250 Watt Halogen für Fluoreszenzzwecke verwendbar?

Begonnen von Peter V., März 17, 2013, 22:34:22 NACHMITTAGS

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the_playstation

Hallo "Thomas",
Die PS3 besitzt ein Blu Ray Laufwerk und damit eine passende Laserdiode, die sich wahrscheinlich
für derartige Beleuchtungszwecke eignet und darüber hinaus als Ersatzteil sehr günstig zu bekommen ist.

Nur ist mir mein "PS3-Linux-IBM-Cluster" dafür zu schade. Daher habe Ich mir für ein paar nette Worte ein paar der
Laser bestellt.

Viele Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Holger Adelmann

Ach Florian, Du überzeugst mich nicht - ich liebe doch meine Bogenlampen  :D

Der spannende Moment beim Zünden,
der Ozongeruch im Labor,
... und - Licht in Hülle und Fülle  ;D

Ich verwende diese Lampen ohne Probleme seit 1995, mir ist auch noch nie eine um die Ohren geflogen.

Aber ich gehöre ja auch zu den Dinosauriern denen der Lichtcharakter einer 100 W Halogenlampe immer noch besser gefällt als eine LED.

Herzliche Grüsse
Holger



Peter V.

Lieber Holger,

ZitatAber ich gehöre ja auch zu den Dinosauriern denen der Lichtcharakter einer 100 W Halogenlampe immer noch besser gefällt als eine LED.

Nicht nur Du!!! Für meine Begriffe ist 100 W Halogen das Nonplusultra, und das auch glücklicherweise nicht nur "subjektiv", sondern auch physikalisch-objektiv. Trotz der Vorteile der LED wie Farbtemperaturstabilität und geringere Wäremsterahlung. Für mich ist LED immer nur eine (zweifellos manchmal auch sehr gute) Notlösung dort, wo es keine ordentliche Halogenlösung gibt (z.B. bei den Standards oder den Ortholuxen). Aber der Umbau einer Orthoplan-100W-Lampenhauses auf LED wäre für mich ein Sakrileg.

Es ist auch nach wie vor meines Wissens so, dass Pathologen nach wie vor praktisch ausschlißelich mit Halogenlicht an ihren Mikroskopen arbeiten.

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Florian Stellmacher

Leber Peter,

ZitatEs ist auch nach wie vor meines Wissens so, dass Pathologen nach wie vor praktisch ausschlißelich mit Halogenlicht an ihren Mikroskopen arbeiten.

Vollkommen korrekt! Und auch ich bin Fan der 100W-Halogenleuchte. Es gibt aber inzwischen sehr gute LEDs (ich habe hier z.B. gerade eine von Bernd neben mir stehen), die auch im Hellfeld tolle Farben des Präparates herauskitzelt. Und für die Fluoreszenz sind LEDs perfekt geeignet.

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)


chishoro

Guten Abend,

Wehrend ich das nicht selber ausprobiert habe so wage ich doch folgende Überlegungen anzubringen.

1. Ausschlaggebend ist für die Fluoreszenzbetrachtung nicht die gesamte Eingangsleistung der Lampe sondern die Leuchtdichte im entsprechenden
    Anregungspektrum. Größere Lampen haben einen größeren Gluehwedel aber nicht unbedingt eine höhere Leuchtdichte.

2. Gerade für UV haben die handelsüblichen Halogenlampen den Nachteil, dass sie meistens gegen zu hohe UV Strahlung beschichtet wurden

3. Außerdem hat eine Halogenlampe erheblichen IR Anteil. Das wiederum kann Filter trüben und insbesondere auch zu Fallen von Delamination
    in der Optik führen. (die beim unsachgemäßem Aufbau selber recht heis werden kann). Die Xenon XBO 150 mit hohem IR Anteil
    ist weit herum als Objektivkocher bekannt geworden.

4. Ein großer (Fremd-) Lichtanteil kann außerdem schnell zum Ausbleichen des Präparats führen.

Nicht zu Letzt deshalb arbeitet man in Profibereich mit Lichtquellen die:

- hohe Leuchtdichte haben (z.B. Laser)
- im spezifischen Erregungspektrum ihre maximal Leuchtkraft haben (z.B. Laser oder Hg Lampe)
- mit sehr empfindlichen Kameras (was zur Schonung der Optik und des Präparates beitragt....)

                                                  Gruss,

                                                              Rory