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Lieber Steffen Clauss,
danke für die Bilder dieser interessanten Art die mir leider noch nicht begegnet ist. Und danke für die Beschreibung der Präparation - ich rästele schon lange wie man die Kerlchen fotografieren könnte. Las mal was von Betäuben mit irgend einer Chemikalie, sowas wollte ich nicht machen. Das Einklemmen ist doch eine humanere Möglichkeit. Was heißt genau "Waschen" unterm Stemi?
Liebe Grüße von Regi
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Hallo Steffen,
wirklich außergewöhnliche Aufnahmen! Ich habe mich auch schon oft an dem Vieh versucht, aber nie so schön hinbekommen. Besonders die dritte Aufnahme ist sehr gelungen, mit den zwei sichtbaren Endstacheln, einer davon voll im Fokus! Meinen Glückwunsch!
Martin
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Hallo Steffen,
nein, solche Anomalien sind mir bisher nicht untergekommen. Sieht tatsächlich seltsam aus. Ich weiß, dass es selten zu Teilungsanomalien kommt, die später aber wieder korrigiert werden. Wie häufig so etwas bei so komplex geformten Ciliaten wir Caenomorpha vorkommt, kann ich jedoch nicht sagen. Vielleicht gibt es so etwas häufiger als man denkt. Von Caenomorpha sind sicher noch nicht viele Exemplare in der Geschichte der Mikroskopie gründlich untersucht worden, im Gegensatz zu "Lieblingen" wie Pararmecium oder Micrasterias. Einige Ciliaten unterliegen auch einer hohen Varianz. Vor vielen Jahren haben Philipp Mayer und ich das mal an Tropidoatractus acuminatus im Mikrokosmos beschrieben:
Mayer, P., Kreutz, M.: Tropidoatractus acuminatus - ein Ciliat mit vielen Formenvarianten. Mikrokosmos 91/3, 1-4 (2002).
Die damaligen Untersuchungen am langsam schwimmenden Tropidoatractus waren jedoch im Vergleich zu Caenomorpha ein Kinderspiel.
Schönen Abend!
Martin