Einige Fragen zu Will BX 300

Begonnen von Armin, Februar 12, 2016, 08:25:05 VORMITTAG

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Armin

Ein Hallo an die Forenmitglieder
Ich könnte ein Will BX 300 zu einem Preis von 180 Euro bekommen. Den wunderbaren Bericht von Florian Stellmacher habe ich gelesen. Meine Fragen. Sind die Okulare des BX 300 überhaupt nicht für Brillenträger geeignet.
Gibt es von anderen Herstellern Okulare die passen und für Brillenträger geeignet sind. Welche Teile von anderen Herstellern können im BX 300 noch verwendet werden.
Ich besitze eine Canon 500 EOS Kamera. Bekomme ich die auf ein Okular montiert

Gruss Armin






Florian Stellmacher

Hallo Armin,

danke für die Blumen!  ;)

Die WF 10x würde ich als Brillenträger nicht benutzen, es gibt aber Leute die - wie auch immer - damit klarkommen. Herstellerseitig sind Brillenträgerokulare verfügbar, diese funktionieren mit den 45 mm-Objektiven tadellos, bei den 37 mm abgeglichenen Objektiven habe ich das noch nicht ausprobiert. Erstaunlicherweise (?) liefern aber vergleichweise günstige Okulare WF 10x aus Fernost meistens ein gutes Bild mit den Will-/Hund-Achomaten, SPL und Planachomaten (bei Zeiss z.B. selten). Das finanzielle Risiko ist gering (um die 40 €).

Viele Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Armin

#2
Hallo Florian
Ich benutze haupsächlich eine Lesebrille. Meine Fernsicht ist noch ganz gut. Mit welcher Brille schaut man durch das Gerät. Vom Zielfernrohr her weiß ich durch die Fernsichtbrille.
Die billigen Fernost Okulare wären dann für Brillenträger besser als die originalen. Der Durchmesser der Okulare beträgt beim BX 300 23 oder 30 mm.
Das BX hat an den Okularen wohl keinen Dioptrien Ausgleich.
Gruss Armin


Florian Stellmacher

Hallo Armin,

dann brauchst Du für das Mikroskopieren keine Brille und wirst mit den Original-Okularen prima zurecht kommen.

Das BX300 hat 23,2 mm Standard-Okulare. Die Dioptrieneinstellung erfolgt durch die manuelle Tubuslängenanpassung. Dafür sind beide Tubusrohre einstellbar.

Viele Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Armin

Hallo Florian
Vielen Dank für Deine Mühe.

Gruss Armin

Haus@Hund

Hallo zusammen,

beim BX300 mit seinem Schiebetubus muss eigentlich bei einer Änderung des Augenabstands die dann auch veränderte Tubuslänge über die Dioptrien-Einstellung an beiden Okularstutzen kompensiert werden. Macht aber in praxi niemand, stattdessen wird die Einstellmöglichkeit an den Stutzen "nur" zum Dioptrienausgleich verwendet. Bei Interesse kann ich auch einen Scan der Anleitung mailen, kurze Nachricht genügt.

Viele Grüße aus Wetzlar
Jörg

Armin

Hallo Jörg
Nehme Dein Angebot gerne an
Habe Dir eine private Nachricht geschickt.

Gruss Armin

Lupus

Hallo,

manche Menschen haben Astigmatismus, auch wenn die Fernsicht ganz brauchbar ist. Schwächerer Astigmatismus wirkt sich im Alltag nicht aus. Aber wenn man das Maximum an Auflösung aus seinem Mikroskop herausholen will sollte man das einmal überprüfen, da könnte eine richtig korrigierte Lesebrille sogar besser sein als ohne Brille mit der korrekten Mikroskop-Fokussierung auf "unendlich". Am Brillenrezept kann man eine eventuelle Zylinderkorrektur erkennen. Oder man testet es selbst mit einer Testtafel mit Landolt-Ringen, wenn man im Grenzbereich der Auflösung die Ringöffnungen nicht in allen Richtungen gleich erkennen kann, sollte man über eine Brille beim Mikroskopieren nachdenken.  ;)
Ich hatte das einmal an einem Diatomeen-Präparat bei mir getestet, ohne Brille war die Feinstruktur bei einem bestimmten Winkel schlechter auflösbar.

Hubert