ner Nähnadel blut abzunehmen sit eine tolle Methode. ;D
Hallo nach Mikroorganismen Suchende,
beim Öffnen unserer Gartentür wurde der Schnee beiseite geschoben, an der Schneeoberfläche drückte sich ein grüner Belag von der Oberfläche der Gartentür ab. Der grüne Schnee wurde angekratzt, in einem Glas gesammelt, aufgetaut und eine Probe mikroskopiert.
Gefunden wurden:
Die ein oder andere Schale einer Schalenamöbe, Fadenalgen und Kugelalgen. An den Fadenalgen sammelten sich haufenweise Bakterien, einige Bakterien teilten sich gerade. Dazu noch einige Sandkörnchen und Pflanzenreste.
Zugegeben, im Vergleich zu der Mannigfaltigkeit, die man im Sommer finden kann, ist das etwas weniger, aber immer interessant zu beobachten.
Viele Grüße
Rainer
Hallo Reiner,
du hast es gut.
Ich habe gerade meine Regentonne aufgemeißelt und das Wasser unter die Lupe ähm unters Mikroskop genommen.
Nichts zu finden außer eventuell toten Zellen.
Ich such mir ein Aquarium.
Gruß
Olaf
Hallo Olaf,
so frei in der Regentonne wird man eine so geringe Konzentration an Objekten finden,
dass unter dem Mikroskop im Allgemeinen nichts zu sehen ist.
Nimm doch mal Wasser vom Rand oder der Oberfläche und lass eine größere
Menge davon (vielleicht 500ml oder 1l ?) durch einen Kaffefilter laufen, den
letzten Rest Flüssigkeit im Filter kannst Du dann unter dem Mikroskop untersuchen.
Viele liebe Grüße
Timm
Hallo Tim,
Danke, so habe ich es gemacht.
Leider konnte ich nichts Lebendes finden aber vielleicht was totes.
Was könnte das hier sein?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54344_44129743.jpg)
http://img716.imageshack.us/i/92995646.jpg/
Wenn das bild nicht geladen wird auf den Link klicken.
Was sind das eigneltich für Schwarze kreise? Luftblasen?
Hallo,
Du hast mit Deiner Vermutung recht: Die schwarzen Kreise sind Luftblasen.
Viele Grüße
Rainer
Zitat von: crabtack in Dezember 27, 2010, 12:50:29 NACHMITTAGS
Ich habe gerade meine Regentonne aufgemeißelt und das Wasser unter die Lupe ähm unters Mikroskop genommen. Nichts zu finden außer eventuell toten Zellen.
Ich such mir ein Aquarium.
Gruß
Olaf
Wenn du zu einem Zoohändler gehst, benötigst du lediglich etwas "Filterschlamm". Also, nimm dir ein paar Einmachgläser (u.ä.) mit, und lass dir dort Filterschlamm, Algenbeläge und ein paar welke Blätter von Aquarienpflanzen (idealerweise sind die mit Algen belegt) spendieren. Dann nimmst du dir noch ein wenig gebrauchtes Kleintierstreu mit (Heu!), sowohl 1 x trocken und 1 x feucht (ja: gebraucht...). Und dann solltest du dir noch in einer Flasche rund 1 Liter Aquariumwasser geben lassen.
Wenn du dort nichts findest, darfst du mich hinterher erschießen.
;-)
Hallo Lothar,
Also ich soll alles was du genannt hast zusammen in ein Gefäß tun und dann ein paar Tage abwarten?
Wenn ich kein gebrauchtes Heu finde kann ich auch was anderes nehmen oder frisches heu "gebraucht machen"?
Nimm das mit dem erschießen lieber zurück. ;D
Gruß
Olaf
Hallo Olaf,
hier noch ein Tipp von einem anderen Anfänger (also von mir):
In der Literatur (wie z.B. "Das große Kosmos Buch der Mikroskopie") findest Du sicher viele Anregungen, was man so alles an Mikroorganismen und so weiter anschauen kann und wie man diese Objekte findet. Am besten erst mal in einer Leihbücherei besorgen oder im Fachhandel anschauen (falls es nicht gefällt). Das schöne an diesem Buch ist dann auch, daß man sich noch etwas Wissen darüber anliest, was man da so unter dem Mikroskop sieht usw...
Noch viel Spaß und Erfolg auf der Jagd.
Viele Grüße
Hagen
Hallo an alle Leser,
ich bin neu hier, habe mich nach längerem Mitlesen angemeldet und möchte etwas für die Anfänger unter den Mikrobensuchern beitragen.
Der Mensch lebt ja eingebunden in seiner biologischen Umwelt zusammen mit Mikroorganismen und meist (hoffentlich) im Gleichgewicht. Die bieten sich auch für den Anfänger zur Untersuchung an. In vielen Beiträgen wurde schon auf die Mundflora hingewiesen. Die Präparate sind leicht herzustellen: Mit einem stumpfen flachen Gegenstand, z.B. Kaffeelöffel, in der Mundhöhle an der Wangeninnenseite oder auf der Zunge etwas abkratzen, einen Tropfen der trüben Flüssigkeit auf den Objektträger geben, unter Umständen etwas mit Wasser verdünnen, mit einem Deckglas bedecken und ab unter das Mikroskop.
Man sieht schon mit schwacher Vergrößerung die großen Epithelzellen der Mundschleimhaut, besser wenn man die Aperturblende etwas zu zieht. Bei stärkerer Vergrößerung sieht man dann zahlreiche Bakterien, die u.U. durch die Brownsche Molekularbewegung hin und her zappeln. Dabei kann man sich auch ein Bild machen über die Qualität seiner Optik.
Das ist doch für Anfänger der einfachste und auch ungefährlichste Umgang mit Bakterien. Mich wundert, dass hier noch niemand darauf hingewiesen hat. Man kann natürlich auch von den Ausscheidungen am Südpol eine maximal Stecknadelkopf große Menge entnehmen, auf dem Objektträger mit einem Tropfen Wasser mit einem hölzernen Zahnstocher verreiben und sich unter Anderem unsere wichtigsten körpereigenen Vitaminspender anschauen.
Eine Spur (!) roter Tinte erleichtert die Beobachtung. Aber wer hat im Zeitalter der Kugelschreiber noch Tinte im Haus?
Viele schöne Mikrobenbeobachtungen wünscht
Ewald
Hallo,
http://www.dohse-aquaristik.com/DE/product/30110/Protogen-20-ml
Dies ist ein Granulat mit Zysten von Ciliaten und Rädertierchen - dient als Futter für Fischlarven. Unten auf der Webseite kann man sich die Anleitung runterladen. Funktioniert ohne Stinken und klappt immer - wie Onkel Ben's Reis :D
Algen zu züchten ist etwas schwieriger, ein welkes Blatt aus einem Aquarium vom Zoofachhandel und Bodendreck reichen. Das wird mit Volvic im Marmeladenglas (nicht aus dem Geschirrspülautomat holen!) angesetzt. Nun gibt man ein paar Tropfen Blumendünger (nicht fürs Aqaurium, die haben i.d.R. kein Phosphat und kein Nitrat) dazu, stellt es ans Sonnenfenster und wartet ab. Klappt auch immer.
Im Frühling sucht man sich ein Jagdgebiet aus - Moore, Kuhgräben, sind grossartige Reviere. Man nimmt Proben und lässt sie "reifen" - es ist erstaunlich, welche Vielfalt an Lebewesen sich dort entwickelt - man entdeckt immer Neues.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo,
Ein Buch könnte ich mir ausleihen, bin ja noch 3 Tage lang Mitglied der Bücherei)
Die Zellen der Mundschleim-haut hatte ich schon unterm Mikroskop.
Das fertig Granulat ist doch auch was schönes.
Meine Mutter hat auch einen Arbeitskollegen, der ein Aquarium hat wenn ich mich was gedulde bekomme ich bald Filterschlamm usw.
Und Dünger habe ich noch.
Eckhard, mir gefällt deine Seite vor allem das Video Amöbe bei der Jagd, faszinierende Tierchen.
Gruß
Olaf
Hallo,
ansonsten sind auch Moospolster recht ergiebig,
in Wasser einlegen und einige Zeit warten.
Gruss
Franz
Hallo,
hier mal ein Beispiel, was man mit dem Biolux und dem USB Okular im Aquariumboden entdecken kann (wer die Musik zu düster findet, kann gerne auf stumm schalten ;-))
Ist mein erstes Micro-Video überhaupt, also seit nicht so streng ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=Z5ETzMRE0Gc
Selbst auf der kleinsten Vergrößerungsstufe sieht man doch reichlich Leben.
Mit den "richtigen" Okularen sieht man natürlich auch noch mehr Details. Konnte mit dem Biolux so zum Beispiel auch erkennen, wie die kleinen Wimpern Bakterien schaufeln.
schöne Grüße
CRegenschein
Hallo,
also mir gefällts. ;D
Aber ich habe 2 Fragen.
Was sit das für ein Klumpen um den die Ganzen Einzeller schwirren?
Und wo siehst du da bakterien?
Gruß
Olaf
Den Klumpen habe ich vom Boden mit aufgesaugt. Ich nehme mal an, dass es sich im weitesten Sinne um "Dreck" handelt, bspw. Mulm oder Pflanzensubstrat.
Mit dem PC Okular Bakterien zu entdecken ist wahrscheinlich so gut wie unmöglich. Die sind sehr klein und jedes einzelne ist nur ein kleiner Punkt.
Wenn man mit dem 16x Okular und der 10x Vergrößerung durchguckt kann man schon welche erahnen. Die erkenne ich allerdings nur an ihrem Sozialverhalten, sprich, an der Form der Kolonie, die diese bilden (die meisten Bakterien bewegen sich nicht). Da kann ich derzeit zwei grob unterscheiden:
Staphs (Staphylokokken) bilden traubenartige Kolonien, Streps (Streptokokken) bilden "Perlenketten" (die auch sehr lang werden können):
http://www.tierklinik.de/medizin.00121
Am besten konnte ich die Bakterien erkennen, wenn ich mein derzeit zur Verfügung stehendes Färbemittel Methylblau angewendet habe. Der Nachteil: Nach der Methylblau Färbung ist alles im Wassertropfen tot. Was ich nun jedoch mit 40x Objektiv und 16x Okular noch gut beobachten konnte war, wie ein Pantoffeltierchen mit Härchen eine Traube aus Pünktchen an sich saugt. Aus der Traubenanordnung und der Information, dass Pantoffel wirklich Bakterien essen habe ich dann geschlossen, dass es wohl Staphs sein müssten (mehr kann ich glaube ich mit meinen Bordmitteln auch nicht mehr differenzieren).
Wenn man Bakterien weiter klassifizieren will, helfen dann nur noch bestimmte Färbungen weiter (bspw. eine Gramfärbung), oder das Anlegen einer Kultur auf Nährplatten und die Beobachtung des Wachsverhaltens (z. B. wächst gut bei Kälte und fluoresziert -> möglicherweise Pseudomonas fluorescens, ein bekannter Kühlschrankbewohner)
schöne Grüße
Regenschein
Weil wir gerade von Kokken reden:
Die hatte ich wie es der Zufall so will erst vor zwei Tagen in einem Vial (3 ml LB + Mundschleimhautabstrich, RT, nicht geschüttelt). Man konnte eine Vielzahl von verschiedenen Kokken erkennen. Jedoch neigen manche Species anscheinend zur Aggregation, möglicherweise durch eine Kapsel und bilden dann riesige Gebilde in der Kultur die man schon mit dem bloßen Auge erkennt. Dabei handelt es sich jedoch um reine Adhäsion udn nicht um nich-vollständig getrennte Zellen wie dies bei den Verbänden der verschiedennen Kokkentypen der Fall ist (Diplo, Strepto, Tetraden usw.)
Ich dachte zuerst es wäre ein pilz, nein es sind waren tausende von Kokken die mm große Kumpen bilden. Vortext man das Röhrchen, so zerfällt der Batzen.
Hallo Regenschein
Sag mal, hast du die Bakterien Foto's mit das Bresser Biolux Mikroskop gemacht? Viele Grüsse,
Rolf
Hallo,
ein Rechtsklick ("Eigenschaften") auf die Bilder verrät die Quelle.
Das dürfte beim besten Willen bei 160-facher Vergrößerung des Biolux nicht möglich sein.
Ich wage auch zu bezweifeln, dass cRegenschein wirklich Bakterien gesehen hat und diese noch "am Sozialverhalten" erkennen konnte. Ich weiss nicht, was da gesehen wurde, aber ziemlich sicher keine Bakterien!!!
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
habe die Bilder aus dem Beitrag wieder entfernt und mal einen Link auf eine andere Seite gesetzt, wo es weitere Erklärungen gibt. Auch ich erkenne bei 640x480 Bildpunkten am Bildschirm keine Bakterien :-).
liebe Grüße
Danny
Hallo,
Ich habe jetzt eine Apotheke gefunden, die Methylenblau verkauft.
Da habe ich mir dann erstmal ein halbes gramm Methylenblau und 100 ml Methanol gekauft.
Jetzt fertige ich einen Blut ausstrich an.
Mein armer Finger, Hämostiletts gab es leider noch nicht da musste ich eine Nähnadel nehmen.
Dieses Fischfutter mit Mikroorganismen konnte ich leider nicht finden aber ich Frage morgen mal ob die Apotheke etwas in der Art bestellen kann.
Ach ja, im Wasserspender meiner Vögle war so Grünes zeug, ich habe es Mikroskopiert aber es waren offenbar keine Algen.
Also ich konnte keine Zellen erkennen und Zellen von Algen sind ja recht Groß.
Gruß
Olaf
Zitat von: crabtack in Januar 03, 2011, 19:27:33 NACHMITTAGS
Mein armer Finger, Hämostiletts gab es leider noch nicht da musste ich eine Nähnadel nehmen.
Na eine Stechhilfe für Diabetiker wird jede Apotheke vorrätig haben... ;)
Grüße,
Martin
Hallo Olaf,
Ebay, Protogen eingeben, kosten 5,49 als sofort kaufen.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo,
morgen kommen sowieso meine Skalpelle an, damit sollte es auch gut gehen.
Danke für den Hinweis Eckhard, wenn die Apotheke nichts bereit hat oder bestellen kann werde ich es mir daher holen.
Ich konnte sehr gut die Erythrozyten erkenne.
Es waren vereinzelt auch größere Zellen mit Zellkern dabei, das können eigentlich nur Leukozythen sein.
Das ist jetzt eine 600 fache Vergrößerung, mehr geht nicht mehr gut.
Durch Okular kann ich alles gut erkenne aber die Kamera ist halt nicht das Gelbe vom Ei.
Wenn ich durch Okular sehe sind sie Farblos (Liegt das am methylenblau?) aber um sie besser zu erkennen habe ich Grünes Licht verwendet mit der Kamera sind sie aber wieder Farblos.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/55291_24628784.jpg) (http://img207.imageshack.us/i/blut030120112015.jpg/)
Eckhard, ich wollte nicht extra einen neuen Post eröffnen, deshalb frage ich hier.
Das Bild von deiner Schalenamöbe, die von Blaualgen befallen ist, welche Vergrößerung ist das?
Gruß
Olaf
Habe am Sonntag mal (bei -3°C) etwas Wasser / Bodenschlamm aus einem Fluss geholt und kurz zum aufwärmen stehen lassen und schon zig verschiedene Algen, ein Rädertierchen, einen Wasserfloh, verschiedene Ciliaten und ein Pantoffeltierchen gefunden :-)
Grüße
Danny
Hallo,
Dany, werde ich vielleicht auch mal versuchen.
Heute morgen bin ich mit Kopfschmerzen aufgewacht.
Könnte das einen Methanolvergiftung sein?
Auch wenn ich mir nicht erklären kann wie das Methanol in emienn Körper gelangt ist.
Wenn dann nur ein paar mikroliter.
Ich google mal weiter.
Gruß
Olaf
Hallo,
Methanol: für was wird das benötigt? Zum Fixieren reicht eigentlich Ethanol aus. Auch Methanoldämpfe würde ich nicht einatmen. Ich bin eigentlich überrascht, dass man Methanol so einfach erhalten kann (Verkauf an Privatpersonen?). Bei uns im Labor wurde das Methanol aufgrund der Giftigkeit immer strengstens verwahrt.
Bezüglich Mikroorganismen würde ich einmal (frische) Lebensmittel probieren: Joghurt (Bakterien), Camembert (Schimmelpilz), Blauschimmelkäse, Honig (Pollen im trüben Honig), trübes Bier (Hefe), Wasserkefir (Pilz und Bakterien).....
Biofilme (ungesund!): der schleimige Belag unter dem Badewannenabflussdeckel.
Oliver.
Hallo Olaf
Tja, jeder Kater ist ja in erster Linie eine Methanolvergiftung...
Wolfgang
Zitat von: skipvolli in Januar 04, 2011, 13:27:23 NACHMITTAGS
jeder Kater ist ja in erster Linie eine Methanolvergiftung...
Wolfgang
Kater entsteht durch höhere Alkohole, Butanol aufwärts. Der Methanolanteil im Alkohol bewirkt nichts.
Methanol allein ist giftig, zusammen mit Alkohol verträgt man davon eine ganze Menge: Nicht Methanol selbst ist giftg, sondern dessen Abbauprodukt Ameisensäure (via Formalin). Durch den Abbau von Alkohol ist der Körper zu beschäftigt, um Methanol in wesentlichen Mengen zu zerlegen und es wird ausgeschieden.
Hallo Olaf
Bevor Du unnötige kosten auf Dich nimmst, oder etwas kaufst um dann später festzustellen, das die Mikroskopie Dir doch nicht liegt, würde ich Dir raten es mit dem Bresser vorerst zu belassen.
Du hast bestimmt einen Dehner Gartencenter oder einen anderen Händler bei Dir in der nähe, der auch Aquarien Artikel und Fische hat.
Frage den Händler einfach, od er Dir aus einem Aquarium eine schlammprobe gibt oder wenn er das nächste mal die Filter reinigt, soll er dir doch etwas von dem Wasser und Schlamm darin geben.
Ich glaube kaum das er was dagegen hat.
Gruß Heiko
Hallo,
das mit der Ameisensäure ist mir bekannt.
Ab jetzt lüfte ich immer wenn ich mit Metahnol hantiere)
Jetzt sind auch meine Skalpelle da, habe gestern Knoblauch dünnschnitte gemacht.
Man sieht da ja immer so Wabenförmige Gebilde.
Was genau ist das?
Zellen können es ja eigentlich nicht sein, sie haben ja keinen Zellkern.
Jedenfalls fahre ich jetzt zu einem Weiher und Hole mir ein Paar Wasser,Schlamm um Pflanzenproben)
Also, ich finde wurmartige Wesen sehr Ekelhaft man könnte fast von einer Phobie sprechen.
Könnten sich in dem Wasser solche Wesen befinden?
Wenn ich mit dem Biolux noxh Erythrozythen erkennen kann sollte es erstmal reichen.
Hmm, ich habe in dem Wasser nichts lebendes, noch nichtmal Algen gefunden.
ZitatHmm, ich habe in dem Wasser nichts lebendes, noch nichtmal Algen gefunden.
Im freiem Wasser ist die Konzentration von Organismen relativ gering (im Vergleich zum Schlamm). Ausserdem ist jetzt Winter.
Abhilfe:
a. Teichwasser mitnehmen (Gurkenglas) und Organismen anzüchten (Zugabe von 1 Tropfen Milch alle paar Tage, bis nicht mehr trüb). Milch ist Nahrung. Nicht überfüttern, sonst wirds faulig (Sauerstoffkonzentration sinkt dann).
b. Abzentrifugieren (Handzentrifuge besorgen).
c. Bodensatz (Schlamm etc.) untersuchen.
d. Warten bis Sommer ist.
e. Algen anreichern: Teichwasser + Pflanzendünger
f. Wasserprobe von der Oberfläche entnehmen (Sauerstoffreicher Bereich)
Oliver.
Hallo Oliver,
Danke für die Tipps.
Ich habe jetzt Teichwasser von der Oberfläche genommen und in 2 Gläser gefüllt, mit Pflanzenresten.
Dann habe ich in ein Glas einen Tropfen Kaffemilch (ist normale Milch besser) hinzugegeben.
In das andere Glas kamen 2 tropfen Orchideen Dünger, da Algen ja mindestens genauso Prächtig wie Orchideen sind müsste das ja der richtige Dünger sein.
wie lange dauert das jetzt in etwa bis da Algen und Mikroorganismen in hoher Konzentration vorhanden sind?
Zitatwie lange dauert das jetzt in etwa bis da Algen und Mikroorganismen in hoher Konzentration vorhanden sind?
Das hängt von vielen Parametern ab, meistens ein paar Tage, dann nimmt die Konzentration wieder ab (sterben ab etc.). Ich würde es einfach ausprobieren. Nicht das freie Wasser untersuchen, sondern den Bodensatz.
Oliver.
Was ich gemacht habe:
Tümpelwasser in eine 250ml Flasche, dann mit der Pipette 2ml Zuckerwasser hineingegeben - eine Woche stehen lassen.
Am Boden wachsen nach 4-5 Tagen kleine Pflanzen - eine davon unter das Mikroskop. Im Wurzelbereich tummeln sich die Mikroorganismen nur so.
Nimmt man eine "Probe" vom Boden der Flasche, dann sieht man vor allem im Dunkelfeld wirklich nurnoch einen riesigen Ameisenhaufen. Das meiste sind "Stäbe" die sich Wurmartig fortbewegen - dazu ist alles übersäht mit Bakterien.
Hallo Olaf,
Reinkulturen von einfach zu kultivierenden Ein- und Vielzellern sowie die Kulturanleitungen findest Du unter folgender Internetadresse beziehen:
http://www.lebendkulturen.de/
Gruß aus Schwäbisch Gmünd
Andreas
Hallo,
danke erstmal, die Methode mit dem Zuckerwasser werde ich auch einmal probieren.
In meinen Milchansätzen ahbe ich leider noch ncihts gefunden.
sonst muss ich mir eine Kultur kaufen, auch wenn 7,50 etwas teuer ist.
mfg
Olaf
Hallo Olaf,
Zitatsonst muss ich mir eine Kultur kaufen, auch wenn 7,50 etwas teuer ist.
wie wahr!
Aber machs doch so: kauf noch einen halben Liter Milch dazu zum Füttern macht weitere 70 Cent. Und dann züchtest Du und verkaufst für 6,95 Proben. Dann wird Gerald pleite und Du kaufst von Deinen Gewinnen seinen Laden, stellst ihn als Angestellten ein und muss nie mehr arbeiten! ;D
Ich habe voriges Wochenende mal sehen wollen, was im Winter so an Mikrowelt "lebt". Dazu habe ich ein wenig Moos aus den Fugen unserer Terrasse gekratzt, die Erdanteile abgeschnitten so weit das ging und in ein engmaschiges Sieb gelegt. Dann das ganze mit einem scharfen Wasserstrahl ausgewaschen. Die groben Betsandteiele und der Sand setzen sich rasch ab, den Rest habe ich abgegossen und dann in einem Kaffeefilter aufkonzentriert.
Siehe da: Sehr viele Adinenta-Rädertiere waren putzmunter. Ein paar gut erhaltene verblichene habe ich auch gefunden. Irgenwo war noch ein Fadenwurm, den ich nicht weiter bestimmt habe. Algen fand ich keine, obwohl sommers mit Moos vergesellschaftet.
Fazit: Es ist schwieriger, der Kleinwelt aus dem Weg zu gehen, als sie zu finden.
Hallo Olaf,
schick mir eine PM, wenn Du ein paar Euplotes gegen Porto haben möchtest.
Irgendwo muss in der Mikroskopiertechnik ein Hund begraben sein, denn eigentlich ist
es wohl, wie piu58 zu recht anmerkt, viel schwieriger eine Probe ohne Lebewesen
zu finden als eine mit.
Viele liebe Grüße
Timm
Hallo
Ich will aber nicht, dass der pleite geht wenn würde ich andere Sorten verkaufen.
In erster Linie möchte ich Mikroorganismen untersuchen.
Das mit dem Blut war eher ein Test, wie gut mein Mikroskop ist.
Das ist echt seltsam, dass ich nichts finde.
Selbst wenn ich das Deckglas falsch auflege müsste ich ja noch zerquetschte Mikroorganismen sehen.
Hallo Timm,
du hast eine PM
Hallo Olaf,
wobei es keine schlechte Idee ist, erstmal ohne Deckglas zu schauen. Abgesehen
von anderen Effekten, eine simple Sache: Wenn der Tropfen 100µl hat und unter dem
Deckglas bloß noch 10µl übrig bleiben, ist die Wahrscheinlichkeit ceteris paribus erstmal
nur noch 1/10 etwas zu sehen.
Mit geringer Vergrößerung siehst Du Organismen auch außerhalb der Schärfeebene als
Schatten und kannst sie dann fokussieren. Wenn der Tropfen viel zu groß ist, wird beim
Auflegen des Deckglases viel Material seitlich unter dem Objektträger weggespült.
Wenn Du nicht vorsichtig genug beim Auflegen des Deckgläschens bist, werden alle
etwas größeren Einzeller die nicht sehr stabil sind zerquetscht. Was übrig bleibt erkennt
man nur mit etwas Erfahrung als Überreste eine Lebewesens. Eine ähnliche Wirkung können
auch Chemikalienreste vom Putzen auf dem Objektträger haben.
Also, die erste Übersicht verschaffst Du dir mit einem sauberen, d.h. vor allem auch
tensid- und alkoholfreien Objektträger bei vielleicht 50facher Vergrößerung ohne Deckglas,
dann von der Oberfläche des Tropfens bis zum Objektträger durchfokussieren und aufmerksam schauen.
Wenn der Objektträger sauber ist, verläuft der Tropfen von allein.
Viele liebe Grüße
Timm
Hallo Timm,
danke jetzt habe ich ein paar Einzeller ohne Deckglas gefunden.
Das Wasser habe ich aus einer von Algen bevölkerten Blumenvase.
Bei 40 facher Vergrößerung waren sie allerdings immer noch winzig.
Ich konnte ein paar schwarze Punkte erkennen.
Aber die Organellen konnte ich nicht zuordnen, noch nicht einmal den Zellkern, da sind Zellen der Mundschleim-haut größer.
Mit dem 40x Objektiv konnte ich leider kein Scharfes Bild bekommen und es Tauchte beim Versuch scharf zu stellen immer wieder in den Tropfen ein.
Kann es sein, dass ich wenn ich ein Deckglas nutze ein besseres Bild bekomme?
Ich konnte ja auch meine Erythrozyten erkennen, die ja wesentlich kleiner sind als die meisten Einzeller.
Das Auge zu zukneifen ist wirklich unkomfortabel, wie ich nach 30 min erkennen musste.
Ich glaube ich gönne mir bald ein Steindorff.
Nachtrag:
Mit Deckglas war es scharf genug und ich hatte wenig Wasser genommen und war vorsichtig, so haben sie überlebt.
Jedoch sind sie viel zu schnell (ein paar Mikrometer pro Sekunde ;D) um sie beobachten zu können.
Kann ich sie irgendwie verlangsamen?
Sie sind auch kaum größer als ein Erythrozyt, hoffentlich stoße ich bald auf Amöben oder Pantoffeltierchen.
Ich versuche mal eine andere Vase.
mfg
Olaf
Hallo Olaf,
die schnellen Flitzer werden deutlich langsamer, wenn du vorher einen Finger mit Tapetenkleister benetzt und ein wenig davon auf den Objektträger gibst. Wenn dann der Wassertropfen dazu und das Deckgläschen drauf kommt, sorgen die schnellen Schwimmer für eine ordentliche Durchmischung und sind in der zähen Mischung deutlich langsamer.
Oder einfach warten, bis das Wasser langsam verdunstet. Das Deckgläschen saugt sich an den Objektträger und klemmt die Tierchen fest. Allerdings musst du dann recht schnell betrachten, sie werden nämlich immer flacher ....
Grüße
Peter
Hallo Peter,
danke so konnte ich sie auch mal bei 400x vergrößerung betrachten.
Dabei taten sich mir natürlich mehr Fragen auf als ich antworten bekommen habe.
die sind dummerweise so winzig.
mfg
Olaf
Ich krame ja gerne alte Threads aus.
Jetzt konnte ich schon eine Menge Mikroorganismen beobachten.
Aber leider habe ich noch nirgends Amöben gefunden.
Ich habe schon auf der Oberfläche von Pflanzen im Wasser und im Schlamm Unterwasser gesucht.
Wo kann ich Amöben finden?
Gruß
Olaf
Genau da - was besseres fällt mir auch nicht ein. Viel Erfolg!
Detlef
Hallo,
ich hatte schon mehrfach in ranzigem Blumenwasser unglaubliche Mengen von Amöben.
Ob die Blumen auf einem Feld im freien aufgewachsen sein müssen o.ä. weiss ich nicht
zu sagen, aber Blumenkulturen haben jedenfalls auch bei Frauen einen hohen Akzeptanzwert,
jedenfalls solange sie nichts von den Hintergedanken ahnen.
Du musst geduldig sein! Die erste Amöbe ist etwas schwierig zu finden, wenn man mal eine
hat wirds einfacher. Du siehst sie nur, wenn Du richtig fokussiert hast, weil sie so durchsichtig
sind!
Viele liebe Grüße
Timm