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Bibliothek => Mikro-Know-How => Technik => Thema gestartet von: jako_66 am Oktober 10, 2021, 22:42:40 Nachmittag

Titel: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am Oktober 10, 2021, 22:42:40 Nachmittag
Hallo zusammen,

von Bob bekam ich den Tipp für eine Webseite, wo Rolf Vossen Hybridokulare als Projektiv für die Mikrofotografie vorgestellt hat:

https://mikroskopiedernatur.de/mikrofotografie-mit-hybrid-okulare

Habe heute einen kleinen Vergleich gestartet und muss sagen, es funktioniert gut! Zwar ist der nutzbare Bildausschnitt an einer Vollformatkamera kleiner, aber die Bildqualität gefühlt schon bei der Aufnahme einen Tick besser. Bei dem S-KPL ist ein leichter Hotspot in der Bildmitte zu sehen, beim Bild mit dem Hydridokular nicht.

Aufbau:

1) Zeiss Geradtubus mit dem Hybridokular über Ihagee-Nikon F-Adapter an Vollformat-Spiegelreflexkamera (ohne weitere Optik)
2) Zeiss Geradtubus mit einem S-KPL 10x über Ihagee-Nikon F-Adapter an Vollformat-Spiegelreflexkamera mit Pancake 50 mm AiS Objektiv

Bilder enstanden jeweils an einem Zeiss Standard 25 mit einem PlanApo 40x Objektiv. Die Okulare sind im Tubus nicht angehoben.

Schöne einfache Lösung, mir gefällt es!

Viele Grüße

Sven




Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am Oktober 10, 2021, 23:36:42 Nachmittag
Hallo Sven -

irgendwie kann ich deine Schlussfolgerungen aus den Bildern nicht nachvollziehen.  Für mich zeigen die Striche auf dem Objektmikrometer bei gleicher Vergrößerung der Direktprojektion auch beim Hybridokular die gleichen Farbfehler, die mir von der Projektion mit einem unveränderten Kpl-Okular bekannt sind und außeredem eine Bildtrübung wie sie bei unkorrektem Arbeitsabstand entsteht.
Die beiden Fotos vom Präparat lassen sich m.E. kaum vergleichen da Vergrößerung und Bildausschnitt sehr unterschiedlich sind. Einen Hotpot kann ich auch nicht erkennen aber das mag an meinem Monitor liegen.

Vielleicht habe ich aber auch was nicht richtig verstanden und du kannst das aufklären!

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Oktober 11, 2021, 09:43:44 Vormittag
Hallo Sven,
das Ergebnis des Vergleichs überrascht mich, bei mir hatte ich zu kämpfen, um mit APS-C genug vom kreisförmigen Bild einfangen zu können. Auch wirkt in Deinem Vergleich das Bild vom Objektmikrometer mit dem Hybridokular recht matschig, was es bei mir nicht war.
Unterschiede:

    Ich habe ein Halb-Hybrid-Okular in Benutzung: Augenlinse KPL 10x, Fassung und Feldlinse KPL 8x.
    Ich benutze die Adaption am Phomi mit Tubusfaktor 1,25

Was Du noch mal probieren könntest, ist die Nutzung des Halbhybrid-Okulars, ich meine aber, dass das eher einen kleineren Bildkreis anbietet.
Ausgangsposition für die Platzierung des Hybrid-Okulars ist die Position, in der ein normales Okular parfokal mit den Beobachtungsokularen ist. Bringt Dein Standard 25 da evtl. eine Besonderheit mit ein, das war doch ein Modell aus der Übergangszeit endlich/unendlich? Vielleicht nochmal mit dem GFL testen?
Die Feldlinsen und Fassungen habe ich übrigens durch Einritzen beschriftet, um sie nicht durcheinander zu bringen.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am Oktober 11, 2021, 20:30:56 Nachmittag
Hallo Rolf,

einen leichten Hotspot sehe ich am gesamten Foto des Objektmikrometers mit dem S-KPL in der Bildmitte. Die Beispielbilder sind nicht beschnitten, d.h. sie zeigen das Bild so, wie es sich auf den Chip brennt. Mit Fitswork zeigt sich mit beiden Okularen eine Separation der blauen Wellenlängen (Bild 3 oben).

Mir ging es darum, einen Anfang zu machen mit alten KPL-Okularen an Vollformatkameras herumzuexperimentieren. Vielleicht optimiere ich mal die Beleuchtungseinstellungen am Mikroskop. Kann sein dass dies nicht optimal war und einen nachträglichen Weißabgleich/Bearbeitung habe ich nicht gemacht.

# Bob: wenn ich den Hybridokularabstand zum Kamerachip erhöhe, bekomme ich eine fast formatfüllende Aufnahme aus der Bildmitte. Aber dann hebt sich das Okular durch den Ihagee-Adapter irgendwann an.
Mit dem Oblektmikrometer wollte ich aber die Farbfehler beider Okulare am Rand hier zeigen. Lege in den nächsten Wochen Bilder an einem GFL nach. Vielleicht finden sich auch andere, die es ausprobieren?


Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Oktober 11, 2021, 20:59:43 Nachmittag
Hallo zusammen,
wenn man anfängt, Kameraadaptionen kritisch zu vergleichen sind ein paar Punkte interessant:
- Auseinanderlaufen der Farben zum Rand
- Planarität
- Wie leicht wird Dreck auf der Optik scharf abgebildet
- Hotspot-Neigung
- Helligkeitsverteilung
- Gewicht und Höhe des Aufbaus
- Verfügbarkeit der Komponenten

Das mögliche Auseinanderlaufen kann man mit den Programmen Fitswork odre ImageJ grafisch darstellen, ich hänge mal so ein Bild an, es bestätigt als Diagramm das, was man auch so schon beim Reinzoomen ins Bild sehen kann, etwaige Farbsäume werden aber besser quantifizierbar.
Ich benutze Rolfs Hybridokular-Adaption mit einer APS-C - Kamera. Da hatte ich anfangs eher das Problem, dass ich einen zu kleinen Ausschnitt ins Bild bekam. Anbei auch zwei Vergleiche, die unterschiedliche Hybridokular- Versionen und -Anhebungen sowie die Eignung für unterschiedliche Objektive zeigen.

Viele Grüße,

Bob 
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Oktober 22, 2021, 10:42:53 Vormittag
Hallo Sven,

Ich hatte dieser Beitrag verpasst. Also, ich denke das der Abstand zwischen Hybridokular und Sensor nicht richtig ist, das wird auch die deutliche chromatische Abberation erklären. Das Bild muss 100% parfokal sein. Ich hab noch kein Erfahrung mit Vollformat/Hybridokular, aber ich erwarte damit einen Bildausschnitt wie du mit das S-KPL zeigst.. Ich weiss nicht ob das Stativ auch noch eine Rolle spielt, sollte aber bei160 mm nicht sein. Ich habe es getestet mit graue Zeiss Standards, GFL und 160 mm Hufeisenstative. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am Oktober 24, 2021, 19:54:22 Nachmittag
Hallo zusammen,

habe heute nach den wertvollen Tipps von Rolf einen neuen Anlauf mit dem Hybridokular genommen. Das verwendete Pancake-Objektiv habe ich durch ein etwas dickeres Makro ersetzt. Dadurch ist ein größerer Abstand vom Okular zum CCD-Chip möglich. Mit einem S-KPL bekomme ich so ein formatfüllendes Bild ohne schwarze Ecken. Für das Hybridokular hat es nicht ganz gereicht: vergrößere ich den Abstand weiter, hebt sich das Okular im Monotubus (160 mm) an.

Habe mit dem S-KPL bei montiertem Makro scharf gestellt, Mikroskop-Einstellungen so belassen und mit dem Hybridokular ohne Kameraobjektiv den Abstand optimiert. Für Hinweise zur weiteren Optimierung bin ich Euch sehr dankbar!

Insgesamt schlägt sich die Hybrid-Lösung nicht schlecht. Mit dem Bildkreis kann ich leben. Aber etwas flau das Bild...

Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Oktober 25, 2021, 11:50:29 Vormittag
Hallo Sven,

Die Farbfehler sind nun weitgehend verschwunden, das ist gut. Ist jetzt das Bild der Kamera parfokal mit das Bild durch ein Beobachtungsokukar im Monotubus? Das Bild ist in der Tat sehr flau, das sollte nicht so sein. Sehe auch dieser Beitrag in das MicrobeHunter Forum:

https://www.microbehunter.com/microscopy-forum/viewtopic.php?f=9&t=12601&p=102315&hilit=hybrid#p102315

Kann es sein das das Bild vom Hybridokular ein bischen überbelichtet ist? Das sehe ich auch in das Bild deiner ersten Beitrag. Nog ein Tipp: wenn du richtig vergleichen möchtest ist es am besten das gleiche Stativ zu verwenden.

Zitat
Für das Hybridokular hat es nicht ganz gereicht: vergrößere ich den Abstand weiter, hebt sich das Okular im Monotubus (160 mm) an

Das Hybridokular muss nicht angehoben werden. Hast du vielleicht noch ein Zwischenstück womit du der Abstand nog etwas vergrösseren kannst? Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am Oktober 25, 2021, 21:08:48 Nachmittag
Hallo Rolf,
Danke für Deine Hinweise! Es ist immer das gleiche Standard 25 Stativ gewesen, mit einem GFL teste ich das noch einmal nach. Belichtet wurde stets manuell und mit den gleichen Kameraeinstellungen. Vermute auch der Abstand stimmt immer noch nicht ganz. Wo Du es gesagt hast: so ein Zwischenstück habe ich tatsächlich von Ihagee (irgendwo).

Da sich unser Rasenmäher mit einem Knall verabschiedet hatte, durfte ich am Sonntag ein gebrauchtes Modell aus dem fernen Papenburg abholen. D.h. es fehlte hinterher die Zeit für weitere Versuchsaufbauten...

Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Oktober 25, 2021, 21:53:47 Nachmittag
Knall
Heieiei - Abenteuer pur! ;D

Hallo Sven,
war das jeweils der selbe Geradtubus? Könnte ja sonst sein, dass einer mehr innere Reflektionen zulässt. Erwarten würde ich ja das selbe Bild wie bei meinen Versuchen, nur einen größeren Ausschnitt. Eigentlich macht es ja keinen großen Unterschied, was für ein Sensor darüber hängt.

Eins fällt mir noch ein: Der Sensor reflektiert auch Licht zurück in Richtung Hybrid-Okular, von wo es als Streulicht wieder zurück auf den Sensor fällt. Die Fassungen der Augenlinse des KPL sind zwar schwarz aber nicht besonders reflexvermindernd. Mach die Fläche doch mal richtig schwarz.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am Oktober 30, 2021, 21:36:28 Nachmittag
Hallo zusammen,

Dank Eurer Tipps hat es jetzt geklappt. Parfokalität und Abstände Okular-Kamerasensor optimiert. Keine schwarzen Ecken mehr und mit dem Hybridokular ist an Vollformatkameras eine formatfüllende Aufnahme möglich! Die Bildunterschiede fallen gering aus (finde ich). Ein zweites S-KPL werde ich mir nicht kaufen.

Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am Oktober 31, 2021, 00:13:23 Vormittag
Hallo Sven -

gratuliere - die Versuchsserie hat sich gelohnt!

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Oktober 31, 2021, 11:18:34 Vormittag
Hallo Sven,

Das sieht jetzt gut aus. Mit dem Hybridokular ist der Bildausschnit etwas kleiner aber du bekommst damit auch keinen Hotspot. Mit dem S-KPL-55mm sehe ich nun auch der Hotspot in das Bild vom Objektmikrometer. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Oktober 31, 2021, 12:45:47 Nachmittag
Hallo Sven,
das sieht doch jetzt erstklassig aus. Beeindruckend finde ich auch die gute Planlage des Bilds, wenn man bedenkt, dass das Hybridokular ja aus Teilen zusammengepuzzelt ist, die nicht für den gemeinsamen Einsatz gedacht sind.
Damit hast Du jetzt wohl die erste Anwendung des Hybridokulars am Vollformatsensor vorgestellt!

Wenn jemand das jetzt nachbauen möchte - wie bist Du zu dem guten Ergebnis gekommen? Schreib das doch mal auf, dann können Rolf und wir es als Ergänzung zum Hybridokular-Verfahren ins Internet stellen. Es wird doch alle Naslang nach einer Kameraadaption gesucht.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 01, 2021, 10:41:16 Vormittag
Hallo,

Kann Jemand berechnen, wie viel Kosten und zusätzliche Linselemente nun gespart sind ;)? Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am November 01, 2021, 11:35:13 Vormittag
Hallo Rolf -

falls jemand als Anfänger keine reichhaltige Kiste mit alten Ringen, Objektiven etc. in der Bastelkiste hat würde ich für Materialkosten grob so rechnen:

Ausgangspunkt für beide Varianten:
1. Senkrechttubus
2. justierbarer Klemmadapter mit Ringschwalbenaufnahme
3. Kpl-Okular (ein S-KPl für 150.- ist nicht unbedingt nötig, es genügt ein normales für 30.-)

Zusätze
für
a) Hybridvariante ohne Vermehrung der Glasflächen:
1. zusätzliches KPl-Okular zum Hybridisieren (30.-)
2. Objektivbajonett je nach Kamera (10.-)
3. Ringschwalbe (10.-) als Träger des Bajonetts
4. Verschiedenes (10.-)

für
b) Klassische Variante mit "Relaisoptik", d.h. mit weiteren 5 - 10 Linsen

1. Kameraobjektiv, z.B. 40 mm Pancake (100.-)
2. Einschraubring für Filtergewinde (5.-)
3. Ringschwalbe (10.-) als Träger des Einschraubrings.
4. Verschiedenes (10.-)

Ein billigeres Relaisobjektiv z.B. altes 35er (20.-) wäre zwar möglich, allerdings sind damit erfahrungsgemäß Zusatzkosten für dessen Anpassung an die Kamera verbunden, auch wird es mit dem optimalen Bildausschnitt schwieriger, weil ggf. ein anderes (teureres) Kpl-Okular benötigt wird.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 01, 2021, 12:04:24 Nachmittag
Hallo Rolf,

Vielen Dank für deine Antwort. Ein normales Kpl Okular für die Afokale Methode, meinst du damit ein Kpl10x W/18 oder die 'Schlusselloch' Variante? Was die Okulare betrifft wäre meine Einschätzung: 15-20 Eur für ein Kpl8x, 10-15 EUR für ein Kpl10x, beide 'Schlusselloch' Variante für die Hybridokular-Projektion, gesammt 30 EUR. Ein Kpl10x W/18 kostet oft 25-50 EUR. Einen grösserer Unterschied gibt es natürlich bei Sven wegen das S-Kpl,  wieviel Linselemente hat das eigentlich? Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am November 01, 2021, 12:28:08 Nachmittag
Hallo Bob, hallo zusammen,

eigentlich habe ich nur Eure Ratschläge umgesetzt! Abstandsoptimierung & Parfokalität einstellen war die Lösung!

Eine kleine Anleitung stelle ich als Anhang rein. Gerne kommentieren/verbessern!

Mein Fazit: das ewige Suchen nach passenden Adapterteilen, Zeit zum Überlegen, ob sich die Anschaffung einer Drehbank lohnt, gewonnene eBay-Aktionen, wo Teile doch nicht passen, – diese gewonnene Lebenszeit ließe einen doch nur freuen, wenn man schon früher darauf gekommen wäre! Und das zum Bruchteil eines Preises, was z.B ein fertiger Adapter von LMscope kostet (obwohl die sicher auch super sind!)


Viele Grüße

Sven

Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Kay Hoerster am November 01, 2021, 12:34:55 Nachmittag
Hallo Rolf -

falls jemand als Anfänger keine reichhaltige Kiste mit alten Ringen, Objektiven etc. in der Bastelkiste hat würde ich für Materialkosten grob so rechnen:

Ausgangspunkt für beide Varianten:
1. Senkrechttubus
2. justierbarer Klemmadapter mit Ringschwalbenaufnahme
3. Kpl-Okular (ein S-KPl für 150.- ist nicht unbedingt nötig, es genügt ein normales für 30.-)

...

für
b) Klassische Variante mit "Relaisoptik", d.h. mit weiteren 5 - 10 Linsen

1. Kameraobjektiv, z.B. 40 mm Pancake (100.-)
2. Einschraubring für Filtergewinde (5.-)
3. Ringschwalbe (10.-) als Träger des Einschraubrings.
4. Verschiedenes (10.-)

Ein billigeres Relaisobjektiv z.B. altes 35er (20.-) wäre zwar möglich, allerdings sind damit erfahrungsgemäß Zusatzkosten für dessen Anpassung an die Kamera verbunden, auch wird es mit dem optimalen Bildausschnitt schwieriger, weil ggf. ein anderes (teureres) Kpl-Okular benötigt wird.

Viele Grüße

Rolf

Hallo Rolf,

danke für die Gegenüberstellung der 'Kosten' für beide Lösungen. Ich kann den Preis eines Pancake-Objektivs nur bedingt nachvollziehen...ich habe mich vor einigen Monaten einmal recht intensiv durch das Angebot an 'alten', manuellen Objektiven für KB oder auch Halbformat im Brennweitenbereich von 38 - 45mm gewühlt und dabei eine doch recht große Preisspanne bei geeigneten Objektiven festgestellt. Gerade die spiegellosen APS-C Kameras von Sony bieten sich aufgrund des geringen Auflagemaßes auch für die Verwendung von Halbformat-Objektiven (Format 18x24, das passt super zu APS-C), wie denen für die Robot-Kameras (meist Schneider-Kreuznach Format 24x24) oder auch die für die manuellen Olympus Pen-F Kameras (Zuiko) an, Adapter sind für Sony E-Bajonett gut verfügbar. Wie es bei anderen APS-C spiegellosen Systemkameras aussieht, kann ich nicht über alles sagen, habe aber auch für Nikon, Fuji, µ4/3 etc. schon einiges gesehen.
Diese 'alten' Festbrennweiten basieren meiner Kenntnis nach meist auf (modifizierten) Tessar-Typen, daher ist der optische Aufbau doch ehr mit 4 - 6 Linsen anzusetzen.
Günstige bzw. geeignete Relais-Optiken wären z.B:
- Minolta Rokkor 2/45, Format 24x36, Preise zwischen 40 - 80€
- Konica Hexanon 1,8/40, Format 24x36, Preisniveau ähnlich dem Minolta Rokkor
- Revuenon 2,8/45, Format 24x36, Anschluss Pentax K, Preisniveau aufgrund der Marke Quelle deutlich unter Pentax, aber recht selten anzutreffen
- Porst Color Reflex MC 2,5/40, Format 24x36, Anschluss Pentax K, Preisniveau ~+/- 60€, auch ehr selten anzutreffen
- Vergrößerungsobjektive von Schneider, Rodenstock oder japanischer Herkunft mit M39 Gewinde, Format ebenfalls mind. 24x36, Preise zwischen 20€ und über 100€
- Robot Schneider Xenon 1,9/40mm, Format 24x24, 26mm Schraubanschluss, Preise (im Bundle mit Kamera) ca. bei 120€, den Kamerakörper kann man aber immer wieder weiter verkaufen
- Olympus Zuiko 1,8/38, Format 18x24, Olympus Pen-F Bajonett, Preise auch nicht selten unter 100€, meist auch im Bundle mit Kamera, welche auch weiter verkauft werden kann

Natürlich gibt es das Pentax 2,8/40mm nicht so häufig nachgeschmissen, aber unmöglich ist ein Kauf für unter 100€ nicht. Ich habe für meine beiden je 60 bzw. 80€ bezahlt, ein wenig Geduld muss man halt haben.

Und teurer als 100€ geht es natürlich auch immer, da wäre das
- Contax/Yashica / Zeiss Tessar 2,8/45, Format 24x36, Preis kaum unter 140€, meist in Richtung 160-220€
- sowie das aberwitzig teure Olympus Zuiko Auto-S 2/40, welches oftmals für mehr als 800-1000€ den Besitzer wechselt...man muss halt Prioritäten setzen.

Und auch bei den 35er KB-Objektiven gibt es welche, die recht einfach aufgebaut sind und eine günstige Eintrittspupillen-Lage haben...35er mit besserer Korrektur sind natürlich komplexer aufgebaut und bedürfen idR. höherer Austrittspupillen beim Okular. Aber auch ein Zeiss Jena Flektogon 2,4/35 (mit Glück für 70-80€) ist einen Versuch wert.

Viele Grüße
Kay
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am November 01, 2021, 12:47:42 Nachmittag
Hallo Rolf -

für preiswerte afokale Kameraanpassungen habe ich immer die Schlüssellochvariante genommen - zumindest für APS-C Kameras. Diese KPls sind schließlich optisch genau so gut wie die Brillenokulare. Auf meinem alten  Phomi III sitzt zwar die alte, teure Zeissanpassung mit S-KPl und Panzerfaust - aber nur aus historisch-/ästhetischen Gründen, nicht wegen der Bildqualität.
Meine Schätzpreise liegen auf der vorsichtigen Seite - manchmal hat man ja Pech mit Gebrauchtware. Aber wenn ich das Hybridisieren richtig verstanden habe, wird vom KPl 8x Schlüsseloch ja nur die Hülse benötigt, man kann also ein zu Tode geputztes Exemplar für 0.- € verwenden ...
Bei der ganzen Geschichte hängt der Gesamtpreis auch davon ab mit welchem Bildausschnitt man zufrieden ist.

@Sven -
während des Berufslebens habe ich gern mikroskopiert und da ging es nur um die Fotos. Heute ersetzt mir die Mikroskope nicht zuletzt auch den Metallbaukasten meiner Jugend und ich habe Freude am Basteln - wenns geklappt hat  ;D

@ Kay -
Du hast die Vielfalt der Möglichkeiten eindrucksvoll klar gemacht! Die ist aber auch das Problem. Ich habe z.B. 2 dieser Fremdobjektive zu je 18.- € hier herumliegen, da sie ums Verrecken einen Hotspot produzieren, der nicht wegzukriegen war. Deshalb habe ich als Beispiel nur eine bewährt Möglichkeit reingesetzt. Was bei mir erstaunlicherweise bestens funktioniert hat war ein billiges EOS EF-S Zoom (Plastik, um die 15-60 mm) auf dem KPl 8x Schlüsselloch.
Aber billig wird halt alles nur, wenn man es selber machen kann ...

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Kay Hoerster am November 01, 2021, 13:09:30 Nachmittag
@all: Eine kleine Anmerkung meinerseits...klar geht es vornehmlich um die Anpassung für eine DSLR, daher sind einige meiner Vorschläge hierfür nicht geeignet. Aber gerade die älteren Sony-Modelle (z.B. NEX 5R) sind nicht zu vernachlässigen wegen ihrer Kompaktheit und wegen ihres mittlerweile günstigen Preises. Die Kamera ist klein, leicht und handlich und kann ohne weiteres am Trino-Port verbleiben. Der Klapp-Monitor ist ebenfalls sehr hilfreich in Verbindung mit der elektronischen Sucher-Lupe.

LMScope: Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den LMScope Adaptionen muss jeder selbst beurteilen. Klar ist die fertige Lösung angenehm, aber für 160er/170er TL endlich-Optik (Zeiss / Leitz) auch nur bedingt geeignet wegen der fehlenden Kompensation, mir sind jedenfalls keine Adapter bekannt, die explizit für die Endlich-Optik mit nicht auskorrigiertem Zwischenbild gerechnet sind (welchen Hersteller sollen sie auch wählen bei den vielen Möglichkeiten). Sie funktionieren an oo-Optik mit auskorrigiertem Zwischenbild gut (getestet an Zeiss Jena CF-250 Optik und z.B. Leica M10 Stereo-Mikroskop bzw. Selbstbau Mikroskop / Makroskop mit Mitutoyo-Optik), aber 1000,-€ für die Adaption empfinde ich nicht als günstig.
Wer Spaß am Basteln und Pröbeln hat, kommt sowohl mit Hybrid-Okularen als Projektiv, als auch mit afokaler Projektion mit alten KB- oder Halbformat-Objektiven und passenden kompensierenden Okularen viel günstiger zum Ziel.

Viele Grüße
Kay
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am November 01, 2021, 16:44:38 Nachmittag
Hallo zusammen,

anbei ein Bild mit der Hydridokular-Lösung mit einem 40x Objektiv an einem Phomi III aufgenommen (ist auch mein erstes Bild an diesem Vielknopf-Mikroskop). Möglicherweise muss zur genauen Parfokalität die Kamera doch noch etwas angehoben werden. D.h. es gäbe dann wieder schwarze Ecken. Aber ich lass`es erst einmal so.

Viele Grüße

Sven

https://my.hidrive.com/lnk/jUkVItA0 (https://my.hidrive.com/lnk/jUkVItA0)
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Jürgen Boschert am November 01, 2021, 18:58:40 Nachmittag
Hallo zusammen,

ich kann die Aussage Kays zu den Sony APS-C NEXen nur dick unterstreichen, bin selbst hellauf begeistert von diesen kleinen Knipsen. Elektronischer erster Verschlussvorhang, kein Spiegel und -je nach Modell 16 MP (NEX-5T und R) oder 24,4 MP (NEX-7 oder ILCE 6000-6500). ALLE können per IR-Fernbedienung, die 5T, 7 und ILCE-6... per NFC über das Handy ferngesteuert werden, bieten Aufnahme in JPG und simultan RAW sowie einen hervorragenden HDMI-Ausgang, über den man in toller Bildqualität live Ausschnitt und Fokus kontrollieren kann. Die 5R und T bekommt man schon um die 150.-€, die 7 und erst recht die ILCE-6... sind natürlich dtl. teurer. Meine Phomis und das Universal sind jetzt alle mit 5Ts, mein SV8 mit einer 7 ausgestattet. Die Adaptierung ist jeweils sehr einfach. Werde das demnächst mal hier zeigen.
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: -JS- am November 01, 2021, 23:53:45 Nachmittag

Lieber Rolf,
Du hattest gefragt:
Einen grösserer Unterschied gibt es natürlich bei Sven wegen das S-Kpl,  wieviel Linselemente hat das eigentlich?

Das Zeiss-Okular S-KPL 10x/20Br besteht insgesamt aus 5 Linsen, davon sind 2 verkittet.
Aufbau und technische Zeichung findest Du hier:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=40712.msg299906#msg299906

Viele Grüße, Joachim
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 02, 2021, 11:39:54 Vormittag
Hallo Joachim,

Vielen Dank für die Antwort. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am November 21, 2021, 21:02:55 Nachmittag
Hallo zusammen,

von Rolf bekam ich ein Olympus 5x Okular, vielen Dank!!! Vom Zeiss KPL 10x habe ich die Augenlinse und die Hülse genommen und auf das Olympus-Okular geschraubt (Link zur Abbildung von Rolf: https://mikroskopiedernatur.de/sites/default/files/2021-11/Hybride-Oly5-Kpl10-Zeiss-Standard.jpg), wie von Rolf beschrieben.

An einer Nikon Vollformatkamera konnte ich eine sehr gute Parfokalität einstellen, allerdings ergaben sich schwarze Ecken. Eine formatfüllende Aufnahme habe ich nicht hinbekommen.

Insgesamt gefällt mir diese Hybridlösung sehr gut! Das Beschneiden und weiteres Zusammenflicken zu einer Panorama-Aufnahme kann man ja automatisieren. Die Schärfe kommt sehr nahe an eine Aufnahme mit einem zusätzlichen Makroobjektiv und dem S-KPL heran. Es zeigt sich auch der Vorteil einer Kernschwarzfärbung - hier in der Variante mit dem Hamburger Anilinschwarz. Die dünnen trennscharfen Zellwände eignen sich gut zum Scharfstellen.

Viele Grüße

Sven

Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 21, 2021, 22:07:45 Nachmittag
Hallo Sven,

Dank für den Test. Ein Paar Fragen/Bemerkungen

1. Du zeigst mit ein 25er Objektiv einen anderen Ausschnitt als mit ein 40er Objektiv. Wieso dieser Unterschied?
2. Die CVD am Rand ist sehr stark, welche Objektive hast du vewendet?
3. Ist das Bild auf die Kamera exakt parfokal mit das Bild das du bekommst wenn du ein Beobachtungsokular im Monotubus hast?

Was die CVD angeht, da ist sicherlich noch etwas zu verbessern. Mit meine Canon 600D ist die CVD sehr gering, sicherlich mit die Planapochromaten. Dein Bild mit dem 40er sieht aber gut aus. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am November 22, 2021, 19:06:50 Nachmittag
Hallo Rolf,

habe mir eben die Reihenfolge der gemachten Fotos angeschaut.

Zu 1) das 40er Foto zeigt die maximal mögliche Sensorabdeckung durch Variation der Kameraposition aus der Parfokalität heraus

Zu 2) alle Hellfeld-Trockenobjektive sind Zeiss PlanApos bis 63x

Zu 3) habe mein Zeiss Standard 25 mit Monotubus gegen ein Phomi III mit Trino getauscht. Die Objektmikrometer-Aufnahmen sind parfokal, sogar mit Schärfeindikator der Kamera im live-view Modus "bestätigt"


Die Kamera ist nicht ganz mittig justiert, da ich den Adapter geklebt hatte. Insofern liessen sich die CVDs vielleicht durch Drehen minimieren, wenn der Monotubus ebenfalls schief andockt. Als Kondensor nehme ich zur Zeit einen Pathologenkondensor mit 1.4er Linse. Sollte bei 40x eigentlich keine Rolle spielen - oder?...

Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 23, 2021, 13:08:40 Nachmittag
Hallo Sven,

Also, das Bild mit dem 40er war nicht parfokal. Jedoch sieht das Bild sehr gut aus und ich kann kaum CVD erkennen, in dem Bild mit dem 25er sieht man schon etwas CVD. Wenn der Bildausschitt in das Bild vom 40er grösser ist als mit das Kpl10x-8x Hybridokular und die CVD ist akzeptabel, dann lohnt es sich vielleicht doch diese Kombination to verwenden. Und im anderen Fall hast du noch immer noch die Kpl10x-8x Kombination. Jedenfalls ist die Olympus5x-Kpl10x Kombination fast optimal für ein Canon APS-C sensor. Ich habe noch keine Erfahrung mit Vollformat, ich werde mal rumschauen ob ich irgendwo eine billige gebrauchte Kamera finden kann.

Zitat
Die Kamera ist nicht ganz mittig justiert, da ich den Adapter geklebt hatte. Insofern liessen sich die CVDs vielleicht durch Drehen minimieren, wenn der Monotubus ebenfalls schief andockt.

Bei Zeiss Tuben die nicht ganz gut zentriert sind (Madenschrauben zu tief) sieht man oft eine einseitige CVD, also, nur links oder rechts.

Zitat
Als Kondensor nehme ich zur Zeit einen Pathologenkondensor mit 1.4er Linse. Sollte bei 40x eigentlich keine Rolle spielen - oder?

Nein, das wird keine Rolle spielen.

Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: jako_66 am November 24, 2021, 19:42:26 Nachmittag
Hallo zusammen,

Dank der wertvollen Tipps von Rolf habe ich das Olympus 5x Okular mit der Zeiss KPL 10x Augenlinse am Phomi neu eingestellt. Die Vollformatkamera wurde soweit angehoben, bis die schwarzen Ecken verschwunden waren. Es ist zwar nicht mehr parfokal, aber das Bild ist sehr scharf und gleichmäßig ausgeleuchtet.

Ich lass` es jetzt so - Danke Rolf!


Viele Grüße

Sven
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am November 25, 2021, 12:01:02 Nachmittag
Hallo zusammen,

Sehr interessantes Thema. Weiß jemand, ob es möglich ist, den Hotspot bei Verwendung des S-Kpl-Okulars zu beseitigen oder abzuschwächen?

Beste Grüsse,
Wes
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am November 25, 2021, 15:23:39 Nachmittag
Hallo Wes -
aus langer Erfahrung kann ich nur sagen: Vielleicht!
 HotSpots sind bei Eigenbasteleien eigentlich nur durch Rumprobieren zu beseitigen ...
Gruß
Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am November 25, 2021, 19:42:41 Nachmittag
Hallo Rolf,

Was würdest du als Ausgangspunkt vorschlagen?

Beste Grüsse,
Wes
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am November 28, 2021, 13:34:35 Nachmittag
Ich habe den Phototubus ausgetauscht, damit ich den Abstand zwischen dem S-Kpl und dem Kameraobjektiv variieren kann. Ich habe festgestellt, dass es nicht nur einen, sondern viele Hotspots gibt, die bei unterschiedlichen Abständen zwischen S-Kpl und Kamera auftreten.

lg
Wes
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am November 29, 2021, 12:24:15 Nachmittag
Hallo Wes,

Welches Kamera-Objektiv, Kamera und Mikroskop verwendest du? Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 01, 2021, 12:03:32 Nachmittag
Hallo Wes,

Ich besitze das S-Kpl nicht aber meine Erfahrung ist das Weitwinkel Okulare öfter einen Hotspot geben als 'normale' Okulare. Vielleicht könntest du ein Kpl10x, die "Schlüsselloch" Variante,  probieren. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 01, 2021, 20:20:30 Nachmittag
Hallo zusammen,
ich bin endlich dazu gekommen, das neue Olympus 5x - KPL 10x - Hybridokular an meiner APS-C-Kamera zu testen. Bislang habe ich das KPL10x-KPL8x-KPL10x Vollhybrid mit 3,8mm Anhebung benutzt.
Mit dem neuen Oleiss-Hybrid wurde das Bild auf dem Sensor erst scharf, wenn ich die Kamera sehr weit angehoben habe, zu weit für den Verstellweg meines Kameratubus. Der Bildausschnitt in dieser Position ist dann auch sehr klein. Dann habe ich das Hybridokular angehoben und bekam bei 15mm Anhebung ein Bild von ordentlicher Größe, Planlage der Schärfe und sehr guter Farbkorrektur.
Da ist noch Raum für Feinjustage, aber grundsätzlich bekomme ich ein besseres Bild als mit der alten Variante.
Ich muss das noch weiter testen, aber die ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend.
Zum Anheben des Okulars lege ich passend gedrehte Ringe unter.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 02, 2021, 04:50:45 Vormittag
Hallo Bob,

Dank für deinen Test. Gut zu hören das dein Ergebnis besser ist als mit dem vorherige Hybridokular. Also, es gibt Fortschritte ;). Beste Grüsse,

Rolf

Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 02, 2021, 11:49:38 Vormittag
Hallo Bob,

Ich wurde interessiert sein warum du das Hybridokular anhoben muss. Mit Zeiss Standard wird es nicht angehoben und gibt in die parfokale Stellung einen fast optimalen Ausschnitt mit Canon 600D (CZ plan 25/0.45):

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/313891_2863675.jpg)

Also, was macht hier der Unterschied in die Ergebnisse zwischen deinen Phomi und Zeiss Standard? Warscheinlich den Tubusfaktor, oder? Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 02, 2021, 18:46:16 Nachmittag
Hallo Rolf,
ich habe herausgefunden, was der Unterschied zwischen unseren beiden Setups war - ein klassischer Fall von RTFM. In Deiner Anleitung hast Du ja geschrieben, dass vom KPL 10x die Augenlinse und die schwarze Hülse zu übernehmen sind. Vom KPL 10x habe ich nur die beiden Linsen, und das Detail mit der Hülse habe ich einfach übersehen. Ohne die Hülse waren die Abstände natürlich ganz anders als bei Dir. Mit den 15mm Abstandsringen war ich dann wieder ungefähr da, wo Du gelandet bist. Wie hoch ist denn Deine KPL 10x Hülse?

Beim KPL 8x ist sie (wobei es da unterschiedliche Versionen gibt) 18,5mm lang. Damit bekomme ich das komplette Zwischenbild auf den Chip, sogar ganz leicht schwarze Ecken. Ich vermute, dass man durch Variieren dieses Maßes das Oleiss-Hybrid auf das optimale Verhältnis zwischen Planlage, Farbkorrektur und Bildgröße abstimmen kann. Wobei da ja jeder etwas unterschiedliche Bedürfnisse hat. Man ist auf jeden Fall ganz nah dran an einer optimalen und sehr praktischen Kameraadaption für APS-C-Kameras. Danke für Deine Tüftel-Arbeit und die Teile!

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 03, 2021, 17:49:31 Nachmittag
Hallo Bob,

Zitat
Wie hoch ist denn Deine KPL 10x Hülse?

Die Kpl10x Hülse ist bei mir 10.5 mm.

Zitat
Vom KPL 10x habe ich nur die beiden Linsen

Hast du beide Kpl10x Linsen auf die Olympus Hülse geschraubt? Es sollte nur die Augenlinse des Kpl10x verwendet werden. Dies gab zumindestens bei mir die beste Ergebnisse.

Mitterweile hab ich eine neue Kombination für Zeiss getestet, schau mal auf meiner Website. Ich finde sie optisch gesehen bisher die beste. Es gibt so viele Möglichkeiten mit diese Spielereien, ich denke das für fast jedem Sensor ein optimales Projektiv zusammengesetzt werden kann. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 03, 2021, 20:41:52 Nachmittag
Hallo Rolf,
ich habe Feldlinse und Fassung vom Olympus-Okular verwendet und die Augenlinse vom KPL 10x. Meine Anhebungen waren 15 und 18,5mm. Der Bildausschnitt wird offenbar kleiner, wenn man weniger anhebt, ich vermute aber, dass die Bildqualität dann auch eher etwas besser ist. Wegen dem 1,25x-Tubusfaktor des Phomi sind für mich aber große Bildausschnitte wichtig, so dass ich meinen Kompromiss eher in Richtung großer Bildausschnitt legen würde, und dafür lieber einen Tick Bildqualität einbüßen würde.
Deine neueste Kreation sieht klasse aus, ich werde mal gucken, ob ich vielleicht sogar die Teile dafür habe. Am Phomi wären die schwarzen Ecken vermutlich nicht im Bild.

Das mit der Kamerasensor-Abhängigkeit der Optimierung stimmt sicherlich. Als Sony nach dem sehr guten und gutmütigen 16 MP-Sensor der NEX 5N bis NEX 6 die NEX 7 mit 24 MP herausbrachte, waren manche Leute enttäuscht. Gerade Objektive, deren Hinterlinse dicht vor dem Sensor stand, brachten schlechtere Ergebnisse als vorher.

Ich werde weiter experimentieren und berichten!

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 04, 2021, 21:02:24 Nachmittag
Hallo Bob,

Hab wieder eine neue Kombi getestet: Augenlinse Kpl10x auf C5x Okular. Diese Kombination könnte vielleicht gut funktionieren mit kleinere Sensoren wie 1 Inch oder so. Olympus PEN E-Pl1 Kamera und Zeiss Plan 25/0.45, hier tritt schon Vignettierung auf:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/314088_19575591.jpg)

Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am Dezember 04, 2021, 21:14:13 Nachmittag
Hallo Wes,

Welches Kamera-Objektiv, Kamera und Mikroskop verwendest du? Beste Grüsse,

Rolf
Hallo Rolf,

Ich habe diese Kombination an einem Zeiss Phomi III mit einem Canon EF 40mm f/2.8 stm Objektiv an einer Canon 50D Kamera ausprobiert.

Ich besitze das S-Kpl nicht aber meine Erfahrung ist das Weitwinkel Okulare öfter einen Hotspot geben als 'normale' Okulare. Vielleicht könntest du ein Kpl10x, die "Schlüsselloch" Variante,  probieren. Beste Grüsse,

Ich verwende normalerweise ein Kpl-W 10x. Es funktioniert, aber es gibt eine erkennbare chromatische Aberration an der Peripherie, die mit dem S-Kpl nicht sichtbar ist.

Beste grüße
Wes
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 07, 2021, 13:11:47 Nachmittag
Hallo Wes,

Zitat
Ich habe festgestellt, dass es nicht nur einen, sondern viele Hotspots gibt, die bei unterschiedlichen Abständen zwischen S-Kpl und Kamera auftreten.

Zitat
Ich verwende normalerweise ein Kpl-W 10x. Es funktioniert, aber es gibt eine erkennbare chromatische Aberration an der Peripherie

Könntest du davon ein Paar Bilder zeigen? Beste Grüsse,

Rolf

Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am Dezember 15, 2021, 20:59:15 Nachmittag
Könntest du davon ein Paar Bilder zeigen? Beste Grüsse,
Hallo Rolf,

Hier sind Bilder des äußeren 1/3 des Sehfelds mit den beiden Okularen.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315020_33420276.jpg)

Beste grüße
Wes
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 15, 2021, 22:55:47 Nachmittag
Hallo Wes,

Ich finde die CVD mit dem Kpl10x nicht so dramatisch. Welches Objektiv wurde verwendet? Wie sieht denn das Bild vom ganzen Objektmikrometer aus, ich sehe nicht die von dir genannte Hotspots. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Jürgen Boschert am Dezember 15, 2021, 23:30:09 Nachmittag
Hallo,

sehe ich genau so wie Rolf. Bzgl. der CVAD ist doch das S-KPL eindeutig besser.
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: reblaus am Dezember 16, 2021, 11:04:26 Vormittag
Hallo -

solche Tests habe ich früher auch oft gemacht und kann die Beobachtungen bestätigen aber gleichzeitig möchte ich die Behauptung aufstellen, dass man beim Betrachten der meisten Mikropräparate (Tümpeln, Schnitte etc.) keinerlei Unterschied bemerken würde und selbst wenn man eine Diatomee mit dem Immersionsobjektiv fotografieren möchte würde man sie kaum an den Rand des Bildfelds rücken und hätte keine Probleme mit CVD - außer man interpretiert die Interferenzerscheinungen der feinen Struktren miss.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 18, 2021, 10:11:51 Vormittag
Hallo zusammen,
ich finde solche objektiven Tests sehr nützlich, damit man weiß woran man mit seiner Kameraadaption ist. Den ggfs. nächsten Schritt, die aufwändige und oft kostspielige weitere Optimierung kann man dann weglassen, wenn nicht praxisrelevant. Aber der Test kostet ja nichts, Objektmikrometer, Tropfen Immersionsöl, Deckglas, Testfoto.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Wes am Dezember 19, 2021, 09:41:17 Vormittag
Welches Objektiv wurde verwendet?
Hier habe ich Planapo 40/0,95 verwende, das mikroskop ist Phomi III.

Es ist etwas seltsam, dass das Zeiss West Planapo 40x/0,95 im Vergleich zum Zeiss Jena Apo 40x/0,95 bei Verwendung des Kpl-W 10x eine stärkere chromatische Abberation aufweist. Und wenn ich dann einen 0,63x Objektivrevolver verwende, wird es viel besser. Die Hotspots sind nicht so interessant, aber ich werde vielleicht ein Video oder eine Serie von Bildern machen, um sie zu zeigen. Der eigentliche Grund, warum ich den S-Kpl nicht benutze, ist, dass meiner Pilze hat, aber wenn ich jemals einen in wirklich gutem, sauberem Zustand finde (denn selbst ein bisschen Staub macht ein Problem, besonders beim Phasenkontrast), werde ich natürlich zum S-Kpl wechseln.
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 19, 2021, 13:38:39 Nachmittag
Hallo Wes,
hast Du schon mal die kameraadaption über ein Hybridokular getestet? Damit gibt es keine Hotspots und von der Bildqualität konkurriert sie mit den besten Alternativen. Für das Phomi mit Tubusfaktor 1,25 und APS-C-Kamera wäre die Adaption über das Zeiss-Olympus-Hybridokular die vielversprechendste Lösung, weil der Bildkreis am besten genutzt wird.

Zwischen Zeiss Jena und Zeiss Oberkochen gibt es von de Auslegung einen Unterschied: Zeiss Jena ist auf 12 oder 13mm Okularabgleichlänge gerechnet, Zeiss Oberkochen auf 10. Ich würde zum Testen ein andees Objektiv nehmen, ein 40er Trockenapo ist empfindlich für die Deckglasdicke und -einstellung, das wäre mir eine Variable zu viel. Hast Du vielleicht ein 10er oder 25er Planapo?

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 24, 2021, 09:36:07 Vormittag
Hallo Bob,

Zitat
von der Bildqualität konkurriert sie mit den besten Alternativen.

Danke! ;). Und ich denke, es geht weiter als das. Die Hybridokulare sind die brauchbare  Projektive für z.B. Zeiss und Leitz die wir nie hatten, zumindestens nicht für Digitalkameras. Mit etwas Spielereien kann man für jede Sensorgrösse einen optimalen Bildausschnit mit gute Bildqualität auf dem Sensor projizieren. Mit die Letzten Kombination die ich für Zeiss getestet habe bekommt man sogar einen grösseren Ausschnit als mit dem schwer überteurte Olympus NFK1.67x Projektiv. Auch für C-mount Kameras sehe ich Möglichkeiten. Ich werde im nächste Jahr etwas mehr mit Mikroskopkameras ausprobieren. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: Bob am Dezember 24, 2021, 10:05:30 Vormittag
Hallo Rolf,
Deine Hybridokulare sind ja im Prinzip immer nach diesem Schema aufgebaut:
1. Eher stärker vergrößernde Augenlinse, z.B. vom KPL 10x, da steckt vermutlich auch die Farbkorrektur drin
2. Eher schwach vergrößernde Feldlinse, z.B. vom KPL 8x oder Olympus 5x nicht kompensierend

Auf der Grundlage lassen sich bestimmt noch andere Kombinationen finden. Die Komponenten für einen direkten Nachbau sind aber nicht so einfach zu finden, z.B. scheinen mit KPL 10x eher selten zu sein in Deutschland. Die Alternativen sind aber auch nicht einfacher zusammen zu bekommen und oftmals teuer. Von daher würde ich jedem, der eine Fotoadaption für ein Endlich-Mikroskop benötigt, vorschlagen, sich mal in Richtung Hybridokular Gedanken zu machen

Viele Grüße und schöne Weihnachten,

Bob
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: rhamvossen am Dezember 24, 2021, 10:28:48 Vormittag
Hallo Bob,

Weil verschiedene Kombinationen gut funktionieren denke ich das es nicht so schwer ist die Komponenten zu finden. Für die beste Kombination für Zeiss z.B. braucht man ein Leitz Periplan GF10x und ein Zeiss C5x. Ich denke, die sind beiden nicht selten. Ein S-Kpl10x/Pentax 40mm ist vielleicht schwerer zu bekommen. Auch Olympus 5x Okulare sind häufig. Die Augenlinse vom Hybridokular ist das wichtichtste und verschiedene Feldlinsen (also: Möglichkeiten) funktionieren gut mit diesselben Augenlinse. Beste Grüsse,

Rolf
Titel: Re: Zeiss Hybridokular im Vergleich mit S-KPL
Beitrag von: mhaardt am April 09, 2022, 14:04:32 Nachmittag
Bisher fotografierte ich mit einem M42 Objektiv durch ein Mikroskopokular. Subjektiv litt die Schärfe etwas, ich hatte durchaus chromatische Abberation und vor allem im Objektiv eine Reflektion. Hier gibt es ein paar Bilder mit einem 10x Objektiv zu sehen:

http://www.moria.de/tech/3d/geometry/

Die Bilder sind Ausschnitte. In der Kamera sieht man das ganze Feld, weil ich die Übersicht schätze. Nun sind die meisten Schnitte nicht ideal dünn, aber der lila Fleck in der Mitte stört und das sind schon die besten Bilder. Soweit ich las, werden bei CZJ Okulare bis 10x mit nicht korrigierenden Okularen verwendet und darüber mit korrigierenden Okularen, aber irgendwie wurde es nie richtig gut, egal was ich probierte, und der Aufbau war etwas abenteuerlich. Für mich reichte es, aber die Beschreibung hier im Thread weckte mein Interesse.

Ich bekam diese Woche zwei Projektive von Rolf, die er aus Komponenten verschiedener Hersteller baute, aber die Adaption ist noch nicht ganz fertig. Ich baue kleine optische Hilfen gerne mit T2-Verlängerungshülsen; entsprechend fertigte ich mir einen Adapter von CZJ-Ringschwalbe auf T2 an, eine Hülse um das Okular auf der richtigen Position einstecken zu können und einen T2-EF Bajonett Adapter gibt es fertig zu kaufen. Einfacher und stabiler geht es nicht! Und wenn mir nicht aktuell Hülsen fehlen würden, könnte ich es auch fertig machen. Die ersten Testbilder mit noch etwas falschen Abständen sind aber besser als alles, was ich vorher je hatte: Scharf, reflektionsfrei und farbfreie Kanten. Ich hänge ein Bild eines Objektmikrometers aufgenommen mit einem CZJ 16/0.32 Achromaten an. Zum ersten Mal wünsche ich mir ein Planobjektiv. :) Die Kamera ist eine Canon 60D. Live view mit einem Monitor über HDMI ist ein ganz neues Erlebnis und der Gedanke an einen Trinokulartubus ist weg.

Anfänglich dachte ich, Rolf dreht sich entsprechende Hülsen, aber erstaunlicherweise scheinen diverse Hersteller das gleiche Gewinde zu benutzen, so dass er die Projektive wirklich nur aus bestehenden Teilen zusammenschraubt, was jeder könnte, wenn man weiß, was funktioniert. Wie sich zeigte, haben verschiedene CZJ-Objektive wirklich jeweils einen etwas anderen Farbfehler. Vermutlich gibt es für jedes Objektiv das perfekte Okular, nur fand ich vorher noch nicht die beste Kombination. Obiges Projektiv funktioniert bei 10x und 16x sehr gut, bei 40x gibt es minimal Farbe. Weniger als in meinen Bildern oben, aber nun kam der Appetit auf mehr auf und ich bekam dafür ein extra Projektiv, auf das ich neugierig bin.

Vielen Dank Rolf! Deine Homepage zeigt sehr schön wie einfach und gut die Ergebnisse mit Projektiven werden.

Michael