unbekanntes im kl. vogel-häus´chen + kalzium-kristalle

Begonnen von güntherdorn, April 03, 2016, 16:09:47 NACHMITTAGS

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güntherdorn

hab im kl. vogelhäus´chen vom freund beim abnehmen des daches, folgendes knäul entdeckt:

knäul-breite ca. 3,5cm

das die übersicht im mikro 100x.

hier ein detail der vermutlichen tierhaare. dicke schwankt zwischen 5,5 und 7,5µ / 250x.

von diesen "augenförmigen teilchen mit borsten" / 250x / waren sehr viele dabei. was ist das?

250x

400x / länge des teilchens: 42µ

frage: weiss einer/eine was diese "augenförmigen teilchen mit borsten" sein könnten?
würde mich auch im namen des vogelhausbesitzers "peter" freuen, wenns geklärt werden könnte!
güntherdorn
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günther dorn
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schmidt

Hallo,

keine Ahnung, sicher irgendwas, was als Nistmaterial eingetragen wurde, kann man prüfen, wie es sich polarisationsoptisch verhält ?

Oder was von Peter selber ? Schuppen oder so  ??? ??? ???
Mikroskope:
Lomo Biolam Ph+; DF; HF-Abbe; Epi HF/DF/Pol; Epi-Fl; //Biolar DIK, IK, Ph variabel+-//
Nikon Eclipse -U  HF; DIK, Ph+, Epi-Fl//
MBS 10

mikropit

Hallo, ich habe das Material beim alljährlichen Räumen des Vogelhauses gefunden (Nurdachform). Im Dachspitz war und ist noch das Material. Ich habe ein Teil mit dem Messer rausgeschnitten, weil es sehr zäh war. Irgendwelche Fasern. Einen Teil habe ich Günther mitgegeben, weil ich keine Ahnung habe. Ein Hummelnest ist es ja auch nicht. In unseren anderen Häuschen war nur normales Nistmaterial

Peter
mikropit

Dünnschliffbohrer

Könnten die "Augenförmigen Teilchen" vieleicht Schuppen von erbeuteten Schmetterlingen sein? Wie groß sind die denn?
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Rübezahl

Hallo Peter,
das könnte evtl. der Rest eines Wachsmottengewebes (o.Ä.) sein.
Liebe Grüße
Rainer

Tom Ate

Hallo,
ich denke, dass die "vermutlichen Tierhaare" bestimmt nicht tierischen Urspungs sind, also die langen gewundenen Fasern.
Das könnte Acetat sein oder vielleicht auch in Richtung Polyester gehn. Wenn möglich sollte man mal eine Brandprobe machen. Aus der Art der des Qualms, seines Geruchs und der Rückstände
kann man Rückschlüsse auf das Material ziehen.
Grüße
Thomas
Ein Werk der Schönheit ist ein Glück für immer.

güntherdorn

#6
nachdem ich in sehr unterschiedlichen, mit wasser untersuchten präparaten die augenförmigen teile drin hatte,
hab´ ich mir mal die spitze meiner plastik-pipette unters mikro gelegt.
entsetzt stellte ich fest, dass innen massenhaft dieser misteriösen kristalle waren.
ich hatte einfach aus schwäbischer sparsamkeit jahrelang die pipette nicht weggeworfen!
ich möchte mich auf jeden fall, bei den mitsuchenden bedanken.
die tierhaare sind wirklich von einem "erdbewohner", denn unterscheidliche durchmesser in fast regelmässigen abständen,
ermöglichen diesen tieren, das leichte zurückgehen in den gängen.
ichh ab einige vergleichs-haare solcher erd-bewohner wie maulwurf, feldmaus usw...
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günther dorn
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güntherdorn

#7
"augenförmigen teilchen mit borsten" bzw. spindeln (10-30µ) sind sicher kalzium-kristalle von meinem extrem harten leitungswasser,
die sich ganz besonders stark an der wasser-oberfläche sammeln.
ich konnte sie mit einem OT von unten (wie ein mikrotomschnitt im streckbad aufgenommen wird)
von der oberfläche eines wochenlang stehenden, aber abgedeckten glases mit wasser entnehmen.
auch grob 6-eckige kristall-klötze (10-20µ) sind event. eine andere kristallisationsform von kalzium.
es kam also NICHT von der pipette!
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günther dorn
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Gerd Schmahl

Hallo Günther,
also Maulwurf oder Fledermaushaare sind das definitiv nicht. Die haben Haare, die wie ineinander gesteckte Becher aussehen. Ich kann auch trotz vieler "Haare" nicht eine Haarwurzel erkennen. Ich denke da auch eher an ein Gespinnst, in dem sich ein Insekt eingesponnen hat, um sich zu verpuppen. Wäre wiklich interessant, wie die Brennprobe riecht. Wie verbrennende Haare riechen, weiß wohl jeder. Insektengespinste sollten so ähnlich riechen, weil sie auch überwiegend aus Eiweißen bestehen, aber ich habe noch keine Seidentuch verbrannt. Kunstfasern riechen ganz anders und brennen oft tropfend, was Naturfasern nie machen.

Wenn Deine "Kristalle" Kalziumkarbonat sind müssen sie sich in Essigsäure oder Salzsäure auflösen lassen.

Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.