fossile Kieselalgenschalen / Diatomeen in kleinen Mengen auf Deckglas reinigen.

Begonnen von Michael K., Juni 22, 2021, 15:36:44 NACHMITTAGS

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Michael K.

 Hallo,

Gestern Abend habe ich eine Möglichkeit gefunden, wie man kleinste Mengen fossiler Diatomeen zur Sichtung auf einem DG von groben Schmutz säubern kann.
Es ähnelt der Methode des Gold waschens. Die wird auch bei Göke beschrieben (mit Uhrglas).  Interessehalber habe ich einfach eine in Wasser gelöste Probe der Diatomeenerde
auf ein DG; das in einer Petrischale liegt; angeschaut und dabei festgestellt das Fremdstoffe weit oben im Wassertropfen sind und die Diatomeen auf dem DG aufliegen.
Aber zunächst habe ich die Diatomeenerde mit dest. Wasser und Essig versetzt um den Kalk zu lösen (Über Nacht).
Danach habe ich nochmal leicht aufgerührt, den groben Sand absetzten lassen und den Überstand (ohne Sand) in ein neues Gläschen abgegossen. Wiederum absetzen lassen. 
Überstand abgegossen und vorsichtig mit dest. Wasser aufgefüllt.
Davon habe ich eine Probe auf ein DG gesetzt das in einer Petrischale liegt. Diese habe ich leicht kreisend bewegt so das sich das Material in der Mitte sammelt.
Mit einer Pipette habe ich die oben schwebenden Teilchen abgesaugt. Wichtig ist dabei das man das DG nicht berührt. Danach habe ich mit dest. Wasser den "Tropfen" aufgefüllt und erneut kreisend bewegt. Wiederum die schwebenden Teilchen abgesaugt.  Zwischendurch habe ich es mit dem Mikroskop kontolliert.
Übrig bleiben relativ saubere Diatomeen.  Diese kann man noch mit etwas dest. Wasser auf dem DG verteilen, weil sich die Menge der Diatomeen in der Mitte des DG konzentriert hat.
Nach Diatomeenarten kann man damit natürlich nicht trennen, dient nur zu Übersicht.

Ob dies nun "Blödsinn" oder eine "nette Idee"  ist bleibt jedem selbst überlassen.


Gruss
Michael





Peter Reil

Hallo Michael,

interessante Methode!
Das werde ich auch mal versuchen.

Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Gerd Schmahl

Hallo Michael,
Probieren geht über Studieren!
Was ich etwas schade finde: Deine Bilder sind doch etwas arg winzig. Zwar sagt ein Bild mehr als 1000 Worte, aber wenn es so leise flüstert...
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Michael K.

Hallo,

Das stört mich selber, Ich hatte es eigentlich gross genug eingestellt  1200 x 1200 px.

Hier mal die Bilder die ich benutzt habe, sind mit Handy am Okular gemacht.


LG
Michael

anne

Hallo Michael,
das sieht recht gelungen aus.
Die Schalen liegen an sich schon recht sauber vor und sind wohl nicht verbacken mit Schmutz.
Leztendlich heiligt der Zweck die Mittel.
Zum reinen Anschauen für sich selbst reicht das sicherlich aus.
lg
anne

Michael K.

Hallo,

Danke erst mal.
Ich habe auch mal versucht mit einem modifiziertem 000er Pinsel; ein Haar habe ich stehen gelassen; die Diatomeen zu bewegen / plazieren.  :o  Keine Chance, ich dachte ich hätte schon eine ruhige Hand, das SMD Löten macht mir ja  keine Probleme.
Aber unter dem Mikroskop (10er Objektiv) habe ich so ein Tremor, hätte ich nicht vermutet.  Vieleicht kommts von den Medikamenten oder der Epilepsie selbst.
Das geht dann wirklich nur noch mit Hilfsmitteln, so mit freie Hand sehe ich schwarz. ???

Gruss
Michael