Warum komme ich nicht auf so etwas banales ??? : Ist im Top Journal Nature publiziert:
Man nehme:
Ein gutes Lichtmikroskop
Ein paar Quarzglaskugeln mit 2 my Durchmesser
Streue die "Mikrolinsen" auf das Präparat....
... und ab unter das Mikroskop - voila, die mikrokleinen Quarzlinsen entwerfen Bilder von kleinsten Strukturen, die dann ganz gewöhnlich im Mikroskop nachvergrössert werden. Wir haben somit das dreistufige Mikroskop erfunden.
http://www.mace.manchester.ac.uk/aboutus/staff/academic/profile/publications/journal_pdfdownload.php?id=2669
Herzliche Gruesse
Holger
Höchst beachtlich! Wird es demnächst kugelbeschichtete Deckgläser geben?
Danke für den Hinweis!
Hallo Holger,
reicht es nicht ein solches Kügelchen auf die Frontlinse zu kitten (so, wie schon Leeuwenhoek das gemacht hat) ? ;) :D ;D
Ernsthaft: Ich verwende in der klassischen Dunkelkammer eine ähnliche Technik mit, allerdings größeren, Glaskugeln, um die Bilder aufzurastern. Dort verringern sie das Auflösungsvermögen. Wie dicht müssen die Kügelchen denn gepackt sein, um diesen Effekt zu erzielen? Wie steht es mit Bildfeldebnung, Achromasie, Astigmatismus und dem übrigen Zoo optischer Unschönheiten? Wie steht es denn mit der geometrischen Beschaffenheit dieser Hilfskügelchen? ???
Ausprobieren würde ich´s, aber allzu viel versprechen würde ich mir nicht davon.
@Ernst Hippe: Die hätten dann den Vorzug, daß der Schmutz nicht leicht daran haftet (Lotos-Effekt). :D
L.G.
Herbert
Lieber Holger,
danke für den interessanten Artikel! Ob es dazu einmal Anwendungen geben wird?
Herzliche GRüße
Jörg
Hallo,
vielen Dank für den Hinweis!
Grüße
Jens
Zitat von: Holger Adelmann in Juli 26, 2011, 13:52:23 NACHMITTAGS
Warum komme ich nicht auf so etwas banales ??? : Ist im Top Journal Nature publiziert:
Man nehme:
Ein gutes Lichtmikroskop
Ein paar Quarzglaskugeln mit 2 my Durchmesser
Streue die "Mikrolinsen" auf das Präparat....
... und ab unter das Mikroskop - voila, die mikrokleinen Quarzlinsen entwerfen Bilder von kleinsten Strukturen, die dann ganz gewöhnlich im Mikroskop nachvergrössert werden. Wir haben somit das dreistufige Mikroskop erfunden.
http://www.mace.manchester.ac.uk/aboutus/staff/academic/profile/publications/journal_pdfdownload.php?id=2669
Herzliche Gruesse
Holger
ZitatOb es dazu einmal Anwendungen geben wird?
Nö! Dafür gibt es was anderes.
Gruß - EFH
ZitatNö!
Meine Nachfrage hatte ja auch einen kritischen Unterton ... ;D
Andererseits: bei der EM - Mikroskopie und ihren Ablegern ist das Probenmaterial mausetot. Avec DIC (Holger hat dazu hier gerade einen schönen Film im Forum (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9441.15)) kommt grob in den Auflösungsbereich von 100nm - bietet allerdings ein im ganzen Bildausschnitt gleichermaßen scharfes Bild.
Von daher wäre schon eine Nische denkbar, in der das neue Verfahren angewendet werden kann, zumal es wohl keinen ausufernden Technikpark benötigt. Konkret vorstellen kann ich mir da aber gerade auch nix ...
Herzliche Grüße
Jörg
STED Fluoreszenzmikroskopie kommt doch auch in ähnliche Größen, sogar bei lebenden Präparaten.
Zitat von: Hyperion in Juli 27, 2011, 13:19:13 NACHMITTAGS
STED Fluoreszenzmikroskopie kommt doch auch in ähnliche Größen, sogar bei lebenden Präparaten.
aber halt nur bei fluoreszenzmarkierten lebenden Präparaten und viele Fluoreszenzfarbstoffe sind toxisch.
Und wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus ? Ausserdem ist man erst bei ca. 500 000 Euro dabei !
Aber so richtig was neues ist die Nahfeldmikroskopie mit den Kügelchen auch wieder nicht. Beim SNOM (Scanning Nearfield Optical Micrsocope) gab es meines wissens auch schon Sonden mit Kügelchen als Nahfeldoptik an einer Sonde. Nur waren die Kügelchen im 100nm Bereich (also Nanospheres) und das Bild wurde durch Rastern der Kugelspitze erreicht, was den Vorteil hat, dass man einen grösseren Bildbereich abbilden kann.
Der Bildbereich ist im verfahren mit den Mikrokügelchen halt arg eingeschränkt, aber das könnte man vielleicht durch ein vom Objektiv geführten Kügelchen erreichen. Es dürfte natürlich nicht direkt auf dem Objektiv liegen, sondern müsste im Arbeitsabstand vom Objektiv über die Oberfläche geführt werden. Dabei müsste sich die Kugelfläche trotzdem immer im Nahfeldabstand über der Oberfläche befinden.
Am besten wäre ein speziell gerechnetes Objektiv mit Arbeitsabstand nahezu Null, dann könnte man das Kügelchen direkt auf der Fronlinse befestigen aber das Regelsystem müsste dann halt von ähnlicher Qualität sein wie beim SNOM d.h. Arbeitsabstände im Submikrometerbereich konstant halten können.
nanoskopische Grüsse
Wilfried