Hallo,
Peltigera malacea ist eine Flechte montaner bis (sub)alpiner Lagen und findet sich auf sauren Böden. Mein Fund stammt vom Aufstieg zu den Blankarseen in Tirol.
- Fundortfoto. Thallus, 10 - 20cm , dick. Loben bis 3 cm breit und 10 cm lang. Feucht blaugrün, trocken graubraun. Oberfläche glatt, zu den Rändern hin mit feinem Tomentum, dort matt. Unterseite an den Rändern blass, zur Mitte hin braunschwarz. Kaum Adern oder Rhizinen. Chemie: C + rot (gyrophoric acid).
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/59263_43623844.jpg)
- Querschnitt Lobe
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/59263_43747167.jpg)
- Querschnitt Lobe, Dunkelfeld
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/59263_48803406.jpg)
- Querschnitt Lobe, Nahansicht Cyanobakterien (Nostoc) und obere Rinde
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/59263_54782593.jpg)
- Querschnitt Lobe. Aufrecht stehendes Tomentum. Färbung mit Lactophenol-Methylblau-Acidfuchsin
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/59263_31493809.jpg)
Hallo Ralf, es lohnt sich immer wieder mit Spannung auf deinen nächsten Beitrag zum Thema Flechten zu warten!
Verarbeitest du deine Schnitte zu Dauerpräparaten? Wenn ja, welche Eindeckmittel verwendest du dazu?
Gruss Arnold
Hallo Arnold,
ich bemühe mich von allen Schnitten Dauerpräparate herzustellen.
Bei den gefärbten Lactophenol-Präparaten ist das einfach, diese versehe ich nur mit einem Rand aus Nagellack, hält bisher (14 Monate) prima. Ungefärbte Schnitte schließe ich bevorzugt in Euparal ein. Das geht aber nicht immer, weil manche Flechtenschnitte beim Entwässern verkräuseln und dann unbrauchbar sind. Diese schließe ich dann ebenfalls in (ungefärbtes) Lactophenol ein.
Seit einiger Zeit experimentiere ich daher auch mit wasserlöslichen Einschlussmedien. Ich habe hierzu 2 Rezepturen (ähnlich Hydromatrix und Aquatex) selbst entwickelt. Welches der beiden Rezepte besser geeignet ist wird sich im Langzeittest zeigen, bisher sehen beide sehr gut aus.
Hallo Ralf,
Besten Dank für deine Hinweise zu deinen Einschlussmedien.
Gruss Arnold
Zitat von: Ralf in Februar 21, 2011, 20:55:47 NACHMITTAGS
Seit einiger Zeit experimentiere ich daher auch mit wasserlöslichen Einschlussmedien. Ich habe hierzu 2 Rezepturen (ähnlich Hydromatrix und Aquatex) selbst entwickelt. Welches der beiden Rezepte besser geeignet ist wird sich im Langzeittest zeigen, bisher sehen beide sehr gut aus.
Hallo Ralf,
was ist an deinen eigenen Rezepturen anders als bei den o. g. ?
Oder anders gefragt, warum funktionieren diese nicht?
Viele Grüße
Siggi
Hallo Siggi,
meine Erfahrung mit Aquatex ist, dass die Präparate nach wenigen Monaten Risse zeigen und damit unbrauchbar sind. Hydromatrix ist mir persönlich schlicht und einfach zu teuer.
Meine beiden Eigenentwicklungen müssen natürlich erst noch den Langzeittest überstehen, aber preiswerter als Hydromatrix sind sie jetzt schon.
Bis bald mal....