Verständnisfrage > Fotografieren am Bino

Begonnen von Horst Jux, März 31, 2018, 12:58:43 NACHMITTAGS

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Horst Jux

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=31173.0

Hallo Freunde der Mikroskopie.

Seit mal so freundlich und erzählt mir mal ewas über das Fotografieren am Bino oder helft mir bitte mit einem Link weiter.
Mir fehlen die Fachaudrücke um die richtigen Seiten zu finden.

Folgendes:

Fotografiere ich beim Bino durch das Okular, z.B. mit meinem Handy, so erscheint auf dem Bild das Gleiche wie ich es mit meinen Augen sehe.
Also für mich ist das 1:1.

Wie sieht es dann bei einer adaptierten Kamera ( hier EOS 750D) aus. Da gibt es ja verschiedene Lösungen. Wenn ich es richtig verfolgt habe gibt es da auch Adapter mit 1 oder 2 Linsen.

Hoffnungsvolle Grüße aus Flensburg,
Horst

Gern per Du.

Bob

Hallo Horst,

passende Suchbegriffe wären "Kameraadaption" und "Relaisoptik".

Das Handy eignet sich besonders gut, weil die sog. "Eintrittspupille" des winzigen Objektivs gleich hinter der Frontlinse liegt. Bei vielen Kameraobjektiven liegt diese zu weit drinnen im Objektiv. Eine passende Relaisoptik für eine APS-C-Kamera und ein Mikroskop mit Brillenträger-Okular wäre z.B. ein Pentax 40mm 1.2,8 Pancake - Objektiv. Durch die extrem flache Bauweise passt die Eintrittspupille zum Okular.

Viele Grüße,

Bob

Klaus Herrmann

#2
Hallo Horst,

hatte ich dir nicht meine Einfachlösung geschickt? Geht natürlich nicht mit einem Variotubus, weil die Okulare nicht an den langen Tubusrohren sitzen, die hier auf den Bildern zu sehen sind.

Das ist keine Relaisoptik an der Kamera, sondern ein 1,4 Telekonverter, das Vignettierungen bei kleinen Vergrößerungen verhindert. Unter der "Zeiss-Glocke" sitzt nur das normale Okular 10x.



Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Rawfoto

Hallo Hörst

Bequemer wird es mit einem 3. Strahlengang, wenn es wirklich um Qualität geht braucht man ein Stemi bei dem man den Strahlengang geradestehen kann. Einfach geht es natürlich wie Klaus sagt ...

Zwischen der einfachen und der Profilösung gibt es viele Möglichkeiten, wie viele hängt vom Modell des STEMIs und von der Geldtasche ab.

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Klaus Herrmann

Es gibt natürlich auch den Fotozwischentubus von Zeiss, der ist aber selten und teuer. Die hier vorgestellte Lösung ist optisch tadellos und  mechanisch sehr solide.

Die Edellösung sieht dann so aus: Die Besonderheit: eine Sondervariante, die es von Zeiss nicht gab, der Adapter wurde so modifiziert, dass der Kamerabody ohne Okular adaptiert ist und man sogar parfokal ist.



Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Horst Jux

#5
"Schiete" secht Fiete!
Schlecht gestellte Frage von mir.

Hallo ihr Guten.
Ihr gebt hier wirklich gute Antworten.

Ich wollte etwas anderes wissen.
2. Versuch. Okular 10X; Objektiv steht auf 5. Ergibt eine 50 fache Vergrößerung am Okular welche direkt abfotografieren kann.

Klaus schreibt Z.B 1,4 Telekonverter.
1,4 X mal 5 Objektiv ergibt für mich nur eine direkte Vergrößerung vom 7 ( Live-Modus). Verstehe ich das richtig daß die restliche Vergrößerung über das  übertragene Bild am PC erfolgen muß?

VG,
Horst
Gern per Du.

Rawfoto

#6
Guten Morgen Horst

Du hast beim Stemi eine Vergrößerung die sich aus mehreren Faktoren errechnet, im Regelfall aus 3 Komponenten. Objektiv, Vergrößerungswechsler, Okular. Wenn Du das Zwischenbild nach den Vergrößerungswechsler fotografierst fällt die durch das Okular erzeugte Vergrößerung weg. Der Aufbau von Klaus mit einem Konverter vergrößert das Zwischenbild damit das Bildformat der Sensorgröße angepasst wird und keine abgerundeten Kanten fotografiert werden.

Bei meiner originalen Lösung von Wild/Leitz besteht der 3 Strahlengang aus einem 10er oder 16er Fotookular und dann kommt eine 0,32er Linse. Durch diesen Aufbau, eingeschlossen der Tuben bekommt man einen brauchbaren, für Vollformat bestimmten Bildkreis. Verlängert man den Tubus verändert sich die Vergrößerung und leider auch die Qualität. Die Abstände Zeichen den einzelnen Komponenten spielen also auch eine Rolle.

Wie groß der fotografierte Ausschnitt ist musst Du mit einem Lineal ermitteln, die Vergrößerung am Foto da eigentlich nicht das große Problem. Der Grund, du schaust dir das ja am Bildschirm oder später am Print an.

Der Bildeindruck ist auf jeden Fall anders, du hast natürlich nicht den dreidimensionalen Eindruck wie beim Durchschauen durch beide Strahlengänge da du in jeder Lösung nur durch einen der beiden Strahlengänge fotografierst. Wenn Du einen der beiden Strahlengänge für die Fotoadaption opferst siehst Du beim Durchsehen eh kein dreidimensionales Bild mehr. Der Grund warum ich das so nicht lösen würde, wie Klaus aber richtig sagt, die Teile kosten echt Geld.

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Klaus Herrmann

Hallo Horst,
wie Gerhard schon sagte sicher nicht ganz billig als Zwischentubus, aber es gibt von Zeiss noch eine Variante mit der auch Stereobilder gemacht werden können. Der Foto-Schiebetubus. Damit kann man Bilder durch beide Tuben machen, die sich zum Stereobild verarbeiten lassen. Der Tubus wird einfach von links nach rechts geschoben.
Ich zeige hier beide Einzelbilder. Vielleicht kann mein Sohn die zusammensetzen, damit man ein Schielbild bekommt - ich kann das nicht.
Die Bilder sind jetzt keine Meisterwerke es geht ja nur um die Visualisierung des Prinzips. Den habe ich sogar abzugeben.







Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Klaus Herrmann

Jetzt habe ich noch ein anderes Bilderpärchen gemacht und mein Sohn hat die Bilder nebeneinander gestellt. Aber ich finde der Abstand stimmt nicht ich kann schielen, wie ich will es passt nicht. Vielleicht haben wir auch links und rechts vertauscht, das würde dann ja nicht funktionieren.

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Stuessi

#9
Lieber Klaus,

die Tiefe ist etwas groß für einen bequemen Stereoeindruck.
Ich habe die Bilder neu montiert, dann klappt es besser.





Herzliche Grüße
Rolf

Klaus Herrmann

Danke Rolf,

irgendwie musste es doch klappen- man müsste eingentlich Stcks von links und rechts machen und die dann nach stapeln montieren. ich wollte aber nur mal zeigen wie praktisch diese Schlitten funktioniert. Und der kostet natürlich deutlich weniger, als ein Fotozwischentubus. Der dann nicht mal stereo kann.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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