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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: peter-h in August 04, 2011, 17:26:05 NACHMITTAGS

Titel: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: peter-h in August 04, 2011, 17:26:05 NACHMITTAGS
Liebe Mikrofotografen/innen,

mit den folgenden Bildern bin ich absolut nicht zufrieden und hoffe ich kann einige Tipps erhalten, bzw. eine kleine Fehleranalyse bekommen. Erste Versuche waren mit Blitz und DIC, Canon 450D ,aber leider war die Qualität noch schlechter. Ob das Tierchen doch zuviel Wasser um sich hatte?
Dann Umbau und Schieflicht , Kamera DFK72 im Zeitbereich von 1/1000s bis 1/5000s. Objektive Planapo 25/0,65 , bzw CZJ Apo 40/0,95.
An der Belichtungszeit wird es wohl nicht liegen. Stacken geht nicht, also muß ich das Vieh platt machen?

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70249_64653825.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70249_33561150.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70249_33829902.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70249_44848730.jpg)

Viele Fragen  ??? Grüße
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Ernst Hippe in August 04, 2011, 17:40:34 NACHMITTAGS
Lieber Peter,
das letzte Bild finde ich durchaus gut; den unscharfen Bereich wirst Du nicht vermeiden können, weil er bei diesem Objektiv out of focus liegt und Stacken nicht geht wegen der Bewegung.
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Florian Stellmacher in August 04, 2011, 17:59:20 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

da muss ich Herrn Hippe recht geben: ich finde sogar die beiden letzten Bilder ganz wunderbar.

Bei den beiden ersten hast Du irgendwelche "Fehlfarben" an der Membran und im Plasma, aber der Zilienkranz ist bei Deiner kurzen Belichtungszeit sehr gut erkennbar. Bei mir tauchen Farbsäume im Schieflicht gerade bei größeren Objekten recht häufig auf, vor allem, wenn die Aperturblende relativ weit geschlossen werden muss. Ich habe das immer als gottgegeben angesehen  :-[.

Herzliche Grüße,
Florian
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Klaus in August 04, 2011, 19:14:37 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

ich finde Deine Aufnahmen gut gelungen. Vorticella, die an Algen hängen sind schwer scharf auf's Bild zu bannen. Ich habe mal vor kurzem eine frei schwebend erwischt, aber nicht eingeklemmt (siehe Bild). Objektiv 50/0,95 CZJ Planachromat fl, DIK. Leider hatte ich damals noch keinen Blitz, da sind Deine Aufnahmen doch ein Stück besser, auch bei meiner Aufnahme ist die Tiefenschärfe zu bemängeln. Allerdings ist das bei den CZJ 50/0,95 Objektiven immer ein Thema....Vielleicht könntest Du beim Blitzen die ISO Zahl noch optimieren oder kommen die sichtbaren Pixel an den feinen Strukturen von der Bildbearbeitung?

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70254_52167380.jpg)

Gruß

Klaus
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: G. Helbig in August 04, 2011, 19:32:38 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

das letzte Bild ist für ein 40er mit schiefer Beleuchtung doch sehr gut. Was mich irritiert ist das Rauschen um das Objekt, wärend der Hintergrund "weich" ist. Hast Du hier mit einer Bildbearbeitung nachgeholfen?

Bei meinem 20er Planapo habe ich immer unscharfe Bilder wenn die Schichtdicke zu hoch ist. Wenn die minimale Schichtdicke bei Deinem Präparat durch die Spirogyra bestimmt wird, dann wird sie noch viel zu dick für das Glockentierchen sein.

Viele Grüße

Gerald
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Peter V. in August 04, 2011, 22:18:17 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

zunächst dachte ich auch: Was will er  ???  ???  ??? Die Bilder sind doch o.k.!
Unter den gegebenen Umständen (Schieflicht) muss ja mit Farbsäumen rechnen. Dann war vermutlich die Schichtdicke zu hoch - wenn die Viecher nicht ausreichend geplättet sind, liegt eben nicht alles in einer Fokusbene und verwäscht, besonders natürlich bei Planapos oder Apos.
So weit, so gut ( oder schlecht, wie Du ja findest ).
Dann fallen natürlich die deutlichen Artefakte am Objekt selbst auf, entweder ist das Rauschen oder JPG-Artefakte. Das kann man aber nur beurteilen, wenn man weiss, welche Schritte der EBV Du nacheinander getätigt hast. Hatte ursprünglich das ganze Bild dieses Rauschen und ist der Hintegrund nur deshalb homogener, weil Du ihn weichgezeichnet hast? Oder sind die rauschigen Bezirke erst nach dem Abspeichern aufgetreten?
Ich denke, Du hättest eifach irgendwann im Workflow ( noch vor dem Weichzeichnen des Hinteregrundes ) eine Entrauschung mit Neat Image o. ä. durchführen sollen. So mache ich es zumindest.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: peter-h in August 05, 2011, 11:18:58 VORMITTAG
Liebe Analysten / Analytiker,

vielen Dank für die Antworten zur möglichen Fehlerquelle. Nun gut, so ganz grauenhaft sind die Aufnahmen nicht, aber ich hatte mir einfach bessere Ergebnisse gewünscht. Wie sind die Bilder entstanden :

1. Schritt
Jeweils eine Aufnahmeserie von bis zu 20 Einzelbilder, immer am Trino das Vieh verfolgt, nachjustiert und dabei die Aufnahmen ausgelöst. Danach noch eine Leeraufnahme, also das Bildfeld ohne das Objekt (Vorticella).

2. Schritt
Das augenscheinlich beste Bild ausgewählt und das Leerbild als Flatfieldkorrektur abgezogen. Damit wird der durch die schiefe Beleuchtung sehr überbetonte Schmutz und Staubpartikel der Optik stark reduziert.

3. Schritt
Bildnachbearbeitung von Helligkeit, Kontrast, Schärfe usw. und weitere Säuberungsaktionen und Hintergrundglättung.

4. Schritt
Mit Neat Image das ges. Bild entrauschen. Durch die Flatfieldkorrektur wird das Farbrauschen erhöht und stört sehr. Daher ist die Glättung mit Neat Image unbedingt erforderlich.

5. Schritt
Bild auf die Größe fürs Forum pressen und JPG komprimieren.

Beleuchtet wurde mit der Cree XM-L T6 bei 2000mA. Die kleine ImagingSource Kamera schafft dann Belichtungszeiten von 1/1000s bis 1/5000s.

Zusammengefaßt wird es also wohl an der Schichtdicke und dem Bewegungsfreiraum liegen und nicht an falscher Optik oder zu langer Belichtung. Demnächst soll noch ein Versuch mit 1/10 000s und Beleuchtung mit der 45Watt LED Cree CXA bei voller Dauerleistung erfolgen.

Einen schönen Tag und Gruß
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Stefan_O in August 05, 2011, 11:42:10 VORMITTAG
Hallo Peter,

irgendwie irritiert mich der Punkt "Durch die Flatfieldkorrektur wird das Farbrauschen erhöht und stört sehr. Daher ist die Glättung mit Neat Image unbedingt erforderlich.". Rein von der Theorie der Flatfieldkorrektur habe ich Mühe das nachzuvollziehen und sehe den Effekt bei mir nicht. Kannst Du vielleicht mal das Originalbild und die Flatfield-Aufnahme posten?

Was Neat Image angeht, bin ich skeptisch. Ich habe es vor Urzeiten mal getestet und fand die Ergebnisse nicht berauschend. Seitdem bestand bei mir kein Bedarf für solche Programme.

Gruss,
Stefan
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: peter-h in August 05, 2011, 18:04:48 NACHMITTAGS
Hallo Stefan,

es ist eine recht einfache Erklärung. Jedes Bild rauscht, aber zeitlich unterschiedlich. Addiere ich solch verrauschte Einzelbilder, so wird durch die Mittelung das Rauschverhalten geringer. Subtrahiere ich aber, so kann es sich im Extremfall verdoppeln. Nachfolgend Ausschnitte von:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70322_63708129.jpg)
Originalbild

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70322_61896469.jpg)
Aus 2 Einzelaufnahmen mit zeitlichem Versatz das errechnete neue Bild.

Wird das zur Flatfieldkorrektur benutze Bild vorher geglättet, oder durch mehrere Bilder gemittelt, so ist auch das Resultat besser.
Originalbilder der Vorticella habe ich leider nichtmehr. Die werden gleich nach der Bearbeitung bei mir gelöscht. Ich mag keine Datenfriedhöfe.

Gruß
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Ralf in August 05, 2011, 20:40:10 NACHMITTAGS
Zitat von: Stefan_O in August 05, 2011, 11:42:10 VORMITTAG

irgendwie irritiert mich der Punkt "Durch die Flatfieldkorrektur wird das Farbrauschen erhöht und stört sehr. Daher ist die Glättung mit Neat Image unbedingt erforderlich.".

Hallo Peter und Stefan,

ich arbeite sehr viel mit der Flatfieldkorrektur von Picolay und bemerke oft, dass im Ergebnis ein höheres Rauschen vorliegt als bei den Einzelbildern.

Die vorherige Glättung des Ausgangsbilds werde ich mal testen, danke, Peter, für den Hinweis.


Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Peter V. in August 05, 2011, 21:40:19 NACHMITTAGS
Hallo!

ZitatWas Neat Image angeht, bin ich skeptisch. Ich habe es vor Urzeiten mal getestet und fand die Ergebnisse nicht berauschend.

Das ist ja auch richtig so - Neat Image dient ja dem Entrauschen!  ;)

Nun bin ich kein EBV-Profi und kenne bislang nur Neat Image für diese Funktion, finde es aber - für mich - schon überzeugend. Ich wende es zumeist vor den weiteren Bearbeitungsschritten wie Kontrastvertärkung, Nachschärfen etc. an, um die "Rauschpartikel" nicht durch diese Schritte noch weiter zu "verstärken". Auch, wenn ich mal irgendwo gelesen habe, dass das Entrauschen eigentlich immer am Ende des ganzen Bearbeitungsprozesses stehen sollte.
Seit ich Neat Image habe, weiss ich nicht mehr, wie ich ohne zurechrt gekommen bin - ich möchte es jedenfalls nicht missen. Aber jeder hat ja eine eigene Art und Weise, Bilder zu Bearbeiten.

Wenn die Flatfieldkorrektur das Rauschen verstärkt, würde ich diesen Schritt nicht durchführen und den Schmodder lieber händisch entfernen.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Stefan_O in August 05, 2011, 22:03:42 NACHMITTAGS
Hm! "Subtrahiere ich aber, so kann es sich im Extremfall verdoppeln" => Du subrahierst ja beim Flatfield nicht, sondern dividierst. Dabei sollte dir das Rauschen erhalten bleiben, aber nicht verstärkt werden, solange dein Weissbild auch weiss ist, also etwas höher belichtet als dein Originalbild. Ziel ist ja eine Normierung mit allen Pixelwerten < 1. Oder liege ich da einem Denkfehler auf? Im Auflicht ist das Target tatsächlich fast (physikalisch) weiss, mag sein, dass es da Unterschiede zum Durchlicht gibt.

Datenfriedhof hin- oder her: zur Analyse waren die Rohdaten schon gut. Die Helfer könnten dann schauen, was für ein Ziel sie mit ihren Workflows erreichen. Gäbe schon einen besseren Lerneffekt für alle Seiten.

Gruss,
Stefan
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Peter V. in August 05, 2011, 22:13:43 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

Ein nachrträgliches Entrauschen führt auch bei Deinem Foto noch zur Verbesserung:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70330_4385195.jpg)

Ehrlich gesagt - nochmal entrauscht, finde ich das Foto tadellos. Du hast bei diesem Motiv m. E. wirklich lediglich noch ein Schichtdickenproblem, ansonsten wäre das Bild doch einwandfrei ( wenn alle Strukturen in einer Ebene lägen ).

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: peter-h in August 05, 2011, 22:18:56 NACHMITTAGS
Hallo Stefan,

Du hast absolut recht, es wird nicht subtrahiert, sondern dividiert. Zudem habe ich festgestellt, dass jedes Programm zur Flatkorrektur ein etwas anderes Ergebnis liefert. Sollte nicht sein, aber ist so. Ich arbeite aus alter Gewohnheit meist mit GIOTTO.

Gruß
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Monsti in August 05, 2011, 22:21:29 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

auch mich hat die Nachbearbeitung Deines Fotos interessiert. Zu folgendem Ergebnis bin ich gekommen:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70333_45575267.jpg)

Das Foto wurde mit Photoshop Elements 5.0 bearbeitet. Ich benutzte ausschließlich den Weichzeichner im Editor, und zwar für die Randbereiche (z.B. Stiel) 100%, für die strukturierten Bereiche 25%.

Liebe Grüße
Angie
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: G. Helbig in August 08, 2011, 08:28:12 VORMITTAG
Zitat von: peter-h in August 05, 2011, 11:18:58 VORMITTAG
2. Schritt
Das augenscheinlich beste Bild ausgewählt und das Leerbild als Flatfieldkorrektur abgezogen. Damit wird der durch die schiefe Beleuchtung sehr überbetonte Schmutz und Staubpartikel der Optik stark reduziert.

Hallo Peter,

meinst Du den Schmutz und Staubpartikel des Präparates oder der Optik?

Viele Grüße

Gerald
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Stefan_O in August 08, 2011, 09:41:15 VORMITTAG
Hallo Peter,

als unverbindlicher Tip: ich würde nach der Flatfield-Korrektur und vor allen Entrauschmassnahmen mal den CLAHE-Filterplugin von ImageJ drüber laufenlassen, mit den Einstellungen 15/256/2.2). Ich finde die Verbesserung sehr deutlich, selbst bei dem schon sehr überarbeiteten und komprimierten Bild, dass du hier ins Forum gestellt hast. Gerade Objekte mit wenig Kontrast werden mit diesem Filter sehr plastisch dargestellt. Je nach Verwendungszweck ist Entrauschen danach sinnvoll, mit der Funktion Process->Filter->Gaussian Blur z.B.

Die Flatfield-Korrektur kann Du ebenfalls in einem Zug mit ImageJ machen.

Gruss,
Stefan

CLAHE: http://rsbweb.nih.gov/ij/plugins/clahe/index.html
Flatfield: http://rsbweb.nih.gov/ij/plugins/calculator-plus.html
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Jürgen H. in August 08, 2011, 09:45:00 VORMITTAG
Liebe Photonachbearbeitungskünstler,

ich finde es immer wieder berauschend ;-), was man durch Nachbearbeitung so alles erreichen kann. Andrerseits steht man wohl immer auch im Konflikt, ob man lieber das ästhetisch schöne schmodderfreie entrauschte Photo will und dafür ein paar Artefakte in Kauf nimmt, die mit dem Objekt nichts zu tun haben, oder ob man lieber ein wenig Schmodder und Rauschen lässt und dafür halbwegs die Gewähr hat, dass man sieht, was tatsächlich ist.

Ich bilde ein Beispiel:

Dieses Photo hier

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/70449_3069606.jpg)

zeigt die Cilienstruktur wunderbar deutlich. Auch ist der Untergrund wunderbar sauber. Es ließe mich aber vermuten, dass besonders die rechte Vorticella in einer gallertartigen Hülle lebt, die z.B. im Fußbereich aber auch unter den Cilien deutlich wird. Es ließe mich fragen, ob die Vorticella irgendeine Substanz ausscheidet, mit der sie sich umgibt.

Der Übergang zum Hintergrund ist bei Monstis Weichzeichnungsverfahren da erstaunlich viel besser geworden. Auch da zeigt sich allerdings das gleiche Problem am Übergang vom Stiel zur Glocke.

Andrerseits: Im reinen Wasser so ganz ohne Schmodder und Bakterien macht sich so eine Petrichide ja erstaunlich gut. Ihr mag das nicht gefallen, sie würde wohl wegschwimmen, aber vom ästhetischen Standpunkt aus als wohlgezogenes Photomodell erst nach dem Phototermin....

Ich bin ja kein Tümpler und hab gut reden, bitte trotzdem nicht hauen, hab meine eigenen Problme mit der Paraffineinbettung.....Aber wäre ein Umsetzen in gefiltertes Standortwasser nicht sinnvoller und vielleicht sogar weniger mühevoll als alle die Schritte in Photoshop & Co?

Schöne Grüße

Jürgen






Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: peter-h in August 08, 2011, 10:40:57 VORMITTAG
Hallo
@ Gerald, ich meinte bei der Flatfieldkorrektur die Optik, wobei bei der schiefen Beleuchtung auch der Schmutz vom Kondensor und der Optik an der Leuchtfeldblende (Olympus BH2) deutlich sichtbar werden.

@ Stefan, ja es wohl jeder seine Lieblingsprogramme. Ich kenne zwar ImageJ aber benutze es praktisch nicht. Mit Photoshop, Fitswork, NeatImage, Giotto, PaintShopPro, Registax 3,4,5 , manchmal Picolay und iPrep bin ich gut versorgt. Sicher können andere Programme bestimmte Funktionen besser oder schneller, jedoch man muß nicht alles haben.

Da ich das Originalbild nichtmehr habe, macht es jetzt wenig Sinn über Gallerthüllen im Bild zu spekulieren. Kann sein, kann nicht sein  :D

Nochmals danke für alle Kommentare
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Peter V. in August 08, 2011, 11:32:14 VORMITTAG
Hallo Jürgen,

Zitatzeigt die Cilienstruktur wunderbar deutlich. Auch ist der Untergrund wunderbar sauber. Es ließe mich aber vermuten, dass besonders die rechte Vorticella in einer gallertartigen Hülle lebt, die z.B. im Fußbereich aber auch unter den Cilien deutlich wird. Es ließe mich fragen, ob die Vorticella irgendeine Substanz ausscheidet, mit der sie sich umgibt.

;D  ;D  ;D

Ähmmmmm....wie soll ich's jetzt sagen?
Ein klassiche "Fehlinterpretation" durch offenbar unzuerichende Information meinerseits.
Ich erzähle mal, was das Foto von mir zeigt: Die linke Vortiella ist das von mir berbeitete Bild von Peter H. Die rechte Vorticella ist dis selbe wie links, nur aus dem unbearbeiteten Originalfoto ausgeschnitten und neben die bearbeitete Verison gesetzt, um den Unterschied vor und nach Entrauschung zu zeigen.
Das, was Du als "Gallerthülle" ansiehtst, ist kein Artefakt, sondern einfach die "lässige" Schnittkante aus dem unbearbeiteten Foto.
Ich dachte, das wäre auch klar, hätte es aber vielleicht doch erklären müssen.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Stefan_O in August 08, 2011, 11:37:21 VORMITTAG
Es ging ja nicht um Lieblingsprogramme, sondern um den Plug-in, der für deine Bilder Sinn macht und gute Ergebnisse bringt.

Ob Du gut versorgt bist mit 8 Programmen, wo zwei ausreichen, glaube ich nicht. Gut versorgt bist Du mit einem Programm für alle Arbeiten.  ;)

Gruss,
Stefan
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: Jürgen H. in August 08, 2011, 11:52:19 VORMITTAG
Lieber Peter,

Ist schon klar :-) Aber wenn Du jetzt genau hinschaust, beim linken Bild, dann hast Du dort noch immer diesen leichten "Film" um den Stil oder um den Bereich am Discus oben, oder nicht? Die Frage ist natürlich: Wie hat wohl das Original ausgesehen, dass man zum Vergleich heranziehen müsste. ....

Noch einmal: Mein Bewunderung für die Bildbearbeitungskünstler. Holger hat ja hier im Forum gezeigt, was man damit auch an strukturellen Feinheiten sichtbar machen kann. Meine Bedenken gehen ja auch nicht generell gegen derartige Bearbeitungen. Sie richten sich mehr gegen das übermäßige Putzen des natürlichen Untergrundes (wobei meine Gefühle auch dort durchaus zwiespältig sind....)

Vielleicht sind meine Bedenken auch nur die eines Fuchses, dem die Trauben zu hoch hängen :-)

Schöne Grüße

Jürgen
Titel: Re: Vorticella - Fehleranalyse
Beitrag von: G. Helbig in August 08, 2011, 12:13:24 NACHMITTAGS
Zitat von: peter-h in August 08, 2011, 10:40:57 VORMITTAG
@ Gerald, ich meinte bei der Flatfieldkorrektur die Optik, wobei bei der schiefen Beleuchtung auch der Schmutz vom Kondensor und der Optik an der Leuchtfeldblende (Olympus BH2) deutlich sichtbar werden.

Hallo Peter,

Schmutz an der Optik:
[url]http://www.zeiss.de/C1256CFB00332E16/0/896213BCBC6BE770C12578D2004294A4/$file/50-1-0025_das_saubere_mikroskop_d.pdf[url]

Schmutz im Präparat:
ich bin kein Fan von Flatfieldkorrektur & Co: eine Software kann noch so gut rechnen, aber wenn das Ausgangsbild nicht optimal ist, dann wird auch sie (die Software) nicht zaubern können.

Für mich entsteht ein gutes Foto aus drei Arbeitsschritten: präparieren (bei mir Lebendpräparate) / fotografieren / nachbearbeiten.

Am meisten Wert lege ich auf das Präparieren: ich pipettiere unter einer Stereolupe aus einer Probe die interessanten Objekte in ein Blockschälchen und  "wasche" (Überführung in weitere Blockschälchen mit sauberem Medium (Volvic)) sie dann ca. 2-3x bevor ich sie auf einen Objektträger pipettiere. Und für die Reinigung des Objekträgers und des Deckglases betreibe ich im Verhältnis zum Fotografieren einen großen Aufwand. Nichts ist ärgerlicher, als dass beim Fotografieren das Objekt der Begierde durch einen (noch so winzigen) Glassplitter aus der Deckglasproduktion gestört wird. Bei meinen eingestellen Bildern habe ich (neben Kontrast / Helligkeit / Tonwertkorrektur) nur den Stempel zum Löschen von Schmutz auf dem Fotosensor verwendet (vier winzige Punkte, wo ich mich nicht traue am Sensor Reinigungen vorzunehmen - sie sind logischer Weise immer an der gleichen Stelle).

Viele Grüße

Gerald