Info für JB bezüglich der Neofluare

Begonnen von Monsti, Februar 21, 2015, 20:40:09 NACHMITTAGS

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Monsti

Lieber Jürgen,

heute fand ich das sessile Rädertier Ptygura sp., das ich u.a. mit dem 16x Neofluar aufnahm. Zunächst das Rohbild (nur gedreht und freigestellt):



Dasselbe Bild nach der Photoshop-Bearbeitung:



Die Farbränder im Ausgangsfoto sind nicht allzu ausgeprägt, trotzdem benötigte ich für die Bearbeitung fast eine Stunde. Bist Du mit dem Ergebnis einverstanden? Zumindest mir gefällt es.

Herzliche Grüße
Angie

Jürgen Boschert

Liebe Angie,

vielen Dank ! Natürlich bin ich damit einverstanden, mir gefällt das Ergebnis auch.

Gute Nacht und träum was schönes.

JB
Beste Grüße !

JB

limno

#2
Einen wunderschönen Sonntagmorgen, liebe Angie,
ja so in etwa bekomme ich die Rohbilder auch schon hin, aber eine Ptygura habe ich bislang nicht auf dem Objektträger gehabt!
Nun hast Du vielleicht schon erhofft (erwartet, befürchtet) ;D dass ich  mit meinen Fragen daherkomme, mit welchen Schritten Du das bewerkstelligt hast. Welche Kameraeinstellungen Du verwendet hast, frage ich schon gar nicht, weil Du ja schon geschrieben hattest, dass Du das mehr nach dem "Gfui" machst. Und Dein Gefühl hat nicht getrogen, wie die Fotos beweisen! Hoffentlich siehst Du jetzt meine unschuldigen Fragen nicht als Kaperung Deines Beitrags an; das wäre nicht meine Absicht! Ich rate jetzt mal munter drauflos: Du hast einen Abgleich mit einem mittleren Grau mit der Pipette gemacht,leicht den Kontrast  und den Gammawert  erhöht. Weitere Besonderheiten sind mir jetzt nicht aufgefallen.
Auf des Rätsels Lösung wartet gespannt:
Heinrich
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

Monsti

Hallo zusammen,

weil die einzelnen Schritte mit Worten schlecht zu erklären sind, zeige ich sie Euch in Bildern. Dies ist das gezoomte Ausgangsbild:



Als ersten Schritt verändere ich Helligkeit und Kontrast, worauf die Farbränder noch deutlicher sichtbar werden:



Nun markiere ich mittels Zauberstab alles, was eine geringere Farbsättigung aufweisen soll:



Zunächst wird im markierten Bereich die Sättigung allgemein verringert, anschließend jene aller Rottöne.



Noch stärker gezoomt, erkennt man die Farbsäume immer noch. Im nächsten Schritt markiere ich per Zauberstab nur noch die roten und grünen Ränder (sieht man auf dem Screen Shot schlecht) und verringere erneut die Sättigung:



Nun sieht das Bild wie folgt aus:



Zum Schluss zeichne ich den Hintergrund und die Bereiche um die Konturen 100% weich, erhöhe noch einmal Helligkeit und Kontrast und verringere die Farbsättigung für das gesamte Bild und zeichne die Konturen scharf. Dies ist das Ergebnis (mit dem ich allerdings immer noch nicht ganz zufrieden bin  ;) ):



Zeitaufwand: knapp 20 min. Für weitere "Zu-Fuß-Feinarbeiten" bräuchte ich mindestens noch einmal so lange.

Herzliche Grüße
Angie

A. Büschlen

#4
Hallo Angie,

besten Dank für deine verständlichen Ausführungen zum arbeiten im Photoshop die du mit Screenshots gekonnt unterstützest.

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Bernhard Lebeda

Hallo Angie

mich würde interessieren, warum Du für die Auswahl der Farbränder den Zauberstab benutzt. Das geht doch mit den Farbaufnahmepipetten in der Farbsättigung viel schneller ???

Viele Mikrogrüße

Bernhard
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

Monsti

Hallo Bernhard,

bisher habe ich den Eindruck, dass das Ergebnis besser wird, wenn ich die "Zauberstab-Methode" anwende. Es ist ja auch nicht so, dass ich dabei sämtliche farbstichigen Flächen anklicken muss. Zuvor entferne ich das Häkchen bei "Benachbart", so dass mit drei oder vier Klicks sämtliche Flächen erfasst werden, die farbige Artefakte aufweisen. Diese Aktion dauert nicht mal 10 Sekunden.

Herzliche Grüße
Angie