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Begonnen von Adalbert, Oktober 02, 2022, 20:41:09 NACHMITTAGS

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liftboy

Hallo Frank,

das Deckglas hat die vorgeschriebenen 0,17mm und das Medium ist Malinol.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Nochnmikroskop

Zitat von: Adalbert in Oktober 04, 2022, 21:29:39 NACHMITTAGS

Die ursprüngliche Frage war nach den Objektiven, die für sehr dicke Dauerpräparate geeignet sind.
Wie ich sehe ist Diskussion in die Richtung Deckglasdicke gelaufen, was in diesem Thread nicht gefragt war.

ADi

Hallo ADi,
das Thema Dauerpräparat steht für mit Deckglas abgedeckten Objekträger. Daher sind m.M.n. die geeigneten Objektive, welche Du ja mit hoher n.a suchst, direkt damit und mit dem Einbettmedium in Verbindung zu bringen.
Verschiedene Objektive mit einem passenden Arbeitsabstand hast Du ja schon aufgelistet.
Die fehlenden Infos zu Deckglasdicke und Einbettmedium hat Wolfgang auch geklärt, die n.a. kannst Du nachlesen.

Gut Stack.

Gute Nacht wünscht Frank
Meistens Auflicht, alle Themenbereiche
Zeiss Axiolab, Leitz Orthoplan, Keyence VHX, Olympus SZX16, Canon EOS 700D, Panasonic G9, Touptek u.a.
keine KI

Rawfoto

Guten Morgen

Für mich sind Dauerpräparate nicht immer mit Deckglas verbunden, im Auflicht-Bereich gibt es die Dauerpräparate fast immer ohne Deckglas. z.B. Gefügeätzungen, Kunststoff oder Lackoberflächen, Stoff und Gewebemuster, Papiergefüge usw.

Damit ist der 1:1 Bezug zum Deckglas meiner Meinung nach nicht korrekt, auch wenn das für den Durchlicht-Bereich durchaus zutreffend ist ...

Liebe Grüße

Gerhard

Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Nochnmikroskop

Hallo Gerhard,
Du hast natürlich recht.
Danke für die Richtigstellung.


LG Frank
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wilfried48

#19
Hallo,

das Deckglas mit seinen 0,17 mm ist hier das kleinere Problem, aber Adi will ja bis zu 2mm tief in die eingebettete Probe reinschauen. das ist bei angenommen etwa gleichem Brechungsindex wie Glas nochmal der über 10 fache optische Weg n x d und da stimmt dann die Korrektur bei weitem nicht mehr egal ob mit oder ohne Deckglas.
Was man bräuchte ist ein Ölimmersionsobjektiv (homogene Immersion) mit großem Arbeitsabstand und die gibt es nicht.
Es gibt aber Wasserimmersionsobjektive mit großem Arbeitsabstand wie z.B. das schon erwähnte Olympus LUMPlanFl 40x/0.80 W . Das ist zwar nach Werksangaben angeblich auf Deckglasdicke 0
korrigiert, aber nach meiner Erfahrung haben die auch mit Deckglas 0,17 mm keine merkliche Einbuße in der Bildqualität sowohl im Auflicht bei Beleuchtung durch das Objektiv als auch im Durchlicht. Ich habe mit diesem Objektiv auch schon durch 2mm dickes Einbettmittel (für die Elektronenmikroskopie) auf Retinazellen auf einem Mikrochip geschaut und gute der hohem Apertur entsprechende Bildauflösung erhalten. Das Objektiv ist für 3,3 mm Arbeitsabstand in Wasser mit Brechungsindex von 1,33 gerechnet und es ist offensichtlich noch nicht so sehr erheblich ob davon 2mm Eindeckmittel mit etwas höherem Brechungsindex sind.
Selbst das LUMPlanFl 60x/1.0 W mit einem Arbeitsabstand 2mm liefert bis ca. 1mm tief ins Einbettmittel ein der hohen Apertur entsprechendes tadelloses Bild.
Sie kosten natürlich neu einige tausender und sind auf dem Gebrauchtmarkt schwer erhältlich.
Sie sind auch tolle Objektive um tiefliegende Bernstein Inklusen mit hoher Auflösung zu beobachten.

viele Grüße
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

liftboy

Hallo Adi,

definitiv dunkel!

Grüße
Wolfgang
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Niels Bohr

RainerTeubner

Hallo Adi,

mir gefällt auch die dunklere Version des Bildes besser.

Viele Grüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Nochnmikroskop

Hallo ADi,

das Bild mit dem dunklen Hintergrund sieht klasse aus. Die anderen mit den hellen Hintergründen sehen wie überbelichtet aus.

Das Bild mit dem Olympus UMPlanFl 50x/0.80 finde ich jetzt nicht gerade gut, ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese hohe Apertur ohne Deckglas Korrektur nur breiige Bilder liefern kann.

Etwas OT
Zwischenzeitlich habe ich von Wolfgang ein Lomo 40x/0,75 Wasserimmersionsobjektiv bekommen und unter Wasser mal meinen Bernstein angesehen. Anfangs war das ganz gut, doch dann hat sich der Bernstein (Gesamtdicke 1,7 mm), den ich mit Tesaband am Boden der Petrischale festgeklebt hatte, gelöst. Da suche ich noch eine Lösung, ohne den Bernstein zu beschädigen.

LG Frank
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Nochnmikroskop

Zitat von: Adalbert in Oktober 11, 2022, 17:00:45 NACHMITTAGS
ob man das so generell sagen kann?
Oder liegt das eher an der Tiefe des Präparates?

Hallo ADi,
es wurden ja so einige Beispiele genannt, die zum gleichen Ergenis kommen. Ich habe es selber auch probiert.

Aaaaber, sollte es nicht möglich sein mit einem elektronischen Filter eine Deckglaskorrektur nachträglich ins Bild einzuarbeiten???? Diese Frage könnte mal ein versierter Objektivhersteller beantworten, schließlich werden ja irgendwie die Daten (Linsen) für eine Deckglaskorrektur auch berechnet. Andererseits ist der Brechungsindex deutlich höher, als bei Luft, wo nix ist kann man nix berechnen????
Das meinte ich ja mit "das Rad neu erfinden".  8)

Die Stacktiefe wird da wohl ebenfalls eine weitere Begründung sein, warum es nur mit Wasserimmersion geht, so tief ins Glas / Einbettmedium zu schauen.

Bin gespannt wie es mit den 3mm weiter geht.

LG Frank
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Nochnmikroskop

Zitat von: Adalbert in Oktober 12, 2022, 12:58:59 NACHMITTAGS
welche Berechnungen meinst Du genau?
LG, ADi

Hallo ADi,
die Antwort ist im Prinzip die Berechnung eines kompletten Objektivs, bzw. das Delta von Objektiven mit und ohne Deckglaskorrektur. Dieses Delta müsste dann eine Software auf das Bild berechnen. (das Rad neu erfinden, wie gesagt)

Bild 1 Aus Lichtmikroskopie der Uni Wien

Bei Olympus bin ich auf Broschüren von Objektiven gestoßen, die ggf. etwas Licht ins Dunkle bringen, bzw. die Zusammenhänge darstellen. Wobei dort verschieden Immersionen verglichen werden, also Deine Versiion Luft nicht dargestellt wird. Aber das Prinzip schätze ich ähnlich ein -- es kann kein sauberes klares Bild entstehen.
Bild 2 aus "Anwendungsspezifische Objektive"

Dann noch eine Animation zur variablen Deckglaskorrektur im Objektiv --> das wäre wohl ideal für diesen Zweck.
https://www.olympus-lifescience.com/de/microscope-resource/primer/java/aberrations/slipcorrection/

Vielleicht geht auch diese aufschraubbare Kappe, die gibt es in verschiedenen Versionen, da ist die Korrektur dann quasi nach außen gelegt, wenn ich es richtig einschätze.
https://wie-tec.de/Olympus-Mikroskop-Correction-Cap-P2-Objektiv-Deckglaskorrektur

Noch eine Frage zu Deinem letzten Bild, mit den beiden Schuppen. Findest Du das Bild mit dem 50x/0,80 scharf und aussagefähig?

LG Frank
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keine KI

Nochnmikroskop

Zitat von: Adalbert in Oktober 14, 2022, 20:01:41 NACHMITTAGS
Bei den Silicone Immersion Objectives,
würde sich um den Fall Focus at the sample's center handeln.
....
Dann habe ich noch die gleiche Stelle mit Auflicht (extra für Dich) belichtet aber es hat nicht viel gebracht :-(
LG, ADi

Hallo ADi,
oberhab der 3 verschiedenen Objektivklassen sind die Objekt-Kugeln (Resulting XZ, in grün dargestellt). Darum ging es mir, (und auch Olympus in der Werbung). Da wird dargestellt, das es Verzeichnungen gibt, so habe ich das verstanden. Nur beim Silicon nicht. Bei Luft, so wie bei Deinem Bild, würde ich die grüne Kugel als flache Scheibe einschätzen. Ist aber nur Spekulation.

Die Schuppen nochmal mit den 50x aufzunehmen brachte keine weiteren Details, da gebe ich Dir recht. Aber mit etwas geringerer Apertur ....?
Trotzdem danke das Du das nochmal "extra für mich" abgebildet hast.

Was wäre, wenn man einfach die Luft aus dem System herausnimmt?
Sehr durchsichtige Folie (dicke Folie vom Blumenhändler, o.ä.) ums Objektiv binden, ein paar Tropfen destilliertes Wasser auf das Deckglas und nochmal mit dem 50x/0,80 stacken. Damit kommst Du wahrscheinlich nicht tiefer, aber die beiden Schuppen sollten detaillierter werden. Natürlich auf eigene Gefahr, ist ja nicht unbedingt ein billiges Objektiv.

LG Frank
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