Hallo liebe Mitglieder des Forums,
ich frage mich, wie wichtig es beim Stacken eigentlich ist, dass
die Abstände der Fokusebenen gleich groß sind?
Will sagen: wäre ein automatisiertes Durchfokussieren dem manuellen überlegen?
Viele liebe Grüße
Timm
Hallo Treinisch,
absolut! Abgesehen davon: Mach mal 100 Aufnahmen (makro) von Hand und probiere immer die gleichen Abstände einzuhalten. Geht ja z.B. mit einem Einstellschlitten - rein theoretisch. Bei mikroskopischen Objekten wirst Du nicht so viele Bilder brauchen. Da reichen oft schon 2 oder 3.
Viele Grüße
Günther L.
@Timm: Ja, wichtig ist es und eine Automatik ist allemal bequemer.
@ Günther: Ungenauer ist mein Eigenbau garantiert nicht. Aber unbequemer schon. Die Methode ist im Prinzip aber denkbar einfach: Ein Blech wird durch teilweise Drehung einer Schraube angehoben (besser: im Rahmen der Elastizität gebogen) und so das Objekt in beliebigen und gleichen Abständen und hysteresefrei zur Kamera hin (oder von der Kamera weg) bewegt. Sehr stabil und verwacklungsfrei. Teile aus dem Baumarkt, Geschirrkasten und etwas Bastlergeschick werden zum Eigenbau benötigt. Die Umsetzung steht jedem frei. ( = Freeware ;D.
Gestäckte Grüße,
Guy
Hallo!
Da schließt sich ein Frage an:
Wenn man ( auch per Hand ) stufenweise gleichmässig ein Objekt durchfokussiert, findet man immr wieder Ebenen, in denen sich keinerlei scharfe Struktur findet.
Macht es überhaupt Sinn, diese im Stapel mit zu verwenden?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Timm, hier ein Link zu einem Workshop für Mikro- und Makrofotografie die voraussichtlich im Herbst 2011 noch einmal durchgeführt wird.
http://www.blam-hp.eu/veran11.html
Gruss Arnold
Hallo Peter,
ZitatMacht es überhaupt Sinn, diese im Stapel mit zu verwenden?
Bei reinen Flachbildern (2D) eher nicht. Bei 3D-Bildern nehme ich auch leere Frames auf. Die Frage ob es da auch Sinn macht, ist 100% berechtigt. Weiss ich nicht, überprüfe das demnächst jedenfalls!
A lazy monday afternoon!
Cheers, Guy
Liebes Forum,
zu der interessanten Frage noch einige Bemerkungen:
- Wenn man nur ein scharfes Bild mit großer Schärfentiefe erzeugen möchte, reicht es und ist gleichzeitig auch notwendig, alle Bereiche des Objekts mit scharfen Strukturen aufzunehmen. Dazu sollte man einen automatischen Vorschub etwas kleiner als die Schärfentiefe des Objektivs wählen. Ich mache es manuell und beobachte während des Fotografierens das Wandern des scharf abgebildeten Bereichs (durch das Okular), um nichts zu verpassen.
- Will man 3D-Darstellungen machen, sollten die Abstände für eine unverzerrte Projektion gleich sein. Denn dann definiert die Bildnummer die Schicht (z-Achse). Besonders empfindlich reagiert die Fouriertransformation auf ungleiche Abstände (ist aber bisher in PICOLAY nicht verwendet).
- Mir sind bisher noch keine Objekte untergekommen, bei denen ich mehr als 83 Ebenen gebraucht hätte, um sie in 3D darzustellen. Natürlich könnte man auf die schmale Seite eines Briefumschlages schauen und versuchen, Vorder- und Rückseite gleichzeitig zu lesen und das in 3D darzustellen. Bei so steilen Objekten versagt aber unser Gehirn.
Herzliche Grüße
Heribert Cypionka
www.picolay.de
Liebe Stackinggemeinde
Meine Erfahrung ist, je groesser der Sensor um so mehr Ebenen braucht man zum Stacken. Ist fuer mich auch verstaendlich, der Abbildungsmassstab wird ja bei gleichen Bildausschnitt immer groesser ...
Die meisten Fokustriebe der Objektive sind nicht linear, das bedeutet eine gleichmaessige Drehung ist nicht das Ziel ... Damit erzielt man gleiche Abstaende indem man mit den Drehhueben kleiner/groesser wird. In Abhaengigkeit ob man von der Kamera weg, oder zur Kamera hin dreht ...
:-)
Gerhard
Hallo Peter V.,
wie ist es möglich in einem Stapel absolut unscharfe Bilder zu machen? Das kann doch eigentlich nur am Anfang oder am Ende des Stacks sein, oder hat das Präparat irgenwo eine Lücke, die von der Optik nicht erfasst wird?
Unscharfe Grüße
Günther L.
Hallo Guenther
Das ist einfach, stell Dir eine Perspektive vor wo in einem Bereich der scharfe Teil nicht sichtbar ist (weil gerade von einem anderen ueberdeckt) ...
:-)
Gerhard
Motorisiertes Stacken ist gleichmässiger und schneller, ausserdem kann man auch leichter auf die Grenzen der Kameras eingehen.
Werner Jülich
Das dachte ich eigentlich auch, aber die Erfahrung der letzten vier Wochen spricht beim Freilandeinsatz eine andere Sprache. Bei meinen Schmetterlingen hat sich Stackshot nicht wirklich als Vorteil herausgestellt, im Gegenteil, NULL Ergebnis mit Stackshot und praktisch jeder Schmetterling ein Treffer bei manuellen Stacken. Bis ich den Stackshot eingestellt habe ist der Schmetterling nicht mehr in Position. Und das liegt nicht an meiner Unfaehigkeit ihn zu bedienen, im Studio, bei leblosen Objekten absolute Spitzenklasse!!!
Bei lebenden Objekten im Freiland kommt er bei mir nicht mehr zum Einsatz ...
:-)
Gerhard
(nach ueber 4 Wochen Stackingirrsin)
Hallo Gerhard,
ich kenne mich nur im mikroskopischen Umfeld aus, also linearer Antrieb der Z-Achse. Da ist die motorisische Verstellung eindeutig besser.
Werner Jülich