Diatomeen aus den Algenwatten des Heinz-Sielmann-Weihers in Billafingen

Begonnen von RainerTeubner, November 26, 2017, 18:30:53 NACHMITTAGS

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anne

Hallo Bernd,

sorry, hatte noch nie Blutausstriche gemacht, das kann so natürlich auf einem OT gut funktionieren.
Danke für die gute Abbildung.


lg
anne

RainerTeubner

Hallo,

ich habe die Diatomeen-Suspension aus den Algenwatten des Heinz-Sielmann-Weihers in Ofterdingen-Billafingen mit einem Kriställchen Natriumpyrophosphat behandelt. Das Ergebnis ist etwas besser geworden.


Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

bernd552

Hallo Rainer,

so lange Du so schöne Exemplare um die Zusammenballungen herum vereinzelt findest und diese so gut in Scene setzt, ist doch alles perfekt!

Auf Basis meine kurzen Erfahrungen mit Diatomeen und deren Reinigung kann ich aus praktischen Versuchen sagen, dass die besonders langen und schmalen Exemplare für die Verballungen verantwortlich sind. Bei kleinsten Erschütterungen aber auch harmonische Bewegungen gab es bei mir immer Zusammenballungen der langen Nadeln.
Kleine und runde Diatomeen zeigen nicht diesen Effekt, da diese durch die Braunsche Molekularbewegung und zusätzlich durch evtl. gleiche Ladungen auseinander gehalten werden. Im Bereich der Wasserreinigung durch Ausflockung kann man dazu näheres Nachlesen https://de.wikipedia.org/wiki/Flockung.

Ich bin mir mit folgender Hypothese rel. Sicher: wenn man eine homogene Suspension mit langen Diatomeen-Nadeln auf ein innerhalb der Suspension befindliches Deckglas absetzen läßt, dann ist die Verteilung erstmal homogen, sobald das Deckglas - wie auch immer - vorsichtigst herausgenommen wird, dann gibt es durch die sofortige Ausbildung der Oberflächenspannung (= Bewegung) im Randbereich des Deckglases zur Mitte hin eine Aufkonzentrierung und am Rand fast keine großen Diatomeen.

Wie schon geschrieben, klappt es bei mir mit einem Ausstrich mit so wenig Flüssigkeit wie möglich (damit die Nadeln gar nicht wandern können) an besten.

LG
bernd

Carlos

Hallo Rainer,
Zitatich habe die Diatomeen-Suspension aus den Algenwatten des Heinz-Sielmann-Weihers in Ofterdingen-Billafingen mit einem Kriställchen Natriumpyrophosphat behandelt. Das Ergebnis ist etwas besser geworden.
Welchen PH hatte denn danach die Suspension? Nach meinen Versuchen sollte die Suspension einen PH >> 10 haben, um die optimale ,,Trenn-Wirkung" des Pyrophosphats zu haben. Welches ,,Natrium-  Pyrophosphat" hast Du denn zugegeben? Wahrscheinlich ,,Di-Natrium Di-Hydrogen-Pyrophosphat"!
Für die ,,Trennwirkung" ideal ist nach meinen Versuchen der ,,Pufferpunkt" Tri-Natrium-Mono-Hydrogen-Pyrophosphat/ Tetra-Natrium- Pyrophosphat =1/1! Der liegt aber bei PH >>10. Um den Pufferpunkt, ausgehend vom ,,Di-Natrium Di-Hydrogen-Pyrophosphat" zu erreichen, muss man entweder zusätzlich  Natronlauge, oder, wie ,,Felix,  ,,Soda"  zusetzen. Letzteres hat den Vorteil, dass man kaum in einen PH-Bereich geraten kann, der  das Kieselsäureskelett der Diatomeen zerstört.
Gruß Carlos