Reparatur eines Wild M3Z

Begonnen von Stuessi, Juli 29, 2024, 17:12:03 NACHMITTAGS

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Stuessi

Hallo,

mein neu erworbenes Wild M3z Stereomikroskop hat keine Parfokalität.
Scharf sind diese Einstellungspaare ohne Nachfokussierung:
12x und 40x
16x und 25x
Für 6,5x muss die Entfernung drastisch verkürzt werden.

Wer hat Erfahrungen mit der Reparatur diese Mikroskop Typs?
Wie kann man den Korpus öffnen?

Lohnt sich eine Reparatur (und was würde sie kosten?) oder muss ich mit diesem Defekt leben?

Viele Grüße,
Rolf

HCLange

Hallo Rolf,

stimmt die Angabe des Mikroskoptyps (Z = Zoomoptik) ?
Benutzt du die Wild/Leica Okulare mit 14mm Abgleich ?

Herzliche Grüße
Christoph

Stuessi

Hallo Christoph,

"z" stimmt schon und die Okulare sind original Wild Type.
Hier eine Vergrößerungsreihe, scharf eingestellt bei 40x:

bn-neu-40.JPG
bn-neu-25.JPG
bn-neu-15.JPG
bn-neu-10.JPG
bn-neu-06.JPG


Herzliche Grüße,
Rolf

Rama61

Hallo Rolf,

ist Dir denn bekannt, wie man so ein M3Z korrekt einstellen muss, damit der Zoom von klein auf groß perfekt gelingt? Womöglich liegt kein Defekt vor, sondern eine Fehlbedienung.

Gruß

Rainer
Rama61

Rama61

#4
Hallo Rolf,

habe mal schnell vom Handy zum PC gewechselt.

Um ein M3Z zu justieren, mußt Du zuerst die beiden Okulare am Dioptrienausgleich in Mittelstellung "0" bringen. Dann legst Du ein flaches Objekt auf den "Mikroskoptisch", z.B. ein Stückchen Papier. Nun stellst Du bei 40-facher Vergrößerung am Handrad so scharf wie möglich. Anschließend drehst Du den Zoom auf kleinste Vergrößerung 6,5x zurück und korrigierst jetzt am Dioptrienausgleich jedes Auge einzeln auf die kleinste Vergrößerung.  Anschließend drehst Du den Zoom wieder auf 40x und kannst, falls noch geringe Unschärfen vorliegen, am Handrad korrigieren. Hast Du alles richtig gemacht, sollte der Zoom jetzt fehlerfrei für DICH funktionieren. Benutzt jemand Anderes das M3Z, so muss er die Prozedur für seine Augen wiederholen.

Hat´s geholfen?

Herzliche Grüße

Rainer
Rama61

HCLange

Hallo Rolf,

den Ausführungen von Rainer möchte ich noch hinzufügen, daß man tunlichst immer verstellbare Okulare mit eingelegter Strichplatte verwenden sollte, damit man die Augen auf die richtige Bildlage einstellt.
Ich bin gespannt auf deinen Test.
Sollte dennoch das Problem weiter bestehen, könnte die Ursache theoretisch nur noch in einer Verdrehung der beiden mechanischen Steuerkurven zueinander liegen, sofern sie nicht miteinander gekoppelt sind.
Eigentlich ist das Zoomsystem ja afokal, d.h. im Unendlich-Strahlengang.

Herzliche Grüße
Christoph

Stuessi

Hallo, eigentlich kenne ich mich mit einem M3z aus,
hier zum Vergleich eine Vergrößerungsserie mit einem anderen M3z:

bn-alt-40.JPG
bn-alt-25.JPG
bn-alt-15.JPG
bn-alt-10.JPG
bn-alt-06.JPG

Schärfe bzw. Unschärfe sind links und rechts identisch.

Herzliche Grüße,
Rolf


Stuessi

#7
Hallo,

besser als für das Forum verkleinerte Bilder zeigt dieses Diagramm die fehlende Parfokalität meines "neuen" M3z Mikroskops.
Fokussiert wurde bei 40-facher Vergrößerung.

x-y-Diagramm.jpg

Wer kann mir sagen, wie ich den Optikträger eines M3z Mikroskop öffnen kann und ob es sich lohnt?

Herzliche Grüße,
Rolf

Josef_Penzkofer

Hallo Rolf,
da ist anscheinend eine Linsengruppe hängen geblieben.
Ich hatte schon ein ähnliches Problem mit einem Nikon SMZ-U bei dem ich die Führungen neu gefettet und die Federn etwas gekürzt habe.
Nach dem öffnen meines Zeiss Stemi 2000 habe ich jetzt eine lose Schraube in einem der verklebten Zoomknöpfe, es gibt anscheinen keinen zerstörungsfreien Weg es zu öffnen.
Wie man das M3z öffnet weis ich leider auch nicht, falls es Schrauben gibt sind sie oft gut versteckt.
Grüße, Josef
Nikon SMZ-U, Olympus BH2 MJL, Eigenbau zum stacken von BB 10 mm Lomo 3,7/0.11 bis 0,3 mm Olympus MS Pl. 80x/0.75 ULWD