Mikro-Forum

Bibliothek => Mikroskope => Thema gestartet von: Dypsis am Februar 17, 2013, 14:29:15 Nachmittag

Titel: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 14:29:15 Nachmittag
Hallo zusammen,

ich hatte gestern das (wie ich schätze) sehr große Glück ein (Reise?)-Mikroskop von Oechsle Esslingen zu bekommen. Es ist traumhaft gut erhalten, der Lack praktisch unbeschädigt und fast alles noch in der hüschen Kiste.
Nur bei den Objektiven da bin ich mir noch nicht sicher ob sie vollständig sind oder ob es nur Fragmente sind. Hat jemand einen Tipp für mich, wo ich Infos zu Oechslemikroskopen finden kann? Tante Googel hat mir parktisch nichts gebracht. Ich stelle später noch Bilder ein. Aber vielleicht weiß ja doch jemand von Euch wo ich schon mal was zu lesen (und schauen?) finde!

Herzlichen Dank im voraus und Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 14:41:16 Nachmittag
Hallo Thomas,

also Oechsle kenne ich nur Einheit für den Zuckergehalt des Traubenmosts. Vielleicht hat der Oechsle auch Mikroskope für Weingärtner hergestellt.
Esslingen würde passen.
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: beamish am Februar 17, 2013, 14:44:50 Nachmittag
Hallo Thomas,

Mikroskope von Oechsle kannte ich bisher auch nicht. Such doch mal bei Google Books nach "Mikroskop" und "Oechsle". Da gibts schon einiges. Z.B. erfährt man, daß der Hofopticus Carl Oechsle in Esslingen offenbar ganz interessante Mikroskope gebaut hat. Er war der Sohn des berühmten Christian Ferdinand Oechsle, der mit dem Mostgewicht...
Wie alt ist denn deins? Zeig mal Bilder.

Herzlich

Martin
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 14:49:02 Nachmittag
Hallo Martin,

du warst schneller:

Zitat
Der Pforzheimer Apotheker und Goldschmied Christian Ferdinand Oechsle

Also nix mit Esslingen, aber der Sohn hat wohl die Begabung fürs Tüfteln geerbt ist aber nicht so berühmt geworden wie der Vater!
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Peter V. am Februar 17, 2013, 14:49:41 Nachmittag
Hallo,

nicht steinigen, ich stelle die Frage trotzdem: Du bist Dir sicher, dass es ein Mikroskop ist und nicht vielleicht ein Refraktometer?
Stell doch einfach mal ein Bild ein....

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 14:50:25 Nachmittag
Hallo,

ich meine gelesen zu haben, dass Ernst Leitz bei Oechsle in die Lehre gegangen ist. Also nur so aus dem Bauch raus würde ich meinen, dass es vor 1880 gebaut ist.(Änderung: Damit habe ich mich wohl angenehmer Weise ziemlich verhauen, um 1840-50 dürfte wohl eher hinkommen, soll mir Recht sein. Man, bin ich gespannt)
Hier mal ein paar Schnappschüsse.

Herzliche Grüße
Thomas

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_43266216.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_29084409.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_51610120.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_35640139.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_51959590.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_49968416.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118988_35439146.jpg)
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 14:53:08 Nachmittag
Hallo Peter,

nein steinigen werde ich Dich sicher nicht. Ich mein aber schon, dass es ein Mikroskop ist. Jetzt kann man es ja sehen. Bin gespannt, ob ich richtig liege. Wär ja peinlich.


Fast verunsicherte Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Peter V. am Februar 17, 2013, 14:55:38 Nachmittag
Hallo,

nein, ist ein Mikroskop!  ;)

Der gute Carl Oechsle, aus dessen Werkstatt es vermutlich stammt, lebte aber noch früher:

http://www.s-line.de/homepages/oechsle_dieter/p0011.html

Hmmm, sieht mir rein gefühlsmäßig mal wieder nach einer astreinen Trüffelschweinaktion aus  :D

Im Zweifelsfalle mal Timo Mappes fragen.

Also, dann mal ran ans Brasso und blankwienern, was das Zeug hält....*

Herzliche Grüße
Peter

*war nur'n Scherz!
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 15:05:47 Nachmittag
Hallo Peter,


Was mich jetzt am brennendsten interessiert, ist, ob die Objektive wirklich so ausgesehen haben können. Ihr werdet sagen: Ja dann schau doch durch!!!
Hab´ ich ja, aber so wirklich prickelnd ist die Optik nicht. Man bekommt nichts scharf. Kann aber auch sein, dass die Linsen fürchterlich schmutzig sind.
Zumal ich am Anfang nicht gerafft habe, dass das Präparat gar nicht auf den Tisch gelegt wird sondern mit der pfeilartigen Pinzette unter das Objektiv gehalten wird. Wozu die bewegliche Linse wohl gut ist?
Für seitliche Beleuchtung?

Herzliche Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Peter V. am Februar 17, 2013, 15:09:38 Nachmittag
Hallo,

Ich würde übrigens auf ein gemnologisches Mikroskop tippen, bei diesen Geräten werden die Edelsteine oft mit solchen Pinzetten gehalten.
Was soll den verloren geganegn sen?

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 15:11:54 Nachmittag
... also fast noch mal ein Lagerstein... ;D
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Peter V. am Februar 17, 2013, 15:14:46 Nachmittag
Zitat
... also fast noch mal ein Lagerstein...


...vermutlich! Sicher bin ich mir aber nicht!!!! Ist nur so eine erste Idee.
Schön ist es aber auf jeden Fall!

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 15:18:41 Nachmittag
Hallo Thomas,

ich glaube nicht, dass das ein Mirkoskop ist, da ist ja nicht mal ne Beleuchtung dran.
Also bevor du dich jetzt damit abmühst, schick es mir. Porto kriegst du natürlich ersetzt!  ;D

Ich könnte meiner Frau eine Schreibtischlampe draus machen, der Fuß sieht ja recht stabil aus. Und den Krempel, der da noch übrig bleibt stell ich unter Messingteile für Bastler ein.

Wenn allerdings Timo Interesse hat - wovon ich sehr ausgehe - dann ist es bei ihm sicher genau richtig aufgehoben!

Du hast ein Schwein, das ist nicht zu fassen! :) Von Culpeper war nicht zufällig als Beifang noch was dabei?  ???
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 15:27:19 Nachmittag
Zitat
also ich mein das ernst, ich hab schon den Tubus entlackt. So sieht es gleich viel schöner aus.

... lese ich gerade leicht fassungslos :'( :'( :'(

Also bevor du es Timo Mappes anbietest solltest du es komplett entlackt haben und vergiss das Schwabbeln nicht. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann legt er Wert auf gerundete Kanten und hässlicher Originallack sollte unbedingt entfernt sein!

Ich seh schon die Schlagzeile in der Karlsruher Zeitung: der bekannte Mikroskopsammler T.M. aus KA hat sich aus unbekanntem Grund im Neckar ertränkt! ::)
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Peter V. am Februar 17, 2013, 15:33:32 Nachmittag
...und für die ultimative Wertsteigerung empfehle ich die Lackierung in Laubfroschgrün. Wenn ich mich richtig erinnere, kauft Klaus solche Mikroskope sehr gerne auf  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 15:37:15 Nachmittag
Zitat
Wenn ich das mal richtig verstanden habe, kauft Klaus solche Mikroskope sehr gerne auf 


Nein, das hast du falsch verstanden: das Grün würde ich abbeizen.

Also wenn ich mich mit dem ollen Ding abmühen sollte, dann wäre es mir lieber es bliebe im Original Zustand!  ;D
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 15:53:30 Nachmittag
 :D :D :D schwabbel schwabbel schwabbel :P

Hallo die Herrn,

eigentlich sollte jetzt ein Ordungsruf erfolgen in dem Sinne:
"Wenn das ein völliger Laie mitliest, dann nimmt er es vielleicht als Empfehlung und macht es wirklich!" Tja und was machen wir dann??
Wer fischt all die Leichen aus Rhein, Main, Donau oder sonstigen Gewässern?

Etwas Beifang war wohl wirkliich dabei:
ich glaube nicht, dass die Objektive(?) zu meinem Schatz gehören. Irgendjemanden müssten sie aber ja fehlen.
Also, bitte melden.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/119002_7229808.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/119002_27986695.jpg)



(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/119002_6603836.jpg)
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: beamish am Februar 17, 2013, 16:49:24 Nachmittag
Hallo Thomas,

sau- nein, trüffelschweineschönes Gerät! Ich hoffe, daß Timo Mappes uns noch was dazu erzählen kann.
Hier übrigens ein ähnliches Instrument aus der Sammlung von Herrn Woitzik:
http://www.mikroskop-online.de/DSCN0856.JPG von Körner, Jena.

Grüße

Martin
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 17:04:52 Nachmittag
Hallo Martin,

ja, da hoff ich auch drauf.

Das Gerät, das Du verlinkt hast, hat ja wirklich ein sehr ähnliches Konzept. Dazu ließe sich bestimmt was allgemeingültiges sagen. Dann wüsste ich ja auch schon einiges mehr.
Vielen Dank für Deinen Link. Hattes Du das im Hinterkopf abgespeichert, das dort so ein ähnliches Gerät steht??? Alle Achtung!

herzliche Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 17:09:26 Nachmittag
Also gut Thomas,

benehmen wir uns wieder!  :D

Wieso sollten die Objektive nicht dazu gehören. Das sind Teile eines Satzes, die hinter einander geschraubt werden, so etwas habe ich auch an alten Messingmikroskopen. Passt denn das Gewinde? Wenn du damit kein ordentliche Bild bekommst könnte es daran liegen, dass Glieder dazwischen fehlen.

Darf man fragen, wo du das schöne Instrument gefunden hast? Nach dem Preis will ich gar nicht fagen, das verkraftet mein Herz sicher nicht, dass in Kleinanzeigen unter "Messingschrott" angeboten war. :(
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Alfons Renz am Februar 17, 2013, 17:09:58 Nachmittag
Hallo Thomas,

Das ist ein wirklich sehr schön erhaltenes und äusserst seltenes Mikroskop des Esslinger Herstellers Carl Oechsle. An der hiesigen Universität gibt es eine 'Ruine' eines solchen Geräts:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/119007_2321839.jpg)

Zu Oechsle selbst gibt es zwei Publikationen von Boegehold ca. 1940. Kopien hätte ich und könnte diese Ihnen zukommen lassen.

Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde.

Da am Tübinger Mikroskop die Linsen (Okular) fehlen, wäre ich zumindest an den Linsen und dem Okular (zu Vergleichszwecken) sehr interessiert!

Mit freundlichen Mikroskopikergrüßen,

Alfons

Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 17:16:36 Nachmittag
Hallo Alfons,

klasse, schon wieder ein Puzzleteil mehr. Also um eine Kopie der Publikation wäre ich natürlich sehr sehr froh!!!
Mittlerweile beschleicht mich immer mehr das Gefühl, dass meine Objektive nicht mehr vollstäding sind. Es ist zwar eine Nummer auf der Frontseite eingraviert, dennoch, sie sehen so unvollständig aus.

Ob Objektive, die noch in der Kiste lagen Oechsle sind, kann ich nicht sagen. An meines passen sie, soweit ich das sehe, an keine Stelle.
Hat es Sinn, dass ich sie mal ausmesse?

Änderung:
Blöde Frage eigentlich: Der Durchmesser des Außengewindes beträgt 19,65 mm. Das eine Objektiv trägt die Bezeichnung A das andere ZA. Auf dem ZA ist eine Kappe aufgeschraubt, die mich an eine Immersionskappe erinnert. Sie passt auf beide Objektive. Dieses Gewinde hat einen Durchmesser von 14,9 mm



Herzliche Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 17:34:00 Nachmittag
...Heureka!!!!!!!

man kann die Linsen ja einfach voreinanderschrauben und schon wir ein Ojektiv daraus. Bin ich froh. Wär ja mehr als herb, wenn die Optik nicht mehr vollstädnig wäre.

Uff bzw. Oink
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: beamish am Februar 17, 2013, 17:35:19 Nachmittag
Hallo Thomas,

nein, das hatte ich nicht im Hinterkopf, nur die Orte, wo ich in so einem Fall nachschaue...
Ein im "Konzept" ähnliches Mikroskop findest du auch hier in der Sammlung von Herrn Mappes: http://www.musoptin.com/fraunhofer_mikroskop.html
Beachte besonders den Abschnitt über "Einige Bemerkungen über den Gebrauch des Mikroskops!". Da ist auch der Objekthalter/Pinzette beschrieben, der in seinem Exemplar nicht erhalten ist.

Grüße

Martin
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Michael L. am Februar 17, 2013, 18:27:30 Nachmittag
Hallo Thomas,

Glückwunsch zu dem tollen Fang. Um Gottes willen keinerlei "Aufbesserungen"
ist doch perfekt erhalten.

Gruß Michael
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 17, 2013, 18:37:19 Nachmittag
Hallo Thomas

εὕρηκα heißt  "ich habs gefunden" Eigentlich solltest du aber ausrufen: "ich habs probiert, nachdem mich der liebe Klaus drauf gebracht hat, und es funktioniert"!:  ;)

Zitat
Wieso sollten die Objektive nicht dazu gehören. Das sind Teile eines Satzes, die hinter einander geschraubt werden, so etwas habe ich auch an alten Messingmikroskopen. Passt denn das Gewinde? Wenn du damit kein ordentliche Bild bekommst könnte es daran liegen, dass Glieder dazwischen fehlen.
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Jürgen Ibs am Februar 17, 2013, 18:50:05 Nachmittag
Hallo,

nach D.Gerlach, Geschichte der Mikroskopie, S. 162, gründete Carl Oechsle 1809 in Esslingen eine Werkstatt, ob Johann Heinrich Tiedemann (1742-1811) aus Stuttgart sein Lehrmeister war, sei ungewiss.Oechsle lieferte u.a. Fernrohre und Mikroskope. 1812 erhielt er den Titel "Hofmechanikus". Zusammengesetzte Mikroskope  lieferte er ab  1824, zunächst nur mit einer Kronglaslinse, aber drei Jahre später mit Achromaten nach dem Vorbild Frauenhofers. Bereits seit 1816 arbeitet er mit J.G.F.v.Bohnenberger zusammen, angeblich um optische Berechnungen durchzuführen. Der Magistrat der Stadt Esslingen soll öffentlich erklärt haben, dass Oechsle die Stadt in den gleichen Rang wie London und München erhoben habe.
Soweit Gerlach.
Man höre und staune, Esslingen und London. London  war sicher zu der Zeit nicht nur die Weltstadt Europas, sondern auch das Mekka aller Mikroskopiker. Die Schwaben habens eben drauf.

Viele Grüße

Jürgen

Jürgen
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 18:50:51 Nachmittag
Lieber Klaus,

nein, ich hab´s selbst gefunden. Ich hatte Deinen Beitrag nicht gelesen. Dennoch vielen Dank dafür, denn hätte ich es nicht SELBST entdeckt, dann hätte ich immer noch Dich im Ärmel gehabt.

Die Objektive die ich meine, gehören wirklich nicht dazu. Es sind drei Objektive die man ineinander bzw. aneinander schrauben kann, die passen und sie haben auch ein Fach in der Kiste und dann sind da eben noch zwei überschüssige, die weder vom Gewinde her noch von der Zaponierungsart her passen.
Nachdem ich die Objektive aneinandergeschraubt hatte, gab´s auch Bilder.

Herzliche Grüße
Thomas

Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Dypsis am Februar 17, 2013, 18:54:53 Nachmittag
Hallo Michael,

nein nein, das war doch nur Spaß!!!!!! Im Leben nicht würde ich an dem schönen Stück irgendetwas machen. Ich schraub ja für mein Leben gern, doch das werde ich hier ausnahmsweise mal zu 100% unterlassen. Wozu auch schrauben, es ist einfach perfekt erhalten.

Danke für den Glückwunsch und herzliche Grüße
Thomas
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Herbert Dietrich am Februar 17, 2013, 19:37:47 Nachmittag
Hallo Thomas,

einen nachbarlichen Glückwunsch zu Deinen letzten Errungenschaften.
Du wolltest doch  e i n  Mikroskop für Deine Baumfarne und jetzt hast Du schon zig!
Ich kenne das, aber im Herbst gehen wir in den "Westlichen Wäldern" in die Pilze, mit Dir
finde ich garantiert Trüffeln.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück bei der Schatzsuche

herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Henkel am Februar 18, 2013, 00:10:45 Vormittag
Hallo Thomas,

Das ist ein wirklich sehr schön erhaltenes und äusserst seltenes Mikroskop des Esslinger Herstellers Carl Oechsle. An der hiesigen Universität gibt es eine 'Ruine' eines solchen Geräts: [...]
Zu Oechsle selbst gibt es zwei Publikationen von Boegehold ca. 1940. Kopien hätte ich und könnte diese Ihnen zukommen lassen.

Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde.


Lieber Herr Renz,
jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt!

Ernst Leitz d. Ä. war nicht bei Carl Oechsle in Esslingen (Oechslesche Mostwaage) in der Lehre, sondern bei dessen Sohn Christian Ludwig Oechsle in Pforzheim. Der Vater hatte hatte aber auch schon zweistufige Mikroskope gebaut, in Zusammenarbeit mit Fraunhofer. Beim Sohn hat übrigens damals auch Carl Reichert, der Gründer von Reichert in Wien, gearbeitet. In Wetzlar hat Reichert dann Ernst Leitz' Schwägerin Jeannette Löhr geheiratet.

(1854 heiratete übrigens Moritz Hensoldt in Wetzlar Christine Ohlenburger, eine Kusine von Karl Kellner, dem Vorgänger von Ernst Leitz in Wetzlar. --- Alles eine große Familie, die Optiker damals.)

Grüße! KH
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Herrmann am Februar 18, 2013, 00:14:01 Vormittag
Hallo Jürgen, Jürgen,

Zitat
Die Schwaben habens eben drauf.

Dagegen ist im Prinzip kaum was einzuwenden! ;)
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: hebi19 am Februar 18, 2013, 07:16:12 Vormittag

Du wolltest doch  e i n  Mikroskop für Deine Baumfarne und jetzt hast Du schon zig!
Ich kenne das, ........

Ein Merkmal von vielen Hobbys. Die meisten Laien denken, dass sich beim Fische züchten die Fische vermehren - auch ein Trugschluß, denn vornehmlich vermehren sich beim Aquarianer die Aquarien......

Martin
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Herbert Dietrich am Februar 18, 2013, 09:35:57 Vormittag
Hallo Thomas,

meine nachbarlichen herzlichen Glückwunsch.
Du wolltest Doch eion Mikroskop für Deine Baumfarne. Jetzt mußt Du bald Deine Baumfarne ausquartieren,
damit Platz für die Mikroskope wird.

Mit Dir gehe ich im Herbst in den "Westlichen" Pilzesammeln, wenn Du dabei bist finden wir bestimmt Trüffeln.

Ich freu mich für Dich.

Herzliche Grüße
Herbert
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Alfons Renz am Februar 18, 2013, 09:54:12 Vormittag
Lieber Herr Henkel,

"Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde."

Lieber Herr Renz,
jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt!

Wirklich???

... Was die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Oechsles in Esslingen (Carl, Optiker und Hersteller von Fernrohren, Mikroskopen etc.) und dem Pforzheimer (Christian Ludwig, Mostwaage und großes Angebot an feinmechanischen Geräten) anbetrifft, so habe ich dazu keine Angaben finden können. Es wäre hoch interessiert, eine Verwandtschaft genealogisch belegen zu können. Jedoch hat weder Boegehold (1937) noch ein heutiger Nachfahre der Esslinger Oechsles diese mögliche Verwandtschaft bestätigen können. Jedenfalls nicht bis vor circa 5 Jahren, als ich mich damit etwas intensiver beschäftigt habe. Umso interessanter wären die heutigen Informationen zur Verwandtschaft der Oechsles und der Initialzündung der Mikroskopproduktion in Esslingen. Ein spannendes Thema!

Mit herzlichen Grüßen nach München, das Carl Oechsle damals noch als 'fremdes Ausland' bezeichnete.

Alfons
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Klaus Henkel am Februar 18, 2013, 10:41:56 Vormittag

jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt![/color]

Wirklich???

... Was die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Oechsles in Esslingen (Carl, Optiker und Hersteller von Fernrohren, Mikroskopen etc.) und dem Pforzheimer (Christian Ludwig, Mostwaage und großes Angebot an feinmechanischen Geräten) anbetrifft, so habe ich dazu keine Angaben finden können. Es wäre hoch interessiert, eine Verwandtschaft genealogisch belegen zu können. Jedoch hat weder Boegehold (1937) noch ein heutiger Nachfahre der Esslinger Oechsles diese mögliche Verwandtschaft bestätigen können. Jedenfalls nicht bis vor circa 5 Jahren, als ich mich damit etwas intensiver beschäftigt habe. Umso interessanter wären die heutigen Informationen zur Verwandtschaft der Oechsles und der Initialzündung der Mikroskopproduktion in Esslingen. Ein spannendes Thema!

Alfons

Lieber Herr Renz!
Meine Quellen sind:

1. Gerlach 2009, Seiten 1017, 162, 367, 371.
Da ich Gerlach noch nie bei fehlerhaft interpretierten Quellen "erwischt" habe, vertraue ich ihm stark. Er hatte seinerzeit Einblick ins Leitz-Archiv.

Beck, Rolf: Der Wegbereiter der optischen Indistrie Deutschlands. Zum 150. Geburtstag von Ernst Leitz I. In: Mikrokosmos 82, 1993, Seite 327 unten.

Gruß KH
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: beamish am Februar 18, 2013, 12:21:35 Nachmittag
Der Most- und der Mikro-Oechsle sing übrigens nicht unbedingt direkt verwandt: http://www.s-line.de/homepages/oechsle_dieter/p0006.html (siehe pforzheimer und esslinger Linie)
Die beiden waren praktisch gleich alt.

Grüße

Martin
Titel: Re: Oechsle Esslingen
Beitrag von: Alfons Renz am Februar 18, 2013, 13:18:57 Nachmittag
Hallo Martin,

  Mit eben diesem Herrn Dieter Oechsle habe ich im Juli 2005 die mögliche Verwandtschaft der beiden Linien erörtert (und damals auch mit Herrn Gerlach korresponiert). Laut der von Ihnen zitierten Webseite hat sich an dieser unsicheren Verwandtschaftsbeziehung offenbar nichts wesentliches geändert.

Mit freundlichen Grüßen,

Alfons