Hauptmenü

Regen

Begonnen von Eckhard F. H., Oktober 04, 2013, 21:36:00 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Frank D.

#15
Hallo,

es weicht zwar etwas von dem ursprünglichen Thema ab, aber ein interessanter Beitrag zu den Mikrometeoriten in terrestrischen Sedimenten findet man von Dirk Kettrup hier: http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-82.html?XSL.H_main=S_GLOBAL&XSL.H_searchId=
Für einen groben Überblick reichen die pdf-Blöcke a und b (bis Seite 20) aus.

"(Übrigens, sind das 0,2 µg x 365 d x 1000 y = 73 g/m2/ky; da simmer wieder bei de Leut, gell Zwinkernd )"

Hier gebe ich zu bedenken, dass sich ein Großteil der eisenhaltigen Mikrometeorite durch Korrosion zersetzt und somit mit Magneten nicht mehr auffindbar ist.

Herzliche Grüße
Frank

JüSchTü

Hallo Frank,

vielen Dank für den interessanten Link.

Zitat"(Übrigens, sind das 0,2 µg x 365 d x 1000 y = 73 g/m2/ky; da simmer wieder bei de Leut, gell Zwinkernd )"

Es ging ja nur um die Größenordnung. Wenn Thomas von einigen g/m2/ky berichtet und ich mit den allgemeinen Angaben auf ca. 70 g/m2/ky komme, dann passt das sehr gut zusammmen, wenn, sagen wir mal, 90 % - 95 % "wegrosten" und dann noch ein paar % als massive Brocken runterkommen. Es ist zwar wirklich wenig, vor allem, wenn man bedenkt, was so ein Vulkan mal schnell in die Atmosphäre bläst, aber eben nicht Null. Genug jedenfalls, damit sich einige Leute ernsthaft damit beschäftigen.

Regentonnen sind also dem Mikroskopiker zu mehreren Zwecken dienlich (Reihenfolge zufällig):

- als Quelle allerfeinsten Aqua dest.
- Sammler von Mikrometeoriten
- Sammler von weitgereisten Exoten (Saharasandpassagiere, nackig!)
- Zuchtbecken für allerlei nettes und/oder lästiges lokales Getier (Mückendings, Anopheleszeugs, die Biologen mögen mir meine sprachlichen Mängel nachsehen, aber seitdem ich "Dingsbums" sagen kann, habe ich keine Formulierungsschwierigkeiten mehr)

:)

Da gibt's bestimmt noch mehr aufzuzählen. Die Experten sollten vielleicht den Regentonnen-Thread (den gab's doch bestimmt schon hier) um die neuen Erkenntnisse erweitern.

Liebe Grüße von der sonnigen Alm, Jürgen
I'm not facebooked
"Die Zukunft rast auf einen zu. Man hat nur den einen winzigen Moment, wenn sie vorüberzieht, um sie in eine freundliche, erkennbare, angenehme Vergangenheit zu verwandeln."   (Ray Bradbury)
Zur Vorstellung

Gerd Schmahl

Hallo,
vielleicht könnte man die Wahrscheinlichkeit etwas anheben, wenn man gezielt nach den jährlich wiederkehrenden Sternschnuppentagen (z.B. Perseieden im August, Geminiden im Dez.) einsammeln geht.

Die "veröffentlichten Zahlen" (JüSchüTü) müssen ja auch irgendwie gewonnen worden sein. Ich denke, es sind sehr, sehr grobe Schätzungen.

Vielleicht sind die Leute im Hochgebirge im Vorteil, weil in den hohen Luftschichten nicht ganz so viel menschgemachtes unterwegs ist, aber das ist auch nur eine Vermutung von mir, die ich nicht mit Zahlen unterlegen kann. Klar, ein ordentlicher Sandsturm oder Vulkanausbruch, die schlagen ganz anders zu Buche, als das "Gebrösel" aus dem All.
Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

JüSchTü

Hallo Gerd,

Zitatvielleicht könnte man die Wahrscheinlichkeit etwas anheben, wenn man gezielt nach den jährlich wiederkehrenden Sternschnuppentagen (z.B. Perseieden im August, Geminiden im Dez.) einsammeln geht.

ich glaube eher nicht, weil sich das alles in sehr großer Höhe (ca. 50 bis 100 km, also weit über den Wolken) abspielt und es 'ne ganze Weile dauert (10 bis 20 Jahre vielleicht?), bis die Partikel die Erdoberfläche erreichen.

Zitat... (JüSchüTü) ...

Bitte nicht ganz so viele "ü". Jürgen reicht ;)

Liebe Grüße, Jürgen
I'm not facebooked
"Die Zukunft rast auf einen zu. Man hat nur den einen winzigen Moment, wenn sie vorüberzieht, um sie in eine freundliche, erkennbare, angenehme Vergangenheit zu verwandeln."   (Ray Bradbury)
Zur Vorstellung

Eckhard F. H.

ZitatKlar, ein ordentlicher Sandsturm oder Vulkanausbruch, die schlagen ganz anders zu Buche, als das "Gebrösel" aus dem All.

Hallo Gerd,
addiert man alle in die Luft geblasenen Exkrement der menschlichen Zivilisation (Industrie, Verkehr (Luft-, Land-, Wasser-, Kommunen), schlagen die vermutlich auch ordentlich zu Buche. Zwar ist davon der größte Teil wahrscheinlich gasförmig, aber die festen Partikel (z. B. Feinstaub) sind nicht zu vernachlässigen. Schließlich wird der Löwenanteil der geförderten fossilen Energieträger verbrannt.
Gruß - EFH

the_playstation

Hallo,

Bei der Zuordnung habe Ich ja auch schon geschrieben, daß zumindest Ich nicht eindeutig klären kann,
ob es sich um einen Mikrometeoriten oder terrestrische Zivilisationsrückstände handelt.

Falls Jemand irgendwo einen Artikel findet, der bei der Bestimmung hilft, wäre das fantastisch.

Aber Ich fand die Idee einfach klasse.

Ich besitze aber auch größere Eisen-Nickel-Meteoriten mit wunderschönen Widmanstätten-Strukturen.
Ein Genuß für das Auge.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

JüSchTü

Hallo zusammen,

es geht nicht einfach nur um irgendeinen Staub! Magnetisch sollte das Material schon sein. Eisen hat in der Astrophysik einen besondere Bedeutung (Energiebilanz der Fusionsreaktion bei der Sternentstehung), weshalb viele Meteorite erhebliche Eisenanteile haben, der Hoba Meteorit z.B. über 80 %, dazu noch über 10 % Nickel.

Ist ein Partikel magnetisch, erhöht sich die Wahrscheinlickeit, dass es sich um einen Meteorit handeln könnte, schlagartig. Findet man dann noch eine angeschmolzene Oberfläche, wird's noch wahrscheinlicher. Das sind aber Eigenschaften, die man schon mit einfachen Mitteln, so man ein Mikroskop hat, feststellen kann.

Liebe Grüße, Jürgen
I'm not facebooked
"Die Zukunft rast auf einen zu. Man hat nur den einen winzigen Moment, wenn sie vorüberzieht, um sie in eine freundliche, erkennbare, angenehme Vergangenheit zu verwandeln."   (Ray Bradbury)
Zur Vorstellung