Kondensor zentrieren am Zeiss Jena L-Stativ

Begonnen von Holger Gerber, März 06, 2012, 11:22:23 VORMITTAG

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rhamvossen

Hallo Nick,

Zitatkönntest du mir beschreiben, wie die Fehlersuche und deren Behebung aussehen könnte?

Bei meinem Zeiss-Winkel Junior war deutlich zu sehen das die Objektive nicht ganz richtig oberhalb die Kondensor Toplinse positioniert waren. Ich habe dan die Grösse Schraube (das war eine normale Schraube, nicht die mit 2 löcher) los gedreht und den Kopf am Auge so gedreht das die Toplinse von oben ab gesehen im mitten stand und das Objektiv richtig oberhalb die Toplinse stand. Da sind sicherlich bessere Methoden um so etwas zu machen, aber es funktionierte doch recht gut. Beste Grüsse,

Rolf

-JS-

Lieber Rolf,
Zitat...los gedreht und den Kopf am Auge so gedreht das die Toplinse von oben ab gesehen im mitten stand und das Objektiv richtig oberhalb die Toplinse stand...
für eine ähnliche Schilderung - in einem anderen Zusammenhang getätigt - habe ich ja *sowas* von PN-Senge
bekommen  >:(
(es ging damals um die Wartung eines Tischtriebes eines Zeiss (West) Standard WL).
Hinsichtlich der Grundvoraussetzung zu Arbeiten an und um das Thema 'optische Achse' herum möchte ich
einen Hinweis auf zwei meiner Meinung nach hierfür unabdingbare Hilfsmittel geben:
a) Fadenkreuzokular als Bezugspunkt Nummer 1
b) Fadenkreuzobjektiv (das ist ein Objektiv z.B. 10/0.22 mit vorgebauter und *zentrierter* Glasplatte im Fokus dieses
Objektives. Die Glasplatte hat ein eingeätztes Fadenkreuz) als Bezugspunkt Nummer 2.
Mit beiden Hilfsmitteln ist es möglich, z.B. den Rastpunkt des Revolvers zu zentrieren und auch eine eventuelle Schräglage des
Revolverkopfes zu finden (im Vergleich zu einem anderen Objektiv 10 würde hier ein dritter Bezugspunkt, z.B. die geschlossene
LFB bei Schräglage des Kopfes nicht mehr zentrisch abgebildet werden).
Leider ein Wermutstropfen: Fadenkreuzobjektive sind *selten* zu ergattern....
Prinzipiell ist ein Eigenbau unter Verwendung z.B. eines Planfilms mit konzentrischen Kreisen möglich, aber recht mühsam.
Meiner Ansicht nach sind aber Justier-Arbeiten an der optischen Achse ohne die genannten Bezugspunkte 1 und 2 nur
sehr schwer durchführbar. Das ist eine ganz bewusst hervorgehobene Wiederholung meiner Äusserungen, letztendlich sehr
schön unterstützt von Wolfgangs Beitrag mit der durchaus ernst zu nehmenden Schlussfolgerung
ZitatDie optische Achse zu zentrieren führt zwangsläufig zum Irrsinn!
Ich meine aber, nicht unbedingt...
Letztendlich braucht's halt nur zwei Punkte, die schön harmonisch den Anfang und das Ende einer Gerade mit etwa 16-19 cm Länge
beschreiben.
Alle anderen Beteiligten im optischen System haben sich dann bitteschön mathematisch eineindeutig an genau dieser Gerade
auszurichten. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele Grüße
Joachim




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