Beratung Mikroskop für Mineralien/Fossilien

Begonnen von Guschdav, November 06, 2020, 08:44:37 VORMITTAG

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Guschdav

Guten Morgen,

ich bin der Neue hier und mein Name ist Karlheinz.

Aktuell bin ich auf der Suche nach einem passenden Mikroskop, um Mineralien und Fossilien zu untersuchen. Das Gerät soll ein Geschenk für meine Freundin sein, die als Hobby Steine und Fossilien sammelt. Ein Beispiel ist die Untersuchung von Einschlüssen (u.a. Insekten) in Bernstein und Kopal. Da ich mich auf dem Gebiet der Optiken nicht wirklich gut auskenne, hoffe ich hier wertvolle Tipps zum Kauf des passenden Gerätes zu bekommen oder vielleicht hat ein Forumsmitglied was Passendes zu verkaufen. Die preisliche Schmerzgrenze liegt bei ca. 400 €. Gibt es für dieses Budget Geräte, mit denen man brauchbare Ergebnisse erzielen kann?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Grüße aus der Pfalz!

Florian D.

Hallo Karlheinz und herzlich willkommen im Forum!
Ich würde da jetzt an eine Stereolupe denken.
Einschlüsse und Kriställchen lassen sich damit prima beobachten.
Kollegen werden hier sicher noch konkrete Modelle empfehlen.

Viele Grüsse
Florian

Gerd Schmahl

Hallo Karlheinz,
Für Fossilien und Mineralien brauchts Du natürlich ein Stereomikroskop. Am besten Du stellst in der Rubrik "Suche" im Mikromarkt eine entsprechende Suchanzeige. Mit einen gebrauchen Mikroskop einer renomierten Firma bekommst Du i.d.R. mehr Mikroskop für's gleiche Geld als beim Kauf eines Neugerätes. Außerdem haben die älteren Geräte ihren Preisverfall schon hinter sich, so dass man sie ggf. auch zu einem ähnlichen Preis wieder verkaufen kann. Achte aber auf ein Rückgaberecht bei Nichtgefallen, oder die Möglichkeit des ausgiebigen Testens bei Selbstabholung. Wichtig ist, dass die Triebe nicht zu schwer gehen und noch wichtiger, dass sie möglichst spielfrei laufen. Der Blick durch den Binitubus muss anstrengungsfrei möglich sein und die beiden Bilder von den Augen (bzw. dem Gehirn) leicht zur Deckung gebracht werden können.
Für die Fossilien und Mineralien reichen Vergrößerungen bis 40x i.d.R. voll aus. Wichtiger sind aber die niedrigeren Vergrößerungen um 10x.
Ein wichtiges Kriterium für Steinsammler ist ein relativ großer Arbeitsbereich, um auch dicke Brocken unter die Lupe nehmen zu können. Eine möglichst lange Stativsäule mit einer Verschiebbarkeit des Gerätes nach oben, bietet dafür beste Voraussetzungen.
Ich nutzte schon seit 1990 ein russisches MBS-10 für Präparationsarbeiten an Fossilien. Dafür gibt es auch Zubehör, wie z.B. einen Einsatz zum Auslesen von Mikrofossilien, den man statt der Metallplatte in den Fuß setzt und darüber die Ausleseschale  hat, durch deren Löcher man dann die Fossilien in Franke-Zellen wirft.
Für Bernsteininklusen wäre ein Durchlichttisch ganz hilfreich. Auch den gibt es für das MBS-10.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.