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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Rawfoto in Juni 19, 2011, 15:46:31 NACHMITTAGS

Titel: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 19, 2011, 15:46:31 NACHMITTAGS
Liebe KollegInnen

Heute ist mein letzter Tag (nach 31) in Bulgarien und in der Früh habe ich ein Bild dieses Jahres machen können ==> Mikroskop habe ich ja (leider) keines mit, aber das Lupenfotoobjektiv von Canon hat herhalten müssen. 3x Vergrößerung ...

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/67015_62261060.jpg)

Seit vier Jahren versuche ich die Goldaugenbremse zu fotografieren und über 100 Exemplare sind nicht sitzen geblieben, nicht einmal für ein Foto ...

Die Heute ist nach 126 Fokusschichten abgeflogen, genug um ein Ergebnis zu bekommen ==> die Schärfe geht nicht über das gesamte Motiv. Ich finde den unscharfen Vordergrund und die Unschärfe im Hintergrund aber förderlich ...

Ich poste dieses Bild nicht nur weil es mich heute "glücklich" gemacht hat :-)  Vor kurzem gab es ja auch einen Thread wo es darum ging wie viele Schichten denn Sinn machen. Das kommt ganz auf die "Schnittdicke" an :-))

Liebe Grüße aus Bulgarien

:-)

Gerhard
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Frank Fox in Juni 19, 2011, 15:53:16 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

ich bin beeindruckt von dem Foto. .... Super !!!

Herzliche Grüße
Frank
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Frank D. in Juni 19, 2011, 16:06:16 NACHMITTAGS
Meinen Glückwunsch Gerhard, ein sehr schönes Foto!

Da hatte wohl ein Goldauge Deine Gebete erhört.
Ich glaube Deinen Puls während der einzelnen Aufnahmen hier in Deutschland vernommen zu haben.

In welchem Zeitraum wurden die 126 Aufnahmen gemacht.

Eine gute Rückreise
Frank
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 19, 2011, 17:00:25 NACHMITTAGS
Hallo Frank

In weniger wie einer Minute ...

:-)

Gerhard

Die maximale Geschwindigkeit mit der 1D Mark IV und den Sandisc ultra mit 90 und vollen Pufferspeicher :-))
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Holger Adelmann in Juni 19, 2011, 18:24:40 NACHMITTAGS
Unglaublich, Gerhard, ich bin begeistert !!

Herzliche Grüsse
Holger

Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Päule Heck in Juni 19, 2011, 19:21:48 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

klasse Foto. Bin begeistert!

Gute Heimreise!
Päule
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Fahrenheit in Juni 19, 2011, 20:35:14 NACHMITTAGS
Lieber Gerhard,

eine meisterliche Aufnahme! Hast Du die Bremse hypnotisiert?  ;D

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Michael Plewka in Juni 19, 2011, 20:46:07 NACHMITTAGS
hallo Gerhard,
Gratulation zu der tollen Aufnahme!
beste Grüße Michael Plewka
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 21, 2011, 20:43:26 NACHMITTAGS
Danke fuer Eure Rueckmeldungen :-))

Liebe Gruesse

Gerhard
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Kurt Wirz in Juni 25, 2011, 14:13:29 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Das ist eine super Leistung, ich gratuliere.
An einem lebenden Tier ein Stack in dieser Dimension herzustellen ist absolut SPITZE!
Schärfe, Farbe, Ausschnitt, es gibt nix zu meckern alles TOP.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 25, 2011, 20:27:56 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Danke, schön wieder einmal von Dir was zu hören. Ich denke jedes Mal an Dich wenn ich das 120er Photar am Balgen habe ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Alfons Renz in Juni 26, 2011, 09:37:33 VORMITTAG
Hallo Gerhard,

Bei einem so schönen Bild einer Chrysops darf man bei aller Bewunderung nicht vergessen, dass deren nahe Verwandte in Zentralafrika die Loiasis (Loa Loa) übertragen.

Eine recht gefährliche Krankheit des Menschen, hervorgerufen durch eine ca. 10 cm lange Filarie (Nematoda, Filarioidea), die gelegentlich bei ihren Wanderungen durch das Bindegewebe auch in der Conjunctiva des Auges erscheint ("Augenwurm"). Gefährlich sind die Kalabarschwellungen, die dort entstehen, wo der Wurm seine Nachkommen ("Mikrofilarien") freisetzt. Speziell in Nähe der Luftröhre, die dann zuschwellen kann. Die Mikrofiarien zirkulieren im Blut und können ihre Entwicklung zur L3 nur fortsetzen, wenn sie beim Stich der Bremse wieder aufgenommen werden. Beim erneuten Blutsaugen der Bremsen (Chrysops caecutiens u.a.) werden diese Dritten Larven (L3) wieder in den Menschen gebracht und wickeln sich dort bis zum Adultwurm.

Facit: Wer einer solchen, zugegebenermaßen sehr schönen Breme im tropischen Afrika begegnet, darf nicht lange zögern und sollte sie sofort in Alkohol für alle weiteren Untersuchungen konservieren!

Mit herzlichen Sonntagsgrüßen,

Alfons
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Peter V. in Juni 26, 2011, 11:18:01 VORMITTAG
Hallo Gerhard,

Markroaufnahmen von Insekten waren bislang nicht gerade die Materie, die mich übermäßig begeisterte. Deshalb lese ich auch nicht unbedingt jeden Beitrag in dieser Kategorie.
Aber dieses Foto haut mich fast vom Stuhl!!! Nicht nur die Bildqualität an sich, auch das Motiv, das mich irgendwie an einen Düsenjet vor dem Start erinnert. Beeindruckend!
Da ich mich wirklich nie damit beschäftigt ( und  deshlab evtl. auch ähnliche vorherige Beiträge im Forum nicht gelesen ) habe, eine vielleicht "dumme" Frage:

Wie habe ich mir das Stacken vorztustellen?
- Drehst Du langsam am Schärfering während Du die Aufnahmen "durchrattern" läßt?
- Wie nah mußt Du mit der Kamera an das Objekt heran?

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 27, 2011, 10:39:31 VORMITTAG
Hallo Peter

Danke, auch ich finde die Form sieht wie ein Amerikanisches Bombermodell aus.  Besonders spannen finde ich die Fluegelform, konkreter die schoepferfoermige Einbuchtung ...

Da ist ein Lupenfotoobjektiv zum Einsatz gekommen,  von der Frontlinse bis zum Objekt sind es ca. 5cm. Die Kamera befindet sich auf einem Kreutzschlitten und ueber das Drehen auf einem Rad wird die Kamera vom Objekt weg bewegt. Das ist uebrigens besonders wichtig, die andere Richtung wird als Bedrohung empfunden ...

Der Spiegel wird verriegelt und die Aufnahmen im Blindflug geschossen. Erst nach der Aufnahmeserie wird der Spiegel wieder mit der Settaste zurueckgeschwenkt.

:-)

Gerhard
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: rhamvossen in Juni 28, 2011, 17:27:58 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

Schönes Foto. Bist du schon einmal gestochen worden?  ;) Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 29, 2011, 22:16:25 NACHMITTAGS
Hi

Ja, schon des oefteren und Heuer waren sie die Pest - aber nicht von der Goldaugenbremse. Ob die auch Menschen anfallen kann ich nicht beantworten ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Alfons Renz in Juni 30, 2011, 00:45:17 VORMITTAG
Hallo Gerhard,

Aber natürlich gehen diese Chrysops-Tabaniden auch gerne an dem Menschen! Wovon ich mich beim letzten Urlaub in der Provence selbst überzeugen konnte:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/67728_14850197.jpg)

Auch im Schönbuch bei Tübingen fliegen diese Bremsen regelmäßig am Menschen an und würden gewiss auch saugen, wenn man sie liesse.

Ob es überall exakt die gleiche Art ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Herzliche Grüße,

Alfons
Titel: Re: Goldaugenbremse
Beitrag von: Rawfoto in Juni 30, 2011, 12:04:46 NACHMITTAGS
Hallo Alfons

Ich sagte ==> ich weis es nicht von der "Goldaugenbremse (Chrysops relictus)", Du postest ein Bild von einer anderen Art und gibst eine sehr allgemeine Antwort?!?

Ich vermute, dass auch die Goldaugenbremse nicht abgeneigt ist Menschenblut ...

Bisher hat mich diese Art aber verschont :-)

Gerhard