Mikro-Forum

Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: Peter V. am März 26, 2009, 15:31:00 Nachmittag

Titel: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Peter V. am März 26, 2009, 15:31:00 Nachmittag
Bresser Biolux Al
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,38920,38920#msg-38920

Aldi-Mikroskop "Traveler"
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,36040,36040#msg-36040

Bresser Bino Reseracher
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,47457,47457#msg-47457
( Mittlerweile wird ein anderes Modell unter der Bezeichunung Bresser Reseracher verkauft )

Mikroskop vom "Inder"
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,41671,41671#msg-41671
( als ein Beispiel von verschiedenen Mikroskopen, die der "Inder" via ebay anbietet )

China- Import-Mikroskop der "Mittelklasse"
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,48979,48979#msg-48979
( das Produkt wurde letztlich nicht in das Lieferporogramm von tecmon aufgenommen, soweit ich weiß )
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Segu am März 26, 2009, 15:51:31 Nachmittag
Danke Herr Voigt,

genau das habe ich mit vorgestellt. So hat es nichts mit Werbung zu tun, wenn das seriös macht.

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: wilfried48 am März 26, 2009, 16:47:12 Nachmittag
Hallo Peter,

sehr schön, so habe ich mir das in etwa auch gedacht.

Nur in einem Unterforum "Tipps zum Mikroskopkauf für Neueinsteiger" wäre es halt noch besser auffindbar.

Ich benutze das "Indermikroskop" outdoormässig immer noch. Es steht auf unserem Wochenendgrundstück im Gartenhäuschen neben einem kleinen Gartenteich, gelagert in einem Baumarkt Werkzeugkoffer und hat also schon einiges an Kältegraden im Winter und Hitze im Sommer abbekommen.

Aber es funktioniert noch tadellos und wenn die Zeiss Mikroskoskope örtlich weit genug weg, sind fällt die schlechtere Qualität gar nicht
so sehr ins Gewicht. Auf jeden Fall ist der Leidensdruck nicht so gross dass ich eines meiner Zeiss "Schätzchen" auf das Gartengrundstück
schleppe.

Ich werde bei Gelegenheit mal die Kompaktkamera mitnehmen und meinen damaligen Bericht mit Bildern ergänzen.

viele Grüsse

Wilfried
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: fraureuter am März 26, 2009, 18:19:03 Nachmittag
Perfekt! In dieser Form ist eine Mikroskopvorstellung doch wirklich für jeden hilfreich - ob für den Anfänger oder für den, der mal eben ein günstiges Zweitgerät für den Tümpel nebenan braucht. Wobei der Chinese ja durchaus ein ernstzunehmendes Arbeitsgerät zu sein scheint - Hut ab!
Spricht ja auch nichts dagegen, hochpreisigeres vorzustellen, damit A) der Neuling weiß, wie hoch die Messlatte hängen kann und B) der engagierte Amateur weiß, wovon er künftig zu träumen hat. Von dem abgebildeten Zeiss Standart 20 werde ich z.B. heute Nacht träumen.....
Dank + Gruß
Martin
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Klaus Herrmann am März 26, 2009, 18:32:58 Nachmittag
Hallo zusammen,

im Prinzip ganz toll, jetzt müsste man es nur noch administrativ umsetzen.
Auf jeden Fall viel wertvoller als die extra eingerichtete Rubrik Seltsames von ebay, die zwar zum Schmunzeln ist, aber sonst wenig Nährwert besitzt

#Martin:
Zitat
Von dem abgebildeten Zeiss Standart 20 werde ich z.B. heute Nacht träumen.....
träumen ja,nur kaufen würde ich es nicht! Es ist lange nicht so funktional wie die alten Standards 14- 18
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Manfred Rath am März 26, 2009, 20:35:48 Nachmittag
Guten Abend Hr.Voigt,

danke erstmal,das ist genau das was ich als Laie brauche,jetzt kann ich mir ein besseres Bild machen,wodurch meine Auswahlkriterien wesentlich erweitert und fundiert unterstützt werden.

Servus aus Österreich
Manfred
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Hugo Halfmann am März 26, 2009, 23:06:33 Nachmittag
Guten Abend zusammen,
Ihr / Sie sprecht mir aus dem Herzen ! Genau so hatte ich mir das auch vorgestellt, ein einfacher und unkomplizierter Überblick. Schön, daß es geklappt hat.
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Nöri am März 27, 2009, 16:52:14 Nachmittag

Hallo zusammen,

Peter Voigt hat den Nagel auf den Kopf getroffen. ;D
Nun muss es nur noch umgesetzt werden wie Herr Herrmann schon schreibt.
Nach und nach könnte daraus eine Mikroskop Übersicht entstehen, die nicht nur „Neulingen“ Rat bietet.


Mit freundlichen Grüssen

Winfried

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: NicLi am März 27, 2009, 23:55:30 Nachmittag
Hallo,
genau so hatte ich mir das mal vorgestellt:
Sachliche Verlinkungen, und nix Kommerzielles dahinter. Das ist wirklich gut.
Was hier noch gut wäre, ein Testbericht über den Trinotubus vom Inder (MicroscopesIndia)
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Segu am März 28, 2009, 09:09:32 Vormittag
Guten Tag

Was ich wichtig finde ist, dass man sowohl die Vorteile aus auch die Nachteile/Defizite des vorgestellten Mikroskop unparteiisch auf listet.
Nicht die Haltung einnehmen, dass sein Mikroskop sowieso viel besser ist als alles bisher da gewesene.

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: wilfried48 am März 28, 2009, 14:03:08 Nachmittag
Was hier noch gut wäre, ein Testbericht über den Trinotubus vom Inder (MicroscopesIndia)

Hallo Nicolas,

der Trinotubus von microscopesindia ist doch auf dem Micrsocopesindia - Mikroscop das ich getestet habe drauf.

Da habe ich ja schon geschrieben: Es ist das beste Teil am Mikroskop und selbst wenn ich Zeiss Plancharomate mit ihren zugehörigen  KPL Okularen verwende ist er gut tauglich.

Aber es wäre vielleicht schon gut, wenn man ihn z.B. an einem Zeiss-Standard Stativ mit Plan Optik und Weitfeld KPL Okularen und einem geeigneten Testobjekt (Objektmikrometer !) nochmals testet.

Mein Trinotubus passt leider nicht so ohne weiteres auf mein Zeiss Standard, ich glaube dafür muss man ihn bei Microscopesindia mit einem speziellen Ringschwalbenmass bestellen.

Aber interessant wäre ein solcher Test schon, zumal viele mit ihm für die Zeiss Standard Stative liebäugeln, wo das Angebot an Original Zeiss Trinos doch etwas selten und entsprechend teurer ist.

Gruss

Wilfried

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Detlef Kramer am März 28, 2009, 18:38:52 Nachmittag
Der Test ist deshalb etwas problematisch, weil man offenbar nicht immer den gleichen Tubus bekommt. Der, den ich für Mike bekommen habe hat ja nicht einmal der Beschreibung entsprochen - es ist ein Strahlenteiler und nicht ein 100/100. Und das gilt leider für viele andere Asienprodukte auch. Man müsste eigentlich den Händler, bzw. seine Qualitätskontrolle mit testen, d. h. mehrere Geräte des scheinbar gleichen Typs in längeren Zeitintervallen überprüfen. Wer von uns kann dies tun?

Herzliche Grüße

Detlef
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: wilfried48 am März 31, 2009, 12:20:17 Nachmittag
Hallo,

man müsste sich beim Testen der optischen Leistung von Einsteiger- oder auch etwas gehobeneren Mikroskopen bzw. Zusatzteilen
auf gleiche Testpräparate einigen, sodass man die Unterschiede auch sehen kann.

Ich würde 2 Testpräparate vorschlagen:

1) Objekrmikrometer: Daran kann man schön Planarität und CVD in Abhängigkeit der Bildfeldgrösse sehen und auch die gleichmässige Ausleuchtung  des Bildfelds.
2) Pleurosigma Angulatum: Daran kann man sehr schön die Auflösung und den Kontrast mit dem 40 er Objektiv testen.

Diese beiden Präparate müsste eigentlich jeder erfahrene Mikroskopiker, der ein Mikroskop testet, selbst besitzen.

Sollte ein Einsteiger sein erstandenes Mikroskop selbst testen wollen, dann bin ich gerne bereit ihm diese beiden Testpräparate leihweise zuzuschicken falls er die 10 Euro für ein Diatomeen Präparat (z.B. bei Ralf Nötzel) und die 30 Euro für das Objektmikrometer (z.B. meade-shop)
scheut. Im Gegenzug erwarte ich dann allerdings, dass er seine Ergebnisse hier als Testbericht einstellt.
Obwohl, auch für einen Anfänger wäre der Besitz dieser Präparate zur präzisen Einstellung  seines Mikroskops vorteilhaft.

Wie gesagt: schöne bunte Bildchen in einem kleinen Ausschnitt aus dem Zentrum macht fast jedes Mikroskop. Deshalb halte ich bunte Pflanzenschnitte oder histologische Schnitte für relativ ungeeignet, da man ja auch nie weiss, wie gut diese Präparate in punkto Planlage Kontrastierung und Präparatdicke waren. Um doch noch etwas Farbe ins Spiel zu bingen könnte man vielleicht als 3. Testpräparat noch einen Blutaustrich nehmen, der ist wenigstens plan und dünn, aber es bleibt das Problem unterschiedlicher Kontrastierung.

Die mechanische Präzision wird natürlich immer den subjektiv beschreibenden Vergleich des Testers zu einem wirklich präzisen Gerät aus seinem
Erfahrungsschatz erfordern.
Aber auch hier wären mit dem Objektmikrometerpräparat zumindest was die Abgleichlänge der Objektive und das präzise Führen der Objektive durch den Revolver in Punkto Einhaltung von Bildmitte und Schärfeabgleich angeht objektive Aussagen möglich.

viele Grüsse

Wilfried

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: NicLi am April 01, 2009, 22:30:24 Nachmittag
Hallo,
darf ich da noch was einwerfen?
Statt Objektmikrometer gehen vielleicht auch meine berühmten Tintenstrahldruckerbänder, ich habe letzte Woche noch einen Drucker auseinandergenommen-
ein Epson und kein Canon :D Vielleicht hat der ja andere Abstände?
Ich werde es mal testen und beide Bänder übereinanderlegen.

edit2: Der Epson-Druckerstreifen hat größere Abstände ;)
Ich habe also noch ca. 30-40cm brauchbare Mikroobjekte, CVD lässt sich auch mit ihnen testen. Planarität bin ich mir nicht so sicher :?

edit: Das mit den verschiedenen gelieferten Typen vom Trinotubus ist natürlich ärgerlich...
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Klaus Henkel am April 02, 2009, 00:30:21 Vormittag
Diese beiden Präparate müsste eigentlich jeder erfahrene Mikroskopiker, der ein Mikroskop testet, selbst besitzen.

Tja, wie viele mögen das wohl sein?
Viele Mikroskopiker kenne ich, darunter sind auch viele erfahrene. In Bremen, Hamburg, Hannover, Witten, Zürich, Wien, Würzburg, Kopenhagen, in Holland ..., auch einige Fellows der Royal Microscopical Society in Oxford usw. usf. Insgesamt zwei- bis dreihundert mögen es wohl sein, darunter bestimmt hundert, die ich etwas näher kenne oder sogar einige "zig" von denen ich oder die von mir als "Freund" sprechen.

Und jetzt versuche ich, mir vorzustellen, wer von denen Vielen "ein Mikroskop testet" oder ernsthaft an so etwas denkt ... Oder warum er/sie so etwas tun sollte. Meine langjährige persönliche Erfahrung ist, daß sich "erfahrene" bzw. ernsthafte Mikroskopiker um ihre Präparate bzw. ihr biolog. oder mineralog. usw. Fachgebiet kümmern, aber nicht ums Testen von Mikroskopen.
KH
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: d65 am April 02, 2009, 14:02:23 Nachmittag
... die 30 Euro für das Objektmikrometer (z.B. meade-shop)

Vielen Dank für diesen Hinweis!
Gerade vor kurzem habe ich im Web nach einem Objektmikrometer gesucht (1 mm lang, 10 µm Abstände). Ich bin bei Preisen zwischen 147 € und 69 € im Inland bzw 32 britische Pfund, je plus Steuern und Versand gelandet und habe dann doch erst mal Abstand vom Kauf genommen.

Steffen
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Peter V. am April 02, 2009, 14:44:56 Nachmittag
Hallo!

Die preiswertesten Objektmikrometer habe ich bislang bei tecmon gesehen. 24,99 EUR - z.B. ebay Artikel Nr. 360142917781 oder auf der website von tecmon.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Ernst Hippe am April 02, 2009, 17:02:11 Nachmittag
Hallo,

nach meiner Erfahrung genügt ein zweites Okularmikrometer (mit 100 Strich auf 5 mm) anstelle des Objektmikrometers, und das ist viel billiger!
Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: wilfried48 am April 03, 2009, 12:39:42 Nachmittag
Viele Mikroskopiker kenne ich, darunter sind auch viele erfahrene. In Bremen, Hamburg, Hannover, Witten, Zürich, Wien, Würzburg, Kopenhagen, in Holland ..., auch einige Fellows der Royal Microscopical Society in Oxford usw. usf. Insgesamt zwei- bis dreihundert mögen es wohl sein, darunter bestimmt hundert, die ich etwas näher kenne oder sogar einige "zig" von denen ich oder die von mir als "Freund" sprechen.

Und jetzt versuche ich, mir vorzustellen, wer von denen Vielen "ein Mikroskop testet" oder ernsthaft an so etwas denkt ... Oder warum er/sie so etwas tun sollte. Meine langjährige persönliche Erfahrung ist, daß sich "erfahrene" bzw. ernsthafte Mikroskopiker um ihre Präparate bzw. ihr biolog. oder mineralog. usw. Fachgebiet kümmern, aber nicht ums Testen von Mikroskopen.
KH



jaja Herr Henkel,

oder sie überlassen es den Physikern die an solchen Institutionen meist auch noch herumirren und ihrem Spieltrieb nachgehen wollen  ;D

Ich gebe ja zu, die heutige Entwicklung der Mikroskope ist derart vervollkommnet, dass der Biologische und Mineralogische Forscher sich besser um seine Präparate als um die Technik kümmert.
Aber die meisten Entwicklungen hätten nicht oder zmindest stark zeitverschoben stattgefunden, wenn es in der Vergangenheit alle so gemacht hätten. (berühmtestes Beispiel aus der Vergangenheit: Robert Koch). Auch heute noch kommen die meisten neueren Entwicklungen von Anwendern, die sich auch um die Technik kümmern (EMBL, MPG) und weniger aus dem Entwicklungslabor von Zeiss.

Aber wir sind hier in einem Beitrag, wo es um die Eingnung von billigem (oder besser preiswertem) Equipment für Einsteiger und vielleicht maximal fortgeschrittene Amateure geht. Wer sich bei den vier grossen mit beliebigem Etat mit dem Besten eindecken kann, kann sich in der Regel natürlich drauf verlassen, dass das Equipment einigemassen in Ordnung ist und die Unterschiede relativ gering sind.

Obwohl auch das nicht immer stimmt, wie folgende ca. 20 Jahre alte story beweist:
Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn für sicher ingesamt mehr als 500 Tausend Euro Lichtmikroskopisches Equipment für unser Institut beschafft bzw. war massgeblich in die Entscheidung einbezogen (vom einfachen Laborlichtmikroskop bis zu den modernsten Laserrastermikroskopen).
Vor ca. 20 Jahren als es zumindest im Forschungbereich nur noch Unendlich Optiken gab, kam der Abteilungsleiter Zellbiologie zu mir und bat um Unterstützung. Er hatte im Labor zwei moderne Forschungsmikroskope zur Probe (Zeiss, Nikon) aufstellen lassen und festgestellt, dass an seinen Proben der Phasenkontrast bei Nikon deutlich "knackiger" kam als am Zeiss Mikroskop. Der Zeiss Vertreter hatte sich geweigert durch das Nikon Mikroskop zu schauen "weil das gar nicht sein könne, da Zeiss ja anerkanntermassen die besten Lichtmikoskope baut".
So eine hochnäsige Ansicht konnten die sich damals offensichtlich noch leisten. Da wir aber ,wegen der mechanisch besseren Langlebigkeit, eigentlich gern Zeiss gekauft hätten und ich Beziehungen zur Entwicklungabteilung von Zeiss hatte, habe ich dort angerufen und am nächsten Tag standen zwei Enwickler bei uns im Labor und haben das Problem analysiert. Nikon hatte den Phasenkontrast auf Kosten der Auflösung optimiert und eben die einfache Testdiatomee konnte das beweisen, weil das Nikon 40er PH Objektiv die Auflöung dieser Diatomee nicht brachte.
Wir haben dann Zeiss gekauft und sogar Spezalobjektive mit anderem Phasenring bekommen, die einen noch besseren Kompromiss zwischen Phasenkontast und Auflösung brachten.

Aber zürück zum Thema, mich würde schon auch noch ihre Meinung zu meinen einheitlichen Testpräparatvorschlägen interessieren und vor allem, ob sie ausreichend sind.

viele Grüsse

Wilfried

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Peter V. am April 03, 2009, 13:06:29 Nachmittag
Hallo Wilfried,

der Begriff "Test" ist in diesem Zusammenhang recht schwierig. Ich spreche daher bei meinen "Tests" eigentlich auch lieber von "Erfahrungsberichten", denn ein Test impliziert eigentlich mehr oder weniger standardisierte "objektive" Testverfahren. dazu eignen sich - bezogen auf die Optik - sicher schon definierte Objektive wie eine Pleurosigma oder ein Objektmikrometer; allerdings testet man damit ja nur die Optik.
In der Preisklasse, um die es bei meinen bisherigen Tests teilweise ging ( Biolux, Aldimikroskop ) sind derartige Tests sicher völlig unsinnig, denn hier geht es sicher nicht um die Frage CVD, Auflösung etc., sondern eher darum, ob man "überhaupt etwas sieht"  :)
Bei dem ersten "ernsthafteren" Mikrosköpchen, dem Bresser Researcher, habe ich ja dann auch die Optik zumindest mttels Objektmikrometer "getestet".
Optik ist allerdings recht problemlos austauschbar und vielleicht gar nicht so sehr das Kriterium bei der Bewertung eines Mikroskopes. Oft spielen da die Ausbaufähigkeit und Soidität der Mechanik eine wesentlichere Rolle. Und da kommen dann noch die "weichen" Faktoren hinzu - eben das "feeling". Wer einmal die Autorür eines neuen Golfs und eines neuen Twingo im Vergleich geschlossen hat, weiß, was ich meine.
Nun ist es ja so, daß die meisten Mikroskopiker ihr eigenes Gerät kennen und vieleicht noch einmal dieses oder jenes Mikroskop bei Freunden etc. gesehen haben. Ich als jemand, der sich primär für die Technik interessiert und in gewisser Weise Mikroskope "sammelt", habe da auch wesentlich weitere Vergleichsmöglichkeiten. Wie soll jemand eine vernüftige Stellungnahme zu eines Bresser Reseracher abgeben, der noch nie an einem Zeiss Standard oder Leitz Laborlux gesessen hat?
Wie gesagt - das ist ein schwieriges Feld und deshlab rede ich ohnehin lieber von persönlichen Erfahrungsberichten als von ( objektiv anmutenden ) Tests.


Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Mikroskop - Testberichte
Beitrag von: Klaus Henkel am April 03, 2009, 14:42:12 Nachmittag
Lieber Herr Nisch!

Ihre freundliche, ausführliche Antwort auf meine etwas süffisante Anmerkung zu Tests verdient schon rein aus Höflichkeit eine ausführliche Antwort. Möglicherweise können wir ja feststellen, daß wir in manchen Ansichten gar nicht weit auseinander liegen, obwohl uns, wenn man es vom Erfahrungshintergund bei der Anwendung her betrachtet, Welten trennen mögen.

Aber jetzt habe ich erst einmal einen Termin beim Friseur, dann beim Arzt, und dann ist mein Zeitkontingent für Mikroskopie für heute ausgeschöpft.
Danach werde ich mich wieder melden.