Servus, liebe Tümpler,
diesen Wasserfloh (ca. 550 µm) fand ich in einer Probe aus dem Sima-Hochmoor (Waidring/Tirol). Auffällig ist die genoppte Haut des Tiers.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/71080_22818512.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/71080_63143790.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/71080_38758589.jpg)
Detail vom Hinterbein
Lässt sich da bestimmungsmäßig etwas machen?
Danke und liebe Grüße
Angie
Liebe Angie,
nach Herbst, Blattfußkrebse, ist das wahrscheinlich eine weibliche Alonella (excisa?). Kommt vor "in sauren, seltener in alkalischen Gewässern". Leider ist der vordere untere Schalenrand nicht ganz deutlich - das wäre noch nützlich.
Lieber Ernst,
vielen Dank für Deine Antwort. Es war schwer, dieses muntere Tierchen zu fotografieren. Leider habe ich vorerst keine besseren Fotos. Vielleicht finde ich es aber noch einmal. Mit der Probe bin ich nämlich noch längst nicht fertig. Das Sima-Moor in Waidring (das nördlich liegende Nachbardorf) ist bezüglich der Mikrofauna und -flora wirklich beeindruckend.
Herzliche Grüße von
Angie
Hallo Angie, hallo Ernst,
Das ist Alona guttata var. tuberculata. Die deutlichen Reihen runder Höcker gibt es nur bei dieser Variëtät von A. guttata und bei Alona karelica der sehr selten ist, aber A. karelica hat einen sehr winzigen Basaldorn, würde hier kaum zu zehen sein. Das zweite und dritte Bild zeigt aber deutlich den basaldorn.
Dietrich Flößner: "Die var. tuberculata scheint eine Standortsform kleinerer, vielfach mooriger Gewässer zu sein".
Bei Alonella excisa ist ein wichtiges merkmal: die sehr fein längsgestreifte Carapaxfelder.
Liebe Grüße
Joost
Ergänzung: Hallo Angie du findest sicher noch mehrere Exemplare aber die sind auch sehr beweglich. Viel Erfolg!
Hallo Joost,
die Alona guttata var. tuberculata kenne ich auch. Mir waren hier die Buckel nicht deutlich genug, und Alonella exc. hat auch einen Basaldorn. Vor allem das Rostrum schien mir zu schmal. Aber das kann wohl variieren. Und der Flößner ist jedenfalls viel neuer.
Hallo Ernst,
Zur Bestimmung gebrauche ich immer der Flößner; ist viel mehr detailliert. Bei Zweifel ist Herbst sehr Behilflich.
Die ventrocaudale Carapaxecke von Alona ist meist abgerundet, bei Alonella viel mehr eckig.
Beste Grüße
Joost
Servus, Ihr beiden,
herzlichen Dank für Eure Hilfe!
Liebe Grüße aus dem heißen Tirol
Angie