Tubuslinse mit gewöhnlichem Achromaten

Begonnen von Johann_M, Juli 29, 2015, 23:34:00 NACHMITTAGS

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JB

Hallo Joachim,

Eine fachmaennische Analyse kann ich leider auch nicht geben. Da es zu diesem Thema so wenig Literatur gibt, dachte ich, dass es sich lohnt mal etwas Material zum ruminieren zusammenzutragen.

"Nur Achromate" scheinen viele dieser Tubuslinsen aber nicht zu sein (Nikon; ich habe eine Leica Delta-Tubuslinse, die ist auch ein Mehrlinsensystem). Wie es sich mit der Jena CF250-Tubuslinse verhaelt weiss ich nicht; vielleicht hat hier jemand mehr Informationen dazu?

Interessant finde ich aber, dass es mit dem Raynox DCR-150/?250 (3-fach System) einen Tubuslinsenersatz gibt, der anscheinend besser wirkt als die Originaltubuslinse von Mitutoyo. Zumindest ist es etwas, mit dem sich das experimentieren lohnt (kostet im Handel 'nur' etwa 50 Euro).

Beste Gruesse, Jon

Eckhard F. H.

Hallo zusammen,
Folgende Frage:
"Wie kommen Tubuslinsen zu ihrer Kennzeichnung, z.B. ´0,63´?
Gruß - EFH

HCLange

Hallo Eckhard,

jeder Hersteller hat für seine Mikroskope eine andere Bezugsbrennweite für die Tubuslinsen, im Falle von Zeiss Jena z.B. f=250 mm. Mit dieser Brennweite ergeben sich dann die auf dem Objektiv gravierten Vergrößerungsmaßstäbe.
Faktor 0,63x bedeutet, daß die Tubuslinse 0,63x250 mm Brennweite hat. Mit einem Winkeltubus Faktor 1,6x hat man wieder den ursprünglich gewollten Abbildungsmaßstab.
Bei Verwendung eines Jena Fototubus erkennt man den Vorteil dieser Lösung: Der Fotoausgang hat nur den Faktor 1x - mit den Projektiven ergeben sich nun 0,63x geringere Abbidungsmaßstäbe als darauf graviert (z.B. 0,63x3,2=2) für die Verwendung von kleineren Bildformaten.

Grüße von
Christoph

Eckhard F. H.

#18
Hallo Christoph!
Vielen Dank für die Erleuchtung. Anfangs ergab mein Jenaer Planapo 100x mit der 0,63er TL eine Vergrößerung von 63. Daraufhin ´streckte´ich ihre Brennweite mittels Konkavlinse auf 257mm und siehe da, das Objektiv gehorchte fortan seiner Bezeichnung 100x. ´0,63´ ist also lediglich ein willkürlicher Faktor, um mittels TLn den Abbildungsmaßstab Jenaer ´Unendlich´-Objektive verkleinern. Alles klar - Gruß vom Bodensee.
EFH

carypt

Habe ich überlegt beim probieren mit meinen Linsen. Kann man vieleicht auch eine Brillenlinse für Kurzsichtige (konkav) bei den Zeissen hernehmen . Die wäre vielleicht eher in der Lage die CVD zu korrigieren als ein Achromat ? Welche Dioptrie weiß ich nicht , aber man kommt sicher leicht ran (brille ? fielmann!) 

carypt

the_playstation

Hallo carypt.

Hast Du Dir schon einmal ein Brillenglas genau angeschaut? Es fällt nicht schwer, zu begreifen, daß eine Brillenlinse a la .... mit Sicherheit nicht optimal ist. Dazu benötigt man kein Fachwissen. Sei mir nicht böse. Aber in 80% deiner Beiträge sind keine sinnvollen Informatiionen vorhanden. Vieleicht solltest du Dich erst in die Materie Optik, ... einlesen, ... Zeiss und Co. werden sicher nicht zum Brillenladen um die Ecke laufen.

Gruß Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

carypt

Ja , nee , sind viele Fragen. Hoffentlich die richtigen .
grüß carypt

carypt

Die Tubuslinse wird objektivseitig konkav sein müssen , wobei die andere Seite eher konvex denn nochmal konkav "erträgt" , das ist bei einer bei einer weitsichtigen Brillenlinse  schon mal . Die Tubuslinse soll bestenfalls 1x haben , den Vergrößerungsfaktor kann ich mir per Dioptrie einstellen . Die Farbkorrektur wird danach  in der Linsendicke  und Glasart bestimmt . Die Optiker schleifen es auch in jede Fassung ein .
Der Fernglasachromat funktioniert schon mal besser mit der konkaven Seite zum Objektiv .
Es sind Mutmaßungen . Der Engländer sagt auch an educated guess  :D

carypt