Flügel einer Stechmücke

Begonnen von RainerTeubner, September 15, 2013, 17:10:02 NACHMITTAGS

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RainerTeubner

Hallo,

gestern Nacht war mir das Jagdglück hold und ich konnte ruhig schlafen:

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Eine Aufnahme einer einzelnen Flügelschuppe der Stechmücke mit dem 100er Ölimmersionsobjektiv liefere ich nach, wenn das Euparal getrocknet sein wird.

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

rekuwi

Lieber Rainer,

da nur die Weibchen stechen sollte das nun ein Flügel einer weibl. Stechmücke sein!? Woher kommt dann das Geräusch daß die beim Fliegen verursachen? Schalldämpfend wirken die feinen Schuppenstreifen jedenfalls nicht.
Gelungenes Foto!

Herzliche Grüße
Regi

HDD

Liebe Mückengeplagte

Die Flügelschlagfrequenzen bei Stechmücken liegen bei den Weibchen bei ca 400 und bei
den Mannchen bei ca 600 Schwingungen pro Sekunde.
Bei der Paarungsbereitschaft passen sich die Frequenzen im Ton an und beide Insekten
schwingen im gleichen Ton von etwa 500 Hertz.

Viele Grüße

Horst-Dieter

RainerTeubner

Hallo,

das Präparat des Stechmückenflügels in Euparal ist so weit getrocknet, daß ich eine Aufnahme mit dem 100er Ölimmersionsobjektiv versucht habe. Die erste Serie mußte ich verwerfen, da die einzelne Stechmückenflügelschuppe wanderte - das Euparal ist also noch nicht so fest, daß es den Druck der Immersionsöls aushielte. Die zweite Serie hat dann etwas besser geklappt.



Ganz zufrieden bin ich mit dem Photo nicht, die Zwischenräume zwischen den Rippen der Adern der Flügelschuppe sehen überschärft aus, das Bild sah aber nach dem Stacken schon so aus.

Aber solange noch Mücken fliegen, werde ich neue Proben beschaffen.

Kennt jemand die Funktion der Flügelschuppen? Fungieren die Schuppen als Grenzschichtzaun?

Viele Grüße

Rainer

Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Klaus Herrmann

Hallo Rainer,

wunderbar die erste Aufnahme, so hab ich mir die Flügel noch nie angeschaut.

Was mir auffällt: es sieht so aus, als ob es 2 unterschiedliche Formen gibt: längliche und schaufelförmige, wie die, die du als Detail zeigst. Gibt es da obere und untere?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

HDD

#5
Hallo Rainer

Zwischenzeitlich habe ich mir Deine wunderschöne Aufnahme des Mückenflügels schon
mehrere Male angeschaut und mit all meinen Aufnahmen von Schnaken und Mückenflügeln verglichen.

So allmählich habe ich den Verdacht, dass es sich entweder um eine besondere Stechmückenart handelt
oder dass Du evtl. eine andere Mücke erlegt hst.
Die Schuppenstrukturen an den Flügeln findet man bei Stechmücken im allgemeinen nicht. Schau Dir mal
die Aufnahmen auf der Linsenbeute.de unter dem Part -Insekten / Mücken-  an.
Da haben wir diverse Flügel von Schnaken und Mücken abgebildet. Der von Dir gezeigte Flügel dürfte eher
von einer Trauermückenart (Sciaridae) oder ähnlichem stammen.
Du solltest auch bedenken, dass ein in Euparal eingegossener Flügel seine komplette Feinstruktur einbüßt.

Herzliche Grüße

Horst-Dieter

Alfons Renz

Hallo Rainer,

Aus meiner Sicht spricht nichts gegen die Diagnose: Stechmücke. Vermutlich Aedes, aber dazu müsste man etwas mehr sehen können.
Ganz ähnliche Schüppchen finde ich auf dem Flügel einer Mücke aus Kamerun. Und im Magen dieser Mücke ist Blut!

Alfons

RainerTeubner

Hallo Alfons,

leider habe ich die Mücke "konventionell" erlegt, d.h. mit einem Schlag der Hand. Außer dem Flügel war nichts mehr zu gebrauchen, aber auch der hat einen Riß, den ich allerdings nicht photographiert habe.

Bleibt noch meine Frage nach der Funktion der Schuppen.

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Alfons Renz

Hallo Rainer,

Die Erfahrung sagt, wo eine Stechmücke anfliegt, gibt es noch viele weitere, die verborgen lauern. Und der Brutplatz müsste in der Nähe liegen: Blumentopf, Regentonne, Tümpel...

Interessant wäre die Identifizierung, da neuerdings auch asiatische Aedes-Mücken hierzulande heimisch zu werden drohen: Aedes albopictus (Tigermücke) und Aedes japonicus (Japanischer Buschmosquito). Hier wäre ein Nachweis wichtig!

Viel Jagdglück und wenig Stiche
wünscht Dir

Alfons