Olympus SPlanApo 100x/1,4 am Zeiss Standard?

Begonnen von RainerM, April 28, 2018, 10:07:39 VORMITTAG

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RainerM

Hallo Mikrofreunde,

ich arbeite mit einem Zeiss Standard WL und einem Satz Zeiss Plan-Objektiven (also endlich-Optik) und zugehörigen DIC-Schiebern.

Zu meiner Überraschung arbeitet das Olympus SPlanApo 40x, das mit 0,95 eine deutlich bessere numerische Apertur aufweist als das Plan 40x/0,65 von Zeiss, ausgezeichnet mit dem Zeiss-DIC-Schieber für Letzteres zusammen, offenbar ein glücklicher Zufall.

Von Olympus gibt es nun auch das SPlanApo 100x/1.4 Oil. Ich frage mich jetzt, ob vielleicht auch dieses Objektiv mit dem Zeiss-DIC-Schieber für das Plan 100x/1,25 zusammenarbeiten könnte.

Weiß das jemand zufällig, hat jemand Erfahrung damit gemacht?

Herzlichen Dank schon mal für einen ev. Hinweis,
Rainer

reblaus

Hallo Rainer -

das wundert den Gebrauchtkäufer nicht: Während ich vom endlichen Ur-Zeiss-DIC über alten Zeiss-DIC (endlich) auf Zeiss-DIC (unendlich) umgestiegen bin, habe ich fast ausschließlich von glücklichen Zufällen gelebt und meist Schieberchen unterschiedlicher Jahrgänge verwendet, die offensichtlich mit meinen zufällig erworbenen Gebrauchtobjektiven - ebenfalls aus unterschiedlichen Jahrgängen - harmonierten aber eigentlich nicht dafür gedacht waren.

Mit der Zeit habe ich zwar versucht Schieberchen zu erwerben, deren Aufdruck mit dem auf dem betreffenden Objektiv einigermaßen übereinstimmten, aber auch jetzt noch sind viele "unpassende" Schieberchen in Betrieb, deren DIK fast genau so gut ist, wie bei der Originalkombination. Z.B. funktioniert das Schieberchen "44 44 40 Plan NEO 20x/0,50" mit dem älteren Planapo 44 06 40 20x/0,60 sehr gut.

Es gab schon mal die Idee, dass die Apertur übereinstimmen müsse. Aber das ältere Schieberchen 44 44 55 (für Achroplan 40x/0,60) funktioniert sehr ordentlich auch mit dem sehr edlen neuen PlanApo 40x/0,95 korr.

Voraussagen bei Gebrauchtkäufen zu machen ob was passt ist fast unmöglich, da sich im Laufe letzten 3 Jahrzehnte mehrere Generationen von Objektiven und Schieberchen ablösten, die z.T. optisch sehr unterschiedlich reagierten.

Viele Grüße

Rolf

RainerM

Hallo Rolf,

danke für deine Antwort! Da wird mir dann wohl nichts übrig bleiben, als das auszuprobieren, ohne mich allzu sehr zu ärgern, wenn es nicht klappen sollte.

Herzliche Grüße
Rainer

P.S. Aus eigenem Interesse: Hat sich der Wechsel vom alten Zeiss-DIC endlich auf den aktuellen Zeiss-DIC unendlich gelohnt?

peter-h

Hallo Rainer,

ich hatte es vorher nie versucht uund bin jetzt auf Deinen Beitrag gestoßen. Sofort umgeschraubt und tatsächlich ! Es ist bei mir wie Tag und Nacht ! Natürlich macht sich die NA bemerkbar, aber es ist auch ein weit besserer Kontrast. Selbst mit dem SPlan 40/0,7 von Olympus ist das Bild besser als mit dem Zeiss Plan 40/0,65.
War eine gute Idee.

Viele Grüße
Peter

reblaus

Hallo Rainer -

wenn es nur um den DIC geht, lohnt sich der Wechsel m.E. optisch kaum und finanziell gar nicht. Beim Endlich-DIC war wenigstens die Zuordnung von Schieberchen und Prismen klar und die Spitzenobjektive (vor allem PlanApos 40, 63) sind kaum schlechter als ihre unendlichen Nachfolger.

            Bei mir war der Wechsel von Standard auf Axio("50") dadurch bedingt, dass letzteres tatsächlich eine eierlegende Wollmilchsau ist: Auflicht mit Fluo, Hellfeld, Dunkelfeld, DIC (mit angenehm klobigen Wechselschiebern), alle Durchlicht-Kontrastverfahren; vibrationsfester Aufbau und vor allem: Viele alte Teile aus der Endlichzeit können weiterbenutzt werden (Dreh- und Gleittische, Kondensoren, Leuchten).
            Wenn man dagegen Auf- und Durchlicht bei in einem Phomi kombinieren will, artet jeder Wechsel zu einem Gefummel aus und die Vibrationsfestigkeit des weit herunter hängenden Revolvers ist auch nicht berauschend.
            Ein Nachteil des Unendlich-Zeitaltes bei Zeiss ist, dass damit ein relativ rascher Generationswechsel eingeläutet wurde, für den früher eher Leitz berüchtigt war und der dem Gebrauchtkäufer von Optikteilen viel Mühe machen kann.

Viele Grüße

Rolf