Objekte auf Wasseroberfläche

Begonnen von micro_peter, Dezember 07, 2015, 13:11:16 NACHMITTAGS

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micro_peter

Hallo Mikro-Forum,

ich habe schon längere Zeit festgestellt, dass auf abgekochten Wasser auf der Oberfläche kleine Objekte schwimmen. Ich vermute, es sind Mineralien.
Da ich probleme mit meinem Stoffwechsel habe gehe ich jeder kleinen Möglichkeit nach.
Ich würde mich freuen, wenn jemand einen Namen oder Link kennt, wo ich mich darüber Informieren kann.


Foto
https://photos.google.com/album/AF1QipNdXLETv_rz4iSIX3ufK_XD9TsgnqMMC3k7KY5N

Film
https://www.youtube.com/watch?v=duLdMv6Mah4


Ich bin Dankbar für jeden Hinweis

Liebe Grüße

Peter




reblaus

Hallo -

das ist schlicht Kalk (Kalziumkarbonat, Calcit), weil ihr offensichtlich sehr hartes Wasser habt. Die Kristalle werden von der Oberflächenspannung des Wassers getragen - der Rest dürfte sich in deinem Wasserkocher u.ä. absetzen.
Tu mal einen Tropfen Essig dazu - dann verschwinden sie.

Gruß

Rolf

micro_peter

Hallo Rolf,

vielen Dank für deine Antwort.
Das dieses Kalk ist habe ich schon vermutet. Ich brauchte nur noch mal eine Bestätigung, weil ich keinen Nachweis kenne der mir Eindeutig zeigt, dass dieses Kalk ist.

Ich denke aber, dass es nicht nur Kalk ist sondern noch andere Mineralien dabei sind.

Haben Kalkkristalle eine immer gleiche Form an der man diese erkennen kann?
Gibt es einen Nachweis?

Ich würde mich freuen über einen Link.

Liebe Grüße
Peter




Klaus Herrmann

Guten Morgen Peter,

also erst dachte ich: wieder so ein Spinner, der mit verwaschenen Fotos eine UFO-Bestimmung haben möchte. Aber: Hut ab! Dein Video ist spitze und zeigt, wie sorgfältig du vorgehst. Ausspreche hohe Anerkennung und empfehle gleichzeitig allen das Video anzuschauen! Beim ersten Link habe ich allerdings Probleme, ich denke aber beides ist der selbe Film?

Wie Rolf schon sagte: Calzit (Kalziumcarbonat) und eventuell auch Gips (Kalziumsulfat) Wenn du Pol- Filter hast, dann könntest du die Kristalle zum Leuchten bringen. Beide Substanzen sind unbedenklich. Ein Nachweis zur sicheren Identifikation ist m. E. unnötig, weil es nichts anderes sein kann. Trinkwasser ist das bestüberwachte Lebensmittel in Deutschland. Eine Vollanalyse mit allen Spurenverunreinigungen ist sehr aufwändig. Im Zweifel mal beim Wasserversorger nachfragen!
Ich hatte vor kurzem ein Küchenrätsel mit dem selben Thema, aber nicht mit deinem spezifischen Hintergrund. Auf Seite 2 siehst du Kristalle, die den deinen gleichen, aber aufgewachsen:
  http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=24475.15
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Klaus Herrmann

#4
Nachtrag:

ZitatHaben Kalkkristalle eine immer gleiche Form an der man diese erkennen kann?
Gibt es einen Nachweis?

Nein die Kristallmorphologie beim Calzit ist sehr vielfältig, Nadeln, Rhomboeder. Googel mal. Der Wikiartikel könnte aufschlussreich sein.
Nachweis: Mikrochemisch mit verdünnter Schwefelsäure wird CO2 als Bläschen frei und dann fallen feine Gipsnadeln aus, die schwerlöslich sind.

ZitatTu mal einen Tropfen Essig dazu - dann verschwinden sie.
Gute Idee von Rolf! die, die nicht verschwinden sind die Gipskristalle. Damit hast du schon mal eine Differenzialaussage. Meine Vermutung: die kleinen Kristallrosetten könnten Gipskristalle sein.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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reblaus

Hallo Peter -

vielleicht noch ein Hinweis: Bei dieser Vergrößerung solltest du ein Deckglas verwenden und mal ein Foto machen, bei dem der Tropfen abgedeckt ist, dann würdest du viel schärfere Bilder bekommen. Aber wahrscheinlich ist dir das auch klar, zusätzliche Information bringt das natürlich nicht.

Gruß

Rolf

Wolfram Weisshuhn

Hallo Peter,

es ist nicht zu erkennen, wo du zuhause bist. Aber ich möchte dir noch einen anderen Hinweis geben, sofern er sich auf deine Wohn-Region umsetzen läßt:

Ich beziehe mein Trinkwasser vom Zweckverband Wasserversorgung, Stadt und Kreis Offenbach. Dieser Versorger veröffentlicht quartalsweise eine Trinkwasseranalyse (2 Seiten A4) bezogen auf das jeweilige Versorgungsgebiet. Der Bericht gliedert sich in Parameter, Einheit, Meßwerte und Grenzwerte der TrinkwV.
Diesen Bericht kann man anfordern bzw im Internet nachlesen.

Beispiel: Calcium: gemessen 44 - 50 mg/l

Möglicherweise gibt es für dein Wohngebiet ähnliches ?

mfG
Wolfram Weisshuhn


micro_peter

Hallo,

das mit dem Spinner ist schon in Ordnung. Ich kann mir vorstellen, dass es Foren gibt wo man nur mit Titel rein kommt Prof. Dr. die brauchen sich solche Gedanken nicht machen, weil sie wissen, dass hier nur Wissenschaftler reinkommen und Viren als Programme kennen die vermutlich auch nicht.

Danke für die hinweise, ich bin leider nicht mehr der schnellste und ich interessiere mich dafür, weil Kalzium in Verbindung mit Medizin. Also Stoffwechsel im Körper. Sie müssen ja auch im Blut und im Urin Nachweisbar sein. Nur ganz so tief kann ich nicht gehen, weil mir dann die Kraft und die Technik fehlt.

Ich habe auch schon an ein Deckglas gedacht aber dann gezweifelt, weil ich dachte es würde am wachsen der Kristalle etwas ändern. Ich werde es bei Gelegenheit ausprobieren.

Das mit der Trinkwasseranalyse gibt es auch in Berlin.

Was ich noch vermute ist, es gibt Gummi Dichtungen an Ventilen und es gibt Menschen mit MCS Vielfache Chemikalienunverträglichkeit. Nur sind die Objekte so klein, dass man sie nur riechen kann.
Das bleibt dann eine Subjektive Geschichte.

Vielen Danke für die Antworten.

Liebe Grüße

Peter (45)





Klaus Herrmann

Keine Sorge Peter,

ZitatIch kann mir vorstellen, dass es Foren gibt wo man nur mit Titel rein kommt Prof. Dr.

in diesem Forum muss man nicht studiert haben. Man legt hier nur Wert auf vernünftige Umgangsformen und da hast du dich sehr gut eingeführt. Ich wiederhole: deine Videodokumentation hat mir sehr gefallen. Du könntest tatsächlich mal versuchen auf deinen Probetropfen mit den Kristallen ein Deckglas aufzulegen. Bei höherer Vergrößerung sollte das Bild noch besser werden. Beim 10er Objektiv dagegen ist es egal ob mit oder ohne Deckglas mikroskopiert wird.

Die Analyse von Spurenbestandteilen im Wasser ist sehr aufwändig - ich könnte es in meinem Labor nicht.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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