Piperin aus schwarzem Pfeffer

Begonnen von Klaus Herrmann, Oktober 21, 2009, 10:14:54 VORMITTAG

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Klaus Herrmann

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich dieses Präparat am Montag bei den Göppingern zeigen, aber es ist aufwändiger, als die Beschreibung im Schneider-Zimmermann Botanische Mikrotechnik von 1922 vermuten lies. Ich habe nach tagelangem Warten ein paar Kriställchen erhalten:



Aber Mark als glänzender Nachwuchschemiker hat im Labor mit entsprechendem Aufwand Reinsubstanz hergestellt (aus 30 g Pfeffer extrahiert!).
Davon hat er mir eine Probe geschickt, die ich dann aus ethanolischer Lösung auf einem Objektträger habe auskristallisieren lassen. Aus der Schmelze mag das Piperin nur sehr ungern wieder auskristallisieren, selbst mit Impfkristallen wächst erst nach Tagen ein winziger Kristallrasen.

Hier noch etwas Wiki-Info:   http://de.wikipedia.org/wiki/Piperin

Aus der dichten Abfolge der Interferenzen höherer Ordnung (siehe letztes Bild!) schließe ich, dass die Doppelbrechung sehr stark ist. Wie beim Calcit, da muss man für die 1. und 2. Ordnung sehr dünn schleifen









Schön scharfe Grüße

Klaus
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Druse

#1
Lieber Klaus,

wunderschöne Bilder!

(O.T.: aber wenn ich mir den Wiki-Beitrag anschaue: uiuiui, gesundheitschädlich, umweltgefährlich, die Pfeffermühle als Gefahrguttransporter ;D)

Viele Grüße
Mila

Klaus Herrmann

Vielen Dank Mila,

ich hatte ja einen guten "Helfer". Die Reinsubstanz in Ethanol lösen und kristallisieren lassen könnte auch eine Apothekenhelferin unter Deiner fachkundigen Anleitung hinkriegen ;)

Na ja was ist Gift: Hemingway soll auf die Nachricht seines Arztes zum Befund: Wasser in den Beinen gesagt haben:"das kann nur von dem Eis in meinen Whiskies kommen - ich trinke kein Wasser, das ist für mich das reine Gift!"  ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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