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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Hans-Jürgen Koch am September 03, 2020, 18:50:03 Nachmittag

Titel: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 03, 2020, 18:50:03 Nachmittag
Liebe Pflanzenfreunde,

wenn die Sonne am Horizont verschwindet und die Dämmerung einsetzt, erwacht die Nachtkerze zum Leben. Ihr Erblühen nach Einbruch der Dunkelheit ist ein wahres Naturphänomen, ebenso wie das Öffnen ihrer Blüten innerhalb von sehr kurzer Zeit. So zeigt diese wunderbare Pflanze ihre Dynamik und die Kraft, die in ihr steckt. Sie beschleunigt ihren Stoffwechsel dermaßen, dass man ihr regelrecht beim Aufblühen zusehen kann – danach kommt sie wieder zum Stillstand.
Diese schnelle Art des Erblühens ist bei keiner anderen Pflanze in Mitteleuropa zu beobachten.
Die wunderschönen, großen gelben Blüten der Nachtkerze lassen ihre gesamte Umgebung mitstrahlen und leuchten regelrecht in der Dunkelheit, bis sie spätestens bis zum Mittag des nächsten Tages wieder verblüht sind. So verbindet die Nachtkerze den alten mit dem neuen Tag.

Bild 01 Habitus, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_56200037.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,8 bis 1,8, bei idealem Standort bis zu 2 Meter erreicht.
Die Nachtkerze ist vielen Menschen bekannt. Oft ist sie an Wegesrändern oder offenen Freiflächen zu entdecken. Besonders in den Abendstunden ist sie deutlich wahrnehmbar, wenn sie ihren starken, köstlichen Nachtkerzenduft verströmt. Die Oenothera biennis ist eine bei uns eingebürgerte Pflanze.
Um 1620 herum führten Menschen die Nachtkerzengewächse aus Amerika in Europa ein. Inzwischen ist die schöne Nachtkerze im europäischen Raum weit verbreitet. Deshalb nehmen die Menschen sie als einheimisch wahr.
Bereits für das Jahr 1623 ist ihr Anbau nahe Paris belegt. 1660 wurde sie in Altdorf und 1668 in Halle angepflanzt und als Lysimachia virginiana major fl. amplo bezeichnet. Als reine Zierpflanze fand sie bereits weite Verbreitung. Nachdem man entdeckt hatte, dass ihre Wurzeln und Blätter essbar waren, baute man diese Art vielerorts in den Küchengärten als Gemüse an.
Beim Kochen im Wasser färbt sich die Wurzel rot.
Alle Pflanzenteile, das heißt die Wurzeln und der krautige oberirdische Teil sind komplett verwertbar. Die Staude war früher aufgrund dieser besonderen Eigenschaften eine beliebte Pflanze vieler Bauerngärten.
 Heute bedient sich der heilkundige Mensch lieber ihrer Heilkraft und verwendet das bekannte Nachtkerzenöl in der Kosmetik und Medizin. Die zweijährige Nachtkerze ist also ein kleines Wunder der Natur.
Das zitronengelbe Blühwunder ist keine gewöhnliche Staude. Ihr Rhythmus ist zweijährig. Dies bedeutet, dass sich im ersten Jahr die Wurzeln und eine flachliegende Rosette entwickeln. Erst im zweiten Jahr lässt sich der große Blütenstängel der Nachtkerze sehen. Mit dem Wachstum des sehr standfesten Blütenstängels entstehen laufend neue Blüten.
Ab Juni öffnen sich die wunderschönen, schalenförmigen und zitronengelben Blüten. Abhängig vom Wetter, dauert die gesamte Blütezeit bis in den September hinein an. Die Nachtkerze öffnet erst am späten Nachmittag ihre Blüten, und Nachtfalter übernehmen gerne das Bestäuben.

Bild 02 Blüten, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_36038289.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Zu Heilzwecken werden insbesondere die Samen verwendet. Sie enthalten zehn Prozent Gamma-Linolensäure, damit gehört die Nachtkerze zu den Hauptlieferanten dieser wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäure.
Obwohl die Pflanze den Griechen nicht bekannt war, ist der Name aus den griechischen Worten oinos=Wein und ther=Tier zusammengesetzt. Das Wort biennis bezieht sich auf die Zweijährigkeit.
In der Volksmedizin kommt diese Heilpflanze auch noch in jenen Bereichen zur Anwendung, in denen sie in früheren Jahrhunderten empfohlen wurde. Der Brei aus den zerkleinerten Wurzeln wird zur Behandlung von Quetschungen und Verletzungen verwendet; der Gerbstoffgehalt in den Blättern kann zur Behandlung von Durchfallerkrankungen genützt werden. Der Verzehr der Wurzeln als Gemüse soll kräftigende Eigenschaften besitzen.

Bild 03 Blätter, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_55909147.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die grundständigen und wechselständig am Stängel verteilt stehenden Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt und hell- bis mittelgrün. Die Blattspreiten der Grundblätter sind 10 bis 30 Zentimeter lang und meist 2 bis 5 Zentimeter breit mit spitzer bis zugespitzter Spreitenbasis und spitzem oberen Ende.
Der Rand der Stängelblätter ist gezähnt bis fast glatt, oft gelappt in der Nähe der Spreitenbasis. Es sind ein roter Mittelnerv und undeutliche Seitennerven vorhanden.
In einem meist unverzweigten, dichten, jährigen Blütenstand an einer geraden, drüsig behaarten Blütenstandsachse stehen viele Blüten zusammen. In der Achsel eines Tragblattes sitzt je eine Blüte. Die Blütenknospen sind grün.
Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist selten 2, meist 2,5 bis 4 Zentimeter lang. Auf ihm stehen die Kelch- und Kronblätter.
Die vier grünen bis mehr oder weniger gelben, selten mehr oder weniger roten Kelchblätter sind meist 1,2 bis 2,2, selten bis zu 2,8 Zentimeter lang verwachsen und die nach unten gekrümmten Kelchzipfel sind 1,5 bis 3 Millimeter lang.
Die Kronblätter sind intensiv gelb und verfärben sich beim Verwelken orangefarben. Es sind zwei Kreise mit je vier Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel sind meist 3 bis 6, selten bis zu 9 Millimeter lang. Tief unten im engen Blütenbecher befindet sich der vierfächerige, unterständige, behaarte Fruchtknoten. Der, mehrere Zentimeter lange (ähnlich lang wie die Staubblätter) Griffel endet in vier Narben.

Bild 04 Kapselfrüchte, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_33420276.jpg)
Foto: H.-J_Koch

Systematik:
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Unterfamilie: Onagroideae
Tribus: Onagreae
Gattung: Nachtkerzen (Oenothera)
Art: Gemeine Nachtkerze
Wissenschaftlicher Name: Oenothera biennis
Trivialnamen: Gewöhnliche Nachtkerze, Nachtblume, Gelber Nachtschatten, Nachtschlüsselblume, Schinkenwurz oder Schinkenkraut,
Eierblume, Gelbe Rapunzel, Rapunzelsellerie, Härekraut, Rapontika, Rübenwurzel, Stolzer Heinrich, Weinblume oder Weinkraut und Hustenblume.
Englische Bezeichnung: evening primrose

Carl von Linné veröffentlichte 1753 den heute akzeptierten botanischen Gattungsnamen Oenothera, der sich von den griechischen Worten oinos οῖνος für „Wein“ und thēr ϑήρ für „Tier“ ableitet.
Zuvor hatten mit dem Namen Oenothera antike und mittelalterliche Autoren wie Plinius der Ältere und Paracelsus vermutlich die ebenfalls zur Familie der Nachtkerzengewächse zählenden Weidenröschen (Epilobium) bezeichnet (die nordamerikanische Gattung der Nachtkerzen konnten sie noch nicht kennen). Sie waren der Meinung, dass Pflanzenteile dieser Pflanzenarten mit Wein genossen die Menschen heiter und wilde Tiere sanft machten. Das Artepitheton biennis weist auf die Zweijährigkeit von Oenothera biennis hin.
Das Epitheton ist ein sprachlicher Zusatz in der Form eines Attributs, meist eines Adjektivs oder einer Apposition.

Bild 05 Illustration, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_32347029.jpg)
A Blüten
B Fruchtzweig
1 Blütenlängsschnitt
2 Ende eines Kelchzipfels
3 Staubblätter
4 junge Griffel mit Narbe
5 Kapselquerschnitt
6 + 7 Schnitte durch den Samen
2 – 7 vergrößert
Quelle: www.biolib.de
Dieses Werk ist gemeinfrei.

Teil 1
Kapselfrucht, Querschnitt, 35 µm

Bild 06 Schnittstelle, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_22687807.jpg)
Die junge Frucht ist mit Drüsenhaaren und spitzen Haaren bedeckt.
Die sitzende, lokulizide Kapselfrucht ist bei einer Länge von 2 bis 4 Zentimeter und einem Durchmesser von 4 bis 8 Millimeter zylindrisch und mehr oder weniger gerade. Die Samen stehen in zwei Reihen je Fruchtfach. Die 1,1 bis 2 Millimeter großen, kantigen Samen besitzen eine braune bis fast schwarze und unregelmäßig genarbte Oberfläche.
Lokulizide Kapsel
Platzen bei Reife die außengelegenen Mittelrippen von jedem einzelnen Fruchtblatt auf, so spricht man von einer rückenspaltigen oder dorsiziden Kapsel. Damit öffnen sich die samentragenden Fächer, genannt Loculamente oder Loculi, eines jeden Fruchtbattes einzeln. Hieraus resultiert der gebräuchlichere Begriff fachspaltige oder lokulizide Kapsel.
Lokulizide (auch lucolicide) Kapseln treten bei Schwertlilien, Narzissen und Nachtkerzen auf. Auch sehr viele Liliengewächse wie beispielsweise Tulpen, Zwiebeln, Lilien und Traubenhyazinthen haben solche Spaltkapseln.
Bei Reife reißen die vier Fächer der Kapselfrucht entlang der Rückennaht infolge von Austrocknung von der Spitze bis zur Mitte auf.
Jede Samenkapsel beherbergt bis zu 200 Samen. Die dreikantigen Samen besitzen einen häutigen Flügelsaum. Als Ausbreitungsstrategie nutzt die Gemeine Nachtkerze die so genannte Semachorie, die Ausstreuung durch Windbewegung oder die Bewegung der Pflanze durch Tiere. Die nur ein tausendstel Gramm schweren Samen werden durch Bewegung aus den senkrecht orientierten Kapselfrüchten ausgestreut. Anschließend werden sie mit Hilfe ihres Flügelsaums als Flieger durch den Wind ausgebreitet (so genannte Meteorochorie).

Bild 07 Pflanzenprobe im Probenhalter
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_2863675.jpg)

Bild 08 Färbung W-Asim III
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_25773083.jpg)

Färben mit W-Asim III
Hier das Rezept:
Stufenweises Überführen der Schnitte aus Ethanol 70% in Aqua dest.
Färben mit W-Asim III (unverdünnte Originallösung) von Klaus Herrmann) für 15 Minuten mit einmaligem leichten Erwärmen bis kurz vor dem Siedepunkt
Gründliches Spülen in Aqua dest.
Entwässern in Isopropanol rein (3* im schnellen Wechsel, 2 * 1 Minute, 2 * 5 Minuten)
Eindecken in Euparal

Bild 09 Übersicht, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_30631159.jpg)

Bild 10 Übersicht, Negativaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_7244975.jpg)

Bild 11 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_65204782.jpg)

Bild 12 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_49972132.jpg)

Bild 13 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_47096010.jpg)

Bild 14 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_21210914.jpg)

Bild 15 Samen, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_56680499.jpg)

Bild 16 Samen, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_40362448.jpg)

Bild 17 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_27717712.jpg)

(http://Bild 18 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
https://www2.pic-upload.de/img/36781247/18.jpg)

Bild 19 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282518_48132822.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 03, 2020, 18:53:55 Nachmittag
Teil 2
Spross, Querschnitt, 35 µm

1 Bild von einem ungefärbten Schnitt.

Bild 20 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_30542218.jpg)

Bild 21 Autofluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_6444509.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm, LED Modul 455 nm,

Wacker 3 A - Färbung (Acridinrot – Acriflavin - Astrablau)
1. Schnitte liegen in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridiorot 8 Min.
4. 1x auswaschen mit Aqua dest.
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca. 30 Sekunden !!!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest.
7. Nachfärbung Astrablau 2 Minute
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste auf dem Objektträger verbleiben.
9. Entwässern mit 2x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %
10. Einschluss in Euparal
Fotos: Nikon D5000

Bild 22 Übersicht, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_58000584.jpg)

Bild 23 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_52243212.jpg)

Bild 24 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_426867.jpg)

Bild 25 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_3841804.jpg)

Bild 26 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_34576242.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 27 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_42750725.jpg)

Teil 3
Wurzel, Querschnitt, 35 µm

Bild 28 Schnittstelle, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_49212206.jpg)

2 ungefärbte Schnitte

Bild 29 Übersicht, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_40256670.jpg)

Bild 30 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_26765710.jpg)

Bild 31 Autofluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_39564799.jpg)

Bild 32 Übersicht, Seitenwurzel, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_20538874.jpg)

Bild 33 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_50632145.jpg)

Bild 34 Detailaufnahme mit Beschriftung, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_32001227.jpg)
PHE = Phellem, RP = Rindenparenchym ,PH = Phloem, KZ = kambinale Zone, T = Trachee

Bild 35 Detailaufnahme, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_7563067.jpg)

Bild 36 Übersicht, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_958745.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 37 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_8628710.jpg)

Bild 38 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_10549531.jpg)

Bild 39 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/282519_27836922.jpg)

Quellen und weiterführende Informationen:

Wikipedia
„Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen“. ISBN: 978-3-89996-508-7
Dietmar Aichele „Was blüht denn da ?“, 1991
Alois Kosch „Was blüht denn da ?“, 1968
Rita Lüder „Grundkurs Pflanzenbestimmung“, ISBN:3-494-01418-3
„Was blüht denn da?“, ISBN: 978-3-440-11379-0
„Kosmos Blütenführer für unterwegs“, ISBN: 978-3-440-13012-4
„Der neue Tier- und Pflanzenführer“, ISBN: 3-440-07286-X

Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen. Texte werden anschließend individuell von mir selbst verfasst.
Sollte ich ein Copyright © verletzt haben, so geschieht dies nicht mit Absicht. Bitte schicke mir ein E-Mail, wenn es der Fall sein soll.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Nikonudo am September 03, 2020, 19:31:58 Nachmittag
Hallo Hans-Jürgen,


ich als Amateur kann da nur noch schreiben: KLASSE


LG Udo
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 04, 2020, 08:23:37 Vormittag
Hallo Udo,

danke für dein Feedback.
Deine Fotos gefallen mir sehr gut.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: jcs am September 04, 2020, 21:33:12 Nachmittag
Hallo Hans-Jürgen,

wieder einmal sehr interessante und detailreiche Infos zu einer mir bisher unbekannten Pflanze! Die Bilder sind alle Top, aus rein bildgestalterischer Sicht finde ich #9 sehr gelungen. Eine kleine Anmerkung: In #34 hast Du sowohl Phellem als auch Phloem mit PH abgekürzt, und KZ im Bild ist in der Legende CZ.

LG

Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 05, 2020, 09:18:53 Vormittag
Hallo Jürgen,

danke für dein Lob.
Fehler im Bild 34 sind behoben, danke für den Hinweis.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: liftboy am September 05, 2020, 11:21:21 Vormittag
Hallo erstmal,

von der Nachtkerze hab ich noch einen hübschen Pollen in meiner Sammlung gefunden

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 05, 2020, 15:47:23 Nachmittag
Hallo Wolfgang,

danke für das Foto.

Gruß nach Ahnatal
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: rhamvossen am September 05, 2020, 21:41:26 Nachmittag
Hallo Hans-Jürgen,

Eine interessante Doku und schöne Bilder! Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 06, 2020, 08:47:31 Vormittag
Hallo Rolf,

danke für deine Rückmeldung.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur
Beitrag von: Wutsdorff Peter am September 06, 2020, 11:01:40 Vormittag
Hallo Hans-Jürgen,
wieder einmal Klasse und wie immer eine sehr gute Dokumentation
Die zweijährige Blütenfolge kann ich bestätigen: 2019 haben wir sie im Berner Oberland an einem Weg auf 1250m bewundert.
2020war sie nicht mehr zu sehen. Wir hatten die Befürchtung, daß sie der Trockenheit zum  Opfer gefallen sei. Aber ca. 4 m daneben blühte eine andere. Leider finde ich das Foto in meinem unordentlichen PC nicht mehr.
Aber auch andere Blumen (Schwalbenschwanzenzian, Knabenkraut) waren nur spärlich zu sehen.
Dafür gab es dieses Jahr unverhältnismäßig viel Augentrost und  Sumpfherzblatt.
Gruß Peter
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Fahrenheit am September 06, 2020, 21:41:16 Nachmittag
Lieber Hans-Jürgen,

danke für dei ausführliche und interessante Dokumentation, die ich sehr gerne gelesen habe.

Natürlich ist die nachtkerze auch gelistet.

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Wutsdorff Peter am September 07, 2020, 13:14:22 Nachmittag
Hallo Hans -Jürgen,
habe sie gefunden!
Gruß Peter
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Fahrenheit am September 07, 2020, 17:15:35 Nachmittag
Lieber Peter,

da hast Du eine Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana) erwischt. Schöne Pflanze!

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Wutsdorff Peter am September 07, 2020, 22:12:29 Nachmittag
Hallo Jörg,
vielen Dank für die  Info über die Nachtkerze.
Du schreibst, daß Du den Beitrag von Hans-Jürgen "gelistet" hast.
Wo finde ich diese Liste?
Habe bitte Nachsicht mit einem Grufti (80)
Gruß Peter
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: othum am September 08, 2020, 07:34:49 Vormittag
Hallo Jörg,
vielen Dank für die  Info über die Nachtkerze.
Du schreibst, daß Du den Beitrag von Hans-Jürgen "gelistet" hast.
Wo finde ich diese Liste?
Habe bitte Nachsicht mit einem Grufti (80)
Gruß Peter

Hallo Peter,

In der Rubrik "Mikrofoto-Forum" gibt es ganz oben ein paar farblich abgesetzte Beiträge. Einer davon heisst "Die Übersicht- Botanik". Dort sind alle wesentlichen Botanik Beiträge alphabetisch gelistet.

Beste Grüße, Oliver
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Fahrenheit am September 08, 2020, 07:35:34 Vormittag
Lieber Peter,

die Liste findest Du hier: "Die Übersicht - Botanik"  https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=21220.0.

Herzliche GRüße
Jörg
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 08, 2020, 10:35:31 Vormittag
Liebe Pflanzenfreunde,

ich danke allen für das Interesse an meinem Beitrag zur "Gemeinen Nachtkerze".

Gruß

Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: deBult am September 09, 2020, 11:28:52 Vormittag
Hans, it may be an error from my side but I see no descriptions in slide 23 ?

I often try the same cuts you are showing and I’m practicing the tissue (Gewebe) descriptions.

Cutting the stem and seed was hard: did you cut fresh?

Thank You, Maarten
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 09, 2020, 14:51:04 Nachmittag
Hallo Maarten,

das Foto 23 ist nicht beschriftet.
Die Kapselfrucht, Spross und Wurzel habe ich 2 Wochen (Urlaub) im AFE III Gemisch gelagert.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Wutsdorff Peter am September 09, 2020, 19:37:11 Nachmittag
Hallo Jörg,
ich habe mal in  Jörgs Liste gestöbert. Unser Liebling
euphrasia (Augentrost) war nur mit einem Samenkorn vertreten.
In den Beiträgen von Hans-Jürgen finde ich sehr schön, daß er zuerst die ganze Pflanze und die Brüte zeigt. Dann geht er  über zu den Schnitten/Präparaten.
Ich erlaube mir ein Bild von den wunderschönen Blüten zu zeigen.
Gruß Peter
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: D.Mon am September 14, 2020, 07:33:53 Vormittag
Hallo Hans-Jürgen,

ein sehr interessanter Beitrag mit super Fotos und spannenden Informationen.
Gefällt mir sehr gut.
Jetzt weiß ich auch, wie die gelbe Blume heißt, die aus Nachbars Garten durch den Zaun zu uns herüberwächst.

Beste Grüße
D.Mon
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 14, 2020, 10:34:50 Vormittag
Hallo D.Mon,

danke für dein Lob.

Gruß
Hans-Jürgen
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: D.Mon am September 16, 2020, 18:34:51 Nachmittag
Hallo zusammen,

heute früh habe ich im Vorbeigehen gesehen, dass die Nachtkerze bei meinen Nachbarn sehr schön aufgeblüht war. Gestern Abend waren die Blüten vom Vortag bereits abgeblüht. Vermutlich ebenfalls Oenothera glazioviana wie von Jörg oben geschrieben (Danke dafür).

Hier die rasch im Vorbeigehen aufgenommenen Handyfotos.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/283315_55909147.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/283315_33420276.jpg)

Liebe Grüße
D.Mon
Titel: Re: Botanik: Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis, ein kleines Wunder der Natur *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch am September 17, 2020, 08:28:16 Vormittag
Hallo D.Mon,

tolle Aufnahme von einer Rotkelchigen Nachtkerze.

Gruß
Hans-Jürgen