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Problem mit Etzold FCA

Begonnen von Bernd Miggel, Januar 13, 2016, 13:10:39 NACHMITTAGS

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koestlfr

Hallo Bernd!

Danke für das Rezept!

Ich möchte dir zum Vergleich den tangentialen Schnitt eines Sprosses auch von Pinus sylvestris zeigen, der allerdings mit W3A gefärbt wurde. Die Rezeptur ist auch auf der berühmten Bonner Seite zu finden.



Liebe Grüße
Franz

Liebe Grüße
Franz

Bernd Miggel

Hallo Franz,

danke für das Schnittfoto, W3A als Färbung ist vorgemerkt!

Herzliche Grüße

Bernd

Gerd Schmahl

Hallo Franz,
sieht sehr schön aus! Kannst Du bitte mal etwas dazu sagen, was die Farben bedeuten! Speziell würde mich interessieren, wie die beiden gelb-orangen Streifen zu Stande kommen.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Jürgen Boschert

Hallo Franz,

das Foto ist einfach genial ! Danke fürs Zeigen.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

koestlfr

#19
Hallo Gerd!

Der Strasburger bietet, aus meiner Sicht, mehrere Deutungsmöglichkeiten, die sind mir aber zu spekulativ, deshalb nur ein Bild aus dem Strasburger, das aber auch nicht wirklich die Streifen erklärt.



M ist das Rindenstrahlparenchym.

Ich habe auch noch die Fluoreszenzaufahme gefunden, radialer Schnitt W3A bei 405nm zum Vergleich.



Liebe Grüße
Franz

PS: das Fluoreszenzbild der Kiefer ist beim Hochladen pixelig geworden und ich weiss nicht warum.....
Liebe Grüße
Franz

Klaus Herrmann

Hallo Franz,

vielleicht ist es auch nur ein etwas unegales Aufziehen der Farbe. Ich hatte das auch schon bei Holzschnitten. Geht dann beim Differenzieren weg.

Anders ist es bei Druck und Zug-Bereichen, aber die sind dann eindeutig lokalisiert und kommen nicht streifenfürmg vor.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

koestlfr

#21
Hallo Klaus!

Ja, könnte sein! Andererseits zeigen auch meine anderen Schnitte der Kiefer dieses Phänomen - ich weiss nicht, vielleicht wirklich zu wenig differenziert.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Gerd Schmahl

Hallo Franz,
mein erster Gedanke zu den Streifen war, dass das vielleicht doch schon angeschnittene Jahresringe sind weit es vielleicht ein sehr kleines Stamm- oder Aststück war und es zum Rand hin nicht mehr richtig "tangential". Mir scheinen auch die Holzstrahlen zum Rand hin breiter weil vielleicht schon etwas schräg geschnitten.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

koestlfr

Hallo Gerd!

Ich kann mich erinnern, dass der Spross ein Ø von ca. 4mm hatte - vielleicht such ich am Wochenende die Präparate.

In dem Fluobild sind die Streifen auch zu erkennen - ich sollte es nochmals bereits richtig verkleinert hochladen.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Bernd Miggel

Liebe Mikroskopiker,

meine letzten Schnitte (Pinus, Picea) habe ich nach dem Einfärben (5 Min. Etzold-FCA) und Auswaschen mit Ethanol 70% differenziert, hat gut funktioniert.
Jetzt möchte ich aber mal mit Isopropylalkohol differenzieren. Wie kann ich dabei praktisch vorgehen, muss das "Iso" zum Differenzieren herunterverdünnt werden?
Vielen Danke im Voraus!

Herzliche Grüße

Bernd

Fahrenheit

Hallo Bernd,

das ist ganz einfach. Nehmen wir an, Du kommst nach der Etzold Färbung aus Wässriger Lösung und möchtest in Euparal eindecken. Dazu spülst Du mehrfach mit reinem Isopropanol, um die Schnitte zu entwässern und kannst dann direkt eindecken, da Isopropanol das Intermedium für Euparal ist.

Normalerweise versuchst Du vor dem Aufbringen des Isopropanols das letzte Wasser der Spülung so gut wie möglich abzusaugen und wechselst das Isopropanol über den Schnitten dann mehrfach schnell aus, um den Wasseranteil so schnell wie möglich zu verringern und so ungewolltes Differenzieren zu vermeiden. Genau da liegt der Schlüssel:

Sauge das Wasser nur unvollständig ab und gebe Isopropanol dazu (in etwa 3:7 oder nach Gefühl). Beobachte dann das Abgehen der roten Farbstoffwolken und beende die Differenzierung wenn Du Dein ziel erreicht hast wie oben beschrieben mit reinem Isopropanol im schnellen Wechsel.

Ach ja: meine Beschreibung geht davon aus, dass die Schnitte in z.B. einem Uhrglas bleiben und die Reagenzien nach Rezept zugegeben und wieder abgesaugt werden. Dies hat den Vorteil, dass man mehrere Schnitte "gleichzeitig" bearbeiten kann. Das ganze geht natürlich auch, in dem man die Schnitte z.B. per Pinsel in die jeweilige Lösung überführt. Hier sehe ich zwei Nachteile: mit dem Pinsel werden immer Teile der vorherigen Lösung verschleppt, was besonders beim Entwässern problematisch sein kann und wenn Du mehrere Schnitte bearbeitest, lassen sich die Zeiten schwieriger steuern.

Herzliche Grüße
Jörg  
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Bernd Miggel

Hallo Jörg,

vielen Dank!! - Dann kann's ja losgehen.

Herzliche Grüße

Bernd