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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Jürg Braun in Juli 09, 2011, 08:22:02 VORMITTAG

Titel: LED Bastelei
Beitrag von: Jürg Braun in Juli 09, 2011, 08:22:02 VORMITTAG
Guten Tag

Bei einer diesen billigen Solargartenleuchten ist der Akku hin. Ich habe das Teil zerlegt und würde nun gerne daraus eine Beleuchtung für das M11 basteln. Welchen Wiederstand auf dem Foto muss ich zwischen Batterie und LED schalten? Muss er dem Plus oder Minus vorgeschaltet werden?

Gruss in die Runde

Jürg

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/68322_66339710.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/68322_35573584.jpg)
Titel: Re: LED Bastelei
Beitrag von: Microbehunter in Juli 09, 2011, 09:12:49 VORMITTAG
hallo,

die LEDs halten nur eine gewisse Stromstärke aus, und diese hängt wieder von der angelegten Spannung ab, und ob die LEDs in serie oder parallell geschaltet sind, und vom Wiederstand der LEDs selbst. Es ist egal ob der Wiederstand vor dem + oder dem - Pol geschaltet wird, da es den ohnehin den Strom begrenzt. die LEDs selber müssen natürlich richtig gepolt werden.

Ich würde das mit einem Potentiometer (=drehwiederstand) austesten. LEDs sind ohnehin nicht teuer, falls man welche zerstört. Mehr infos kann ich leider nicht geben....

Oliver
Titel: Re: LED Bastelei
Beitrag von: Hugo Halfmann in Juli 09, 2011, 09:59:57 VORMITTAG
Für das M11 braucht man aber keine Hochleisungs LED, die originale Fahrradbirne ist ja auch eher eine trübe Funzel. Guck doch mal nach, wieviel Volt / mAh der Akku aus der Gartenlampe lieferte, und versuchs erst mal mit einer entsprechenden Batterie.
Ich geh jetzt mal davon aus, daß Du das M11 standesgemäß in freier Wildbahn betreiben möchtest. Wegwerfen kannst´s immer noch.
Titel: Re: LED Bastelei
Beitrag von: Nomarski in Juli 09, 2011, 11:53:43 VORMITTAG
Hallo,

diese LEDs lassen sich mit einem Vorwiderstand betreiben, der von der Höhe der Batteriespannung abhängt.
Die LEDs sind für einen Dauerstrom von 20mA ausgelegt.
Um den Widerstand zu ermitteln, kann man entweder ein Potentiometer bei höchstem Einstellwert oder einen Widerstand, angefangen bei 1K-Ohm in Reihe schalten und dabei den Strom messen. Den Widerstand läßt man dann immer kleiner werden, bis sich der Strom bei 20mA eingependelt hat.
Durch ein zusätzliches Potentiometer, das man noch in Reihe schalten kann, läßt sich die LED dann sogar in der Helligkeit dimmen. Mit ein paar weiteren Schaltungstricks läßt sich die Sache dann sogar noch so gestalten, daß man den vollen Regelbereich des Potentiometers vom gerade Aufglimmen bis zur max. Helligkeit nutzen kann.

VG
Bernd
Titel: Re: LED Bastelei
Beitrag von: Werner in Juli 09, 2011, 13:15:07 NACHMITTAGS
Hallo Jürg!

Genau das Problem hatte ich auch, es ist nicht ganz so einfach, wie es zunächst aussieht, aber lösbar.
Hier noch einige Ergänzung zu Bernd Nomarskis Text, er kam mir zuvor.

Weiße Leds (UV) benötigen eine Spannung von 3,2-3,5 V und vertragen maximal 20 mA.
Der minimale Vorwiderstand hängt von der Batteriespannung ab, er errechnet sich nach dem ohmschen Gesetz.
Beispiel: 3 Alkalibatterien à 1,5 V : 4,5V - 3,3V = 1,2 V ... geteilt durch 20 mA = 60 Ohm (47 + 12 Ohm).
Sinkt die Spannung auf 1,4 V ab, reduziert sich der Strom allerdings auf 15 mA.
Besser sind da 4 Batterien, dann ergeben sich 6V - 3,3V = 2,7 V ... geteilt durch 20 mA = 135 Ohm (100 + 33 Ohm).
Bei 1,4 V fließen dann 17 mA, also etwas mehr.
Das Problem bleibt ein in Reihe geschaltetes 1-k-Ohm Poti. Die Helligkeitsänderung ist abhängig vom Drehwinkel stark nichtlinear.
Logarithmische Pots in 1 kOhm sind schwer erhältlich, sind Exoten und werden selten verwendet.
Abhilfe wäre da ein 11-Stufen-Schalter, der entsprechend ausgerechnete Vorwiderstände schaltet, z.B. für alle 2 mA.
Hilfreicher als ein Taschenrechner ist die Verwendung eines Kalkulationprogrammes, um das alles ausrechnen zu lassen, Variationsrechnungen sind auch leicht möglich.
Krumme Widerstandswerte werden durch Reihen- oder Parallelschaltung gebildet.

Will man aber andersfarbige Leds mit geringeren Flußspannungen betreiben, ist das ganze hinfällig, andere Widerstände sind nötig.
Deshalb hatte ich mir eine geregelte Vierfachstromquelle mit einem Operationsverstärker, Referenzspannung und 4 linearen Pots gebaut, betrieben mit einer 6-V-Flachbatterie aus alten Polaroid-Farbkassetten. Mehr Leds sind für Auflicht sehr praktisch, außerdem kann man eine UV-Led dazuschalten.

Powerleds von 1 oder 3 W benötigen 350 bzw. 700 mA, da sind Batterien unwirtschaftlich, Bleiakku (Auto) geht aber.
Ich bin gerade dabei, mir für die Powerleds einen linearen Stromregler mit einem LM317 zu bauen.

Viele Grüße   -   Werner