Noch ein invasiver Neophyt: Japan-Staudenknöterich !

Begonnen von Schrodt, August 30, 2016, 10:05:12 VORMITTAG

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Schrodt




Bilder 1 - 4 :  Japan-Staudenknöterich am Ihmerter Bach.









Bild 5 :  Laubblätter mit Blütenständen. Der Stängel bildet eine Zickzack-Linie.



Bild 6 :  Noch nicht voll entwickelter Blütenstand.



Bild 7 :  Weibliche Blüten aus einem voll entwickelten Blütenstand.



Bild 8 :  Blattunterseite mit kurzen, feinen Haaren ( helle Punkte ).



BIlder 9 - 12 :  Blüten mit 3 Blütennarben









Bild 13 :  Rameten-Nester



Bild 14 :  Rameten-Abschnitt

















rekuwi

Lieber Jürgen,

eine umfangreiche Dokumentation hast Du über den Japan-Staudenknöterich hier gebracht. Sehr aufschlußreich.

Bei uns wächst der auch an manchen Stellen massenhaft, durch Bauarbeiten an der Beleuchtung einer langen Straße in den Wald wurde dann für weitere "Vermehrung" gesorgt. Direkt beim Spielplatz hier am Waldrand fand ich diese geschädigten Pflanzen:



und ein einzelnes Blatt:



Durch was diese Schädigung hervorgerufen wurde weiß ich nicht. Vielleicht haben die Forstarbeiter, die kürzlich den Bewuchs an der ganzen Straßenseite beschnitten haben irgendwas draufgeschüttet. Eine junge Klettenpflanze ist auch zur Hälfte verdorrt.

Herzliche Grüße
Regi

Schrodt

Hallo Regi,

es freut mich, dass mein Beitrag dich interessiert hat.
Ich war vorhin nochmals am Bach und habe mir ältere Pflanzenblätter angesehen.
Blattalterung sieht nicht so aus wie bei den von Dir fotografierten beschädigten Blättern.
Da hat wahrscheinlich jemand etwas aggressiv wirkendes darauf gegossen, wie Du
schon vermutet hast.

Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer

Herbert Dietrich

Liebe Regi,

zu dem Stauden-Knöterich, den Du fotografiert hast, meine Vermutung:
Wenn auf regnerische Tage große Hitze folgt, kollabieren manche Blätter aufgrund der hohen plötzlich einsetzenden Verdunstung.
So geschehen an einem Pagoden-Hartriegel, Cornus controversa, in meinem Garten. Da ich immer noch keine Bilder ins Forum stellen kann (mag)
sende ich Dir ein Bild per e-mail.

Herzliche Grüße
Herbert

rekuwi

Lieber Jürgen,

was das war werden wir nicht herausfinden, man hätte dabei sein müssen.

Lieber Herbert,

das Bild Deines Hartriegels habe ich bekommen. Ein reiner Trockenschaden bzw. Alterungsschaden von Knöterichblättern sieht deutlich anders aus. Ist gut auf dem Bild "Rameten-Nest" von Jürgen zu erkennen. Der intensiv braunrote Rand um die abgestorbenen Blattteile auf meinen Fotos spricht meiner Meinung nach für eine Schädigung durch "Chemie" (Benzinreste, Dieselreste o. ä.) (laienhaft ausgedrückt).

Herzliche Grüße
Regi

Schrodt

Hallo Mikrofreunde,

heute bin ich nochmals am Ihmerter Bach gewesen und habe mir die Bestände des Japan-Staudenknöterichs gezielt auf Blattschäden betrachtet.
Die Pflanzen hatten ein gesundes Aussehen. Nur an wenigen nicht exponierten Stellen habe ich einige Blattschäden festgestellt.
Die beschädigten Blätter habe ich abgenommen und fotografiert. Man kann dabei 3 verschiedene Blattschäden unterscheiden.

Bild 1 :  2 Blätter mit Blattfleckenkrankheit. Die braunen Flecken werden durch verschiedene Pilze an geschwächten Pflanzen hervorgerufen.



Bild 2 :  3 Blätter mit braunen Rändern und Aufhellung. Die Verfärbungen entstehen sehr wahrscheinlich durch Kalium-und Eisenmangel.



Bild 3 :  1 Blatt mit scharf abgegrenzten braunen Verfärbungen. Die Beschädigung des Blattes erfolgte durch Blattälchen.
            Diese ca. 1 mm langen Nematoden leben frei im Bodenwasser. Irgendwann schwimmen sie zur Bodenoberfläche und weiter an der
            Pflanze empor, wenn diese mit Wasser benetzt wird. Durch die Spaltöffnungen gelangen die Blattälchen ins Innere der Blätter, wo
            sie die Zellen aussaugen.
            Der Blattälchen-Befall lässt sich nachweisen, indem man das befallene Blatt klein schneidet und in ein mit Wasser gefülltes Glas gibt.
            Nach kurzer Zeit schwimmen die Blattälchen an der Wasseroberfläche.




Mit herzlichen Mikrogrüßen
Jürgen aus Hemer