Frage zur Schaltachse beim Zeiss Standard mit Vergrößerungswechsler

Begonnen von ImperatorRex, Februar 04, 2014, 23:51:08 NACHMITTAGS

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ImperatorRex

Hallo liebe Forum-Mitglieder,
heute ist mein Neuerwerb aus den USA eingetroffen, ein Zeiss Standard 15 mit allerlei Zubehör, unter anderem mit einer Schaltachse...und ein paar kleineren Transportschäden (man erkennt auf dem Foto noch eine abgebrochene Zentrierschraube des Gleittisches).

Seltsamerweise läßt sich die Schaltache nicht bewegen / drehen. Bevor ich mir das genauer anschaue, habe ich noch ein paar andere Fragen:


  • ich Frage mich, ob der schwarze (Distanz?-) Ring auf dem Tubuskopf immer dabei ist, wenn das Standard einen Vergrößerungswechsler hat?
  • Auf dem 3. Foto erkennt man auch einen "Schlitz". Ist dieser für die Aufnahme eines Lambda-Schiebers gedacht?
  • am Ende der Schaltachse gibt es noch einen kleineren Einstellknopf. Wozu ist der denn gedacht? Der dicke Knopf der Schaltachse ist ja zum Eindrehen des Schaltkopfes.
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Hier mal die Fotos:







Am Zeiss Standard gibt es doch immer wieder etwas neues zu entdecken.

Schon mal vorab vielen Dank für Eure Antworten  ;)

viele Grüße

Jochen

JB

Hmm...

Der schwarze Distanzring (oben auf dem grauen Tubuskopf) sieht wie ein selbstgebauter Zwischentubus aus. Er sollte abnehmbar sein (Raedelschraube loesen). Der Schlitz diente vielleicht als Einschub fuer einen Polfilter oder Lambdaschieber. Unten am Objektivrevolver sind zwei Zwischenringe fuer DIK-Schieber zu sehen. Wenn der Vorbesitzer eine DIK-Einrichtung hatte, dann hatte er sich vielleicht diesen Selbstbau aus Zwischentubus zugelegt.

Wenn der Zwischentubus abgenommen ist, bekommt man einen besseren Blick auf die Schaltachse.

Jon

reblaus

Hallo -

Jon hat vollkommen recht auch, wenn er das in vorsichtiger Möglichkeitsform ausdrückt. Der Schlitz hat genau die richtige Richtung für einen Analysatorschieber als Abschluss der DIC-Einrichtung. Dabei würde der Vergrößerungswechsel nur stören! Hast Du vielleicht auch noch einen DIC-Kondensor mitgekriegt  ;)?

Viele Grüße

Rolf

Jürgen Boschert

Hallo Jochen,

es bleibt noch eine Deiner Fragen offen:

Die kleine Rändelschraube am Ende der Schaltachse dient lediglich, dazu, den Wechsleraufsatz am engegengesetzten Ende fixieren zu können. Man konnte die nämlich gegen verschiedene Köpfe (Vergrößerungswechsler, Großfeldsystem, schaltbarer Analysator, Sperrfilter, .. ) je nach Aufgabenstellung austauschen.

Gruß !

JB

PS.: Dem IM 35 geht´s gut, macht viel Freude.
Beste Grüße !

JB

ImperatorRex

#4
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise. Habe heute auch weiter rechergiert...

ich vermute auch wie Jon, daß es sich um ein Eigenfabrikat handelt, sehr sorgfälltig und aufwendig angefertigt. Nachdem ich einen eingeschraubten Analysator im Siedenkopftubus vorgefunden habe, könnte der Schlitz im "Zwischenstück" tatsächlich zum Einführen eines Lamda-Schiebers gedient haben. Der Schlitz hat die Abmessungen von ca. 12x2 mm, drinnen im Schlitz wirds aber noch enger, siehe Fotos unten. Ich wollte noch den Schwalbenschwanz demontieren, aber der sitzt sehr fest, auch nach dem Lösen der beiden Schrauben.







Bin mal gespannt, wie sich die zusätzlichen 10 mm Tubuslänge auswirken...

Jürgen, es freut mich, dass das IM35 bei Dir gut Dienste leistet...hoffentlich vermisst Du da nicht langsam den Hilfstubus für die normalen Kondensoren.
Du hast recht, ich habe die Rändelschraube am Ende der Schaltachse gelockert und dann konnte ich den Vergrößerungswechsler 1,6x abnehmen. Die Schaltachse musste ich dann mit ziemlich "sanfter" Gewalt rausdrücken. Wird jetzt erst einmal in Waschbenzin eingeweicht.

Interessant finde ich auch die Klemme zum Erden des Mikroskopes. Ich Frage mich, wieso das kein Standard wurde:



Rolf, ja da war noch ein INKO Kondensor mit langer Schnittweite dabei, der könnte sich bestimmt ganz gut am IM35 machen  :)  Es waren auch 2 DIC Schieberchen dabei, beides male die für 6,3 Planachros, schon komisch irgendwie.

Liebe Grüße

Jochen