Suche Tipps zur Präparation/Schnitt größere, harter Objekte - Tulpenzwiebel

Begonnen von kaktux, Oktober 23, 2015, 08:15:30 VORMITTAG

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kaktux

Hallo zusammen,

Ich möchte eine Tulpe, die aus dem Garten soll als Versuchsobjekt ausgesucht.
Zur Schnitttechnik bei Sprossachsen o.ä. findet man ja eine Menge - aber mich würden alle Pflanzenteile - also auch die Tulpenzwiebel interessieren, die ja etwas größer und speeriger ist.

Ein Mikrotom, wie hier scheinbar meistgenutzt, habe ich bisher nicht - da ich noch nicht lange dabei bin nutze ich bisher einfache Drogerie-Rasierklingen, bei dem ich eine Ende abklebe.

Habt Ihr schon Erfahrungen im Schneiden solcher Objekte und könnt mir ein paar Tips geben, wie man am besten an die Sache herangehe und eine gute Übersicht über den Zwiebelaufbau erhalten kann?? Meine eigene Suche hat bisher leider wenig brauchbares hervorgebracht.

the_playstation

Hallo.
Ein gutes, sehr scharfes Messer mit sehr scharfem, schlanker, keilförmigen, planer Schliff ohne Phase (ahnlich wie der Schliff bei japanischen Schwertern, ... Manche gute Küchenmesser sind sehr gut geeignet. Allerdings sollten günstige vor der Nutzung nachgeschliffen werden da Sie durch den Küchenaltag in der Regel recht stumpf geworden sind. Rasierklingen sind ungeeignet.
1.) Nicht scharf genug
2.) Zu dünn und dadurch zu flexibel
3.) Man kann Sie nicht gut festhalten oder fixieren
4.) Sie haben eine Phase
5.) nicht steif genug.
6.) eventuell zu klein.

Als Test sollten trockene Unterarmhaare leicht von alleine, vollständig und mühelos abrasiert werden! Ein Papiertest ist z.B. nicht aussagekräftig. Durch Schnittgut sollte die Klinge mühelos, fast nur durch ihr Eigengewicht hindurchfahren.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

A. Büschlen

Hallo Jorrit,

du schreibst:

Rasierklingen sind ungeeignet

Das ist doch DAS Hilfsmittel der Wahl. Man klemmt sie zwischen Daumen und Zeigfinger und schneidet. Wichtig ist, dass man immer wieder frische Rasierklingen verwendet.

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Klaus Herrmann

ZitatDas ist doch DAS Hilfsmittel der Wahl. Man klemmt sie zwischen Daumen und Zeigfinger und schneidet. Wichtig ist, dass man immer wieder frische Rasierklingen verwendet.

Die Frage war doch Querschnitt durch ganze Tulpenzwiebel. Da einen planparallelen Dünnschnitt herzustellen halte ich mit einer Rasierklinge für ziemlich aussichtslos.
Mal abgesehen von Sinn des Vorhabens. Die Objektträger wären dann schon eine Sondergröße! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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the_playstation

#4
Hallo.
Ich gehe jetzt einmal von etwas stärkerem, festeren, größeren Schnittgut aus. Feine, kleine Pflänzchen lassen sich natürlich auch mit stumpfen, kleinen Rasierklingen schneiden. ;) Auch wenn hier der Begriff "scharf" recht relativ ist. Klaus hat natürlch Recht mit dem Sinn, die ganze Tulpenzwiebel durchzuschneiden. Aber vieleicht ist ein Übersichtsbild, ... ja durchaus interessant. :) Ansonsten könnte man Stückchen der Zwiebel wieder normal schneiden.

Edit:
Kleine Anekdote zum Thema scharf (live auf einer Schnittvorführung von mir mit Schwert (1 Jahr nie geschliffen)):
Auf einem Tisch stehen lose 3x wassergefüllte Petflaschen, 1x Kürbis, 1x Melone, 1x Zwiebel, 1 Stück Gurke. Ich mache einen schönen, sauberen horizontalen Schnitt. Scheinbar passiert nichts. Kein Objekt hatte sich bewegt oder auch nur Anzeichen einer Berührung gezeigt. Es erschallte z.T. leicht mißgünstiges Gelächter (Ziel verfehlt, ...). Ich habe dann jedes der Objekte angetippt, worauf die sauber getrennten Teile umfielen.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Klaus Herrmann

Lieber Jorrit,

ZitatIch habe dann jedes der Objekte angetippt, worauf die sauber getrennten Teile umfielen.

Man möge mir verzeihen, dass ich hier den völlig OT-Witz vom Meisterscharfrichter anbringe: Der verspricht dem Delinquenten, dass er überhaupt nichts spüren werde bei der Enthauptung. Entgegen der sonst üblichen Anordnung, bei der der Hals auf einem Hackklotz liegt, steht der zu Enthauptende frei vor dem Scharfrichter. Der holt mit großem Schwung aus und setzt danach das Schwert vor seinen Füßen auf den Boden ab. Der Delinquent blinzelt verwundert und sagt: "und was jetzt?"

Da sagt der Scharfrichter: "nicken se mal!"  ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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the_playstation

Hallo Klaus.
Würde (prinzipiell) auch funktionieren. Man würde auch kaum eine Abbremsung bei der Bewegung bemerken. Ist quasi wie ein Lasercutter. Nur schneller. P.S. Mittlerweile ist es seit ca. 8-10 Jahren Benutzung nie geschärft worden. Es ist ja keine Billigblech-Rasierklinge. ;) Da wäre manches Mikrotom neidisch. Klinge 69 HRC, unzerbrechlich.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.