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Wochenendrätsel

Begonnen von Dünnschliffbohrer, November 20, 2016, 14:00:50 NACHMITTAGS

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Dünnschliffbohrer

Liebe Mitlesende,

hier ein Wochenendrätsel. Was ist es? Ein Coccolith? Ein Schliff durch eine Koralle? Oder etwas ganz anderes?


"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Gerd Schmahl

Hallo Dünnschliffbohrer,
das sieht für mich nach dem Querschnitt durch einen Rudisten aus, also einer Muschel.
Größenangabe wäre hilfreich.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Dünnschliffbohrer

Hallo Gerd,
der Durchmesser beträgt geschätzt ca. 1mm, also kein Rudist.
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Gerd Schmahl

Hallo Dünnschliffbohrer,
vielleicht gar nichts fossiles, sondern was rezentes: Ein verkalktes Gefäß?
Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Dünnschliffbohrer

#4
Ja, rezent isses. Aber kein Gefäß. Hier noch eine Übersichtsaufnahme durch das Stemi:



Es kennt jeder, aber erkennt es vieleicht nicht gleich.
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Fahrenheit

Lieber Dünnschliffbohrer,

könnte es sich vielleicht um den Dünnschliff eines Seeigelstachels handeln?

Herzliche Grüße
Jörg
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Klaus Herrmann

Zitatkönnte es sich vielleicht um den Dünnschliff eines Seeigelstachels handeln?

Das meinte ich auch gleich, nur ist er mir aussen zu glatt
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Fahrenheit

Lieber Klaus,

das stimmt, aber vielleicht gibt es auch welche mit glatten Stacheln ...  :)
Zugegeben, das Gewebe im Inneren wirkt auch eher weich, was gegen den Seeigelstachel spricht ...

Herzliche Grüße
Jörg
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Dünnschliffbohrer

Jörg hat es fast getroffen. Er müsste nur eine Silbe aus seiner Antwort streichen: -see-, und eine weitere austauschen: -schliff gegen -schnitt.

Es handelt sich um [Beginn des schwarzen Humors]:
Erinaceus europaeus, subspezies depressa. Diese Unterart entsteht regelmäßig epigenetisch aus der Nominatform unter dem Selektionsdruck des heutigen Kraftverkehrs. [Ende des schwarzen Humors]

Nein, ich bin´s nicht gewesen, ich war nur mit dem Fahrrad unterwegs! Der arme hat es offenbar nicht mehr auf die andere Seite der Straße geschafft, und ich hab nur ein paar Stacheln aus dem Rinnstein aufgelesen und in der Freihandtechnik in dem gespaltenen bitteren Ende einer Möhre mit der Rasierklinge geschnitten (unter dem Stemi, da kriegt man auch Pflanzenschnitte ohne Handmikrotom oder andere Hilfmittel sehr gut hin). Ich hatte früher  geglaubt, in den Stacheln wäre etwas Kalk eingelagert, aber dafür ist die Doppelbrechung viel zu niedrig. Es ist nur Keratin, und der dem Seeigelstachel analoge Querschnitt, der die Steifigkeit hervorbringt. Die Stacheln (=> Haare) lassen sich sehr gut schneiden.
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Fahrenheit

Lieber Dünnschliffbohrer,

das hätte ich nicht gedacht, aber Keratin stimmt, die Stacheln des Igels sind ja umgebildete Haare.
Danke fürs Zeigen und Auflösen.

Herzliche Grüße
Jörg
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Dünnschliffbohrer

Danke ebenfalls Gerd, Jörg, Klaus und allen anderen für´s mitmachen!

Und hoffe eine Anregung gegeben zu haben, was man sonst noch so schneiden kann...
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Gerd Schmahl

Hallo Dünnschliffbohrer,
ich wußte doch, dass ich das schon mal gesehen habe, allerdings nur als Zeichnung in "Hair Of Westeuropean Mammals" von B.J. Teerink. Danke für das Zeigen!!!
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Heiko

Hallo Dünnschliffbohrer,

tolle Struktur, unerratbar für mich.

Gruß, Heiko

Klaus Herrmann

Mir geht es ähnlich wie Gerd,

ich habe irgendwo Querschnitt durch Stachelschwein-"Stachel" sieht ähnlich aus!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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