Wie erzeugt man Köhler-Beleuchtung mit dem Epival-Auflichtarm?

Begonnen von 3nzo, Dezember 06, 2023, 15:18:10 NACHMITTAGS

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3nzo

Hallo zusammen,
Ich suche eine Anleitung oder Bestätigung zur Anpassung der Beleuchtung nach Kohler mit dem Epival-Auflichtarm.
Aufgrund meiner Erkenntnisse aus anderen Teilanweisungen glaube ich, dass wir wie folgt vorgehen sollten:
1- Legen Sie eine reflektierende Oberfläche auf den Tisch
2- Öffnen Sie die Feld- und Aperturblende
3- Entriegeln Sie den Illuminator auf der Rückseite der Säule und stellen Sie durch leichtes Drehen die maximale Helligkeitsposition ein. Betätigen Sie den Sperrhebel.
4- Schließen Sie die Feldblende und fokussieren Sie sie durch die Okulare, zentrieren Sie sie und öffnen Sie sie wieder.
5- Schließen Sie die Öffnungsblende teilweise und fokussieren Sie sie mit einer Bertrand-Linse. Öffnen Sie es dann wieder und fokussieren und zentrieren Sie den Lampenfaden.
6- Entfernen Sie die Bertrand-Linse (Phasenkontrast-Teleskop), setzen Sie das Okular ein und stellen Sie die Öffnungsblende auf 5 ein. Stellen Sie die Feldblende knapp außerhalb des Sichtfelds ein.
Kann irgendein Experte dieses Verfahren bestätigen oder korrigieren?
Danke und viele Grüße.

Enzo

MiR

Vielleicht noch ein paar Informationen zusätzlich:
Enzo hatte das Thema bereits in https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=47740.30 angeschnitten.
Er sucht eine Lösung für einen Nicht-Standard-Ansatz. Als Ersatz dient eine LED. In Anwort #32 ist die Leuchteinheit abgebildet.
So, wie es verstanden habe und ja auch in seiner Abbildung zu sehen ist, wird hier nicht mit Standardtubus (Spiegel +Linse) gearbeitet.

Tubus_Spiegel+Linse.jpgTubus_Mikroskop.jpg
Standard-Einsatz mit Linse und Spiegeleingebaut in das Amplival pol u (gut sichtbar: Ansatz für die Lampenhäuser)

Viele Grüße aus Berlin,
Michael
 
                         

3nzo

Hallo Michael,
Weitere Informationen: Es wird eine CZJ-Beleuchtungseinheit verwendet, die für eine Halogenlampe mit der gleichen Leistung wie diejenige, die in den Sockel für Durchlicht eingesetzt wird, aber mit einer Leistung unter den 100 W der an den Anschluss anzuschließenden Box gedacht ist in deinem Beitrag. Ansonsten ist die Optik (Linse plus 45°-Spiegel) praktisch identisch. Ich habe die Halogenlampe durch eine 12V 50W CREE LED ersetzt.
Meine Frage ist, ob die Vorgehensweise, die ich aus der Epival Interphako-Anleitung abgeleitet habe, korrekt ist.
Vielen Dank trotzdem für Ihre freundliche Klarstellung.
Ich entschuldige mich, wenn die Übersetzung meiner Nachricht möglicherweise ungenau ist.
Beste grüße.

Enzo

MiR

Hallo Enzo,

na mal sehen, ob ich es verstanden habe. Du hast also eine CZJ-Beleuchtungseinheit (Lampenhaus) verwendet welche normalerweise eine 100W-Lampe enthält, welche aber durch eine LED ersetzt wurde. Dieses Lampenhaus ist allerdings für den unteren Einschub (Durchlicht) konzipiert. Das bedeutet, du musstest eine mechanische Anpassung herstellen, so dass dieses Lampenhaus an den Auflicht-Tubus passt?

Viele Grüße aus Potsdam,
Michael




vonsth


MiR

#5
Interessantes Teil, nur sucht Enzo wohl ein Möglichkeit seine vorhandene Einrichtung (wobei die Wolfram-Halogen-Lampe gegen LED ersetzt wurde) zu benutzen. Welche, wie es scheint, doch eher komplett ist, aber möglicherweise nicht gut justiert ist. Allerdings könnte es genau der Aufbau sein welcher durch Enzo beschrieben, aber nicht (wirklich) gezeigt worden ist.

3nzo

Hallo Michael,
Mein Illuminator ist im Wesentlichen identisch mit dem von Vonsth, mit dem einzigen Unterschied, dass er ein wenig anders ist, da er für eine Halogenlampe, aber nicht für eine 100-W-Lampe ausgelegt ist.
Mein Problem hängt nicht vom Beleuchtungsgerät ab, sondern möglicherweise von der falschen Einrichtung des Systems, wenn die von mir befolgte und in meiner ersten Nachricht beschriebene Vorgehensweise falsch war.
Ich hoffe auf Bestätigung oder Korrekturen hierzu.
Vielen Dank an alle und viele Grüße.

Enzo


vonsth

Das Problem der oben übersetzten Epival(?)-Anleitung ist, dass es an dem Tubusträger ohne den Interphako-Grundkörper keine Möglichkeit gibt, die Aperturblende irgendwie zu fokussieren (Schritt 5.1).

Kann man denn überhaupt für jedes Objektiv "100%" korrekt köhlern, wenn sich die Lage der Pupille jedes Objektivs unterscheidet?

Wenn die Aperturblende in der Pupille (Betrandlinse/Phasenfernrohr/einfach in den Tubus schauen) scharf erscheint, während gleichzeitig die Feldblende scharfgestellt ist (OHNE Betrandlinse), dann passt doch alles und man kann dann einfach die Lampe in die gleiche Fokusebene schieben. Woran scheitert es denn?

3nzo

Danke Vonsth,
Ihre scheint eine Bestätigung meines Vorgehens zu sein.
Irgendwelche anderen Meinungen?
Danke euch allen.

Enzo