Mein erstes Legepräparat (Pelose)

Begonnen von JaRo, März 15, 2021, 12:51:53 NACHMITTAGS

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Bob

Hallo zusammen,
"mein" Staub setzt sich eigenlich immer aus Partikeln unterschiedlicher Größe zusammen, darunter auch immer Fasern, teilweise recht lang. Das würde im Präparat dann anders aussehen.

Viele Grüße,

Bob

Gerd Schmahl

Hallo,
ja, auch für mich sieht das, was da im Präparat zu sehen ist, nicht von oben hinein gekommen ist. Staub tritt überwiegend als "Fusseln" auf.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

JaRo

Hallo,
mein Staub besteht tatsächlich auch zu großen Teilen aus Fasern. Ich habe nur die groben wieder mit der Legeborste manuell entfernt... Also würde ich Staub als Ursache zumindest nicht völlig ausschließen.
Aber ihr habt recht, die Verteilung ist schon ziemlich regelmäßig und die Idee mit dem Dreck aus dem Schellack erscheint mir auch am wahrscheinlichsten. Ich habe deshalb vorhin meine Schellack-Lösung filtriert und einige neue Deckgläser beschichtet.
Ich werde dann die nächsten Tage mal ein neues Präparat herstellen und berichten.

Danke auch für das Lob zum Präparat. Ich war tatsächlich überrascht wie gut das nach ein wenig probieren ging... Die Hauptvorraussetzung sind starke Nerven beim Platzieren der Diatomeen und bei den Handbewegungen in der Nähe des Präparats... Ich hatte noch eines mit 4x4 Diatomeen hergestellt und dann leider beim Fixieren des Klebegrunds fallengelassen...

@Peter Gekreuzte Polfilter habe ich leider nicht, aber das wäre natürlich eine gute Möglichkeit um festzustellen ob es sich um Kristalle handelt...
Viele Grüße
Jan


Herbert Dietrich

Hallo Jan,

gekreuzte Polfilter hast Du nicht! wenn man solche Präparate herstellt, dann solltest Du aber auch die entsprechenden Polfilter haben.
Was hast Du für ein Mikroskop?

Herzliche Grüße
Herbert

piu58

Recht vielen Dank für diese Bilder! Ich sehe mir ja auch die Pelose an und erkenne vieles wieder. ich sehe aber auch Formen, die ich bislang noch nicht unterm Objektiv hatte.
Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe

JaRo

Hallo Herbert,
tatsächlich habe ich einige Mikroskope, habe aber aufgrund der Insektenfotografie, die bisher mein Haupt-Fokus war, sehr wenig bzw. keine Durchlicht-Technik. Ich habe ein Olympus BHM (Auflicht), ein Zeiss Standard-RA, sowie mehrere Stereomikroskope. Das RA war früher mit Lucigen-Beleuchtung ausgestattet und hat dementsprechend weder Kondensor noch klassische Durchlicht-Beleuchtung. Dementsprechend habe ich bisher tatsächlich kein Mikroskop an dem man vernünftig köhlern und "normale" Durchlicht-Fotos machen kann. Das soll sich aber demnächst definitiv ändern, da ich von Diatomeen (und auch Pflanzenschnitten) zunehmend begeistert bin.
Die Bilder sind am Olympus mit Auflicht-DF entstanden.
Viele Grüße
Jan

Rene1965

#21
Hallo Jan,
ich verwende zum reinigen von Pelose die "kalte Mehode" aus dem Dokument "diatomeen_gesamt.pdf"
der Naturwissenschaftlichen Vereinigung Hagen e.V. Ich verdünne den Schlamm
erstmal mit Wasser, das ganze durch ein 190µ Sieb gegeben um den groben Dreck
loszuwerden und dann habe ich die kalte Methode aus dem Dokument benutzt.
Wirklich aufpassen das nicht zuviel Kaliumpermanganat genommen wird.
Ich habe Präparate die sich hinterher dadurch teilweise verfärbt haben.
Mit H²O² 30% habe ich experimentiert, auch mit Natriumhypochlorid.
Damit hatte ich keine befriedigenden Ergebnisse bei Pelose.

LG Rene

RainerTeubner

Hallo Rene,

einen eventuellen Überschuß an Kaliumpermanganat kann man mit Oxalsäure, in Form einer gesättigten wässrigen Lösung, beseitigen. Die Oxalsäure wird durch das restliche Kaliumpermanganat zu Kohlendixyd oxydiert. Es sprudelt etwas. Alle Verunreinugungen werden anschließend durch mehrmaliges Waschen mit destilliertem Wasser entfernt. Bitte die Oxalsäurelösung ausreichend lang einwirken lassen. Am Ende sollte eine schneeweiße Diatomeensuspension vorliegen.

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Rene1965

Hallo Rainer,
die Oxalsäure ist ja Bestandteil der Prozedur.
mein Problem ist die Rot-Grün Schwäche der Augen,
ich kann die Farbe der Suspension bei der Zugabe von Kaliumpermanganat
nicht richtig erkennen(der Übergang von braun nach violett).
Mittlerweile hab ich aber ein passendes Maß gefunden.

LG Rene