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Wieder Haariges …

Begonnen von Heiko, Dezember 16, 2013, 18:00:13 NACHMITTAGS

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Heiko

... und eine für mich ebensolche Frage dazu.


Hallo,

Haare bzw. Trichome sind dankbare Objekte, um schnell und einfach interessante Strukturen und hübsche Pol-Farben betrachten zu können.
Bei der Feigen-Frucht wird man gleich zweimal fündig – gedrungene Haare auf der Fruchtepidermis und stark anisotrope aus dem Inneren:








Blatthaare der Goldnessel (Lamium galeobdolon) sind auf den folgenden Aufnahmen zu sehen:











Und nun zu meiner Frage, die ich, wenn man den Bildern folgt, glaube ich gar nicht speziell ausformulieren muss: sind das Tüpfel?

Viele Grüße,
Heiko

Fahrenheit

Lieber Heiko,

schöne Bilder! Aber ganz so einfach ist es nicht. :)
Was hast Du mit Deinen letzten beiden Aufnahmen denn aufgenommen? Sind das auch Haare von der Feige?
Ein Maßstabsbalken würde auch helfen. Eines ist jedenfalls klar: Tüpfel dienen der (chemischen) Kommunikation der Zellen untereinander. An der Außenseite von Haaren sollten sie daher nicht zu finden sein.

Herzliche Grüße
Jörg
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Heiko

Lieber Jörg,

die zweite Bilderfolge zeigt ausschließlich Lamium-Haare, zuletzt mit dem 100er Objektiv aufgenommen.
Als Frischezeiger – so meine Spekulation – dienen die Haare dieser Species der Verdunstung. Ich kann nicht erkennen, ob die Oberfläche ,,getüpfelt" im Sinne von perforiert ist, oder ob ein ,,Ornament" im Sinne einer Auflagerung vorliegt. Deshalb hoffe ich auf einen Hinweis aus dem Kenntnis-Pool des Forums.

Viele Grüße,
Heiko

Heiko

#3
Hallo,

bin bei dieser Lachnellula über ,,inkrustierte Haare" gestolpert:


Lachnellula occidentalis [Lärchen-Nadelholzhaarbecherchen] Haare am Becherrand, 100er Obj.

Inkrustation (und wohl auch Akkrustation) erzeugen doch nicht diese Regelmäßigkeit, die hier bei Lamium auffällt – oder?

Viele Grüße,
Heiko

Heiko

Hallo,

die ,,Foren-Archäologie" an dieser Stelle wird mir hoffentlich verziehen, da ich ein ,,Analogie-Haar" zu Lamium zeigen möchte:



Das Haar (Trichom) stammt von der Rindenepidermis einer Lonicera henryi – und dieser mag ich nun kein Wasser-Überangebot als Standortfaktor unterstellen.

Gibt es denn keine Deutungsmöglichkeit für diese Oberflächenstruktur?

Viele Grüße,
Heiko