Hallo liebe Forumsnutzer,
da ich hier ja noch neu bin und mich noch nicht so gut auskenne, habe ich folgende Frage:
Ich habe bei uns in der Firma folgende Anleitungen für Leitz Mikroskope gefunden und die Erlaubnis erhalten, diese zum scannen mit nach Hause zu nehmen:
Leitz Mikroskop-Heiztisch 1350°C
Leitz Pflege der Mikroskop-Optik
Vergrößerungstabellen für Tubuslänge 1x und 1,25x
Bedienungsanleitung Ortholux
Anleitung zum Mikroskop Ortholux
Ultropak lila Deckblatt
Ultropak blaues Deckblatt
Ortholux Broschüre 39 Seiten farbiges Deckblatt
Mit Ortholux ist die schöne, schwarze, geschwungene Variante gemeint. Die Anleitungen sind alle von 1960-61 und in deutsch.
Falls an den Anleitungen Interesse besteht, kann ich diese hier im Forum irgendwo als PDF´s an eine "zentrale Sammelstelle" senden, wo sie dann für jedermann abrufbar sind, oder wie wird das hier gehandhabt?
Beste Grüße und ein frohes NEUES JAHR
Nico
Hallo Nico,
das ist sicherlich eine gute Idee. Wenn Du die Druckschriften allgemein zugänglich hier veröffentlichen möchtest, brauchst Du die Einwilligung der Firma Leica, Rechtsnachfolgerin von Leitz.
Technisch sähe es so aus, dass Du die pdfs auf einem allgemein zugänglichen Server ablegst und die URL hier bekannt gibst (so, wie wir das mit den Fotos machen).
Oder aber, Du verschickst die pdfs als email-Attachment persönlich an interessierte Mitglieder.
Herzliche Grüße
Detlef Kramer
Hallo Detlef,
eine Anfrage an Leica habe ich schon geschickt, die Antwort steht aber natürlich noch aus.
Mit den Verschicken der Anleitungen per PN habe ich grundsätzlich keine Probleme, ich weiß nur nicht, wie groß das Interesse ist. Wenn ich meine Abende dann ausschließlich damit verbringen kann, Anleitungen zu verschicken, wäre es mir dann doch zuviel.
Auf einen externen Server kann ich Scans nicht legen, da ich über keine HP verfüge. Deshalb meine Frage nach einer allgemein zugänglichen "Ablagemöglichkeit".
Viele Grüße
Nico
Hallo,
wenn du mir die Anleitungen zumailen kannst, dann könnte ich sie auf mikroskopie.de ablegen und allgemein zugänglich machen.
viele Grüße
Christian
Hallo,
das hört sich doch gut an. Dann werde ich so nach und nach alle Anleitungen scannen und auf die Antwort von Leica warten.
Viele Güße
Nico
Anmerkungen zum Scannen
Scannen von Büchern habe ich mir abgewöhnt, weil das sehr lang dauert. Es wird fotografiert.
Seit einigen Jahren bin ich hinter dem Buch "Die Fernrohre und Entfernungsmesser" von 1959 her. Die Suchanfrage bei Amazon war erfolglos, stattdessen steht das Buch jetzt als "Derzeit nicht verfügbar" drin, als ob sie es jemals gehabt hätten.
Fündig wurde ich nur in der Unibibliothek München, meine Tochter konnte es ausleihen, es war nicht verschlampt.
Hier meine Erfahrungen mit einem improvisierten "Repro-Stativ":
Die Kamera (Nikon P5000) wurde in die Mitte auf einen Bohrmaschinenständer mit Halteblech (mit Loch für das Objektiv) befestigt, je 3 kleine kaltweiße Leuchtstoffröhren links und rechts mit Laborständern etwa auf Kamerahöhe angebracht. Eine Beleuchtung mit Halogen gibt wegen der IR-Strahlung einen schlechteren Kontrast. Für Bücher ohne Farbe hat sich die "Dokumenten"-Einstellung der P5000 (schwarzweiß) als ungeeignet erwiesen, weil man die Blende nicht manuell einstellen kann. Also wurde auf "Manuell" gegangen und die Blende so weit verkleinert, daß 1/15 sec Belichtungszeit herauskam (wegen der Tiefenschärfe).
Es werden jeweils zwei Buchseiten auf ein Bild gebracht. (Höhendifferenzen glich ich mit Streifen(stapel) aus dünnem Schaumstoff aus - die waren gerade greifbar).
Bei neuen, glatten Büchern geht das so gut, nicht aber bei älteren, welligen Buchseiten. Die müssen mit einer ebenen Glasplatte (z.B. aus einem alten Flachbettscanner) abgedeckt werden. Von Latexhandschuhen werden die Spitzen abgeschnitten und als Fingerlinge verwendet. Wer wenig schwitzt, kann die Handschuhe auch ganz anziehen. Mit dem Gummi kann man besser blättern und es gibt keine Fingerabdrücke auf der Scheibe. Das Buch wird mit dem Glas abgedeckt und die dünnere Seite mit der Hand von unten gegen die Scheibe gedrückt, mit der anderen Hand löst man die Kamera aus (Die Beleuchtung wird seitlich so weit weggeschoben, daß keine Reflexe im Kameramonitor sichtbar sind).
Auf diese Weise wurde ein Buch mit 470 Seiten mit allen Fehlversuchen in etwa 2 Stunden "digitalisiert".
Das Bild erscheint wegen der Scheibe nun aber dunkelgrau, für die Nacharbeitung hat sich das kostenlose Programm "IrfanView" als sehr zweckmäßig erwiesen.
>Bild >Auto-Korrektur . Dann >Bild >Farben ändern .
Helligkeit 50 - Kontrast 40 - Gamma 0,50 - Farbsättigung -255 (= schwarz/weiß)
Bild mit Maus einrahmen, dann >Bild >Freistellen (= crop)
Abspeichern unter Seitenzahlen (sNNN) mit jpeg-Qualität 100%.
Bei Seiten mit s/w-Fotos muß man Helligkeit, Kontrast und Gamma etwas ändern, damit Einzelheiten sichtbar bleiben.
Die Nachbearbeitung Bild für Bild ist etwas mühsam, aber wegen der Fotos ist die Abarbeitung eines batch-Programms schlecht durchfürbar. - und in der Zeit, die man für das Programmieren des batchs braucht, hat man die Hälfte schon fertig bearbeitet. Die Einzelbearbeitung ist auch gut zur Kontrolle, ob man alle Seiten erwischt hat, - und man kann auch gleich lesen.
Geplant ist auch noch eine Texterkennung (OCR) drüber laufen zu lassen, damit der Rechner eine Stichwortsuche erfolgreich durchführen kann.
Hier ein Beispiel: - Originalbild
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54692_58554856.jpg)
nachbearbeitet
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54692_51938886.jpg)
Der Haupvorteil für mich ist, daß ich das Buch jetzt als Bildersammlung habe und daß auch kleine Exponentialzahlen oder verwaschene Zeichnungen am Bildschirm problemlos vergrößert werden können.
Bei echten Büchern benötige ich oft eine Lupe.
Und die Texterkennung kommt auch noch.
Es ist für ein Mikroskopie-Forum zwar etwas off-topic, aber ich stelle die Bilder dieses Buches gerne komplett zur Verfügung. Vielleicht interessant für welche, die auch Astronomie betreiben.
Das Buch ist 50 Jahre alt und nie mehr aufgelegt worden, vermutlich also auch rechtlich kein Problem.
Wenn doch, so kann ich das auch privat verleihen.
Viele Grüße - Werner
Zitat von: Werner in Dezember 30, 2010, 16:06:48 NACHMITTAGS
Scannen von Büchern habe ich mir abgewöhnt, weil das sehr lang dauert.
Für Kleinscanner mag das zutreffen, aber wenn man Zugang zu einem der jetzt üblichen
Kopierer mit Scanfunktion hat, dann ist dieser weder in Qualität noch Geschwindigkeit zu schlagen.
Nachbearbeiten ist bei richtiger Einstellung (Text/Foto) kaum nötig, ausgenommen schwarze Ränder,
aber die bringt man mit netpbm
http://netpbm.sourceforge.net/
und unpaper
http://unpaper.berlios.de/
leicht weg. Letzteres teilt auch die Doppelseiten wieder in Einzelseiten auf.
Was automatisiert werden kann, soll der Mensch nicht händisch machen.
viele Grüße
Franz
Hallo
zur hier immer wieder sehr ernsthaft und ausführlichen Diskussion der Copyright-Frage kann ich aus eigener Erfahrung beisteuern:
Für so olle "Kamellen" habe ich von Zeiss und Leitz unproblematisch die Erlaubnis zur Veröffentlichung bekommen.
Im Le Naturaliste sind umfangreiche Sammlungen vorhanden, Herr Woitzik hat auf seiner Homepage ebenfalls eine große Sammlung von Firmenschriften CZJ. Also ernsthafte Strafverfolgung ist nicht zu erwarten, weil das alles Firmenschriften sind die in hoher Auflage verteilt wurden!
Hoffentlich gibt es jetzt nicht wieder eine Grundsatzdiskussion! :D