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Hilfe bei DCM500

Begonnen von Harald Schmitt, Juni 11, 2010, 20:03:24 NACHMITTAGS

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Harald Schmitt

Hallo und guten Abend,

ich bräuchte mal Eure Hilfe beim Mikroskopieren mit meiner Mikroskopkamera DCM 500. Ich kann machen, was ich will- ich bekomme keine brauchbaren, erst recht keine schönen Bilder mit meinen Konstellationen zusammen. Ich benutze die Kamera auf meinen Trinos (HM Lux und Laborlux K) mit Adapter von Leitz. Die optische Abstimmung habe ich eingestellt.
Ich habe 3 Programme:
1. ScopePhoto in der Version 3.0.12.498,
2. AxioVision Rel. 4.8 und
3. Micam Version 1.4, das ich am häufigsten benutze.
Bei ScopePhoto vermisse ich einen Direktauslöser (bei Micam die F1 Taste), und ansonsten ist es mir zu kompliziert.
Beide Bedienungsanleitungen (englisch) sind für mich nicht sehr verständlich und auch sehr kompliziert verfasst.
Bei Axiovision sind über den Twain-Treiber überhaupt keine verwertbaren Bilder zu bekommen. Was auf meinem Monitor noch gut eingestellt erscheint, wird nach Auslösen der Kamera in ganz anderen Farben reproduziert- keine Ahnung- aus blau wird grün, aus Rot wird gelb usw.
Am liebsten ist mir da noch das Micam- die Bilder sind zumindest so, wie ich sie auf meinem Monitor sehe. Aber ich bekomme die Farben einfach nicht so hin, wie ich sie unter meinem Mikroskop sehe! Auch die Schärfeeinstellung und der Kontrast lassen im Vergleich durch meine Okulare arg zu wünschen übrig. Auch habe ich einen deutlichen Hotspot in der Mitte. 
Überhaupt- ich komme auch nicht mit den schönen Bunten Bildchen und Graustufen (White Balance/Autofunktion, Exposure und Color) des Treibers zurecht. Damit ich halbwegs verwertbare Bilder bekomme, muß ich immer die RGB-Stufen von Hand einstellen. Aber wenn ich dann meine Bilder mit Euren Bilder im Forum vergleiche- Oh Gott oh Gott!!! Ich habe im Forum schon (ich glaube alles) vieles durchsucht, und ich weiß, daß ich nicht der Einzige bin, der Probleme hat. Aber mittlerweile gibt es doch auch neue Treiber usw., und dann denke ich, dass ich noch elementare Fehler bei der Einstellung mache. Es kann doch nicht sein, daß Bilder meiner Sony Cybershot durch das Okular um ein Vielfaches besser sind, als mit einer speziellen Mikroskopkamera mit einer zugehörigen Adaption derselben, sind?
Um reproduzierbare Angaben zu machen, gebe ich mal die Einstellungen bei einer Floureszenzuntersuchung mit 100em Planachromat, Blauanregung 470/490nm und Halogenbeleuchtung 150W an:
White Balance: Hellblau
RGB:              R: 118, G: 95, B: 64
Exposure:       Hellgrau- (ganz rechts, Hand: 999)
Gamma Color:  0,39 (tief)
Saturation:     114
Contrast:        93
Frame Rate:    Low
Was mache ich falsch, was kann ich besser machen?
Ich bin für jeden Tip dankbar. Ich möchte die Kamera ungern in die Tonne kloppen- aber da gehört sie hin, wenn die Bilder nicht besser werden.

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe

Gruß Harald

Holger Adelmann

Hallo Harald,

zur Fehlerdiagnose würde es schon helfen, wenn Du mal ein Bild - oder besser mehrere - einstellst, auch wenn die nicht toll sind.

Herzliche Grüsse
Holger


Oliver S.

Zitat von: Harald Schmitt in Juni 11, 2010, 20:03:24 NACHMITTAGS
Hallo und guten Abend,

ich bräuchte mal Eure Hilfe beim Mikroskopieren mit meiner Mikroskopkamera DCM 500.

...
Bei ScopePhoto vermisse ich einen Direktauslöser (bei Micam die F1 Taste), und ansonsten ist es mir zu kompliziert.
...

Gruß Harald

Hallo Harald,
hast Du in ScopePhoto mal Folgendes probiert?

Schritt 1:



Schritt 2


Du bekommst dann eine Schaltfläche mit der Aufschrift "Capture"
Wenn du da drauf klickst, kannst du ganz einfach Bilder machen. Unter "Settings" sollte auch ein Weissabgleich möglich sein.
Gruss, Oliver
(gern per "Du" )

Harald Schmitt

@ Holger,
Du hast recht, aber ich habe mich nicht so recht getraut.
Ok, dann eben ein paar Bilder:










Ich hoffe dies hilft bei der Fehleranalyse weiter.

@ Oliver

Diese Funktionen kenne ich natürlich, aber ob ich diese richtig bediene, bezweifle ich. Dann müßten meine Bilder besser sein.
Der Capture- Button ist mir auch bekannt. Ich schaue aber lieber durch das Okular, und löse mit der F1 Taste aus- dies geht jedoch nur bei Micam. Und genau soeine Funktion vermisse ich eben bei ScopePhoto.

Gruß Harald


Werner

Hallo Harald!
Hast Du Led-Beleuchtung oder Glühbirne?
Wenn Du Glühbirne hast, lege mal gaudihalber einen (grünlichen) Wärmeschutzfilter (aus Dia-Projektor) in den Strahlengang und vergleiche, ob der Kontrast besser wird. Vielleicht stört das Infrarot den Kamerachip?
Nur mal ein Versuch.
Gruß   -   Werner

Oliver S.

#5
Hallo Harald,
um gute Mikrofotos zu machen, würde ich eher versuchen, die Bilder auf dem Monitor gut hinzukriegen und nicht im Okular, denn der Monitor zeigt Dir ja wie die Kamera die Bilder sieht.
Wenn Du unbedingt mit  der Tastatur abdrücken willst und nicht mit der Maus, warum klickst Du nicht einfach den Rahmen, in dem das Bild bei ScopePhoto erscheint an und drückst anschließend die Tastenkombination Alt+C?

Ich vermute übrigens, Deine Bilder würden automatisch viel besser, wenn du Deine Objekte besser vom Detitus befreist (mit einer fein ausgezogenen Pipette raus saugen und dann in klares Wasser umbetten). Zu viel "Müll" unter dem Deckgläschen sorgt meist für eine zu große Schichtdicke und eventuell auch für ein schief liegendes Deckgläschen.
Also: 1. sauberer präparieren, 2. für eine möglichst geringe Schichtdicke sorgen (mit Papiertaschentuch o.ä.) Wasser unter dem Deckgläschen saugen, bis dein Objekt gerade Kontakt zu Glas auf beiden Seiten (OT und DG) hat und dann eventuell noch mit sog. schiefer Beleuchtung (http://www.univie.ac.at/mikroskopie/2_kontraste/hellfeld/6_schiefeBeleuchtung.htm) arbeiten.

Gruß, Oliver
(gern per "Du" )

Holger Adelmann

Hmm - am Besten kommst Du mal zu einem Treffen und bringst Deine Sachen mit, hast Du die Möglichkeit in Deiner Nähe ?

HG
Holger

Harald Schmitt

@ Werner
ich benutze Halogenbeleuchtung- 10W beim HM Lux, 20W beim Laborlux K. Für anspruchsvolle Beleuchtungsaufgaben benutze ich Kaltlicht 150W über Adapter.

@ Oliver
das ist eine interessante Technik, die ich in der Zukunft einüben werde.

@ Holger
das wäre Darmstadt dieses Wochenende gewesen. Da habe ich jedoch keine Zeit  :(. Ich wohne im Dreieck von Wiesbaden, Mainz und Frankfurt.

Gruß Harald

liftboy

#8
Hallo Harald,

Zitatum gute Mikrofotos zu machen, würde eher versuchen, die Bilder auf dem Monitor gut hinzukriegen und nicht im Okular, denn der Monitor zeigt dir ja wie die Kamera die Bilder sieht.

Oliver hat recht! Das Problem habe ich auch, allerdings verstärkt (ich bin Brillenträger).
Die Fehlsichtigkeit des Auges kompensierst Du am Feintrieb, bis Du alles scharf siehst, die Kamera hat aber keinen Restfehler, sondern bildet 1:1 ab.
Seitdem ich alles über den Monitor mache (ist übrigens auch viel entspannender für die Augen) werden die Fotos auch was.
Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Peter V.

#9
Hallo!

ZitatEs kann doch nicht sein, daß Bilder meiner Sony Cybershot durch das Okular um ein Vielfaches besser sind, als mit einer speziellen Mikroskopkamera mit einer zugehörigen Adaption derselben, sind?

Wieso nicht? Doch - leider ist es genau so! In der Regel ereicht man mit einer angepassten Kompaktkamera oder DSLR deutlich bessere Ergebnisse als mit einer "speziellen Mikroskopkamera". Das gilt in gewissen Grenzen sogar für die sehr hochwertigen Mikroskopkameras der Mikroskophersteller. Und erst recht für Kameras der Klasse DCM, wobei aber auch die teureren Moticams und Euromex-Kameras nicht deutlich besser sind ( im "alten" Forum gab es dazu massenhaft Diskussionen ).
Für Fotos von farbigen botanischen Schnitten sind die DCMs geeignet, wenn dort der Hot Spot überhaupt auffällt, kann man ihn mit dem "Nachbelichter" einer EBV entfernen. Für Tümpleraufnahmen und vergleichbare Aufnahmesituationen  sind die DCMs eher ungeeignet.

Zudem gibt es bei der DCM ja keine "zugehörige Adaption", sondern eine fest mit der Kamera verbundene "Universaloptik".

ZitatAuch habe ich einen deutlichen Hotspot in der Mitte.  

Das ist leider auch bei allen Kameras mit "einfacher" Adaption so, ich kenne es von allen DCMs ( auch dazu gab es zahlreiche threads im alten Forum, Abhilfe konnte nicht geschaffen werden und letztlich ist die Urssache dieses Hot Spots auch nicht ganz klar ), aber auch von der Tucsen etc.

Zitat
Bei ScopePhoto vermisse ich einen Direktauslöser (bei Micam die F1 Taste), und ansonsten ist es mir zu kompliziert.

Wenn sich nicht mittlerweile etwas geändert hat, gibt es eine solche Funktion in ScopePhoto in der Tat nicht. Der von Oliver gezeigte Weg ist der der einzig mir bekannte und auch ich finde es "lästig", für das schnelle Foto erst zwei Menüpunkte nacheinander aufrufen zu müssen.
Die DCMs eignen sich daher ohnehin eher für statische Objekte.

ScopePhoto ( oder wohl eher der DCM-Treiber ), insbesondere der höherauflösenden DCMs sind insgesamt bockig, oft schon bei der Installation und nach wie vor einfach sehr unausgereift. Teilweise "killen" sich Treiber gegenseitig ( wenn man z.B. eine DCM 130 und eine DCM 300 installiert ), manche Treiber funktionieren nur bis XP SPII, für SP III, Vista werden wiederum andere Treiber benötigt ).

Auch ich finde es erstaunlich, dass die Treibersoftware bei der weiten Verbreitung der DCMs immer noch so grottenschlecht programmiert ist. Zudem kann schon bei der DCM 300 ( und vermutlich auch bei der DCM 500, die ich nicht persönlich kenne ) von einem "Livebild" aufgrund der niedrigen framerate kaum mehr die Rede sein. Selbst die Fokussierung ist bei der lahmen Bildwiederholrate sehr mühselig.
Mit der alten 130er bin ich hingegen für das "schnelle Foto zwischendurch" einigermassen zufrieden, und selbst das Livebild ist brauchbar.

Wenngleich auch die Weissabgleichfunktion nicht immer befriedigend arbeitet, müsste es allerdings möglich sein, etwas bessere Bilder zu bekommen. Fluoreszenz ist allerdings schon eine gewaltige Aufgabe, der die DCMs vermutich wirklich nicht gewachsen sind.

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Harald Schmitt

@ Wolfgang

mit dem Beitrag von Peter erledigt sich schon Dein Tipp. Dies ist genau die Situation, welche ich selbst beobachtet habe. Das Fokussieren gestaltet sich am PC extrem schwierig, und wenn ich verzweifelt einen brauchbaren Weißabgleich realisiert habe (was meistens sowieso nicht zu meiner Zufriedenheit funktioniert), habe ich die Nerven blank liegen und möchte nicht noch meine etwas knapp bemessene Zeit mit fehlschlagendem Fokussieren verbringen.
Ich dachte einfach, daß es mittlerweile bessere Treiber auf dem Mark gibt, oder, daß ich einfache, grundlegende Fehler begehe. Schade, dann werde ich wie zu meinen Anfängen durch das Okular Fotografieren. Das ist zwar auch keine optimale Dokumentation meiner Arbeiten, und erst Recht im Zusammenhang mit dem Tümpeln und den daraus entstehenden Schwierigkeiten im richtigen Moment mit der Kamera eine gute Aufnahme zu machen (Unmöglich, würde ich mal behaupten) betrachtet, aber ich kann zumindest mehr Zeit für das Mikroskopieren verwenden und meine Frustrationsrate begrenzen.

@ Peter

Dein Beitrag deckt sich exakt mit meinen Erfahrungen. Vielen Dank.

Danke auch an alle anderen.
Gruß Harald

geognost

Hallo,
bin neu im Forum. Suche erstmals Hilfe zu "AXIOVISION LE64 vers. 4.8.3" und Nutzung einer Scopetek DCM500. Die DCM500 läuft wie Twain z.B. im Word (Microsoft WIA), nicht jedoch in Axiovision. Die Felder unter "DATEI > "TWAIN-Gerät auswählen" und "DATEI > TWAIN-Kamera Bildaufnahme" sind grau, d.h. inaktiviert. Ich suche vergeblich nach der Lösung, dass Axiovision die DCM500 erkennt.
Mein System: Windows 7 Ultimate 64 bit, WIA gestartet, Remoteprocedureaufruf (RPC) gestartet und Shellhardwareerkennung gestartet; Kamera: Scopetek DCM500 mit letzter Treiberversion 32/64 bit. Wie gesagt: läuft unter anderen Programmen aber nicht unter Axiovision.
Würde mich riesig freuen, die Software mit der Kamera nutzen zu können.

geognost

Hallo,
Lösung von Zeiss erhalten: in der Version Axiovision LE64 ist die Twain-Anbindung in einem 64 bit System nicht realisiert. Also Prgramm deinstallieren, Version 32bit laden und alles läuft auch unter Windows 7 64 bit, d.h. Twain wird erkannt.
Danke