Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Lutz H. in April 12, 2011, 08:36:23 VORMITTAG

Titel: Kaltlicht
Beitrag von: Lutz H. in April 12, 2011, 08:36:23 VORMITTAG
Hallo, ich benutze ein Zeiss Stemi SV11 mit einer Kaltlichtlampe von Schott KL 1500 LCD. Leider ist mir diese Lampe nach 11 Jahren Nutzung ausgefallen (Flackerlicht) und kann nicht gerichtet werden. Das Mikroskop hat einen Fototubus und ich nutze ihn zum fotografieren von Mineralien. Jetzt steht eine Neuanschaffung an. Hierzu ein paar Fragen. Schott bietet eine KL 1500 LED sowie die KL 1500 LCD an.
Die Lichtquellen haben unterschiedliche Farbtemperaturen ( LED 6.000 K - LCD 3.300 K).
Was ist hier in Bezug auf das Fotografieren zu beachten. Ist LED der LCD vorzuziehen?? Nur Blick auf den Energieverbrauch ist mir zu wenig.
(Übrigens Schott hat bereits Lieferschwierigkeiten zu mind. bei dr KL 1500 LCD - Lieferzeit Juni/Juli wahrscheinlich wegen "Japan"?!
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Werner Jülich in April 12, 2011, 09:06:20 VORMITTAG
Im direkten Vergleich zwischen beiden Lichtquellen kann man bei der LCD-Version etwas lebendigere Grün-und Gelbtöne erkennen, das könnte für die Fotografie von Mineralien für die alte Version sprechen. Der Unterschied ist aber klein, man muß gezielt darauf achten.

Werner Jülich

Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Stefan_O in April 12, 2011, 11:27:51 VORMITTAG
Salü Lutz,

im Mineralienatlas läuft eine interessante Diskusion zum Thema LEDs. Ich würde auch eher von LEDs absehen und eine Lampe mit kontinuierlichem Spektrum nehmen, also die LCD Version. Farbtemperatur ist nicht alles und sagt wenig über die korrekte Farbwiedergabe aus. Ist für mich ein Grund, mein Erzmikroskop weiter mit Halgenlampen zu betreiben.

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,26851.0.html

Gruss,
Stefan
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Stefan_O in April 12, 2011, 12:22:21 NACHMITTAGS
Eben das wird im erwähnten Forum diskutiert, mit Beispielen und Links....

Gruss,
Stefan
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: christina in Mai 17, 2011, 14:13:33 NACHMITTAGS
Hallo Lutz,

Schott bietet genau wie wir einen sogenannten Halogenlichtfilter zu den LED-Kaltlichtquellen an. Damit wird zumindest der Eindruck von Halogenlicht erzeugt. Der CRI-Wert, der bei LEDs fast immer noch geringer ist als bei Halogen-KLs, kann damit nicht signifikant erhöht werden, aber der Blauanteil des LED-Lichts wird stark reduziert. Möglicherweise hilft Dir das auch schon. Müsste man vielleicht mal ausprobieren.

Viele Grüße

Christina
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Miner in Mai 17, 2011, 15:49:18 NACHMITTAGS
Zitat von: Safari in April 12, 2011, 12:04:28 NACHMITTAGS
Es wird sehr viel über LEDs geschrieben, wobei oft das nötige Wissen fehlt.
Eine kleine Übersicht gibt es hier: http://neumueller.com/downloads/led_kompendium_2011.pdf
Auch interessant: http://neumueller.com/downloads/led_kompendium_2011.pdf

Tag. Mir fehlt auch ein wenig Wissen, nämlich was eine LCD-Beleuchtung ist. Ich kenne ein LCD, aber da kommt meist nur wenig Licht raus. Das gelinkte PDF erwähnt die LCD-Beleuchtung nicht, wenn ich mich nicht irre. Kann mich jemand erleuchten?
Ole
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Peter V. in Mai 17, 2011, 19:37:55 NACHMITTAGS
Hallo,

die KL1500 LCD heißt so, weil sie im Gegensatz zur KL1500 ein LCD-Display zur Anzeige der Lichtintensität hat. Ernsthaft!
Insofern ist die Bezeichung KL....LED zu den Vorgängermodellen nicht konsistent.
LCD hat jedenfalls nichts mit der Bezeichnung des Leuchtmittels zu tun.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Rawfoto in Mai 17, 2011, 20:23:35 NACHMITTAGS
Guten Abend

Also ich habe auch so ein Teil und erst vor kurzem die Lampe getauscht. Bei mir war/ist eine Halogenlampe mit 150 Watt drin ...

Es gibt auch ein Modell mit 250, das ist dann ...2500..

:-)

Gerhard
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Miner in Mai 17, 2011, 23:26:29 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in Mai 17, 2011, 19:37:55 NACHMITTAGS
Hallo,
die KL1500 LCD heißt so, weil sie im Gegensatz zur KL1500 ein LCD-Display zur Anzeige der Lichtintensität hat. Ernsthaft!
Insofern ist die Bezeichung KL....LED zu den Vorgängermodellen nicht konsistent.
LCD hat jedenfalls nichts mit der Bezeichnung des Leuchtmittels zu tun.
Herzliche Grüße
Peter

Hallo Peter, Safari,
dann bin ich ja beruhigt, dass ich keine technische Entwicklung verschlafen habe. Der Satz
ZitatIst LED der LCD vorzuziehen?
klang für mich, als seinen dies zwei alternative Typen Lichtquellen, aber es sind bloß verschiedene Modelle.
Danke für die Aufklärung.
Ole
Titel: Re: Kaltlicht
Beitrag von: Peter V. in Mai 18, 2011, 08:18:42 VORMITTAG
Hallo!

Ohne die zweifellosen Vorzüge der LED-Technologie schmälern zu wollen ( Langlebigkeit, geringe Wärmestrahlung, Farbtemperaturkonstanz u.v. m. ), ist es doch nach wie vor so, dass die Halogenlampe vom Spektrum her das Optimum darstellt und mit ggf. Filtern einzig und allein eine völlig "natürliche" Beleuchtung und damit eine maximale lebhafte Farbwiedergabe rmöglicht. Sie entspricht am ehesten dem kontinuierlichen Tageslichtspektrum ohne Peaks und ist für mich weiterhin "Goldstandard", wenn die anderen Vorteile der LED im bestimmten Anwedungsfall nicht so zum Tragen kommen.
Bei der rasanten LED-Entwicklung mag sich das ja durchaus auch ändern - noch aber ist es so.
Obgleich zweifelsohne die LED-Beleuchtung an Mikroskopen der großen Hersteller mittlerweile sehr gut ist, wie ich letztens wieder beim Blick in ein AxioScope A1 auf der Veranstaltung von Herrn Jülich erleben durfte.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Kaltlicht und Flackern.
Beitrag von: -JS- in Mai 18, 2011, 12:08:58 NACHMITTAGS
Hallo Lutz,
Du schreibst von 'Flackerlicht' bei Deiner KL 1500 als Grund für einen evtl. Neuerwerb.
Möglicherweise ist dieser aber gar nicht nötig.
Der Detailteufel kann nämlich ein kleiner Folienkondensator im Bereich des Hauptschalters sein.
Wir hatten das Phänomen 'Flackerlicht' auch, bis dann nach einiger Zeit gar nichts mehr ging.
Kurz vor dem vermeintlich finalen Dunkelzustand waren noch 'ohmsche Gerüche' aus dem Gehäuse
der KL 1500 wahrzunehmen, die dann das Auffinden des Bösewichts relativ leicht machten.
Der zerbruzzelte Kondensator (0,033 µF / 250V / WIMA MP3) wurde kurzerhand ausgelötet
sowie der feste Vorsatz gefasst, ihn bei nächster Gelegenheit bei Reichelt nachzubestellen.
Was soll ich sagen? Es ist seit nunmehr 6 Monaten leider bei diesem Vorsatz geblieben, aber
unsere KL 1500 (noch die analoge Version) brennt nach wie vor wie am ersten Tag. 
Und das ganz ohne Flackern.  ;D
Viele Grüße
Joachim