Liebe Kollegen,
heute kam ein neues/altes Mikroskop bei mir an, das so gut verpackt worden war, dass das Auspacken über eine Stunde gedauert hat. Das Mikroskop ist weitgehend in dem tadellosen Zustand, den der Verkäufer auf Ebay beschrieben hatte, lediglich der Grob- und Feintrieb gehen entschieden zu stramm (das konnte der Verkäufer mangels Erfahrung sicherlich nicht richtig einschätzen). Es handelt sich um dieses Fotomikroskop aus den Rathenower optischen Werkstätten (ROW):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63899_40501110.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63899_49932793.jpg)
Nun habe ich einige Fragen zu diesem Instrument, die sich sicherlich am besten beantworten ließen, wenn ich eine Bedienungsanleitung oder einen Prospekt zu diesem Mikroskop bekommen könnte. Aber vielleicht hat ja auch jemand im Forum solch ein Mikroskop und kann mir helfen.
Meine beiden brennensten Fragen sind folgende:
1. Das Mikroskop kam leider ohne Kabel. Auf der Stativrückseite findet sich ein zweipoliger Steckkontakt. Der proktoskopische Befund sieht so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63899_33978602.jpg)
Ist dies irgend eine DDR-Variante eines 220/230V-Netzkabels oder gehört hier ein Trafo davor? Ich kann auch keinen Helligkeitsregler finden...
2. Ich gehe mal davon aus, dass die eingebaute Kamera ohne ein elektronisches Steuermodul (wie beim Zeiss Phomi oder beim Leitz Orthomaten) auskommt. Den Auslöser habe ich auch gefunden, nur löst sie nicht aus. Wie funktionert diese Kamera?
Vielen Dank und herzliche Grüße,
Florian
Hallo Florian,
ZitatIch kann auch keinen Helligkeitsregler finden...
Ist das nicht dieser große Knopf auf der Frontseite vom Fuß?
ZitatIst dies irgend eine DDR-Variante eines 220/230V-Netzkabels oder gehört hier ein Trafo davor?
Ein passendes Gegenstück dürfte sich irgendwie auftreiben lassen. Ich würde aber nicht bedenkenlos die 230V aus dem Netz draufgeben, sondern erstmal reinschauen, wohin das Kabel auf der Rückseite der Buchse verläuft. Es ist gut möglich, daß über diese Kontakte eine Niederspannung geführt werden muß.
Bislang habe ich immer geglaubt, daß es das Fotomikroskop nur von Zeiss gegeben habe... ;D
Viele Grüße
Bernd
Lieber Bernd,
der große Knopf auf der Vorderseite sitzt ziemlich fest, was wohl auch so sein soll, denn der fokussiert die Glühbirne, die von links seitlich eigesetzt wird. Er hat sogar ein Loch in der Mitte, durch das man die Birne sehen kann.
Die Bodenplatte habe ich noch nicht abgeschraubt, aber wenn es nicht anders geht, mache ich das morgen mal.
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo Florian -
ist das nicht der gute alte Heißgerätestecker? Gib doch mal die Maße an - sowas habe ich auch noch in verschiedenen Farben herumliegen, sogar mit eingebautem Schalter.
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf,
der Anschluss hat ein Außenmaß von 2,3 x 1,4 cm, und die Kontakte stehen 1,2 cm weit auseinander.
Hast Du sowas?
Gespannte Grüße,
Florian
Zitatist das nicht der gute alte Heißgerätestecker?
Der sieht so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63908_16313743.jpg)
Aber ich glaube nicht, daß er in Florians Mikroskop reinpasst.
Letztes Jahr kam nämlich der Klaus mit so einer alten Gurke an, wo dieser Stecker gepasst hatte und es stellte sich raus, daß er in dem Fall Niederspannung geführt hat.
ZitatDie Bodenplatte habe ich noch nicht abgeschraubt, aber wenn es nicht anders geht, mache ich das morgen mal.
Eine komplizierte Elektronik wie beim Phomi III wird man wohl nicht vorfinden. Aber erschrick nicht, wenn die Wollmäuse Licht aus schreien. ;D
Viele Grüße
Bernd
Lieber Rolf,
lieber Bernd,
es gibt ja noch einen alten rechteckigen - und eben nicht trapezförmigen - Stecker. So einer steckt hinten in dem Steuermodul meines Phomi II, ein gleichartiges Kabel suche ich schon länger für einen originalen Trafo enes Opton W. Aber hat der nicht schlitzförmige Pole und auch noch drei davon (ich kann das gerade nicht prüfen)?
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo -
Bestätigung - es ist kein Heißgerätestecker, der hat 35 x 17 mm und die Pole haben 18 mm Mittenabstand.
Ich würde behaupten, dass da Niederspannung ran muss - in diesem Mikroskopstativ hat sicher nirgendwo ein Trafo mit ausreichender Leistung Platz, auch sehe ich keine Lüftungsschlitze
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf,
danke! Das hatte ich schon befürchtet. In den inzwischen von mir durchforsteten Teilen des Webs habe ich leiner kein entsprechendes Mikroskop mit einem mit abgebildeten Trafo gesehen.
Vielleicht rufe ich mal bei Askania an - da wird sich vielleicht noch jemand an dieses Mikroskop erinnern können.
Askania steht in der Nachfolge von ROW:
1. Werstatt von Johann Heinrich August Duncker
2. Emil Busch, Rathenow
3. Rathenower optische Werkstätten (ROW)
4. Teil des VEB Carl Zeiss Jena
5. Askania
Herzlichen Glückwunsch, Florian!!!
Ich habe diese Auktion wehmütig beobachtet und sah dieses wunderbare Gerät schon irgendwo schlecht verpackt unter dem Fahrersitz eines Hermes-Kutschers, auf dem Schlachttisch eines übereifrigen Bastlers der erstmal den Stativkopf absägt um eine Repro-Basis daraus zu machen oder bei jemand Anderem, der den technikgeschichtlichen Hintergrund dieses Schätzchens nicht erkennt.
Das ist das "andere" Fotomikroskop des genialen ROW-Konstrukteurs und ehemaligen Konkurrenten Kurt Michels, Otto Ursinus. (Hier sind ein paar Links, wie man auf deren beider Entwicklungen kommt - völlig kostenfrei: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7329.msg50167#msg50167).
Mit Ursinus hatte sich der gute Michel auch nach dem Krieg noch so sehr in der Wolle, dass er praktisch jedes damalige Konkurrenzprodukt in seinem Hauptwerk "Die Mikrophotographie" (Die wissenschaftliche und angewandte Photographie; Band 10) detailliert darstellte und verriss - teils dezent, teils recht direkt.
Über die Technik von Ursinus' Fotomikroskop weiß ich leider so gut wie nichts und kenne auch keine Dokumentation außer eben Herrn Michels Darstellung (würde mich aber - auch in Kopie - sehr interessieren, was das Werk sebst dazu schrieb). Sicher scheint aber, dass diesem Modell keine so lange Bauzeit beschieden war wie dem westdeutschen Photomikroskop. Warum das so war? Ich kann nur spekulieren: Emil Buschs Werke wurden ja bald dem VEB Carl Zeiss eingegliedert und hatten dort - abgesehen vom Poladun - die eher schlichten Geräte zu fertigen. Da hätte so ein "Christbaum" wie das Fotomikroskop wohl nicht gepasst. Vielleicht hatte man auch, früher als im Westen, erkannt, dass diese vollintegrierte Montage der Kamera wohl doch nicht das Gelbe vom Ei sei, oder dass die aufwändige Fertigung sich nicht rentiert... Wie gesagt: pure Spekulation.
Beste, leicht neidische Grüße, Thomas
ZitatBestätigung - es ist kein Heißgerätestecker, der hat 35 x 17 mm und die Pole haben 18 mm Mittenabstand.
Ich würde behaupten, dass da Niederspannung ran muss - in diesem Mikroskopstativ hat sicher nirgendwo ein Trafo mit ausreichender Leistung Platz, auch sehe ich keine Lüftungsschlitze
Falls widererwarten doch 230V über diese Steckverbindung geleitet werden muß, wäre es ratsam, die zweipolige Buchse durch eine Kaltgerätebuchse zu ersetzen, wie man sie beispielsweise am Netzeingang vom PC hat, nämlich dreipolig mit Schutzleiterkontakt, um der VDE gerecht zu werden.
Oder ist das Mikroskop aus Kunststoff? ;D
Es könnte ja auch sein, daß das Leuchtmittel eine Backofenlampe ist.. :-\
Ich denke mal, daß sich eine Lösung finden läßt, nachdem erstmal geklärt ist, was sich genau als elektrisches Innenleben im Mikroskop befindet.
Scheint auf jeden Fall ein seltenes Stück zu sein.. 8)
Viele Grüße
Bernd
Lieber Thomas,
danke für den Hinweis auf Otto Ursinus.
Natürlich bin ich sofort zum Bücherschrank gelaufen und habe mir Kurt Michels "Die Mikofotographie" herausgenommen. Ich sehe das richtig, dass es hier keinen direkten Hinweis auf Ursinus gibt, erst recht nicht auf dieses Fotomikroskop (obwohl sogar das Orthophot von Fuess abgebildet ist)?
Ich würde schon gerne ein Bild des Mikroskops entweder mit Kabel (am besten mit dem Stecker in der Dose ;)) oder mit einem Trafo sehen!
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Bernd,
das Mikroskop ist definitiv aus Metall - das habe ich vorhin auf dem Weg von der Post zum Auto schmerzlich erfahren müssen.
Die Glühbirne sieht nach der Standard-Narva aus, die auch in den CZJ steckt. Ich habe sie nicht aus der Fassung geschraubt, um zu sehen, ob sie 20 oder 50 W hat.
Herzliche Grüße,
Florian
Zitat von: Florian Stellmacher in April 30, 2011, 22:59:08 NACHMITTAGSNatürlich bin ich sofort zum Bücherschrank gelaufen und habe mir Kurt Michels "Die Mikofotographie" herausgenommen. Ich sehe das richtig, dass es hier keinen direkten Hinweis auf Ursinus gibt, erst recht nicht auf dieses Fotomikroskop (obwohl sogar das Orthophot von Fuess abgebildet ist)?
Ich würde schon gerne ein Bild des Mikroskops entweder mit Kabel (am besten mit dem Stecker in der Dose ;)) oder mit einem Trafo sehen!
Lieber Florian,
ich hoffe, ich habe jetzt nichts Verkehrtes wiedergegeben, aber ich meine, beim Michel zumindest eine sehr ausführliche Tabelle gefunden zu haben, in der auch das ostdeutsche Konkurrenzprodukt behandelt wird. Ich habe meinen "Michel" ausnahmsweise mal nicht neben mir liegen und komme gerade auch nicht so leicht dran. Vielleicht liegt es an den verschiedenen Ausgaben...
Dass dem Fuess Orthophot so viel Platz eingeräumt wurde, obwohl es heute praktisch nicht mehr zu finden ist... Schwer zu verstehen.
Bevor Du Netzspannung auf die Birne gibst kannst Du es doch einfach mal mit einem regelbaren Niedervolt-Trafo (müsstest Du den Einen oder Anderen haben ;D) und einem losen Kabel probieren. So herum dürfte ja weder etwas kaputtgehen, noch körperlicher Schaden drohen.
Herzliche Grüße, Thomas
Hallo Florian,
auf keinen Fall mit Netzspannung einen Versuch machen ! Erst mal 6 Volt anlegen und sehen ob ein Glimmen kommt. Falls ja dann auch noch einen Versuch mit 12 Volt. Dabei müßte selbst bei einer 230 Volt Leuchte ein rotes Leuchten sichtbar werden.
Zum Michel:
Ich habe schnell nachgesehen, aber nur in einer Tabelle ROW erwähnt gesehen, keine Abbildung oder Abhandlung. Kann aber morgen noch bei Gerlach nachsehn. Tolles Schätzchen , Gratulation !
Schöne Grüße
Peter
Lieber Peter,
an den Gerlach hatte ich gar nicht gedacht! Auf Seite 817f ist das Mikroskop beschrieben und abgebildet, allerdings wieder ohne Trafo.
Herzliche Grüße,
Florian
Im Gerlach steht immerhin, dass während des Fotografierens die Spannung kurzzeitig auf 8 V erhöht wird, so dass man annehmen kann, dass sie normalerweise 6 V beträgt.
Gruß
Robert
Hallo Robert,
dass dort eine Niedervoltbirne eingebaut ist, steht außer Frage, aber braucht man dafür einen externen Trafo?
Letztlich ist es ja ein Sammerstück und die Diskussion eher von akademischem Interesse. Ich würde aber gerne die Kamera einmal ausprobieren.
Hoffentlich kann Askania helfen (das Modell ist aus dem Jahr 1952 :-\), und vielleicht haben die ja wie bei Leica einzelne Exemplare von Bedienungsanleitungen als Kopiervorlage behalten.
Beste Sonntagmorgengrüße,
Florian
Guten Morgen liebe ROW-Freunde,
soeben habe ich die Autopsie beendet. Diese brachte folgenden Befund:
Nach Lösen von vier Schauben ließ sich die Bodenplatte abnehmen (@ Bernd: von Wollmäusen keine Spur!):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63933_17639564.jpg)
Nun erkennt man, dass hinter dem Kabelsteckkontakt eine Spule sitzt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63933_52133494.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63933_57098480.jpg)
Diese würde ich als Spannungswandler ansehen. Liege ich da richtig (zugegebenermaßen habe ich es nicht so mit Elektrik...)?
Von dieser Spule aus gehen Plus und Minus direkt zu den Kontakten der Lampenfassung (an der Fassung selbst sind zwei Kontaktstemptel mit Feder - sehr edel gemacht!).
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/63933_59336341.jpg)
Ich würde hiernach mutmaßen, dass mir ein 220V-Netzkabel fehlt, und zwar irgend ein DDR-spezifisches Kabel, dass ich jetzt irgendwo auftreiben muss. Richtig?
Herzliche Grüße,
Florian
Hi Florian,
ich würde da sehr vorsichtig sein. Der Stecker am Mikroskop sieht nicht unbedingt nach dem DDR Heissgerätestecker aus, er ist zu viereckig dafür. Es kann also schon etwas werkspezifisches sein. Die Spule ist lediglich ein Widerstand, der auch dazu dienen kann, eine 6V Lampe an einen 12V Trafo anzupassen. In dem Fall gabe es mit 230V einen ziemlichen Knall mit Funkenregen. Von der Drahtdicke des Widerstand würde ich sagen, er ist für ein paar Ampere ausgelegt, was nicht für 230V spricht. Besser dem schon gegebenen Rat folgen und die Spannung von 6 V aufwärts erhöhen.
Gruss,
Stefan
Hallo Stafan,
danke!
Ich habe bis eben das Web nach einem Bild mit einem entsprechenden Steckkontakt abgesucht - Fehlanzeige! Das ist wirklich ein hochspezielles Kabel, das da fehlt. Ich brauche eine Bedienungsanleitung!!!
Gewarnte Grüße,
Florian
Lieber Florian,
versuche doch einmal spaßeshalber, die runde Platte, die mit der an dem drahtumwickelten Bauteil befestigt ist, nach unten zu ziehen.
Meine Vermutung: es gibt einen satten Klick und der Verschluss wird ausgelöst. Darin läge dann zumindest eine nette Parallele zum westlichen Phomi: es hat im Stativ einen massiven Magnetschalter, welcher den ansonsten rein mechanischen, von einer Spiralfeder gespannten Verschluss und Filmaufzug, auslöst.
Aber es ist schon richtig: eine Bedienungsanleitung muss her.
Viel Erfolg, Thomas
(und jetzt aber raus an die Sonne!)
Schau mal hier: http://www.mikroskopie-treff.de/viewtopic.php?t=824&view=next&sid=66e461622c152542ffbb8b5161f8f95a. Dort steht im Angebot: "Auch die Beleuchtung,(12 V) ist funktionsbereit."
Ist immerhin mal ein Anfang...
Gruss,
Stefan
Lieber Florian,
jetzt wird es durchsichtiger ;D Die Spule ist ein Leistungswiderstand. Im Gerlach Seite 817 steht:
Beim Druck auf den Auslösrer wurde zunächst das Ablenkprisma zur Seite geschoben und dann der Verschluss ausgelöst. Gleichzeitig schaltete sich ein im Fuß befindlicher Widerstand aus, so dass sich die Lampenspannung auf 8 Volt erhöhte, was zu einer kürzeren Belichtungszeit führte.
Von 6 Volt auf 8 Volt bringt eine Intensitätszunahme von 3 - 4 fach.
Damit ist für mich recht klar, dass an dem Stecker 8 Volt angelegt wurden und im Normalbetrieb die Lampe durch den Leistungswiderstand mit 6 Volt betrieben wurde. Es fehlt somit ein Trafo für 8 Volt und sicher 5 Ampere oder mehr.
Viele Grüße
Peter
Liebe Helfer,
vielen Dank für Eure Tipps und Mühen!
Soeben schrieb mir der Verkäufer, dass er noch diverse Sachen im Keller stehen hat und noch einmal nachsehen wird, ob er den Trafo findet.
Wegen der BDA werde ich Askania kontaktieren.
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo,
dann werden die beiden Stoffkabel wohl höchstwahrscheinlich zu dem Auslöser gehen, der den Vorwiderstand im Lampenkreis überbrückt, damit an der Lampe die volle Spannung, also 8V, abfällt.
Das könnte man sich sogar noch zunutze machen, wenn man die Beleuchtung auf LED umrüstet.
Aber trotzdem würde ich sicherheitshalber mal schauen, was genau auf der Lampe draufsteht.
Bei einer 6V-Lampe würde ich nun auch maximal 8V anlegen und nicht 12V. Das machen die wenigsten Glühlampen mit.
Und falls sich der passende Stecker nicht so schnell auftreiben läßt, könnte man für den Übergang auch zwei Kupplungen vom Bananenstecker nehmen. Oder eben Krokodilklemmen.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Florian,
herzlichen Glückwunsch zu diesem Schmuckstück !
Unglaublich wie rückständig die Elektrik der Mikroskope gegenüber der Optik und Feinmechanik
noch in den 50-ziger Jahren war.
Das musst du unbedingt original wieder zum Laufen bringen.
viel Spass
Wilfried
Hallo Wilfried,
ZitatUnglaublich wie rückständig die Elektrik der Mikroskope gegenüber der Optik und Feinmechanik
noch in den 50-ziger Jahren war.
Diesen Trick wendet man aber noch heutzutage bei den Anlassern in den Autos an, damit die Motoren besser anspringen.
Viele Grüße
Bernd
ZitatFalls widererwarten doch 230V über diese Steckverbindung geleitet werden muß, wäre es ratsam, die zweipolige Buchse durch eine Kaltgerätebuchse zu ersetzen, wie man sie beispielsweise am Netzeingang vom PC hat, nämlich dreipolig mit Schutzleiterkontakt, um der VDE gerecht zu werden.
ZitatDas könnte man sich sogar noch zunutze machen, wenn man die Beleuchtung auf LED umrüstet.
Hallo Bernd,
nichts für ungut, aber die Vorstellung, dieses schöne alte Stück auf LED umzurüsten oder den VDE-Vorschriften anzupassen ist mir schrecklich.
Das Mikroskop ist doch vermutlich nicht für den täglichen Einsatz bestimmt, sondern ein Sammlerstück, das möglichst im Originalzustand belassen werden sollte.
Zumindest sehe ich das so. Natürlich kann man da auch anderer Ansicht sein.
Gruß
Robert
Hallo Robert,
Zitatnichts für ungut, aber die Vorstellung, dieses schöne alte Stück auf LED umzurüsten oder den VDE-Vorschriften anzupassen ist mir schrecklich.
Das Mikroskop ist doch vermutlich nicht für den täglichen Einsatz bestimmt, sondern ein Sammlerstück, das möglichst im Originalzustand belassen werden sollte.
Zumindest sehe ich das so. Natürlich kann man da auch anderer Ansicht sein.
Die Sache mit den 230V ist ja nun abgehakt, da der Florian trotz des 1. Mai die Bodenplatte abgeschraubt und uns alle hat Einblick in das gute Stück gewähren lassen. Ohne Anleitung und ohne Hilfe durch die Fa. Askania wissen wir nun, was innen vonstatten geht.
Was die Umrüstung auf LED betrifft, so würde ich sie selbstverständlich so ausführen, daß man sie jederzeit wieder rückgängig machen kann, um das Gerät in den Originalzustand zu versetzen. Das habe ich bei meinen Geräten jedenfalls bislang immer so gemacht.
Wenn das Gerät nur zum Angucken ist, lohnt die Umrüstung auf LED natürlich nicht, da kann die Glühlampe sogar durchgebrannt sein. ;D Aber irgendwie wäre es doch ein Jammer, wenn so ein schönes Gerät nicht auch vollkommen funktionstüchtig ist.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Florian -
noch ein Tipp fürs Herrichten - besonders für Trafo und Glühlampenbetrieb:
Genaue Betrachtung des Vorwiderstandes mit den Kabelanschlüssen zeigt, dass die Hitze, welche die Textilummantelung der Kabel zum Verkohlen gebracht hat nicht allein vom Vorwiderstand ausgegangen ist (wie das beabsichtigt war) sondern teilweise durch Übergangswiderstände an den Kabelschuhen entstanden ist. Es empfiehlt sich, die beiden Anschlüsse aufzuschrauben, alles blank zu kratzen und wieder zusammenzuschrauben. Bei den Textilkabeln müssten vorher neue Kabelschuhe angequetscht werden.
Gratulation zu dem schönen Teil!
Rolf
Vielen Dank den Gratulanten,
ich habe das Mikroskop aber nur gekauft und nicht gebaut ;)!
Ein LED-Umbau kommt für mich eigentlich nicht infrage, ebenso würde ich den Steckkontakt nicht austauschen, da das Mikroskop ein Sammlerstück ist und bleiben soll. Dabei soll der Originalzustand bestehen bleiben. Wenn es mir nicht geligt, einen Trafo aufzutreiben, schafft das vielleicht ein anderer Sammler nach mir.
Natürlich habe ich Verständnis für Mikroskopiker, die ein älteres Modell modernisieren und z.B. eine LED einbauen, wenn sie mit dem Mikroskop arbeiten möchten. Ich habe auch schon in ein graues Orthoplan-Lampenhaus eine LED einbauen lassen. Die Operation ließe sich - genau so wie Bernd es vorschlägt - jederzeit wieder rückgängig machen. Stefans wunderschönes schwarzes WL-Polmikroskop hat sicher keinen Schaden durch den perfekten Umbau erlitten, und es gibt sicherlich zahlreiche weitere Beispiele einer geglückten Modernisierung. Aber dieses ROW bleibt ein Stück für die Vitrine.
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo Florian!
Diese MIKROPHOT D 16 B?
Es gibt Unterricht in Russisch hier: http://www.laboratorium.dp.ua/item/22/manual
Anatoly
Hallo Anatoly!
Super!
Das hätte ich natürlich nie gefunden! Mit der Google-Übersetzungsfunktion wird eine kurzweilige Lektüre daraus.
Hier ist auch der gesuchte Trafo zu sehen: http://www.laboratorium.dp.ua/item/22
Vielen Dank und beste Grüße,
Florian
Ich weiß nicht, ob dieser alte Beitrag och gelesen wird.
Vorige Woche habe ich von einem Freund genau dieses Mikroskop erhalten. Es ist komplett mit allem Zubehör, 2 Fotoeinschüben UND dem TRAFO.
Sollte es von Interesse sein, kann ich Fotos davon machen und hier einstellen. Das Gerät wird zur Überholung an einen Bekannten gehen, ich möchte es auch benutzen. Es sind sogar 3 Ersatzlampen dabei.
Gruß
Winfried
Moin Winfried,
spätestens jetzt, wo Du einen weiteren Beitrag zu diesem Faden gepostet hast, ist das Thema wieder an die Oberfläche des Forums gespült worden.
Du bist herzlich eingeladen, Deine Bilder dazuzustellen. Es ist das Wesen eines Forums, das das Thema nicht einam allein gehört, sondern dass man sich austauscht.
Du hast da ein wirklich interessantes Stück Technikgeschichte und tust gut daran, es wieder zum Leben zu erwecken!
Herzliche Grüße,
Florian