Ringe an Mikroskop-Objektive

Begonnen von Jürgen Boschert, Dezember 28, 2011, 22:26:22 NACHMITTAGS

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Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

in der Bucht werden regelmäßig Objektive mit nahe der Frontlinse angebrachten Ringen angeboten. So wie z. B. hier:

http://www.ebay.de/itm/Leitz-NPL-FLUOTAR-0-100x-0-90-/310191712489?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item4838dde8e9

Weiß jemand, um was es sich da handelt ?
Und warum sind das allemeist Leitz-Objektive ?

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

ortholux

Lieber Jürgen.

leider habe ich auch keine Antwort. Ich habe aber solch ein Objektiv.

Das war offensichtlich serienmäßig für eine bestimmte Anwendung so gebaut - auch wenn's gebastelt aussieht. Der vordere Ring läßt sich über eine ultrafeines Gewinde im Abstand verstellen. Zwischen beiden Ringen befindet sich ein gewellter Federring. Der feste Ring ist übrigens so fest, daß ich keine Möglichkeit gefunden habe, ihn zu demontieren.

Diese Ringe habe ich bisher nur bei diesem 100er Objektiv gesehen. Das aber schon öfter.

Soviel zur Beschreibung. Vielleicht bringt uns das der Ideenfindung näher?


Viele Grüße und einen guten Rutsch
Wolfgang



liftboy

Hallo erstmal,
zwei Möglichkeiten bieten sich an:
Irisblende oder Deckglasanpassung
Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Jürgen Boschert

Hallo Wolfgangs,

@ liftboy: nein, sicher nicht. Diese Ringe sind zusätzlich außen fixiert.

@ ortholux: ich meine, diese Ringe auch schon an anderen Leitz-Objektiven gesehen zu haben. Vielleicht kennt ja noch jemand hier eine Erklärung, warten´s wir ´mal ab.

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

beamish

Vielleicht kommt man in die richtige Richtung der Anwendung, wenn man sich die übrigen Artikel des Anbieters anschaut: Elektronik-/Computerplatinen. Vielleicht kommt das Objektiv aus einem für Zwecke der Prüfung eingerichteten Industriemikroskop?

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Frank D.

Hallo,

das sieht mir eher nach einer Vorfokussierung für den Arbeitsabstand aus.
Der untere Ring sitzt in einer Form/Führung und der Fokuspunkt wird durch verdrehen der beiden Ringe zueinander eingestellt.
Eventuell für schnellere Messzyklen?

MfG
Frank

Florian Stellmacher

Lieber Jürgen,
liebe Ringrätsler,

gleich vorweg: ich weiß es auch nicht!

Ich besitze schon seit Jahren dieses 100er Neofluar, das auch diesen ominösen Ring aufweist:



Die Provenienz ist mir einigermaßen bekannt, und es stammt von einem ausschließlich in der biomedizinischen Forschung eingesetzten Mikroskop und nicht aus dem technischen Bereich. So recht hatte ich über den Sinn dieses Ringes bisher noch gar nicht nachgedacht, ich hatte ihn einfach als eine Blende bzw. Abschirumung angesehen. Die Hülsen, die man an den Objektiven von Projektionsmikroskopen findet (ich habe eines von Hertel & Reuss mit schwarzen Aufsteckhülsen), sehen zwar anders aus, aber mir mag nicht einleuchten, was man damit verstellen/einstellen können sollte. Dafür hätte man doch auch den äußeren Ring entsprechend geriffelt, damit die Finger überhaupt Halt finden. Bei meinem Neofluar federt der Präparateschutz deutlich oberhalb des Ringes, sodass er hierauf keinen Einfluss hat. Drehen kann man ihn auch nicht.

Mein Vorschlag lautet also: Das Ding ist eine Art Abblendung, z.B. um die Augen vor direktem UV-Licht bei der Fluoreszenzmikroskopie zu schützen - allerdings hätte ich es dann schwarz mattiert, denn ob das so übehaupt funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert.

Aber wie gesagt - eigentlich habe ich keine Ahnung...  :-

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Rawfoto

Liebe ForumskollegInnen

Ich habe solche Ringe an meinen Vergroesserungsobjektiven und kann damit einen Dreifachrevolver bestuecken, ich hatte solche Ringe auch in Filmzeiten an APO-Ronaten. Das sind Reproobjektive und die wurden damit mittels Klemmvorrichtung in einen Tubus montiert ...

Mein Tipp geht also in eine vergleichbare Anwendung bei der das Schrauben durch Klemmen ersetzt wurde um Zeit zu sparen oder das Gewinde zu schonen ...

Guten Rutsch wuenscht Euch allen

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...