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Foren => Bestimmungshilfe => Thema gestartet von: Lumi am September 19, 2020, 17:42:50 Nachmittag

Titel: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 19, 2020, 17:42:50 Nachmittag
aus der Donau, aus einem ganz stillen Nebenarm

Hallo zusammen,
Kurzerklärung nach Stichpunkten

- fast keine sichtbaren Hüpfer im Glas
- dafür unzählige Kieselalgen volle/leere
- keine Amöben gefunden (ist das normal?)
- bin trotzdem HAPPY was da alles zu finden ist
- Qualität ist meiner Handyfotografie geschuldet
- ich mags eigentlich nur zeigen, einzelne Bestimmungen sind mir noch nicht möglich,
ich habe gerade erst angefangen mit der Materie,
wenn jemand dazu was sagen möchte, sehr gerne  :)

Grüße
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 19, 2020, 17:44:14 Nachmittag
und nochmal Bilder

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am September 19, 2020, 20:04:45 Nachmittag
Hallo Franz,
Schlamm4 die beiden unteren Bilder zeigen die Goldalge Dinobryon. Den Insassen der Kolonie ist es allerdings unter dem Deckglas ungemütlich geworden. Deshalb haben sie sie verlassen. Hier siehst Du eine intakte Kolonie (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38524.msg283237#msg283237)

Amöben bilden oft Dauerstadien, die man als Ungeübter nur schwer erkennt, weil sie unbeweglich wie sie sind, meist übersehen werden. Da hilft es manchmal, 1..2 Tage zu warten. Wenn die Probe warm steht, kommen sie oft heraus gekrochen.

Bei den Diatomeen will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube im letzten Bild und über den Goldalgen die Gattung Melosiera zu erkennen.

LG Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 19, 2020, 21:35:04 Nachmittag
Danke Gerd,
die Goldalge kann ich mir gut merken. Die lateinischen Namen bekomme ich nicht mehr
abgespeichert, im Pilzeforum geht es mir da genauso.
Einem Bekannten habe ich heute geschwind einen Tropfen auf den Objektträger gemacht,
der war ganz schön beeindruckt was er da alles durch das Okular gesehen hat.

Ich habe scheinbar doch noch eine Amöbe entdeckt, und ich habe auch ständig einen Fühler
wahrgenommen (Pfeil).
Bei Schlamm13 weiß ich nicht ob der Fühler zur Kieselalge gehört, schaut aber witzig aus.
Ein sehr behaartes Rädertierchen Schlamm12 habe ich auch noch gefunden, das war mir
aber zu zappelig.
Letztendlich habe ich noch einen flotten Hüpfer Schlamm11 am Deckglasrand entdeckt, der
wollte in die Freiheit, was ich auch unverzüglich gemacht habe, zwar über die Kanalisation, aber
der kommt schon durch.

Grüße
Franz


Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Michael am September 20, 2020, 10:10:17 Vormittag
Hallo Franz,
ich finde Deine Bilder ganz gelungen und finde es toll, zu spüren, wie Dich die Begeisterung für das "Leben im Wassertropfen" gepackt hat. Gerade im Schlamm wimmelt oft das Leben - exotischer als jeder Besuch in einem Zoo.

Schlamm12 zeigt einen Bauchhärling (Gastrotrichen) aus der Gattung Chaetonotus ("die mit den vielen Haaren"). Das sind recht lebhafte kleine Kerle und schwer zu fotografieren.

Viele Grüße,

Michael
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 20, 2020, 13:06:04 Nachmittag
Hallo Michael,
ich war auch beeindruckt was man da alles findet.
Und wenn Schlamm11 wirklich die Naupliuslarve des Ruderfußkrebses ist,
https://de.wikipedia.org/wiki/Nauplius#/media/Datei:Nauplius_larva_of_a_cyclops_copepod.jpg (https://de.wikipedia.org/wiki/Nauplius#/media/Datei:Nauplius_larva_of_a_cyclops_copepod.jpg)
dann freut es mich umso mehr.

Hier habe ich noch etwas gefunden von 1954 https://www.zobodat.at/pdf/VZBG_95_0076-0087.pdf (https://www.zobodat.at/pdf/VZBG_95_0076-0087.pdf)
da wurden in der Donau 187 verschiedene Formen von Diatomeen gefunden, und der Autor hat vollkommen recht,
wenn er behauptet, man soll nicht schätzen welche Art mehr vorkommt,
ob Pinnularia http://protist.i.hosei.ac.jp/PDB/images/heterokontophyta/raphidineae/Pinnularia/index.html (http://protist.i.hosei.ac.jp/PDB/images/heterokontophyta/raphidineae/Pinnularia/index.html)
oder Nitzschia http://protist.i.hosei.ac.jp/PDB/images/heterokontophyta/raphidineae/Nitzschia/index.html (http://protist.i.hosei.ac.jp/PDB/images/heterokontophyta/raphidineae/Nitzschia/index.html)

weil das schier unmöglich ist.

Grüße
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am September 21, 2020, 17:56:17 Nachmittag
Hallo Franz,
Schlamm10 scheint mir eher ein Flagellat ("Geißeltierchen") zu sein, wobei das mit dem "Tierchen" realtiv ist. Es gibt Arten mit und ohne Chlorophyll und Arten, die mal welches haben und auch wieder verlieren und dann von organischer Nahrung leben statt vom Sonnenlicht. Die alte Teilung Pflanze/Tier geht da mitten durch die Art. Sicher kann ich es aber an Hand Deiner Bilder nicht sagen, ob der "Fühler" eine Geißel ist. Amöben haben Scheinfüßchen, die sie ausstrecken und wieder einziehen, aber auch die Geißeltierchen wie z.B. einige Arten der Augentiere (Gattung Euglena) können sehr beweglich sein. Ich würde Nr10 in dieser Ecke suchen.
Nr 11 ist eindeutig ein Nauplius
Der "Fühler" im Bild 13 gehört garantiert nicht zu Kieselalge. Die ist auch schon tot. Das ist nur noch das Kieselskelett.
Weiterhin viele schöbe Überraschungen wünscht Dir
Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 21, 2020, 18:52:17 Nachmittag
Hallo Gerd,
ich habe am Wochenende mal spontan gefilmt was mir unter die Linse kam.
Das Rädertierchen das sich raupenartig fortbewegt ist aus einer anderen Probe.
Zudem habe ich noch eine Standprobe mit Reinigungslösung im Regal stehen.

Zusammen gefasst in zwei kurzen Videos

Video
https://vimeo.com/460148845 (https://vimeo.com/460148845)

Video2
https://vimeo.com/460151276 (https://vimeo.com/460151276)
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: D.Mon am September 23, 2020, 03:26:16 Vormittag
Hallo Franz,

sehr schöne Bilder und Videos. Gefällt mir.
Danke fürs Teilen.

Die Rädertierchen mag ich besonders.
So ähnliche beobachte ich zurzeit auch immer wieder.

Schöne Grüße
D.Mon
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am September 28, 2020, 20:23:48 Nachmittag
Danke D.Mon,
ich konnte heute einen Wasserfloh mit der Pipette einfangen.
Die Aufnahme ist allerdings im Wassertropfen ohne Deckglas gemacht, bei Sekunde 48-49 könnte man
vielleicht erahnen was das für ein Wasserfloh ist, das ist mir aber nicht besonders wichtig.
https://vimeo.com/462741979 (https://vimeo.com/462741979)
Interessanter wäre zu wissen was er da macht, vermutlich fressen, was sonst.
Zeitlupe kommt bei 20sec.
Grüße
Franz
Nachtrag: Video ersetzt durch eine anderes mit Wasserfloh
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am September 29, 2020, 11:13:17 Vormittag
Hallo Franz,
er atmet. Er bewegt seine Kiemenblätter. Außerdem ist er auch ohne Deckglas ein Gefangener in dem kleinen Tropfen, der versucht daraus zu entkommen. An Fressen wird er dabei kaum "denken".
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am November 24, 2020, 23:10:32 Nachmittag
Hallo Tümpler,
in meiner Schlammprobe finde ich so gut wie kein "Leben" mehr. Die größeren Kieselalgen sind alle leer,
vereinzelt finde ich noch kleine gefüllte Kieselalgen.

Aber ich finde öfters einen flotten kleinen Hüpfer mit ca. 20 µm Größe.
Hat jemand eine Vermutung? Fotos kann ich nicht bringen, zu schnell ist der Freund :-\

Entschuldigung, ich bringe es nicht besser hin.

Hier das Video https://vimeo.com/483287447 (https://vimeo.com/483287447)

Grüße
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Alfons Renz am November 24, 2020, 23:36:28 Nachmittag
Hallo Franz,

Das ist kein Krebschen sondern ein Wimpertier, Stylonichia spec., das flink und grazil auf seinen Wimperborsten stolziert. Wirklich erstaunlich welche Aktivität und wie viel Leben so eine einzelne Zelle entwickeln kann.

Herzliche Grüße,

Alfons
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Flagellate am November 25, 2020, 11:58:04 Vormittag
Hallo Franz,
Schlamm10 scheint mir eher ein Flagellat ("Geißeltierchen") zu sein, wobei das mit dem "Tierchen" realtiv ist. Es gibt Arten mit und ohne Chlorophyll und Arten, die mal welches haben und auch wieder verlieren und dann von organischer Nahrung leben statt vom Sonnenlicht. Die alte Teilung Pflanze/Tier geht da mitten durch die Art. Sicher kann ich es aber an Hand Deiner Bilder nicht sagen, ob der "Fühler" eine Geißel ist. Amöben haben Scheinfüßchen, die sie ausstrecken und wieder einziehen, aber auch die Geißeltierchen wie z.B. einige Arten der Augentiere (Gattung Euglena) können sehr beweglich sein. Ich würde Nr10 in dieser Ecke suchen.
Nr 11 ist eindeutig ein Nauplius
Der "Fühler" im Bild 13 gehört garantiert nicht zu Kieselalge. Die ist auch schon tot. Das ist nur noch das Kieselskelett.
Weiterhin viele schöbe Überraschungen wünscht Dir
Gerd

Es könnte eine Cercomonade (Cercomonas) sein. Die bilden häufig Pseudopodien, wie Amöben, aus, sind aber Flagellaten. Im Unterschied zu Amöben haben sie eben immer (soweit ich weiß) ein Flagellum. Anhand der Bewegung kann man sie gut unterscheiden. Cercomonaden haben eine recht schnelle gleitende Bewegung. Amöben sind hingegen langsamer und bewegen sich über die Pseudopodien fort. Bei Cercomonaden "warbern" die Pseudopodien eher einfach hin und her, ohne offensichtlich einen Anteil an der Bewegung zu haben.
Mehr kann man allerdings nicht anhand des Bildes sagen.
Cercomonaden sind übrigens eine sehr schwierige Gruppe! Eine Bestimmung ohne Reinkultur und viel Aufwand ist quasi unmöglich (wie so oft bei den "farblosen", besser heterotrophen, Protisten).
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am November 25, 2020, 21:03:33 Nachmittag
Vielen Dank Alfons,
jetzt habe ich wieder etwas dazu gelernt.

Wir haben hier einen Baggersee den man komplett sich selbst überlässt. Im Sommer kommt
man nicht mal an das Ufer um ein Foto zu machen, der gesamte See ist dann ringsum zugewachsen.
Es gibt nur eine freie Stelle mit einem kleinen Steg, dort waren wir spazieren am Ende des
Sommers. Auf dem See haben sich Enten und Schwäne gesammelt, das war ungefähr das gleiche
Spektakel wie die Schwalbenversammlung diese Jahr.  https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38631.0 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38631.0)
Leider habe ich keine Fotos gemacht.

Von dem See möchte ich nächsten Sommer mal eine Schlammprobe nehmen.

Grüße
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am November 25, 2020, 21:39:03 Nachmittag
Hallo Franz,
wenn man im Sommer nicht ran kommt, würde ich doch an jetzt beproben. Auch in der kalten Jahreszeit ist genug Leben aktiv. Der Tümpler muss keine Winterruhe halten. Manche Arten wie (z.B. manche Stendor-Arten) haben jetzt Hauptsaison. Achte auf Zweige und Blätter, die im Wasser liegen. Da sind oft Belege drauf, die hochinteressant sind.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Meine erste Teichprobe
Beitrag von: Lumi am November 29, 2020, 23:15:21 Nachmittag
Hallo Gerd,
ich war heute Nachmittag mit einem Freund spazieren. Von einem alten, mit Bäumen zugewachsenen Weiher
haben wir eine Probe genommen. Ich habe nur EIN Blatt eingefangen, ich dachte mir, das muss
reichen für eine Probeuntersuchung.
Nachdem ich den ersten Tropfen untersucht hatte, wollte ich noch schauen was man im Glas so
alles mit dem bloßen Auge sieht.

Schau was ich auf dem Blatt gefunden habe, wenn einer "tanzen" anfängt, dann machen andere
mit. Ich kam mir erst vor, als wenn ich in einem Korallenfeld tauchen wäre.
Ist das nicht herrlich  :D

Schöne neue Woche
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Michael Plewka am November 30, 2020, 07:19:26 Vormittag
Hallo Franz,

es lohnt sich , eine solche Hydra mal unters Mikroskop zu legen. Häufig findet man auf Hydra einen sehr bizarren Ciliaten: die "Polypenlaus" Trichodina pediculus:
http://www.plingfactory.de/Science/Atlas/KennkartenProtista/01e-protista/e-Ciliata/e-source/Trichodina%20pediculus.html (http://www.plingfactory.de/Science/Atlas/KennkartenProtista/01e-protista/e-Ciliata/e-source/Trichodina%20pediculus.html)
 ein faszinierendes Viech!


Beste Grüße
Michael Plewka
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am November 30, 2020, 18:58:57 Nachmittag
Hallo Franz,
es freut mich sehr, dass mein Anstacheln zur Winterbeprobung Dich mit einer so schönen Entdeckung belohnt hat.
Um die Hydra zu mikroskopieren empfehle ich Vaseline an die Ecken des Deckglases zu machen. Damit kannst Du dann die Schichtdicke für solches "Großwild" wie Hydra gut einstellen, so dass sie einerseits nicht zerquetscht wird, andererseits aber auch der eine oder andere Arm am Deckglas liegt, so dass man dort bei geringer Schichtdicke auch mal ein kräftigeres Objektiv darüber bringen kann. Je kleiner die Hydra, desto leichter kann man damit arbeiten.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am November 30, 2020, 21:37:59 Nachmittag
Hallo Michael,
solche Klasse Aufnahmen bring ich mit meinem Chinabrüller nicht hin, aber ich konnte ein Video
erstellen. Es ist doch immer schön wenn sich etwas bewegt. Die Polypenläuse sind echt witzig  :)

Hallo Gerd,
ich werde doch meine (braunen) Süßwasserpolypen nicht einquetschen,
ich habe ihnen ein Schwimmbecken gebaut (aus dicker Klebefolie)
nur fressen wollen sie im Schwimmbecken nicht, ich glaube ich muss ein kleineres Krebschen
suchen. Aber vielleicht schaffe ich es doch noch, ich habe eine ganze Mannschaft ins Hungerglas versetzt.

Grüße
Franz

Hier das VIDEO
https://vimeo.com/485641643 (https://vimeo.com/485641643)



Nachtrag: Jetzt wird erst mal gefastet


Hier noch geniale Infos zu den Hydras: http://www.william-hogarth.de/hydraweb (http://www.william-hogarth.de/hydraweb)



Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am November 30, 2020, 21:58:54 Nachmittag
Hallo Franz,
das sind aber nicht die von Michael verlinkten Trichodina pediculus. Das sieht mir eher nach dem "Lauftierchen" Euplotes (http://www.plingfactory.de/Science/Atlas/KennkartenProtista/source/Euplotes%20eurystomum.html) aus, aber um das sicher beurteilen zu können bräuchte es höhere Vergrößerungen.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am November 30, 2020, 22:24:57 Nachmittag
Hallo Gerd,
die Viecher vom Gerd sind ja ganz winzig (glaube ich), dagegen sind meine Polypenläuse
richtige Monster, welche das sind und wie die heißen weiß ich nicht.
Das Video wurde mit 4x (und WF16x) aufgenommen.
Aber vielleicht sind doch zwei zu erkennen im Video, etwas unterhalb der Tentakeln auf der
linken Seite.
Die Hydras werde ich schon noch genauer untersuchen, die laufen mir nicht davon, und wenn doch, ich
weiß wo es noch mehr gibt.

Grüße
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Alfons Renz am November 30, 2020, 22:37:10 Nachmittag
Lieber Franz,

Es sind deutlich zwei verschiedene Einzeller zu erkennen, die um den Körper der Hydra flitzen: Wenige Trichodina und eine weitere Art von Ciliaten, die ich so einfach nicht ansprechen kann. Aber wahrscheinlich eine auf Polypen spezialisierte, typische Art, die leicht zu bestimmen sein sollte.

Herzlioche Grüße,

Alfons
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am November 30, 2020, 23:00:45 Nachmittag
Hallo Alfons,
stimmt, auch an der TochterHydra ist direkt hinter dem Kopf (unten) eine erkennbar.

Ich bleibe dran  ;D

Grüße
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: D.Mon am November 30, 2020, 23:17:04 Nachmittag
Hallo Franz,

klasse, dass Du wieder Bilder gepostet hast und auch das Video finde ich sehr interessant.
Hydras habe ich bisher noch nicht gefunden.
Auch Dein Bericht im Zoom hat mir gut gefallen.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 01, 2020, 00:30:43 Vormittag
Danke Martin, vielleicht gibt es bald wieder einen Bericht

Krasse Feststellung musste ich machen

Im Hungerglas (mit Leitungswasser aufgefüllt) haben sich alle zusammengezogen und klein
gemacht.

Im Schlemmerglas sind alle noch wohl auf.

Jetzt ist Schluss, morgen gehts weiter  :P

Grüße
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Martin Kreutz am Dezember 01, 2020, 21:42:37 Nachmittag
Hallo Franz,

die zweite Art von Ciliaten auf Deinen Hydra (die Alfons erkannt, aber nicht benennen konnte) ist Kerona pediculus. Ein hypotricher Ciliat, von der haarigen Sorte:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/289158_41962596.jpg) (https://postimages.org/)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/289158_42119052.jpg) (https://postimages.org/)

Die erste Art ist Trichodina pediculus (gleicher "Nachname", andere Gattung).

Schönen Abend!

Martin
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 01, 2020, 23:23:58 Nachmittag
Hallo Martin Kreutz,
danke für die genialen Fotos, die Ciliaten konnte ich noch gar nicht genauer untersuchen, ich konnte
mich heute erst spät mit den Hydras beschäftigen.

Was ich heute noch herausgefunden habe, stichpunktartig:

- die Hydras im Hungerglas waren heute um 19 Uhr immer noch zusammengezogen und klein
- ich habe die Hälfte des Leitungswassers abgezogen und mit Teichwasser aus dem originalen Glas aufgefüllt (vorher aufgerührt)
- nach einer halben Stunde haben sich zwei von den Hydras wieder groß gemacht, es waren genug Krebschen und alles andere vorhanden im Wasser
- beide haben sich nach 2 Stunden wieder kleiner gemacht und die Tentakel eingefahren
- mir ist nicht bekannt dass unser Leitungswasser gechlort ist
- ich habe vor dem Wasserwechsel noch zwei Hydras unter dem Mikroskop gehabt, die können sich zusammenziehen bis nur noch ein "Stab mit Warzen oben drauf" zu erkennen ist
- beide Hydras hatten keinerlei Polypenläuse an sich
- einer Hydra habe ich Teichwasser mit ins "Schwimmbecken" gegeben, die hat sich zwar länger gemacht,
aber an den Tentakeln waren nur Stummel zu erkennen, ich habe das Schwimmbecken nach 2 Stunden wieder ins Hungerglas entleert
- abgetrennte Tentakel bewegen sich selbstständig und können sich zusammenziehen

Grüße
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 02, 2020, 18:26:11 Nachmittag
Hallo zusammen,
die Ciliaten waren mir zu schnell für ein Foto, und wenn sie aufhörten sich zu drehen, dann
zerlegten sie sich unverzüglich zu Brei, ist aber im Video nicht zu sehen.
Und danke an Martin Kreutz, so wusste ich nach was ich suchen muss, ich hätte auch nicht
gedacht, dass das die Käfer sein könnten auf den Hydras.

hier ein kurzes Video dazu
https://vimeo.com/478457956 (https://vimeo.com/478457956)

Weitere Info: Die Hydras im Hungerglas bleiben klein, obwohl seit gestern Abend genügend
Nährstoffe drin sind.

Grüße
Franz

Nachtrag einen Tag später,
das 2. Bild


das Leben im Hungerglas geht weiter,
puuh, ich wollte die Mannschaft nicht "um die Ecke bringen", ich habe auch nochmal weitere
Krebschen und etwas Schlamm ins Hungerglas übergeimpft.

zudem muss ich feststellen dass die Hydras und die Krebschen im original Teichwasserglas irgendwie ein Wettrennen veranstalten
"wer ist schneller von uns? wer kann schneller Nachwuchs zeugen?"
Eigentlich müsste ich jetzt alle Hydras zählen, um den einfachen Hobby-Tümpler wie ich z.B. ein
klein wenig "Wissenschaft" zu vermitteln, aber auf meinen Fotos sind schon genug Informationen vorhanden.

Ich finde es jedenfalls hoch interessant,
im Forum habe ich auch schon von Züchtungen gelesen

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Flagellate am Dezember 04, 2020, 16:49:07 Nachmittag
Hallo Franz,
Hydren sind klasse und es freud mich, dass du offensichtlich Spaß an ihnen hast  :)


Ich finde es jedenfalls hoch interessant,
im Forum habe ich auch schon von Züchtungen gelesen


Ja, die gibt es. Ich habe zwei Hydren Kulturen. Um welche Arten es sich genau handelt kann ich derzeit noch nicht sagen, aber ich habe die "braune" und die "grüne" Hydra.
Die Zucht ist im Prinzip sehr simpel.

Am besten nimmst du aber kein Leitungswasser. Da können die Hydren schnell eingehen, da du dir unteranderem nicht sicher sein kannst, dass genug Sauerstoff drin ist, wenn es frisch aus dem Hahn kommt.
Ich nehme tatsächlich einfach stilles Mineralwasser aus dem Supermarkt. Bei neu geöffneten Flaschen schütte ich immer erst etwas ab (z.B. in eine alte Flasche) und schüttel das Wasser einpaar mal kräftig, um es mit Luft anzureichern.
Wenn du eine sehr gute Fortpflanzung bzw. gute Ernährungsbedingunen schaffen willst, solltest du dir Artemia zulegen. Artemia wird standardmäßig als Lebenfutter für Fische verwendet, weshalb du sie quasi überall bekommst. Sie sind auch nicht teuer (gibt es so ab 6-8€) und total easy zu händeln.
Falls du interesse an einer Optimierung deiner neuen Haustiere hast, sag bescheid, dann schreibe ich hier gerne noch mehr Details zur Artemia "Zucht", effektive Fütterung usw. Falls du super ambinioniert bist, kann ich dir sogar verraten, wie du sie kiloweise vermehren kannst (ich meine hier wirklich mehrer Kg pro Monat!) ;D

Was mir gerade noch einfällt: Du solltest davon absehen Schlamme/Detritus o.ä. mit in die Kultur zu bringen. Du hast hierdurch keine positiven Effekte, eher negative weil die Wasserqualität schneller hin ist.

Ich hänge einfach mal so noch zwei Bilder von meinen Kulturen an. Die "braune" Hydra wurde gestern kräftig gefütter. Daher ist sie so "prall" und rundlich

Grüße,
Tobias
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 04, 2020, 18:33:59 Nachmittag
Hallo Tobias,
toller Beitrag, danke dafür, die grünen Hydras schauen auch witzig aus.
Einigermaßen steril Züchten leuchtet mir ein, die Wand von meinem original Teichglas wird auch
immer trüber und das mit dem Futter ist der Insidertipp.

Gestern habe ich zufällig eine Hydra gesehen die sich einen Wasserfloh schnappte, das ging
ziemlich schnell, nach 2 Minuten hatte sie alle Tentakel eingefahren und war nur noch ein Ball.
Das war der Zeitpunkt für mich sie unter das Mikroskop zu legen.
Der Mund war schon geschlossen und der Wasserfloh im Schlauch. Warum die Tochterhydra
so fett war habe ich nicht herausgefunden.
Ich hab richtig viel Videos gemacht, zu gegebener Zeit werde ich sie alle sichten und schneiden und
online stellen, das macht aber saumäßig Arbeit, dauert noch etwas.

Grüße
Franz

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Flagellate am Dezember 04, 2020, 18:47:15 Nachmittag
Ja, Videos machen sehr viel Arbeit...
Ich bin gespannt!

toller Beitrag, danke dafür, die grünen Hydras schauen auch witzig aus.
Einigermaßen steril Züchten leuchtet mir ein, die Wand von meinem original Teichglas wird auch
immer trüber und das mit dem Futter ist der Insidertipp.

Die Trübung kannst du kaum verhindern. Aber du kannst sie minimieren.
Am besten die Hydren mal sauber machen: mit einer Pipette in ein Gefäß mit sauberen Wasser überführen; dies 1-2 mal wiederholen. Und dann in ein sauberes neues Gefäß.
Du musst ohnehin regelmäßig (abhängig von der Wassermenge) das Wasser wechseln. Das kannst du einfach vorsichtig abschütten, am besten erstmal in ein anderes Gefäß. Hydren bleiben normalerweise immer haften. Dennoch schüttest du immer mal Hydren mit weg. Daher das zweite Gefäß, damit du sie dann wieder zurück führen kannst.

Grüße,
Tobias
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 24, 2020, 23:50:03 Nachmittag
Hallo Tobias, danke für deine Tipps

Hallo Mikroskopiker,

der Tipp vom Gerd war genial, sucht Laubblätter oder kleine Zweige/Triebe im Wasser.
Ich habe am einem Zweig der halb im Wasser lag drei "Triebe" abgebrochen und gleich in das
Glas mit Teichwasser gegeben. Da findet man Tierchen die man im Schlamm nicht findet.

# Stenor-Arten (vom Gerd angesprochen) Graue Grüne Blaue, in einer Beleuchtung aufgenommen die ich erst herausfinden musste.

Das Video zeigt was ich an den Trieben gefunden habe, speziell Stenor-Arten, alle anderen Tierchen hatten keinen Platz im Video.

https://vimeo.com/494527381 (https://vimeo.com/494527381)

Nachtrag: Mit dem Smartphone am Okular (Samsung S5) und dem digitalen Zoom ist es schon
anstrengend, vielleicht muss ich doch mal das Trinocular_Head aus China bestellen um eine andere Adaption zu ermöglichen.

Schönes Fest
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: D.Mon am Dezember 25, 2020, 00:43:24 Vormittag
...
Das Video zeigt was ich an den Trieben gefunden habe, speziell Stenor-Arten, alle anderen Tierchen hatten keinen Platz im Video.
...
Hallo Franz,

interessantes Video, nur den letzten Halbsatz habe ich nicht verstanden. Da sind doch außer Stentor allerhand andere Tierchen zu sehen, z. B. Glockentierchen, Rädertierchen, Wenigborster usw.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 25, 2020, 12:07:22 Nachmittag
Danke Martin,
wenn ich alles zeigen würde was man an drei Trieben im Wasser alles findet, dann würde das Video 15 min. lang werden. Allein die Algen wären ein Filmchen wert, die findet man auch nicht alle im Schlamm oder beim Planktonfischen. Oder die Ciliaten, Flagellaten, Bauchhärlinge und die Würmer usw., alles an drei kleinen Zweigen.
Auch hätte ich gerne das spontane Zusammenziehen und wieder Aufrichten gezeigt, dauert aber zu lange.

Und irgendwie fehlt mir immer das farbig bebilderte Begleitbuch zum Streble/Krauter "Das Leben im Wassertropfen" das es scheinbar nicht gibt. Gerade die farbigen Stentor-Arten wären da interessant, im Streble/Krauter gibt es nur schöne Zeichnungen dazu. Das Forum und seine Mitglieder hätten genug Material parat für ein Buch oder eine Homepage.

Dennoch, wenn jemand das "Tandem" ganz am Anfang vom Video bestimmen mag, dann nur los, und vielleicht was die beiden da machen :)

Grüße
Franz

Nachtrag: Hier noch ein Bild von einer 5 Tage alten Schlammprobe in die ich einen frischen Zweig gelegt habe. Ich habe noch nicht geschaut welche Algen sich am Zweig vermehren, aber interessant ist das schon wie schnell das geht.

Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: plaenerdd am Dezember 26, 2020, 23:20:00 Nachmittag
Hallo Franz,
mir gefällt besonders die vorletzte Sequenz im Video, wo der Stendor sich die Kieselalge reinzieht.
Zitat
Und irgendwie fehlt mir immer das farbig bebilderte Begleitbuch zum Streble/Krauter "Das Leben im Wassertropfen" das es scheinbar nicht gibt. Gerade die farbigen Stentor-Arten wären da interessant, im Streble/Krauter gibt es nur schöne Zeichnungen dazu. Das Forum und seine Mitglieder hätten genug Material parat für ein Buch oder eine Homepage.
Da kann ich Dir die plingfactory von Michael Plewka (http://www.plingfactory.de/) wärmstens empfehlen.
Ein ordentlichen Smartphone-Adapter (http://www.mikroskopie-bonn.de/bibliothek/mikroskopische_technik/274.html) hat Jörg Weiß mal vorgestellt.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Dezember 31, 2020, 23:17:23 Nachmittag
Hilfe, wir sind eingesperrt!!
Ausgangssperre in Bayern ab 21 Uhr an Silvester, auweia, das gibt weiteren Zündstoff....
meinen dicken Hals und die Situation möchte ich hier im Forum festhalten...ist ja auch historisch...


Hallo Gerd,
ich hätte noch bessere Sequenzen, leider meistens verwackelt, weil alle Aufnahmen im "offenen Tropfen" gemacht wurden, also ohne Deckplättchen.
Auf der Suche nach dem roten Stentor an drei verschiedenen Baggerseen habe ich an einem Fischweiher ungewollt ein ganzes Glas voll Hydras eingefangen (Bild 1)

An dem oberen Glas mit den zwei Zweigen (mit der gallertartigen Masse) habe ich außer den weißen unbeweglichen Algen die das verursachen sehr viel Leben gefunden.

Zudem noch diesen Erdnussflip, kennt den jemand? (Bild 2)

Video dazu https://vimeo.com/495017830 (https://vimeo.com/495017830)

Guten Rutsch
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: limno am Januar 01, 2021, 10:56:22 Vormittag
Hallo Franz,
das ist nicht ein, sondern sind zwei, die sich gerade schrecklich liebhaben :-* 8) . Zwei peritriche Ciliaten ("Glockentierchen") vollführen vor unseren Augen eine Konjugation, wobei sich ihr genetisches Material vermischt (Meiosis) Mögen diese zwei ein gutes Neues Jahr einläuten und uns ein Glück verheißendes Vorzeichen sein. Jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.....
Mit hoffnungsfrohem Dank für das schöne Video grüßt Dich herzlich

Heinrich
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Januar 01, 2021, 23:39:19 Nachmittag
Vielen Dank Heinrich für die Bestimmung,
und Deine schöne Interpretation zum neuen Jahr dazu. Die gleiche Bestimmung hatte ich (per Mail) vom
Mitglied Günther hier im Forum bekommen, dem ich meine Hydras zugesendet habe.

Ich hätte noch einen "WURM" den ich im Streble/Krauter auch nicht finde. Der Wurm ist nicht
besonders lang, vielleicht die doppelte Länge von der sichtbaren Länge. Habe ich hier das Ende
oder den Kopf aufgenommen? Ich glaube eher das Ende, denn im Buch sind die Haare bei
den Würmern immer nach hinten gerichtet, das andere Ende war zu sehr verdeckt.

Video dazu https://vimeo.com/496285575 (https://vimeo.com/496285575)

Grüße
Franz
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: D.Mon am Januar 02, 2021, 10:09:12 Vormittag
Hallo Franz,

ich glaube, das ist ein Stück aus der Mitte, wo er abgerissen ist.
Die scheinen da ziemlich empfindlich zu sein, wie mir vor nicht allzu langer Zeit Michael Plewka in einem anderen Thread geschrieben hat.
Die Borsten sind beweglich und können mal mehr nach vorn, mal nach hinten zeigen.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Januar 03, 2021, 23:19:20 Nachmittag
Ja Martin,
den habe ich vermutlich zerrupft,
bei meiner Suche nach dem roten Stentor zerpflücke ich die großen Algenbündel auf dem
Objektträger, ich senke mein Haupt  :-[

Hier noch eine Info für das Forum zum neuen Jahr:
Vor drei Jahren kam die Meldung im bayerischen Rundfunk, dass im Badesee bei Hamlar einige
Süßwasserquallen gefunden wurden.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/quallen-im-baggersee,QRn4oQy

Letztes Jahr machte eine Meldung die Runde, dass im Riedlinger Baggersee (Badeweiher von Donauwörth) ebenfalls Süßwasserquallen gefunden wurden. Die Kinder haben sie in Glasflaschen eingesammelt und ihren Eltern gezeigt.
https://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Was-es-mit-den-Quallen-im-Riedlinger-Baggersee-auf-sich-hat-id57861746.html

Sollte der kommende Sommer wieder sehr warm werden, dann gehe ich auf die Suche nach der https://de.wikipedia.org/wiki/Süßwasserqualle (https://de.wikipedia.org/wiki/Süßwasserqualle)
Und sollte der Lockdown weiter geführt werden, so könnte das vielleicht für den Einen oder Anderen hier im Forum ein Ausflug an die Seen interessant sein.

Ein Versuch von mir, die Medusen wieder zum Leben zu erwecken aus einer Teichprobe von einem Baggersee blieb erfolglos (siehe Foto)
Aber es bleibt interessant  :)

Grüße
Franz

Nachtrag: Ich glaube auch nicht, dass so eine kleine Meduse von der Süßwasserqualle mit 2mm Größe sich in einem so kleinem Glas "groß" machen würde, es war nur ein Versuch mit einer Teichprobe von den aufgeführten Weihern.
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: liftboy am Januar 08, 2021, 16:47:49 Nachmittag
Hallo Franz,

Medusen haben wir hier in unserem "Bühlsee" auch in regelmäßigen Abständen (und dann zu Hauf). "wiederbeleben" läuft nicht, es sei denn Du wärest Frankensteins Enkel :-)

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Meine erste Schlammprobe
Beitrag von: Lumi am Februar 14, 2021, 21:47:00 Nachmittag
VIDEO https://vimeo.com/512280176 (https://vimeo.com/512280176)

von einer kleinen MutterHydra die versucht ihre TochterHydra los zu werden.
Größenvergleich mit einem adulten Muschelkrebs, der versehentlich an die Tentakel von der Hydra gekommen ist. (Wackler im Anschluss inklusive)
Info: Meine Hydras stehen nicht so auf Muschelkrebse, und die Wasserflöhe werden immer weniger, mal schaun wie es weiter geht.

Grüße
Franz